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von majestix am Freitag 8. Januar 2010, 01:21
f.art reloaded hat geschrieben:Bei aller verständlichen Empörung: Ich möchte mich nicht wiederholen, aber es scheinen die niederen Instinkte zu dominieren. Wie sonst lässt sich eine "verständnisvolle" Tötung Heranwachsender erklären? Wenn die Gesellschaft bei jugendlichen Gewalt- und/oder Delikt-Täter den Tod als Gerecht sieht, scheint die Gesellschaft ihrer eigentlichen Aufgabe nicht gewachsen. Sie kennen diese nicht? Dann habe ich recht!
Ich kenne meine Aufgabe im Rahmen der von mir gegründeten Familie, die ja Teil der Gesellschaft ist, sehr wohl. Und die unter meinem Einfluß stehenden Familienmitglieder kommen nicht die Lage, Einbruchsdiebstähle oder Raubüberfälle begehen zu müssen, um ihr Überleben zu finanzieren. Oder sonstigen bescheidenen Luxus. Oder ihren Drogenkonsum. Meine Kinder studieren noch, also unterstütze ich sie finanziell. Sie müssen aber ihre persönlichen Bedürfnisse selbst als Neben-Erwerbstätige finanzieren. Die No-Future-Generation entstammt einer gescheiterten Elterngeneration, die minderqualifiziert ihre Ziele nach mehr Wohlstand verfehlt hat, wobei die Zuwendung zu den Kindern auf der Strecke blieb. Das ist kein allgemein gesellschaftliches Problem, sondern ein Individuelles, auch wenn es große Teile der Gesellschaft betrifft. Um auf das Thema zurück zu kommen: Wenn ein Polizist einen amtsbekannten notorischen Gewalttäter bei einer Amtshandlung erschießt, ist das gesetzlich gedeckt. Die Antwort auf die Fragen, weshalb es amtsbekannte notorische Gewalttäter gibt, weshalb es überhaupt Gewalttäter oder Terroristen gibt, erwarte ich mir von Ihnen, werte(r) "f.art reloaded"
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von xenia am Donnerstag 18. Februar 2010, 21:43
Fall Krems: Polizist bei Psychotest
Führt der Stress bei einer Schussabgabe zu einer verzerrten Wahrnehmung? Ein Gutachter soll das im Fall Krems klären.
--> Kurier
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von maria am Donnerstag 18. Februar 2010, 22:01
[quote="xenia"][size=150] Fall Krems: Polizist bei Psychotest[/size]
Führt der Stress bei einer Schussabgabe zu einer verzerrten Wahrnehmung? Ein Gutachter soll das im Fall Krems klären.
[/quote]
* Ist der Gutachter stressfrei?
BBCode ist ausgeschaltet, das Formatieren mir nicht möglich.
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von majestix am Freitag 19. Februar 2010, 23:10
maria hat geschrieben:xenia hat geschrieben: Fall Krems: Polizist bei Psychotest
Führt der Stress bei einer Schussabgabe zu einer verzerrten Wahrnehmung? Ein Gutachter soll das im Fall Krems klären.
* Ist der Gutachter stressfrei? BBCode ist ausgeschaltet, das Formatieren mir nicht möglich.
Alles, was man gut kann, ist einfach. Ein Gutachter ist daher ziemlich stressfrei, er hat auch keinen wirklichen Zeitdruck, weil das Gericht keine Fristen für Gutachten setzen kann. Schlimmstenfalls werden Verhandlungen auf unbestimmte Zeit vertagt.
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von majestix am Freitag 19. Februar 2010, 23:19
Fall Krems: Bedrohte Polizist Frau mit Waffe? Jener Polizist, der den Todesschuss im Supermarkt abgab, soll eine Frau mit seiner Dienstwaffe eingeschüchtert haben.
Hartnäckig hält sich seit längerer Zeit das Gerücht: Polizist K., der am 5. August des Vorjahres in einem Kremser Supermarkt den 16-jährigen Einbrecher Florian P. erschossen hat, werde von seinen Kollegen "Rambo" gerufen. Er soll vor Jahren mit seiner Dienstwaffe eine Frau bedroht haben, was ihm eine vorübergehende Suspendierung eingebracht habe. http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/1979150.php
Das überrascht mich nicht, entspricht es doch meiner ursprünglichen Einschätzung. Sofern das Gerücht stimmt.
Störend ist, daß die Redakteure bei Kurier.at hudeln und schlampig arbeiten: Florian P. war 14, und nicht 16.
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von f.art reloaded am Freitag 19. Februar 2010, 23:22
majestix hat geschrieben:Fall Krems: Bedrohte Polizist Frau mit Waffe? ... in einem Kremser Supermarkt den 16-jährigen Einbrecher Florian P. erschossen hat, ... http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/1979150.php
...Störend ist, daß die Redakteure bei Kurier.at hudeln und schlampig arbeiten: Florian P. war 14, und nicht 16.
Nicht war, sondern wurde nur 14 ! 
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von majestix am Samstag 20. Februar 2010, 00:26
f.art reloaded hat geschrieben:majestix hat geschrieben:Fall Krems: Bedrohte Polizist Frau mit Waffe? ... in einem Kremser Supermarkt den 16-jährigen Einbrecher Florian P. erschossen hat, ... http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/1979150.php
...Störend ist, daß die Redakteure bei Kurier.at hudeln und schlampig arbeiten: Florian P. war 14, und nicht 16.
Nicht war, sondern wurde nur 14 ! 
Stimmt. Aber daran ist er zumindest teilweise selbst schuld: Wäre er nicht einbrechenderweise nächtens herumgestreunt, sondern in seinem Bett gelegen, wäre er nicht erschossen worden. Jedenfalls nicht vom Polizisten K. Wer daran schuld ist, daß sich ein 14-Jähriger an einem Einbruch beteiligt, ist eine immer noch unbeantwortete Frage. Polizist K. eher nicht.
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von contraindicatio am Samstag 20. Februar 2010, 16:43
Dennoch gibt's gehörige Ungereimtheiten.
Bin auf den Ausgang des Gerichtsverfahrens ja sehr neugierig.
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von majestix am Samstag 20. Februar 2010, 17:43
contraindicatio hat geschrieben:Dennoch gibt's gehörige Ungereimtheiten.
Bin auf den Ausgang des Gerichtsverfahrens ja sehr neugierig.
Was den angeklagten Polizisten und die näheren Fakten der Anklage anlangt, gibt es nur mehr wenige Unklarheiten. Wie das Gericht darüber befindet, bleibt abzuwarten. Der Ausgang ist - außer für den Angeklagten - nur in einer Hinsicht interessant: Bleiben Auswahl und Ausbildung von PolizistInnen schleißig wie bisher, oder ändert die Schotter-Mizzi etwas daran?
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von OHB am Samstag 20. Februar 2010, 19:18
majestix hat geschrieben:contraindicatio hat geschrieben:Dennoch gibt's gehörige Ungereimtheiten.
Bin auf den Ausgang des Gerichtsverfahrens ja sehr neugierig.
Was den angeklagten Polizisten und die näheren Fakten der Anklage anlangt, gibt es nur mehr wenige Unklarheiten. Wie das Gericht darüber befindet, bleibt abzuwarten. Der Ausgang ist - außer für den Angeklagten - nur in einer Hinsicht interessant: Bleiben Auswahl und Ausbildung von PolizistInnen schleißig wie bisher, oder ändert die Schotter-Mizzi etwas daran?
es wird so bleiben für sowas hamma ka geld ned
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von majestix am Sonntag 21. Februar 2010, 00:22
Du hast vermutlich recht. Aber es ist keine Frage des Geldes.
Das Problem ist die Auswahl. Wer bewirbt sich bei der Polizei um eine Ausbildung? Unter welchen Berufsvorstellungen?
Es gibt 2 Typen von PolizistInnen (und auch angehenden):
Typ 1 sucht einen krisensicheren Job, Typ 2 sucht durch die Uniform und Bewaffnung seine persönlichen Unzulänglichkeiten zu kaschiereen.
Typ 1 wird nie die Dienstwaffe einsetzen, Typ 2 aber bei jeder sich bietendende Gelegenheit.
Uniformierte Staatsbedienstete sind in Österreich nicht mehr sankrosankt, wie früher. Auch in Österreich entwickeln sich Rechtstaatlichkeit und Demokratie weiter
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von OHB am Sonntag 21. Februar 2010, 11:19
majestix hat geschrieben:Du hast vermutlich recht. Aber es ist keine Frage des Geldes.
Das Problem ist die Auswahl. Wer bewirbt sich bei der Polizei um eine Ausbildung? Unter welchen Berufsvorstellungen?
Es gibt 2 Typen von PolizistInnen (und auch angehenden):
Typ 1 sucht einen krisensicheren Job, Typ 2 sucht durch die Uniform und Bewaffnung seine persönlichen Unzulänglichkeiten zu kaschiereen.
Typ 1 wird nie die Dienstwaffe einsetzen, Typ 2 aber bei jeder sich bietendende Gelegenheit.
Uniformierte Staatsbedienstete sind in Österreich nicht mehr sankrosankt, wie früher. Auch in Österreich entwickeln sich Rechtstaatlichkeit und Demokratie weiter
kurz gesagt es gibt fähige und unfähige für den job wie in all den anderen jobs auch ein verbesserter psychotest würde eventuell einiges verhindern
und ewig grüßt das murmeltier aus dem hamsterrad
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von xenia am Samstag 6. März 2010, 20:21
Gutachter: 800 Millisekunden bis zum SchussAm Mittwoch steht der Polizist vor Gericht, der in Krems einen 14-Jährigen erschossen hat. Der KURIER sprach mit dem Gutachter. http://kurier.at/nachrichten/niederoest ... 983915.php
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von virginia am Sonntag 7. März 2010, 00:33
"Bei guten Schützen sind es 600 bis 800 Millisekunden", schöpft der klinische Psychologe Roland Bugram im KURIER-Gespräch aus seiner Erfahrung. Der Grazer Experte auf dem Gebiet des sogenannten Post-Shooting-Traumas unterscheidet zwischen der Entscheidungszeit und der motorischen Zeit. Während der Beamte überlegt, ob er die Waffe einsetzen soll, vergehen 300 bis 400 Millisekunden. ...Anschließend folgt die motorische Phase, also die rein mechanische Schussabgabe, die 300 bis 500 Millisekunden dauert..." diese 300 bis 500 Millisekunden sind genau jener Zeitraum, den der Verstand der Emotion "hinterherhinkt". Da gibt es Untersuchungen seit den 70iger Jahren dazu. Libet war der erste, der es entdeckte. Es ist nicht so, dass Menschen rational entscheiden können - der Bauch hat längst vorher entschieden - nämlich genau diese zeitspanne vorher. Man spricht auch von Unbewusst-Bewusst Werden der Entscheidung. In Extremsituationen ist die emotionale Entscheidung, abzudrücken, bereits vor der rationalen - die 500 Millisekunden später passiert - schon gelaufen. Wobei die rationale natürlich auch lauten kann: nicht abdrücken....
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von f.art reloaded am Sonntag 7. März 2010, 00:53
Ich bezweifele die "Ansichten" dieses Gutachters! Solch flotte Schützen gab es nicht einmal im "Wilden Westen" ! Warum? Wie kann Mann in 800 Millisekunden sehen, reagieren und schiessen, wenn der durchschnittliche PKW-Fahrer allein für die Aktion, das Bremspedal notgedrungen zu tätigen, (in sec.) Blickzuwendung 0.48 Korrektursakkade 0.13 Informationsverarbeitung 0.45 Umsetzen des Fußes 0.19 Schwelldauer der Bremsanlage 0.22 Basisreaktionsdauer 0.86 + Blickzuwendung < 5° 1.34 + Blickzuwendung > 5° 1.47 benötigt? Nachzulesen hier → *clickWer erinnert sich nicht gerne an die Fahrschule? Wer will uns verarschen? 
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