Die behinderte Frau half in der Landwirtschaft und im Haushalt mit. Die Bäuerin habe ihr verboten fernzusehen, das Essen weggesperrt und sie geschlagen, erzählte sie dem ORF.
Das ist in ländlichen Gebieten leider kein Einzelfall.
HauptmenüUsermenüWer ist online?Insgesamt sind 2 Besucher online :: 0 registrierte, 2 GästeDer Besucherrekord liegt bei 237 Besuchern, die am Montag 5. März 2012, 17:15 zeitgleich online waren. Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste basierend auf den in den letzten 5 Minuten aktiven Besuchern Statistik5 BeiträgeGeburtstageHeute hat kein Mitglied GeburtstagNeuestes öffentliches Bild
|
Ausbeutung
Erster ungelesener Beitrag • 5 Beiträge • Seite 1 von 1
AusbeutungEine 55-jährige Magd soll fast 40 Jahre lang gegen ihren Willen zur Arbeit auf einem Hof in Großradl gezwungen und misshandelt worden sein.
Die behinderte Frau half in der Landwirtschaft und im Haushalt mit. Die Bäuerin habe ihr verboten fernzusehen, das Essen weggesperrt und sie geschlagen, erzählte sie dem ORF. Das ist in ländlichen Gebieten leider kein Einzelfall. *************
Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude und ein bisschen Eierkuchen!! ************* contraindicatio - der Compliance-Beauftragte Ihres Vertrauens
Re: Ausbeutung
Auch das ist Österreich im 21zigsten Jahrundert. Mit freundlichen Grüßen
Peter
Re: Ausbeutung
ist aber nicht nur ein österreichisches schicksal sowas gibts auch in andere länder nur kommt es selten ans tageslicht ![]()
Re: Ausbeutung
Bestimmt ist es so. Mit freundlichen Grüßen
Peter
Re: Ausbeutung"Kurier" vom 16.01.2009
Ressort: Chronik Seite: 21 Ausgabe: Wi,Abend,Wi,Morgen Verdacht Martina wollte "nur noch weg" Ich bin fassungslos", sagt der Bürgermeister. "Ich war erst im Herbst am Hof und hab' sie gesehen. Man hat gedacht, dort ist alles eitel Wonne." Martina M. erzählt jedoch anderes. Soweit sie erzählen kann: Die 55-Jährige ist geistig zurückgeblieben, spricht in abgehackten Sätzen. Lesen oder schreiben kann sie nicht. 40 Jahre lang arbeitete sie auf einem Bauernhof in der Weststeiermark als Landarbeiterin, ein Beruf, der früher mit Magd umschrieben wurde. Zuletzt wollte sie aber "nur noch weg": Sie sei geschlagen worden, habe zu wenig zu essen bekommen. Pflegeplatz M. kam vor vier Wochen auf einem Pflegeplatz in Schwanberg unter. Dort habe sie bereits einige Kilogramm zugenommen, freut sich die Pflegerin. Aufgeflogen ist der Fall nachdem eine anonyme Anzeige bei der Landarbeiterkammer auftauchte. Die nennt das alles Ausbeutung und stellt Lohnforderungen im Namen der Steirerin. Ihn wundere vor allem, dass die verdächtigte Bäuerin zur Sachwalterin ihrer Angestellten bestellt wurde, überlegt Kammer-Präsident Christian Mandl. Das ist seit Donnerstag vorbei. Es wurde ein Sachwalter vom Gericht bestellt, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die betroffene Landwirtin weist jedoch alle Verdächtigungen strikt von sich. M. sei wie ein Familienmitglied behandelt worden, man habe stets gemeinsam gegessen. Irgendjemand hetzte die behinderte Frau gegen sie auf, glaubt die Steirerin. Die Geschichte erinnert frappant an den Obersteirer Max. Seit Oktober ermittelt die Staatsanwaltschaft: Der 55-Jährige steht ebenfalls unter Sachwalterschaft, ist ebenfalls geistig zurückgeblieben. Und auch er warf seinem Bauern vor, ihn misshandelt und zu wenig Lohn bekommen zu haben. "Wir sind mit der Klärung dieses Falles noch befasst", betont der Leobener Staatsanwalt Walter Plöbst. Angezeigt wurden Betrug und sogar Sklaverei. Doch auch hier gleicht der Fall Max der Geschichte von Martina: Der betroffene Landwirt weist jede Misshandlung zurück. Max sei ein schwieriger Typ, der sonst nirgends leben könne als auf einem Bauernhof. "Im Heim haben sie ihn auch nicht haben wollen." 450.000 Euro an Lohnentgang forderte Max' Anwalt übrigens. 15.000 Menschen dürften laut Schätzungen der Kammer als Arbeiter auf Bauernhöfen angestellt sein. Copyrighthinweis: © Kurier - Wien, 2009. mich erinnert das an einen onkel, der immer wieder geistig behinderte junge burschen überantwortet bekommen hat. mir ist nicht bekannt, wer sie ihm vermittelt hat. nach 1 bis 2 jahren wurde dann ein großes abschiedfest gefeiert, die jungen erzählten, was sie alles gelernt hatten und waren stolz auf ihr sparbuch, in das der "lohn" eingezahlt worden war. sie waren dann "vermittelbar". so viel ich weiß, war mein onkel immer der sachwalter des jeweiligen "betreuten". und alle kamen immer wieder gern zu besuch. gezeigt werden musste ihnen jeder noch so einfache handgriff, immer wieder. irgendwann nahm mein onkel dann keine "anvertauten" mehr, es wurde ihm zu anstrengend, er hatte ja auch die verantwortung, dass keinem etwas durch ungeschicklichkeit passiert. andererseits : immer wieder hört/liest man, dass - nicht nur am land - alte menschen geschlagen werden, auch von den eigenen kindern.
gut so, was immer dabei herauskommt... Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert Einstein ![]()
5 Beiträge • Seite 1 von 1
Wer ist online?Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste |