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von sanduhr am Sonntag 23. April 2006, 12:47
Beim Stichwort "Spargel" lief schon den Chinesen vor 5.000 Jahren das Wasser im Munde zusammen. Ägyptische Pharaonen waren von dem wohlschmeckenden Gemüse derart angetan, dass sie es als Reiseproviant mit ins Grab nahmen. Auch bei den antiken Römern galten die Stangen schon als teure Delikatesse. Sie waren wohl die ersten im Abendland, die das Edelgemüse kultivierten. Ebenso hoch im Kurs standen die Stangen bei asiatischen und arabischen Völkern. Sie hegten für das Gemüse vor allem als Liebesdiät eine Vorliebe. Scheich Nefzaui weissagte in seinen "Duftenden Gärten": "Wer Spargel kochen und sie dann in Fett braten, dann das Gelb von Eiern mit zerstoßenen Gewürzen dazugeben und jeden Tag von diesem Gericht essen wird, wird stark zum Beischlaf werden und darin ein Reizmittel seiner Liebesgenüsse finden." Bewiesen ist das wohl nicht
Fest steht aber, dass das Asparagin im Spargel harntreibend wirkt. In größeren Mengen soll es durchaus als Aphrodisiakum wohltuende Dinge vollbringen. Bisher hat nur noch keiner geschrieben, wie groß die Menge sein muss. Nur die ollen Germanen kamen ein wenig spät auf den Geschmack. Sie benutzten wild wachsenden Spargel lediglich als Wundkraut. Den Durchbruch schafften die Stangen in deutschen Landen erst mit Hilfe eines Arzneibuches, welches kundtat: "Aspargel in der Speyss genossen, machet lustig begirde den Mennern und seyffzen den Meggdlein". Es hieß, daraufhin verschlangen ermattete Liebhaber riesige Portionen Spargel
"Spargel mit Scholle und Kresse" Zutaten: 1 kg weißer Spargel 500 g Schollenfilet 1 ungespritzte Zitrone 3 EL Butter 125 ml Weißwein 150 g Crème double 1 Kästchen Kresse Salz, Zucker, weißer Pfeffer Zubereitung: Den geschälten Spargel in kochendem Salzwasser mit einer Prise Zucker und 1 EL Butter etwa eine Viertelstunde garen. Die gesäuberten Fischfilets mit Küchenkrepp abtrocknen und dem Saft einer halben Zitrone beträufeln, salzen und pfeffern. 2 EL Butter erhitzen und die Schollenfilets bei milder Hitze auf beiden Seiten je 2 Minuten braten. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Bratfond mit dem Wein ablöschen und mit 4 EL Spargelwasser etwas einkochen lassen. Crème double einrühren und mit abgeriebener Schale einer halben Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kresse aus dem Kästchen abschneiden, abbrausen und trockentupfen. Unter die Soße ziehen. Die Filets mit Spargel und Soße anrichten und mit Spalten der restlichen halben Zitrone garnieren. Dazu schmecken Salzkartoffeln und Butterreis gleichermaßen gut. GUTES GELINGEN 
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von elba am Sonntag 23. April 2006, 20:03
Die Kunstform des Spargels kennen wohl die meisten und die älteren von uns werden sich noch Erinnern dass unsere Eltern oder Großeltern solch ein Gewächs im Wohnzimmer oder Kabinett stehen hatten ....
Ich hör immer noch meine Großmutter wenn ich damals ans Zimmerfenster ging:
Pass mir nur auf den Asparagus auf!
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von elba am Sonntag 23. April 2006, 21:01
OHB";p="23562 hat geschrieben:elba";p="23555 hat geschrieben:Die Kunstform des Spargels kennen wohl die meisten und die älteren von uns werden sich noch Erinnern dass unsere Eltern oder Großeltern solch ein Gewächs im Wohnzimmer oder Kabinett stehen hatten ....
Ich hör immer noch meine Großmutter wenn ich damals ans Zimmerfenster ging:
Pass mir nur auf den Asparagus auf!
jo des stimmt er kummt aus der familie des spargels  In der Blumenhandlung waren die immer Kunstvoll zu einen grossen Oval geflochten und weisse Blumerln drin gsteckt. Manchmal ist auch Zierspargel dran gestanden.
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von Mary am Dienstag 25. April 2006, 00:04
hallo, ihr feinschmecker! schön, wenn ihr von diesem farblosen stängel so fasziniert seid. für meiner einen schmeckt der vielgepriesene spargel einfach nach gar nichts! ist er eventuell noch fantasielos zubereitet, oder im falschen reifegrad, so schmeckt eine frische kartoffel dagegen geradezu himmlisch! 
Unsere äußeren Schicksale interessieren die Menschen, die Inneren nur den Freund.
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von elba am Dienstag 25. April 2006, 07:15
Mary";p="24075 hat geschrieben:hallo, ihr feinschmecker! schön, wenn ihr von diesem farblosen stängel so fasziniert seid. für meiner einen schmeckt der vielgepriesene spargel einfach nach gar nichts! ist er eventuell noch fantasielos zubereitet, oder im falschen reifegrad, so schmeckt eine frische kartoffel dagegen geradezu himmlisch!  Na ja, jeder hat da so sein Lieblingsgericht Das klassischste Spargelgericht ist noch immer der Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise. Dazu brauchst du Spargel Kartoffeln (vorwiegend fest kochend) Schinken (roh) sowie die Zutaten für die Hollandaise (für eilige tuts die von Knorr auch) Wichtig beim Spargelkochen -> einmal Wasser wechseln wegen der Bitterstoffe, wenn es geht einen Spargeltopf verwenden (da drin wird stehend geköchelt), wenn nicht dann genügend grossen Topf nehmen und nur so viel Wasser reingeben das der Spargel leicht bedeckt ist. Sonst dauert es zu lange und der Spargel wird ganz Gatschig. Zeitgleich natürlich die Kartoffeln kochen lassen, um die braucht man sich am wenigsten kümmern. Wie gesagt, Eilige und Kochunwillige nehmen jetzt die fertige Sauce Hollandaise und machen sie warm. Jetzt nimmt man so 3-4 Spargelstangerl und wickelt 1-2 Scheiben von dem rohen Schinken drumherum, so dass es wie ein kleines Packerl ausschaut. (wie eine Banderole bei einer Zigarre, nur ein bisserl breiter) Das Packerl dann auf den Teller legen, Kartoffeln dazulegen (etwas Petersilie auf die selbigen zwecks Garnierung) und das ganze mit Sauce Hollandaise Markieren. Statt der Sauce kann man auch ausgelassene Butter verwenden. Mahlzeit
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von f.art am Dienstag 25. April 2006, 07:30
Sauce Hollandaise3 Eigelb, 250 Gramm Butter, Salz, Pfeffer, 2 EL Schalottenwürfel, 3 El Weißwein, 3 El Wasser, Zitronensaft und Cayennepfeffer, 1 Lorbeerblatt Das Wasser mit dem Weißwein, den Schalottenwürfeln und dem Lorbeerblatt in einem Topf auf ein Drittel der Menge einkochen. Diese Reduktion mit den Eigelben verrühren und im Wasserbad bis ca. 65 Grad cremig schlagen. Die warme (nicht heiße) Butter zuerst tröpfchenweise, dann etwas schneller unterschlagen so dass die Sauce immer homogen bleibt. Mit den Gewürzen und dem Zitronensaft abschmecken.  Diese Sauce darf nur warm nie heiß serviert werden, da sie sonst gerinnt. 
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von Eulenspiegel am Dienstag 25. April 2006, 07:44
Elba, wenn der Spargel selbst bitter ist, kannst Du Wasser wechseln sooft Du willst, der Spargel bleibt bitter! Warum?
Was habe ich falsch gemacht, wenn der Spargel bitter schmeckt? Als Spargelkunde haben Sie wahrscheinlich nicht viel falsch gemacht! Ordentlich angebauter Spargel sollte nämlich nicht bitter schmecken. Durch Zugabe einer kleinen Menge Zucker ins Kochwasser, werden dem Spargel (angeblich) Bitterstoffe entzogen. Wirklich bitter schmeckender Spargel wird so jedoch kaum "neutralisiert" werden können. Spargel schmeckt bitter, wenn er zu dicht am Wurzelstock gestochen wird. Da der Wurzelstock mit jedem Erntejahr einige Zentimeter in Richtung Erdoberfläche wächst, müssen die Spargeldämme jedes Jahr ein wenig höher angelegt werden. Wählt der Spargelanbauer einen zu geringen Reihenabstand, so dass keine höheren Dämme möglich sind, wird der Spargel einer älteren Spargelpflanzung leicht zu dicht am Wurzelstock gestochen. In diesem Fall müssen die Spargelenden leider großzügig abgeschnitten werden.
Besser Vorbeugen, als auf die Schuhe zu kotzen. ________________________
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von elba am Dienstag 25. April 2006, 07:59
Eulenspiegel";p="24123 hat geschrieben:Elba, wenn der Spargel selbst bitter ist, kannst Du Wasser wechseln sooft Du willst, der Spargel bleibt bitter! Warum?
Was habe ich falsch gemacht, wenn der Spargel bitter schmeckt? Als Spargelkunde haben Sie wahrscheinlich nicht viel falsch gemacht! Ordentlich angebauter Spargel sollte nämlich nicht bitter schmecken. Durch Zugabe einer kleinen Menge Zucker ins Kochwasser, werden dem Spargel (angeblich) Bitterstoffe entzogen. Wirklich bitter schmeckender Spargel wird so jedoch kaum "neutralisiert" werden können. Spargel schmeckt bitter, wenn er zu dicht am Wurzelstock gestochen wird. Da der Wurzelstock mit jedem Erntejahr einige Zentimeter in Richtung Erdoberfläche wächst, müssen die Spargeldämme jedes Jahr ein wenig höher angelegt werden. Wählt der Spargelanbauer einen zu geringen Reihenabstand, so dass keine höheren Dämme möglich sind, wird der Spargel einer älteren Spargelpflanzung leicht zu dicht am Wurzelstock gestochen. In diesem Fall müssen die Spargelenden leider großzügig abgeschnitten werden.
Ausserdem sollte der Spargel nicht zu Dick sein, sonst ist er holzig und schmeckt nach sonstnochwas. Im übrigen wird im ersten Kochgang nur kurz sowie ohne Salz und Zucker aufgekocht, erst im zweiten Teil kommt dann Salz und Zucker dazu.
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von sanduhr am Dienstag 25. April 2006, 12:04
am besten schmecken halt die spargelspitzen - aus dem rest kann man ja eine spargelcremesuppe machen 8)
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von trab am Dienstag 25. April 2006, 12:10
In Frankreich reißt du mit unserem bleichen Spargel überhaupt kein Leiberl. Die Franzosen lieben den kräftiger schmeckenden violetten/bläulichen Spargel. Die Spitzen durchstoßen das Erdreich und färben sich im Sonnenlicht.
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von sanduhr am Dienstag 25. April 2006, 12:20
trab";p="24163 hat geschrieben:In Frankreich reißt du mit unserem bleichen Spargel überhaupt kein Leiberl. Die Franzosen lieben den kräftiger schmeckenden violetten/bläulichen Spargel. Die Spitzen durchstoßen das Erdreich und färben sich im Sonnenlicht.
schon mal gebackene spargelspitzen gekostet ein gourment-traum
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