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wird zu schnell geschossen ?

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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon OHB am Freitag 7. August 2009, 21:49

Fotograf wurde in Krems verprügelt

Im Fall des 14-jährigen Buben, der in einem Supermarkt in Krems von einem Polizisten erschossen worden ist, wurde bei einer Kundgebung am Donnerstag ein Fotograf offenbar vom Bruder des Opfers verprügelt.


Im Krankenhaus nach 30 Faustschlägen
Mit mehr als 30 Faustschlägen ist der Fotograf Philipp Thaller krankenhausreif geschlagen worden.

Das Opfer erlitt schwere Gesichtsblessuren und einen Jochbeinbruch. Möglicherweise muss der Mann in den nächsten Tagen operiert werden.

"Habe freundlich mit ihm geredet"
„Ich habe eigentlich recht freundlich mit ihm geredet, mit Mitgefühl natürlich, und war dann ganz baff, dass er so reagiert, einfach so direkt mit der Faust“, erzählte Philpp Thaller geschockt.

Der mutmaßliche Täter, der Bruder des durch einen Polizeischuss getöteten 14-Jährigen, wurde auf freiem Fuß angezeigt. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.


http://noe.orf.at/stories/381213/

nau serwas durt gehts owa zua :shock: :shock: :shock:
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon kaleidoskop am Samstag 8. August 2009, 00:04

Wenn es ein Fotograf von Österreich war, hält sich mein Mitleid in Grenzen!
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon xenia am Samstag 8. August 2009, 00:05

Polizisten: "Wir wurden attackiert"

Die beiden Polizisten gaben zu Protokoll, von den Einbrechern überrascht worden zu sein. Ein dritter mutmaßlicher Komplize, ein 28-jähriger Rumäne, wurde verhaftet.

http://kurier.at/nachrichten/niederoest ... 928440.php


daraus :

Erste Details sickerten am Freitag Abend zur Einvernahme jener beiden Polizisten durch, die am Mittwoch Schüsse auf zwei jugendliche Einbrecher in einen Supermarkt in Krems abgegeben hatten. Die Polizisten sagten in einer ersten Einvernahme aus, dass sie von den Burschen im Alter von 14 und 16 Jahren angegriffen worden waren. Der 14-jährige Florian P. erlag im Krankenhaus seiner Schussverletzung, sein Komplize erlitt einen Oberschenkel-Durchchuss. Die Beamten dürften von den Einbrechern überrascht worden sein - sie waren von einem Fehlalarm im Supermarkt ausgegangen. Der 16-jährige Roland T. hatte zuvor behauptet, dass die Polizisten geschossen hätten, als er und sein Komplize flüchteten.

Fest steht jedenfalls, dass die Polizisten drei Schüsse abgegeben haben. Ein Projektil hat den 14-Jährigen tödlich in den Rücken getroffen, das zweite beide Oberschenkel des 16-Jährigen durchbohrt und das dritte sei ins Leere gegangen. Daraus sei laut ORF zu schließen, dass die Schüsse aus nächster Nähe abgefeuert worden sein dürften.

Unterdessen ist ein dritter mutmaßlicher Komplize festgenommen worden. Ein 28-jähriger Rumäne wurde am Nachmittag im Bezirk Krems verhaftet - und zwar ausgerechnet in der Polizeiinspektion von Gföhl im Bezirk Krems. Dorthin war der Mann - wegen einer anderen Angelegenheit - freiwillig gekommen.

"Durch Hinweise am Tatort, vor allem durch Sachhinweise, ist man auf diese Person gekommen", so Roland Scherscher vom Landespolizeikommando Niederösterreich gegenüber ORF.at. Weitere Komplizen schließt die Polizei nicht aus.

Der Mann hatte angeblich während des Einbruchs mit dem Auto flüchten können, als die beiden Polizisten - ein Mann und eine Frau - zum Tatort kamen. Gegen den 28-Jährigen bestand eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Krems, sagte der Oberstleutnant am Freitagabend. Der Mann sei kurz vor 19.00 Uhr auf der Polizeiinspektion Gföhl im Bezirk Krems festgenommen worden. Die Einvernahme des Verdächtigen dauerte am Abend an.

U-Haft

Am Freitag hat die Staatsanwaltschaft Korneuburg die Ermittlungsarbeit von den Kollegen aus Krems übernommen. Für die Polizei ermittelt das LKA Oberösterreich. Über den 16-jährigen Roland T. ist bereits am Donnerstag die U-Haft verhängt worden. Er gab zu, dass er in der Nacht auf Mittwoch gemeinsam mit Florian Geld aus den Kassen stehlen wollte. Die Schüsse seien gefallen, als die beiden die Flucht vor der Polizei antreten wollten, zitierte Friedrich Kutschera von der Staatsanwaltschaft Krems weitere Details aus der Einvernahme des 16-Jährigen. Als die Jugendlichen Schritte gehört hätten, hätten sie sich in einer Nische versteckt. Von einem dritten Komplizen dürfte der Jugendliche nicht erzählt haben. U-Haft wurde verhängt, weil der Jugendliche einschlägig vorbestraft und erst vor kurzer Zeit aus der Haft entlassen worden sei, erklärte Kutschera. Der Generalsekretär von Amnesty International in Österreich, Heinz Patzelt, zeigte sich darüber "fassungslos". Er hegt den Verdacht, dass die Haft wegen der "Medieninformationsgefahr" zur Abschirmung verhängt wurde, sprich: damit die Öffentlichkeit keine Informationen von dem Burschen bekommt.

Die Ergebnisse des medizinischen Gutachtens und der Expertise eines Schusswaffenexperten stehen noch aus. Florians Leiche wurde noch am Mittwoch obduziert. Das detaillierte Ergebnis steht ebenfalls noch aus.

...

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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon contraindicatio am Samstag 8. August 2009, 09:18

OHB hat geschrieben:[i]Fotograf wurde in Krems verprügelt

Im Fall des 14-jährigen Buben, der in einem Supermarkt in Krems von einem Polizisten erschossen worden ist, wurde bei einer Kundgebung am Donnerstag ein Fotograf offenbar vom Bruder des Opfers verprügelt.


Im Krankenhaus nach 30 Faustschlägen
Mit mehr als 30 Faustschlägen ist der Fotograf Philipp Thaller krankenhausreif geschlagen worden.




Das dürfte also in der Familie die Art der Konfliktlösung sein. Na danke.

:(
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon calimero am Samstag 8. August 2009, 10:46

Contra, das meine ich ja, dass diese "Famile" schon so desolat war! Was sind das für Verhältnisse?
Dann auf trauernden Bruder spielen (ok, kann ja wirklich trauern, aber wie man das tut, hat er sichtlich nie gelernt), einen Fotografen kaputt schlagen...auch ich kann nur mehr den Kopf schütteln!
So feine Früchtchen!
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon xenia am Samstag 8. August 2009, 22:36

Fekter: "Einbrechen ist Unrecht"

Die Innenministerin über das Drama von Krems: Auch ein 14-Jähriger sei strafmündig und müsse zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können.

http://kurier.at/nachrichten/1929387.php


Als Maria Fekter am frühen Samstagmorgen am Handy abhebt, passiert ihr Dienstwagen, ein schwarzer Audi A 8, gerade die österreichisch-bayerische Grenze. "Am Chiemsee ist traumhaftes Badewetter", schwärmt die Innenministerin, "eigentlich sollt' ich jetzt Ferien machen und in den See springen."

Vor ihr fährt eine deutsche Polizeieskorte, die Fekter zum bilateralen Treffen mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann lotst. Immer wieder erfährt sie an diesem Vormittag neue Details der Ermittlungen rund um das Drama von Krems.

Im Interview legt die sonst nie um Antworten verlegene Politikerin immer wieder kurze Pausen ein, so als wählte sie ihre Worte nach dem Tod eines 14-Jährigen durch Schüsse der Polizei - "ihrer" Polizei - besonders sorgfältig. Fekter spricht über den "bedauerlichen Vorfall" im Supermarkt von Krems, über ihre eigenen Gefühle als Mutter und nimmt auch zu den neuen Ermittlungen im Fall Natascha Kampusch Stellung.

Interview

KURIER: Frau Minister, was war Ihr erster Gedanke, als Sie von den tödlichen Schüssen der Polizei gehört haben? Bitte, nicht schon wieder so ein Fall?
Ich dachte: Tief bedauerlich, weil ein Menschenleben ausgelöscht worden ist. Jegliche Argumentation muss in so einem Fall unter dem Pietätsaspekt stehen, das ist eine sehr schwierige Situation.

War das jetzt ehrlich? Galt Ihr Gefühl wirklich zuerst dem Opfer?
Natürlich hab' ich von Anfang an gewusst, dass da wieder massive Kritik an der Polizei kommen wird -die Medienöffentlichkeit hinterfragt natürlich sehr kritisch, ob der Waffengebrauch rechtmäßig war oder nicht. Aber fachlich hab' ich mich natürlich auch mit den Fakten auseinanderzusetzen und mit der Polizeiarbeit. Trennen kann ich das nicht. Ich weiß schon, worauf Sie hinauswollen. Stehe ich auf der Seite der Opfer oder auf der Seite der Polizei? Ich stehe natürlich auf Seite der Polizei. Und ich bedauere den Vorfall.

Warum kann die Polizei nicht einfach zugeben, dass ihr hier Fehler passiert sind? Kein Licht anzumachen, keine Verstärkung anzufordern, und dann einen 14-jährigen tödlich und noch dazu von hinten zu treffen, das sind doch Fehler?
Das wird alles akribisch analysiert werden. Mir gefällt aber nicht, dass jetzt schon geurteilt wird, und zwar unabhängig, ob man sich mit den Fakten vertraut gemacht hat oder nicht. Ich will diesen Fehler nicht machen. Ich gebe keinerlei Bewertung ab, bevor nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen. Alles andere wäre unfair und auch nicht wirklich seriös.

Aber der Tod des Florian P. bleibt ja eine Tatsache. Fehler oder nicht?
Das weiß man noch nicht. Das ist ja, was ich verurteile, wenn vorweg jetzt schon alle wissen, wie das zu bewerten wäre. Ganz abgesehen davon, dass das einzig und alleine der Justiz obliegt. Die Staatsanwaltschaft erteilt die Ermittlungsaufträge, dann wird die Justiz zu entscheiden haben.

Frau Minister, haben Sie schon mit Florian P.'s Eltern gesprochen?
Nein, aber ich habe ihnen ein Beileidsschreiben geschickt.

Haben Sie mit dem Polizisten und mit der Polizistin, die geschossen haben, gesprochen?
Nein, die Polizisten waren in psychologischer Betreuung und bis Freitagabend nicht vernehmungsfähig.

Das ist es, was viele nicht verstehen. Der schwer verletzte Freund des Toten wird sehr wohl einvernommen, aber den Polizisten lässt man Zeit. Warum ist das so?
Schauen Sie, die Polizisten kommen uns ja nicht abhanden, die tauchen ja nicht unter oder gehen verloren! Diesen Fall akribisch aufzuarbeiten, ohne großen Zeitdruck, halte ich für gerechtfertigt. Die Polizeiarbeit ist eine ausgesprochen schwierige. Nach dem Schusswaffengebrauch sind die betreffenden Beamten und Beamtinnen traumatisiert. Wenn Psychologen und Ärzte sagen, sie sind nicht vernehmungsfähig, dann habe ich das als Ministerin zur Kenntnis zu nehmen, dann steht mir nicht zu, g'scheiter zu sein als die Fachleute. Ich ersuche doch höflich, dass auch die Medien das zur Kenntnis nehmen.

Traumatisiert ist bestimmt auch der Mittäter, warum gilt dasselbe nicht für ihn?
Tut es ja. Auch in diesem Fall haben die Ärzte und Psychologen das so entschieden.

Die Verhängung der U-Haft wird von vielen Fachleuten als völlig überzogen kritisiert, wo soll denn bei dem 16-Jährigen eine "Tatbegehungsgefahr" bestehen?
In dem ganz konkreten Fall besteht jedenfalls auch große Verdunkelungsgefahr, das wird sich jetzt erst herausstellen. Es gibt ja, wie wir wissen, außer den drei bekannten Personen, noch weitere Verdächtige. Ich halte die Verhängung der U-Haft, wie vom Gericht angeordnet, deshalb für gerechtfertigt und will das nicht weiter kommentieren.

Stimmt der Eindruck, dass Polizisten letztlich ja doch nie was passiert?
Nein, der Eindruck ist falsch. Beispielsweise hat das Innenministerium ja einmal gegen einen Disziplinarfreispruch selbst Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingelegt, damals noch unter meinem Kollegen Platter. Dieser Beamte ist verurteilt worden.

Wird es im Fall Krems Ihrer Meinung nach noch Überraschungen geben?

Nachdem es jetzt ja Hinweise auf weitere Personen gibt, wird man sich das ganze Umfeld anschauen müssen…

In der Kremser Jugendszene brodelt es. Der Bruder des Opfers hat am Freitag einen Fotografen verprügelt und wurde angezeigt, die Nerven liegen offenbar blank.
Ich bin von den Vorgängen in dieser Szene informiert. Und ich war ganz überrascht, dass der Bruder im "Standard" verkündet hat, dass er auch Einbrüche begangen hat. Ich frage mich, ob ihm bewusst ist, dass er damit eine Straftat zugibt?

Machen Sie auch, wie so viele jetzt, die Eltern und das soziale Umfeld mitverantwortlich für das, was dem 14-jährigen Florian P. passiert ist?
Nein. Weil ein 14-Jähriger im Rahmen des Jugendstrafrechtes bereits selber strafmündig ist, er hat für seine Handlungen also die Verantwortung zu übernehmen.

Keine Erziehungsfehler, Ihrer Meinung nach?
Die Betroffenen waren amtsbekannt, und daher muss irgendwas falsch gelaufen sein, sonst hätte man in diesem Alter noch keine kriminelle Karriere hinter sich. Ob die Eltern dafür verantwortlich sind, das steht mir zu bewerten nicht zu.

Haben Sie sich, wie viele Mütter in Österreich, auch vorgestellt, wie es wäre, wenn Ihrem Kind das passierte?
Ich hätte nicht zugelassen, dass meine Tochter mit 14 um 2 Uhr früh nicht zuhause ist.

Wie hätten, wie haben Sie es verhindert?

Ich hab' meine Tochter immer abgeholt, wenn sie weggegangen ist, damit sie sicher nach Hause kommt.
Mein Mann und ich haben uns das als Vater und Mutter aufgeteilt. Einer hat in der Nacht immer Taxi gespielt, um die Kinder nicht irgendwo allein nach Mitternacht herumstreunen zu lassen. Das hab' ich bis nach dem 16.Lebensjahr so gehalten.

Trägt nicht auch die Gesellschaft Verantwortung für Jugendliche, die eben nicht so behütet aufwachsen, die vielleicht nicht so viele Chancen und Perspektiven haben im Leben wie Ihre Tochter?
Also das halte ich für eine gefährliche Konstruktion und ein Wegschieben der Eigenverantwortung. Gerade in Krems gibt es sehr viel Aktivitäten im Rahmen der Jugendprävention. Es ständig auf die Gesellschaft, auf andere, auf das Elternhaus zu schieben, wenn etwas passiert, halte ich nicht für gerechtfertigt. Recht und Unrecht muss man unterscheiden können. Einbrechen gehen ist Unrecht. Ich kann mir das Ganze sowieso nicht erklären. Soweit meine Kenntnisse sind, pflegen Supermärkte ihre Kassen in der Nacht nämlich leer zu halten.

Frau Fekter, Sie haben die neuen Ermittlungen zum Fall Natascha Kampusch begrüßt - hat die Polizei auch hier Fehler gemacht?
Ich habe das deshalb begrüßt, weil die Evaluierungskommission doch Indizien hat, denen man nachgehen muss. Ex post ist es immer wesentlich leichter zu sagen: Da hätte man auch noch etwas machen können. Daher glaube ich, ist es müßig zu sagen, da wären Fehler passiert. Ich bin aber sehr froh, dass nun eine andere Staatsanwaltschaft zuständig ist, die sich über die Faktenlage noch einmal ein Urteil bilden kann.

Haben Sie je mit Frau Kampusch gesprochen?
Nein.

Stimmen Sie Adamovich zu, der sich zur Aussage hinreißen ließ, Frau Kampuschs Jahre in Gefangenschaft wären vielleicht schöner gewesen als jene davor?
Wissen Sie, ich will die Wortwahl des Herrn Präsidenten Adamovich nicht kommentieren.

Sie sind, während wir telefonieren, mit Ihrem Dienstwagen unterwegs. Zahlen Sie auch 571,20 Euro für den Privatgebrauch?
Selbstverständlich! Und wenn mein Chauffeur mich nach dem Termin beim bayerischen Innenminister in Salzburg absetzt, dann fährt er diesen Dienstwagen auch wieder zurück nach Wien.

Was machen Sie in Salzburg?
Ich besuche mit meiner Tochter die Premiere von Rossinis Machtspiel "Mose et Pharaon". Und um es gleich klarzustellen: Natürlich zahle ich alle meine Karten privat, das halte ich schon seit 20 Jahren so, egal welchen Job ich inne hatte. Am Sonntag bin ich dann zuhause in Attnang Puchheim, und lese den Sonntag-KURIER. Vielleicht war die Fahndung nach weiteren Beteiligten bis dahin schon erfolgreich.

Artikel vom 08.08.2009 18:34 | KURIER | Conny Bischofberger
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon kaleidoskop am Sonntag 9. August 2009, 02:15

Polizei-Taktik
Natürlich ist es bedauernswert, dass gerade ein 14-Jähriger bei einem Einbruch zu Tode gekommen ist. Andererseits entwickeln schon 14-Jährige eine kriminelle Energie, die vor 40 Jahren unvorstellbar war. Es wird das Missachten der „Taktik“ der Polizei kritisiert. Wenn bei jedem Einbruch Verstärkung und Beleuchtung angefordert werden muss wird sich die Taktik der Einbrecher schnell ändern. Es wird dann eben gleichzeitig in mehrere Kaufhäuser eingebrochen. Ob dann die Anzahl der Polizisten ausreichend ist, wird fraglich sein. Der Grundsatz in Österreich ist der, dass bei einem Schwerverbrechen dem Täter nichts passieren darf, der Tod z.B. eines Polizisten ist eben ein „Kolateralschaden“. Österreich, das Traumland der Verbrecher und Träumer – arme Polizisten!
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon OHB am Sonntag 9. August 2009, 11:39

das problem dürfte darin liegen
das die dorfpolizisten nicht in übung sind
da ja am land es viel ruhiger zugeht als in einer großstadt
da kann es leider passieren das sie überreagieren
und gelinde gesagt überreagiert haben sie
absicht will ich ihnen nicht unterstellen
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon calimero am Sonntag 9. August 2009, 13:00

Harleybär, man weiß doch noch gar nicht, wie es wirklich abgelaufen ist! Wieviel Täter wirklich im Supermarkt waren! Und - ob man dem 16Jährigen, der jetzt im Spital liegt und frisch aus dem Gefängnis vorher kam, glauben darf? Dass wirklich nur die Zwei unterwegs waren und "auf der Flucht"?
Was, wenn es mehr Täter gewesen waren, zwei davon die Polizisten angegriffen und diese geschossen hätten, aber den Falschen in den Rücken getroffen hätten? Möglicherweise sogar nur ein Warnschuss, wobei der 14Jährige in die Schusslinie kam? Möglich ist alles.
Der Rumäne hat draußen gewartet, ist Schmiere gestanden. Ein paar andere Täter waren im Supermarkt. Dann kamen die Polizisten, zwei der Täter haben sich versteckt, die anderen Täter haben die Polizisten tätlich angegriffen. Die haben geschossen, wobei sie die anderen zwei Täter getroffen haben....
Glaubst du wirklich, dass der kriminelle 16Jährige, der jetzt im Spital ist, die Wahrheit sagen wird und seine Mittäter verpfeifen? Das glaub ich nicht!
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon calimero am Sonntag 9. August 2009, 13:03

In der Kremser Jugendszene brodelt es. Der Bruder des Opfers hat am Freitag einen Fotografen verprügelt und wurde angezeigt, die Nerven liegen offenbar blank.
Ich bin von den Vorgängen in dieser Szene informiert. Und ich war ganz überrascht, dass der Bruder im "Standard" verkündet hat, dass er auch Einbrüche begangen hat. Ich frage mich, ob ihm bewusst ist, dass er damit eine Straftat zugibt?


Das ist auch interessant! Anscheinend wissen diese asozialen jungen Leute gar nicht, was ein Verbrechen ist! Was eine Straftat ist.
Das aber bitte kommt schon von den Eltern her! Wenn die ihren Kindern nicht einmal vermitteln können, was Recht und was Unrecht ist!
Wie war doch die Aussage des Vaters? "Nein, mein Sohn war nicht kriminell, nur ein paar Dummheiten hat er halt gemacht."....
Also ist auch dem Vater nicht bewußt, dass seine beiden Söhne Verbrecher sind, bzw. waren...
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon xenia am Sonntag 9. August 2009, 13:15

soeben in den nachrichten : es wird nach 2 weiteren tätern gesucht, die aussagen der beiden in u-haft befindlichen widersprechen sich.

die u-haft des verletzten bewirkt ja offensichtlich, dass ihn der 2. nicht besuchen durfte, sie konnten sich also nicht absprechen...
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon OHB am Sonntag 9. August 2009, 13:18

calimero hat geschrieben:Harleybär, man weiß doch noch gar nicht, wie es wirklich abgelaufen ist! Wieviel Täter wirklich im Supermarkt waren! Und - ob man dem 16Jährigen, der jetzt im Spital liegt und frisch aus dem Gefängnis vorher kam, glauben darf? Dass wirklich nur die Zwei unterwegs waren und "auf der Flucht"?
Was, wenn es mehr Täter gewesen waren, zwei davon die Polizisten angegriffen und diese geschossen hätten, aber den Falschen in den Rücken getroffen hätten? Möglicherweise sogar nur ein Warnschuss, wobei der 14Jährige in die Schusslinie kam? Möglich ist alles.
Der Rumäne hat draußen gewartet, ist Schmiere gestanden. Ein paar andere Täter waren im Supermarkt. Dann kamen die Polizisten, zwei der Täter haben sich versteckt, die anderen Täter haben die Polizisten tätlich angegriffen. Die haben geschossen, wobei sie die anderen zwei Täter getroffen haben....
Glaubst du wirklich, dass der kriminelle 16Jährige, der jetzt im Spital ist, die Wahrheit sagen wird und seine Mittäter verpfeifen? Das glaub ich nicht!


nach dem derzeitigen wissensstand aus den medien
haben sie für mich ( auch waffenträger ) überreagiert
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon knieriem am Sonntag 9. August 2009, 13:51

Woher sollen die Jungen zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können?

In allen Foren ist dzt. nachzulesen, dass die Älteren glauben, dass die Polizei zuständig ist für (U)Haft und Urteil, den Unterschied zwischen Vergehen und Verbrechen nicht kennen (können/wollen).

Von Rechtsverständnis und Unrechtsbewusstsein kein Schimmer (Handabhacken für Einbrecher), Gsindel ghört eh daschossen.......
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon kaleidoskop am Sonntag 9. August 2009, 14:14

Jedenfalls soll der ältere Bruder kurz vorher aus dem Gefängnis gekommen sein, also kein Unschuldslämmchen.!
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Re: wird zu schnell geschossen ?

Neuer Beitragvon Gast am Sonntag 9. August 2009, 15:56

BildIng. Dieter S., Steyr, Leserbriefschreiber an die OÖN hat geschrieben:Polizei-Taktik
[...]
Zitiert wg. Quellenangabe
Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird.
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