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Wellnes, Tipps, Kulinarisches, Ratgeber und ...
von trebbiatore am Freitag 7. November 2008, 19:35
aus dem leben eines alkoholikers also wenn ich so zurückdenke, ich habe immer schon alkohol getrunken. erst in der lehrzeit, später beim bundesheer und dann in meinen freien tagen von der feuerwehr. es begann alles ganz harmlos, einmal a achterl dort, einmal ein bier da...und natürlich steigert man den konsum. jeder kann damit nicht umgehen, ich anscheinend nicht, ich habe gegen ende (letzten drei jahre) im übermaß getrunken. es begann damit dass ich den alkohol zu hause zu verstecken begann und mir "heimlich" eine geballert habe. heimlich deshalb unter anführungszeichen weil nur ich geglaubt habe dass ich es verheimlichen kann, nona hat man mir meinen fetzen angesehen. (begonnen habe ich den tetrapackerlwein heimlich zu trinken und am ende waren es bis zu drei(!) flaschen vodka am tag) jetzt ist es so dass mich meine frau nie zu etwas gezwungen hat und mich auch zu nichts drängte, jedoch spürte ich dass ich vielleicht bald allein dastehen werde, oder aber diverse krankheiten bekomme, bzw. die die ich habe nicht verheilen werden. ganz hinten in irgend einer gehirnwindung war noch a bisserl a verstand über und dachte mir, jetzt reichts endgültig! voriges jahr im februar war für mich klar dass ich fremde hilfe in anspruch nehmen werde. gesagt getan, oktober war ich für sechs wochen in kalksburg. die therapie war äusserst interessant und ich versuche mich danach zu halten, so wie ich eigentlich immer das gemacht habe was mir ärzt raten. aber was ich dort zu sehen bekam hat mich dann doch sehr erschrocken. menschen die dem tode nahe sind, menschen die alles verloren haben und viele die nicht mehr weiter wußten. man hörte verschiedenste schicksale die mich sehr betroffen machten. so betroffen dass ich mir dachte dass ich da raus muß, raus aus der sucht. naja gut, das stellt man sich als nicht-alkoholiker leichter vor als es ist. da kommt vieles dazu das auch therapeutisch besprochen wurde, wie zb. leben zusammen räumen, belastungen aufarbeiten mit allem was dazu gehört. nun ja, dachte ich mir, dann räumst halt zamm....ist eh einfach und ein klacks für mich, pha, da stårke feierwehrla, des war jo glåcht... na prack, so stellt sich der kleine maxi die grosse welt vor. wie schaut das in etwa aus... früher bin ich vormittag zum wirten und früh nachmittag nach hause, mit einem mehr oder weniger kleinem hammerl. sensibilität nimmt ab und wird durch eine immer weiter fortschreitende verrohung ersetzt. und ich bin ein sehr sensibler mensch...zumindest war ich es früher...oder besser gesagt es kehrt wieder zurück... natürlich habe ich immer den haushalt mitgeschupft, aber worüber hat man sich mit einem fetten unterhalten können, belangloses gequatsche und im endeffekt lebt man neben einander und nicht miteinander. das alles passiert schleichend. im dezember kam ich aus der therapie, dann kam die erste nachdenkfase im nüchternen zustand und gleich einmal das für mich einfachste, abnehmen. also beim abnehmen tu ich mir wirklich leicht, ergo net wirklich eine kunst für meiner einer. aber wie lange kann man immer mit dem leichten weg beginnen, davonlaufen kann man von den problemen nicht, man muß sich ihnen irgendwann mal stellen. aber was passierte mit meinem leben dass ich bis jetzt führte? meine wirklich guten langjährigen freunde sehe ich immer noch, aber nicht so oft wie ich es brauchen würde. die alten "freunde" mit denen ich jeden zweiten tag im kaffeehaus plauderte, die gibt's plötzlich nicht mehr. warum? wenn man nüchtern ist packt man die gespräche nicht mehr, früher hab ich mir eine mit in die birn ghaut und habe gscheit mitgelallt. ist gar net so einfach, wenn man plötzlich nüchtern ist und du willst dein leben umstellen. nicht dass ich auf andere angewiesen bin, aber gute gespräche gehen einem schon ab...ab und zu....und ich werde in einiger zeit wieder mit dem einen oder anderen aus dem forum plaudern können, derzeit habe ich für solche gespräche eher weniger zeit. jetzt steht einmal meine familie im vordergrung und ich möchte auch zu hause wieder alles in ordnung bringen. glaubts mas, da gibt's auch einiges. ...wenn ich so nachdenke...würde likör mich nicht wirklich lieben, hätte sie mich schon längst verlassen und würde ich sie nicht lieben hätte ich nicht mein leben umgestellt. und eines ist auch klar, zumindest für die die mich kennen, ein ultimatum lasse ich mir nicht stellen und zwingen lasse ich mich auch zu nichts. ich rechne das meiner frau hoch an, überhaupt in der suchtphase...obwohl dieses verhalten co-alkoholiker genannt wird. wäre sie das jedoch nicht gewesen wäre ich versumpert und unsere ehe auseinander gebrochen. so gesehen haben's in der therapie net immer recht, ABER!!! leben umstellen, was ist das? das beginnt mit der körperpflege, unrasiert, ungepflegt, weil mir war's wurscht ob ich im dienst nicht zum zähneputzen gekommen bin, hab ich's halt am abernd gmacht...wenn ich net zu weich war...und ich war oft weich...mir war's wurscht ob die jimmihose zum leiberl paßte oder die socken zur hose.........jetzt koche ich auch wieder gerne und suche mir förmlich neue aufgaben wie zb a bisserl trainieren...mit dem hund bin ich sowieso immer marschiert...am hundeplatz...zum nächsten wirten... na gut, jetzt stehe ich halt mit dem tschakiquakiwasser in der hand am hundeplatz und was ist mir dort aufgefallen? es gibt viele-viele trotteln unter den hundebesitzern, als fetter war mir das powidl bzw es ist mir nicht aufgefallen, aber heute? heute fällt mir jeder scheiß auf...mein hirn saugt jetzt die sachen die an mir früher spurlos vorbeigegangen sind wie ein schwamm auf. auch das leuchtet mir alles ein und es ist ja auch verständlich. von nix kummt nix. und wie schauts mit dem gusto auf alkohol aus? gibts keinen, alkohol hat mir eigentlich nie wirklich geschmeckt sondern war immer nur mittel zum zweck. das unterscheidet uns alkoholikern von trinkern UND vor allem von genießern. ein trinker trinkt sein leben lang und über den ganzen tag und ist nie wirklich betrunken und ihm schmeckts...ein genießer würde ich jetzt gerne sein, aber zu spät...trebbi du rettest die welt nicht mehr...einmal alkoholiker, immer alkoholiker...zwar nennt man das dann einen trockenen alkoholiker...aber die feinheiten sind mir powidl. tatsache ist ich esse net einmal a punschkrapferl oder a malakofftorte und muß aufpassen was ich mir in lokalen bestelle...heute kocht nahezu jeder mit alkohol...ist ja net so dass ich nach einem wild in rotweinsauce automatisch rückfällig werden würde, aber ich lasse es trotzdem aus, ich wills erst gar net wissen. jedenfallst spielt sich diese krankheit ausschließlich im hirn ab, wenn man noch keine kaputten organe hat. und die habe ich gott sei dank net ghabt, sondern eher blutwerte wie von einem säugling. a bisserl a alkoholische polyneuropathie habe ich mir geholt wo ich von oben durch meinen vorderfuß durchblicken konnte und den teppichboden sah, aber das ist jetzt am abheilen und meine Füße sind wieder in ordnung. und in den stunden wo ich allein bin, denke ich so bei mir "was habe ich trottl meiner familie angetan, warum war ich immer weich in der birne..." nachholen? was willst mit bald fünfzig nachholen, jetzt geht unser sohn aus dem haus und beginnt sein eigenes leben zu führen, was habe ich nur für schöne stunden versäumt, die ich sturzbetrunken dahinsiechend verbrachte anstatt mich mehr meiner familie zu widmen. man lebt mehr neben- als miteinander. aber das wird sich ändern bzw. hat sich schon geändert. das alles ist nicht nur eine umstellung für mich, sondern nona auch für likööör. aber die familiären probleme die sich dadurch ergeben kann sich jeder selbst ausmalen. jetzt kommts darauf an den absprung zu schaffen und neue ordnung in unser leben zu bringen. wenn da net beide mitspielen geht die ehe den bach runter, so schnell kannst gar net schaun. und wenn ich alles will, nur das nicht. wir haben alles, keine schulden, wir lieben uns und haben bei unserem sohn mehr oder weniger alles richtig gemacht, also was kann da noch schief gehen? und das wichtigste, wir können wieder miteinander reden, jetzt viel mehr als je zuvor. ein nebeneffekt der aber auch nicht ohne ist, dass das alles von null auf hundert geschieht und wie sich ebenfalls jeder vorstellen kann auch zu neuen belastungen führt, für beide. hätte ich auch getrunken wenn immer alles eitel wonne gewesen wäre und vor allem in dem ausmaß? schuldfrage? sinnlos, schuld bin ich alleine, mich hat niemand gezwungen zu trinken...und wenn dann indirekt...was heißt indirekt, wieder abwälzen oder schönreden seines eigenen versagen? zum streiten gehören immer zwei, zum saufen sicher nicht, da reicht einer...du selbst. ergo, die schuld an meiner situation trage ich alleine, idiotisch dass ich das anderen angetan habe bzw. antun "mußte". tja warum schreibe ich das alles...wie ich schon gestern anklingen ließ...seht es bitte wertfrei, als selbsttherapie und aufarbeitung meiner schuldgefühle. mich würde auch a diskussion freuen und wenn wer fragen hat bin ich gerne bereit sie zu beantworten, wenn's mir net allzu schwer fällt und sofern ich sie überhaupt beantworten kann. trebbi 
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trebbiatore
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von xenia am Freitag 7. November 2008, 20:05
ganz schön mutig, sich so zu outen ! was mich daran stört : du schreibst von "schuld". du bist nicht "schuld", wenn etwas "schuld" ist, dann dein 1. schluck alkohol in deinem leben. damit hat sich dein körper begonnen umzustellen, er verarbeitet den alkohol anders als bei nicht-alkoholikern, genießern, abstinenten oder aber auch säufern. noch einen - allerdings winzigen - tipp hab ich einmal wo gelesen : stell dir bewusst jeden tropfen alkohol vor, den du in deinem leben getrunken hast, in flaschen oder fässern, egal. und dann siehst du, dass du schon für dein ganzes leben alkohol konsumiert hast, mehr brauchst du nicht mehr, dein quantum ist erfüllt. und - das wäre für mich ganz wichtig : wie hättest du herausgefunden, wer deine wirklichen freunde sind ? nämlich die, die in beiden "phasen" deines lebens freunde sind. bei mir hat sich die spreu vom weizen nach meiner scheidung getrennt, diese erfahrung möge dir erspart bleiben. hochachtung vor liquor, dass sie das durchgestanden hat, und auch hochachtung vor dir... ; - )))
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert Einstein 
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von OHB am Freitag 7. November 2008, 20:33
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von knieriem am Freitag 7. November 2008, 20:37
Hochachtung vor deinem Entschluss. Durchhalten, weitermachen, nicht überreden lassen. Das ist ein Befehl, sonst 
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von smART am Freitag 7. November 2008, 20:42
Deiner Körperschwäche in Verarbeitung von Alkohol steht eine erstaunliche, seltene Stärke von Selbsteinschätzung und Realitätssinn gegenüber:.....ganz hinten in irgend einer gehirnwindung war noch a bisserl a verstand über und dachte mir, jetzt reichts endgültig! Es stellt sich mir die Frage, ob nicht von mir vermuteter zwangsläufig-temporärer Berufsmüßiggang für Deine Übel förderlich gewesen waren?
Viel Glück für die Zukunft, wünscht Dir
smART
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von maria am Freitag 7. November 2008, 20:55
* Gratuliere zu Deinem Ausstieg (manche schaffen es nach mehreren Therapien nicht) und zu Deiner Frau, die das so viele Jahre durchhielt. Ich kann mir gut vorstellen, was sie als Mitbetroffene alles durchmachte und auch, dass ein Leben "danach" für Euch beide nicht einfach ist oder sein wird. Darüber lang und breit zu diskutieren wird nicht viel bringen. Jeder geht mit derartigen Problemen anders um. Es gibt Frauen, die ihren Mann, Partner, Freund lieben und ihn trotzdem verlassen. Auf die näheren Umstände kommt´s an.
Co-Abhängige, insbesondere Angehörige, haben mein spezielles Mitgefühl. Vertrauen pfutsch, begleitet werden sie täglich von Ängsten, was wird der nächste Tag bringen, wenn auch voller Hoffnung.
Meines Erachtens bist auf dem richtigen Weg, wenn ich mir ein Urteil erlauben darf. Ich wünsch Euch beiden, alles Gute!
Schönsaufen geht nicht mehr, trebbiatore!

Das, was in der Vergangenheit passierte, lässt sich nicht mehr ändern. Leider! Und Deine Frau steht nach all den Jahren einem veränderten Mann gegenüber. Nicht einfach!
Wenn es zu diesem Thema kommt, erwähne ich gerne den Film "When a man loves a woman" mit Andy Garcia und Meg Ryan, wobei sie die Alkoholkranke ist. Hier wird deutlich gemacht, dass nicht nur während ihrer Exzesse, sondern auch nach ihrer Therapie, riesige Probleme zu bewältigen sind. Eine neue Sichtweise ihrerseits verändert sie so stark, dass ihr Mann damit nicht klar kommt. Nur die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe hilft ihm schlussendlich, sich ihr wieder zu nähern, die neue Frau zu verstehen und sie auch so anzunehmen.
Weck nicht die Löwin in mir!
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von xenia am Freitag 7. November 2008, 21:13
@ smART : wie ich bei einem alkoholiker miterlebt habe, gibt es tausende auslöser, gründe, ausreden, rechtfertigungen etc., die momentan schlüssig erscheinen.
damals wars so, dass es für denjenigen förderlich war, gleich in der früh nach dem aufstehen und vor dem frühstück ein großes bier in einem zug zu leeren, wenn die sonne gescheint hat / wenn sie nicht gescheint hat, wenn es regnete / schneite / windig war oder windstill. er kam in die gaststube, ließ das bier einrinnen und schimpfte über das wetter, egal wie es war, und das grund genug lieferte, sich wieder zuzuschütten, wie jeden tag.
nach dem wetter waren es die gäste, die zeitig oder später kamen, dann der hund, der dringend hinaus musste, alles war ein grund, wieder ein krügerl zu saufen. zwischendurch verschwand er im keller, um "hartes" aus der flasche zu trinken, auch da gabs gründe genug, z.b. dass das bier zu kalt, zu warm, zu "leicht" war. gästeandrang war genauso ein grund wie gähnende leere, gute schulnoten der kinder - die musste er sofort feiern - genauso wie wenn sie keine arbeiten zurückbekommen hatten.
besser war es nur - laut seiner frau - wenn der betrieb gesperrt war, das habe ich aber nie miterlebt. berufswechsel kam für ihn nicht in frage, wo hätte er sonst so günstig alkoholisches konsumieren können ? hobby gabs keines, auch keinerlei ambitionen, etwas ganz anderes zu machen, die voraussetzungen wären gegeben gewesen, die familie hätte mitgemacht.
der allererste schluck setzt das werkl in gang...
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von toutou am Freitag 7. November 2008, 21:22
hallo trebbi,
ich ziehe symbolisch den hut vor dir. mehr kann ich erst nächste woche schreiben. baba und dickes bussi (an likööör natürlich)
Das Schicksal meiner menschlichen Mitbewohner ist allein in meine Pfoten gelegt.
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von maria am Freitag 7. November 2008, 21:24
smART hat geschrieben:Deiner Körperschwäche in Verarbeitung von Alkohol steht eine erstaunliche, seltene Stärke von Selbsteinschätzung und Realitätssinn gegenüber:.....ganz hinten in irgend einer gehirnwindung war noch a bisserl a verstand über und dachte mir, jetzt reichts endgültig! Es stellt sich mir die Frage, ob nicht von mir vermuteter zwangsläufig-temporärer Berufsmüßiggang für Deine Übel förderlich gewesen waren?
Viel Glück für die Zukunft, wünscht Dir
smART * Es gibt schon Berufssparten, wo es früher zum guten Ton gehörte, bzw. es sich einbürgerte zu trinken. Gewitzelt wurde z.B. sehr viel über die Maurer. An Baustellen, auch keine Seltenheit!
Trotzdem, nicht jeder landet in der Sucht.
Fadesse ist sicherlich heute auch ein Auslöser, wie wir bei Jugendlichen immer wieder beobachten können. Bundesheer fällt mir dazu auch spontan ein!
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von trebbiatore am Freitag 7. November 2008, 21:28
xenia hat geschrieben:ganz schön mutig, sich so zu outen ! was mich daran stört : du schreibst von "schuld". du bist nicht "schuld", wenn etwas "schuld" ist, dann dein 1. schluck alkohol in deinem leben. damit hat sich dein körper begonnen umzustellen, er verarbeitet den alkohol anders als bei nicht-alkoholikern, genießern, abstinenten oder aber auch säufern. noch einen - allerdings winzigen - tipp hab ich einmal wo gelesen : stell dir bewusst jeden tropfen alkohol vor, den du in deinem leben getrunken hast, in flaschen oder fässern, egal. und dann siehst du, dass du schon für dein ganzes leben alkohol konsumiert hast, mehr brauchst du nicht mehr, dein quantum ist erfüllt. und - das wäre für mich ganz wichtig : wie hättest du herausgefunden, wer deine wirklichen freunde sind ? nämlich die, die in beiden "phasen" deines lebens freunde sind. bei mir hat sich die spreu vom weizen nach meiner scheidung getrennt, diese erfahrung möge dir erspart bleiben. hochachtung vor liquor, dass sie das durchgestanden hat, und auch hochachtung vor dir... ; - )))
stell dir BEWUßTjeden tropfen alkohol vor? in der anfangsphase wäre das sicher ein problem gewesen, jetzt ist es mir bereits powidl. gefährlich werden können mir nur schicksalsschläge.......wie zb eine unerwartete vaterschaft 
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von trebbiatore am Freitag 7. November 2008, 21:36
smART hat geschrieben:Deiner Körperschwäche in Verarbeitung von Alkohol steht eine erstaunliche, seltene Stärke von Selbsteinschätzung und Realitätssinn gegenüber:.....ganz hinten in irgend einer gehirnwindung war noch a bisserl a verstand über und dachte mir, jetzt reichts endgültig! Es stellt sich mir die Frage, ob nicht von mir vermuteter zwangsläufig-temporärer Berufsmüßiggang für Deine Übel förderlich gewesen waren?
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nö das wäre mir eine zu billige ausrede, der dienst hatte mit sicherheit seinen beitrag dazu geleistet, aber es sind nicht alle feuerwehrmänner alkoholiker. ich bin mir auch nicht sicher ob ich in meiner dienstzeit schon einer war. aber da spielte alles mit. ich glaube richtig arg wurde es erst in der frühpension...wenn man von diverse räusche absieht. waßt eh, des geht schneller als man denkt... danke dir und allen anderen für die glückwünsche 
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von xenia am Freitag 7. November 2008, 21:37
trebbiatore hat geschrieben:stell dir BEWUßTjeden tropfen alkohol vor? in der anfangsphase wäre das sicher ein problem gewesen, jetzt ist es mir bereits powidl. gefährlich werden können mir nur schicksalsschläge.......wie zb eine unerwartete vaterschaft 
ein baby ist doch ein grund zur freude, vorausgesetzt, liquor hegt auch den wunsch. hüte dich lieber vor unachtsamkeit, wenn du z.b. in einer runde sitzt, heftig diskutiert wird und du - ohne zu schauen - das nächste glas nimmst und trinkst : es könnte ein bierglas sein, gleich wie das glas mit deinem tschopperlwasser... ; - )))
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von trebbiatore am Freitag 7. November 2008, 21:44
maria hat geschrieben:* Gratuliere zu Deinem Ausstieg (manche schaffen es nach mehreren Therapien nicht) und zu Deiner Frau, die das so viele Jahre durchhielt. Ich kann mir gut vorstellen, was sie als Mitbetroffene alles durchmachte und auch, dass ein Leben "danach" für Euch beide nicht einfach ist oder sein wird. Darüber lang und breit zu diskutieren wird nicht viel bringen. Jeder geht mit derartigen Problemen anders um. Es gibt Frauen, die ihren Mann, Partner, Freund lieben und ihn trotzdem verlassen. Auf die näheren Umstände kommt´s an.
Co-Abhängige, insbesondere Angehörige, haben mein spezielles Mitgefühl. Vertrauen pfutsch, begleitet werden sie täglich von Ängsten, was wird der nächste Tag bringen, wenn auch voller Hoffnung.
Meines Erachtens bist auf dem richtigen Weg, wenn ich mir ein Urteil erlauben darf. Ich wünsch Euch beiden, alles Gute!
Schönsaufen geht nicht mehr, trebbiatore!

Das, was in der Vergangenheit passierte, lässt sich nicht mehr ändern. Leider! Und Deine Frau steht nach all den Jahren einem veränderten Mann gegenüber. Nicht einfach!
Wenn es zu diesem Thema kommt, erwähne ich gerne den Film "When a man loves a woman" mit Andy Garcia und Meg Ryan, wobei sie die Alkoholkranke ist. Hier wird deutlich gemacht, dass nicht nur während ihrer Exzesse, sondern auch nach ihrer Therapie, riesige Probleme zu bewältigen sind. Eine neue Sichtweise ihrerseits verändert sie so stark, dass ihr Mann damit nicht klar kommt. Nur die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe hilft ihm schlussendlich, sich ihr wieder zu nähern, die neue Frau zu verstehen und sie auch so anzunehmen.
danke, BUSSI! für heute lasse ich es bleiben, für dich folgen zu einem späteren zeitpunkt noch a paar zeilen, wenns recht ist. buona notte! 
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von maria am Freitag 7. November 2008, 21:50
trebbiatore hat geschrieben:maria hat geschrieben:* Gratuliere zu Deinem Ausstieg (manche schaffen es nach mehreren Therapien nicht) und zu Deiner Frau, die das so viele Jahre durchhielt. Ich kann mir gut vorstellen, was sie als Mitbetroffene alles durchmachte und auch, dass ein Leben "danach" für Euch beide nicht einfach ist oder sein wird. Darüber lang und breit zu diskutieren wird nicht viel bringen. Jeder geht mit derartigen Problemen anders um. Es gibt Frauen, die ihren Mann, Partner, Freund lieben und ihn trotzdem verlassen. Auf die näheren Umstände kommt´s an.
Co-Abhängige, insbesondere Angehörige, haben mein spezielles Mitgefühl. Vertrauen pfutsch, begleitet werden sie täglich von Ängsten, was wird der nächste Tag bringen, wenn auch voller Hoffnung.
Meines Erachtens bist auf dem richtigen Weg, wenn ich mir ein Urteil erlauben darf. Ich wünsch Euch beiden, alles Gute!
Schönsaufen geht nicht mehr, trebbiatore!

Das, was in der Vergangenheit passierte, lässt sich nicht mehr ändern. Leider! Und Deine Frau steht nach all den Jahren einem veränderten Mann gegenüber. Nicht einfach!
Wenn es zu diesem Thema kommt, erwähne ich gerne den Film "When a man loves a woman" mit Andy Garcia und Meg Ryan, wobei sie die Alkoholkranke ist. Hier wird deutlich gemacht, dass nicht nur während ihrer Exzesse, sondern auch nach ihrer Therapie, riesige Probleme zu bewältigen sind. Eine neue Sichtweise ihrerseits verändert sie so stark, dass ihr Mann damit nicht klar kommt. Nur die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe hilft ihm schlussendlich, sich ihr wieder zu nähern, die neue Frau zu verstehen und sie auch so anzunehmen.
danke, BUSSI! für heute lasse ich es bleiben, für dich folgen zu einem späteren zeitpunkt noch a paar zeilen, wenns recht ist. buona notte!  * Kann´s gar nicht erwarten! Schlaf gut!
Weck nicht die Löwin in mir!
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von calimero am Freitag 7. November 2008, 22:04
Zuerst einmal...Trebbi....Hut ab und alles, alles Gute! Dir und Likör! Für mich war es eine Überraschung, das zu lesen, aber eines möchte ich dir sagen....wenn immer du Probleme haben solltest...schreib sie hier herein! Ich bin überzeugt, wir ALLE (ohne Ausnahme) möchten dir und Likör helfen! Ich hab in meinem Leben bisher nur eine Alkoholikerin kennengelernt, sie hatte allerdings keinen Mann, der sie unterstützte. Weder der Ex-Mann, noch der neue Ehemann, mit dem sie nur ein einziges Jahr verheiratet war, halfen ihr. Dann passierte noch ein Schicksalsschlag, ihr Sohn verunglückte (der 15-Jährige, der im Autobus saß, den die Straßenbahn in der Schlosshoferstraße niederräumte). Ich glaub, dann war es ganz aus. Ich hab nur immer mit ihr telefoniert, hab sie nicht mehr gesehen. Der Alkohol hat ihr viel zu früh das Leben gekostet. Aber ich glaube fast, sie hat das Leben nicht mehr ertragen. Trebbi, du hast noch viel vor! Du erträgst das Leben, auch wenn irgendwelche Schicksalschläge kommen sollten. Du hast eine Aufgabe, du hast deine Frau und deinen Sohn. Ach ja, und Pazzo. Du hast von "Freunden" geschrieben. Möglicherweise hast du mehr, als du denkst. Oder da, wo du sie nicht vermutest.... Noch was...ich hab's einmal gelesen....hüte dich vor Essig. Klingt blöd, kann aber auch gefährlich sein. Ich weiß es nicht wirklich, erkundige dich aber bitte vorsorglich.
Eines ist sicher...von Alkohol kommt man viel besser los als von Drogen. Ich glaube, ein Verwandter von mir hatte auch einmal ein Problem mit Alkohol, jetzt ist nichts mehr. Ich glaub, er war auch in Therapie. Ich mein, du schaffst das ganz sicher!
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