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von M. am Sonntag 21. Mai 2006, 14:15
http://www.guraf.netWenn Jaso Werbung macht, mache ich es auch.... die könnens nämlich auch brauchen... Zur Erinnerung, es gibt schlimmeres als ein Kopftuch ... Vergessen sind auch die Frauen Afghanistan, die nach wie vor um ihre Gleichberechtigung kämpfen. Die Burka ein Symbol der Unterdrückung verdeckt und versteckt nach wie vor die meisten Frauen Afghanistans. Frau Mag. Zerka, eine ehemalige Staatsanwältin aus Kabul, hilft mit ihrem im Alsergrund gegründeten Verein GURAF (Gesellschaft zur Unterstützung der Rechte afghanischer Frauen und Kinder) vor Ort. Zerka selbst musste vor Jahren aus Afghanistan flüchten. In Österreich hat sie im Eiltempo ihr Studium auf europäischen Standard gebracht und versucht jetzt Frauen in ihrer Heimat zu helfen. Hut ab und unterstützenswert. Die Welt ist klein... aber auch Menschlichkeit hat ein Gesicht.
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M.
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von UnART am Sonntag 21. Mai 2006, 17:58
Die Seite braucht laut Webstats-Statistik dringend Öffentlichkeit! Das Thema ist auch im Inhalt voll zu unterstützen. fg Heinz
( °) ( °) dada.
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UnART
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von M. am Montag 22. Mai 2006, 22:44
Unbedingt!
Afghanistan kommt trotz der angeblich Frieden bringenden Amerikaner - nicht zu Ruhe.
Allein in den letzten paar Tagen kamen über 200 Menschen ums Leben. Allein in der Nacht von gestern auf heute, flogen die Amerikaner wieder Angriffe gegen die wieder erstarkten Taliban dabei wurde alleine schon über 50 Menschen getötet. Wem aber wundert es wirklich, dass die Taliban wieder immer mehr Macht erhalten bei dieser Politik von ausserhalb?
Anfangs wurde Afghanistan lange Zeit von amerikanischer und russischer Politik in verschiedene Lager gespalten, die dadurch entstandenen Auseinandersetzungen trafen natürlich am härtesten wie immer die zivile Bevölkerung. Die von den Amerikanern eingesetzten Mudschaheddin samt Verbündeten bekämpften und vertrieben die Russen, Gewalt erschafft aber immer wieder Gegengewalt
..und siehe da
. die Taliban-Milizen nutzen diesen Umstand der Unsicherheit und Ziellosigkeit und installierten als nächstes die radikalste Interpretation des Islam die Scharia in Afghanistan.
Die nächste scheinbar wieder nur natürliche - Reaktion in dieser Gewaltspirale: die Amerikaner bekämpfen jetzt wieder die Taliban
.. mit vielen Toten natürlich wieder auch vorallen in der Zivilbevölkerung.
Schlimm für die Menschen, diese haben auf diese Art überhaupt keine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen sich weiterzuentwickeln, ein funktionierendes Schulsystem, eine Krankenversorgung und vieles mehr aufzubauen. So werden sie mit Gewalt zurück gebombt
. an ihre religiösen Wurzeln
.. das einzige was sie haben, was ihnen niemand wegnehmen kann. Natürlich sind sie so ein leichtes Opfer für Leute wie die Taliban.
Zerka versucht hier den Ärmsten der Armen zu helfen, in einer solchen Gesellschaft den Frauen und Kinder. Sie selbst hat es nicht leicht, als eine vor den Mudschaheddin geflohene.. ehem. Staatsanwältin. Aber sicher noch leichter als jeder Ausländer auch in Gegenden zu gelangen
die sonst niemals Hilfestellung von außen erhalten würden.
Natürlich landen vor allem in ländlichen Gebieten Mädchen ohne Schulausbildung zwangsläufig im Haushalt und werden
auch zwangsverheiratet - Mädchen im Alter von 13, 14 Jahren. Buben dagegen müssen bereits früh arbeiten um zum Familieneinkommen beizutragen. Hier gibt es aber bereits Initiativen um Schulen zu bauen
. leider werden aber die Mädchen in diese Schulen nicht geschickt, da hier vor allem von männlichem Lehrpersonal unterrichtet wird. Das dauert
hier geht sicher die Entwicklung nicht gleich von 0 auf 100. Das ist unmöglich
aber
Zerka hat sich zur Aufgabe gemacht, auch Mädchen eine Ausbildung zu ermöglichen, damit diese die Chance erhalten, nicht nur in diesem unseligen Kreislauf zu landen.
Zerka hat in der Provinz Laghman mit Mittel der Stadt Wien (obwohl Afghanistan für Österreich kein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit darstellt) und der Austrian Development Agency eine Mädchenschule gebaut. Dort werden derzeit 200 Mädchen von Lehrerinnen unterrichtet. Die Kinder sitzen während des Unterrichts am Boden. Schön wäre es noch, wenn auch Schulmöbel finanziert werden könnten.
Möbel in Afghanistan selbst herzustellen ist fast unmöglich, da das Material (Holz) teuer importiert werden müsste
. ausserdem, es gibt auch naturgemäss - keine Tischler Ich finde halt, Hilfe zur Selbsthilfe ist immer die wirkungsvollste Art der Hilfestellung.
Und macht Sinn
.
Ausserdem ... die Frauen bringen ihre Kinder oft auf menschenunwürdigste Art auf die Welt... Zerka ist und war auch hier aktiv und hat sehr erfolgreich Hebammen-Ausbildungsprojekte ins Leben gerufen und damit bereits viel Leid gemildert....
Bewundernswert diese Frau.
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M.
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von asy am Dienstag 23. Mai 2006, 08:48
M.";p="32610 hat geschrieben:Afghanistan kommt trotz der angeblich Frieden bringenden Amerikaner - nicht zu Ruhe.
is Bush's Ehe dewegn hin? 
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asy
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von calimero am Dienstag 23. Mai 2006, 10:08
Mariella, mir würden da noch so einige Dinge einfallen.....
kann man diese Mädchen nicht zur Ausbildung im Ausland (z.B. hier bei uns) aufnehmen? Natürlich müsste man die Familien damit ködern, dass sie z.B. sogar dafür Geld erhalten würden...(wenn das Mädchen bei uns eine Zeit lang leben darf) Sicher, das kostet. Aber wäre das nicht besser investiertes Geld, als es nur dorthin ins Land zu schicken, wo es möglicherweise nicht so effizient wirken kann (weil man eben Mädchen den Schulbesuch verbietet)?
War jetzt nur so eine Idee von mir.....
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calimero
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von M. am Dienstag 23. Mai 2006, 11:55
Glaubst du im Ernst, dass dein Vorschlag funktionieren könnte? Diese Leute "verkaufen" ihre Kinder nicht, was ich auch gut nachvollziehen kann...
Erstens einmal haben die meisten dieser Leute überhaupt kein Vertrauen zu Fremden. Warum wohl? Zweitens spreche ich vor allem von der Landbevölkerung und ein Mensch aus dieser Gesellschaftsschicht ist doch auch meistens sowieso der unbeliebteste Gast im Ausland (egal woher er kommt), oder? (nur so eine Bemerkung am Rande
.)
Die Menschen in Afghanistan schicken ihre Mädchen nicht in die Schule, weil..: a) keine Schule vorhanden ist b) ein stundenlanger Schulweg im Kauf genommen werden muss c) fast ausschließlich männliches Lehrpersonal unterrichtet (und warum wohl?)
Sie schützen ihre Mädchen nach ihren Wissen und ihren Möglichkeiten, b+c stellt für sie die Möglichkeit einer Gefahr dar. Diese Entwicklung ist auch kein Wunder, in einem von Krisen und Kriegen geschüttelten Land.
Da willst du, dass sie ihre Mädchen ins Ausland zur Ausbildung schicken? Du meinst sie tun das? Sie müssten froh darüber sein, dass tun zu dürfen? C A L I M E R O !!! ned....
Hilfe ist immer am wirkungsvollsten
.. als Selbsthilfe, als Startunterstützung am Wirkungsvollsten im eigenen Land. Die Möglichkeit sich selbst entwickeln zu können, ist im Resultat immer am gelungensten. Zerka ist eine dieser Frauen, die NICHT in so einen Kreislauf stecken. In den 60er Jahren waren die Möglichkeiten der Frauen in Afghanistan auch noch ganz andere (auch nicht überall, aber großteils doch).
Dieses Land erfährt von aussen immer nur Krieg, Leid und Unterdrückung, das hat natürlich auch das Innere geprägt.
Würdest du auf Anweisung dein Kind ins Ausland zur Ausbildung schicken? Es dort nach den Vorstellungen von Fremden erziehen lassen? Fremden die außerdem immer wieder nur Krieg, Leid und Elend in dein Land brachten?
Ich nicht!
Außerdem Calimero, unsere Schulen voll mit Kindern aus aller Welt? Wer nimmt diese auf? Willst du sie in (UM-)Erziehungskasernen stecken?
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M.
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von also am Dienstag 23. Mai 2006, 12:59
An die Dekadenten
Was bildet ihr euch überhaupt ein? Glaubt ihr wirklich, ihr habt das Recht derartig über andere Kulturen zu urteilen? Ihr fällt mit Raketen, Soldaten und Entwicklungshilfe ungefragt über andere Kulturen her und glaubt, daß alles, was von euch nicht verstanden wird, entsprechend zurechtgebogen werden muß. Und wenn die ihre Kultur nicht freiwillig aufgeben wollen, dann wird mit Gewalt nachgeholfen. Eben solange, bis es von euch dekadenten Besserwissern verstanden wird und damit beherrscht werden kann. In Ländern, in denen es keinen Playboy, Crackers, CocaCola und Spielekonsolen zu kaufen gibt, mit solchen Ländern muß aufgeräumt werden, da muß man eingreifen, auch mit Gewalt. Weil eine solche Kultur ist unterdrückt, die muß befreit werden. Fliegt die Frauen aus und erschlägt die Männer.
Eigentlich ist die Sache doch klar. Nicht deren Kultur ist krank, sondern die westlich überzivilisierte, nicht deren Kultur geht unter, sondern die Hiesige. Wollt ihr vor dem Kollaps die Pest auch noch noch hinaustragen?
also
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also
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von calimero am Dienstag 23. Mai 2006, 13:14
Mariella, ich habe da ein wenig die Umstände im Hinterkopf gehabt, die auch bei uns nach dem Krieg dazu führten, dass österreichische Kinder ins Ausland geschickt wurden. In die Schweiz, nach Frankreich, nach Spanien usw. Diese Kinder wurden ja auch nicht "verkauft".
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calimero
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von calimero am Dienstag 23. Mai 2006, 13:22
Also.......dieses "Recht" zu urteilen.....
nein, haben wir im Grunde genommen nicht. Was uns zu unseren Aussagen veranlaßt, ist ein Ungerechtigskeitsgefühl, ein Gefühl der Solidarität mit diesen Frauen. Die werden geschunden, versteckt, (in unseren Augen) mies behandelt!
Ja, es ist eine andere Kultur mit anderen Regeln. Wären diese Frauen glücklicher, wenn sie es nicht anders kennen würden? Wenn sie in ihrer Kultur unbehelligt blieben? Würden sie respektvoller behandelt?
Ich weiß es nicht und kann es nicht sagen.
Wobei ich mit dir übereinstimme, dass Bomben und Krieg seitens des Westens nicht hilfreich sind, sondern alles nur schlimmer machen.
Ob unsere Lebensart das Gelbe vom Ei ist, behaupte ich auch nicht.
Dass mich aber eine - in meinen Augen - ungerechte Behandlung von Frauen stört und dass ich das auch sage, das wird doch wohl keine Vermessenheit sein!?
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calimero
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von also am Dienstag 23. Mai 2006, 14:27
calimero";p="32712 hat geschrieben:Also.......dieses "Recht" zu urteilen.....
Sperr die Männer alle ein, was glaubst du passiert? Würden die Frauen ihre Burka ablegen oder wären sie damit von ihren Unterdrückern befreit ? Glaubst du, es gäbe dann keine Beschneidungen mehr oder Frauen würden nicht mehr verkauft werden? Nein! Die würden vor den Gefängnissen um die Freilassung kämpfen, mit Burka und weitaus nachhaltiger als es Frauen hier jemals tun würden. Wie ist das möglich? würdest du dich fragen, wie kann das sein? Die Antwort ist ganz einfach. Sowohl deren Leid als auch deren Glück ist nicht mit dem deinen vergleichbar. Es gibt keine Parallelen, nichts was du auf dein Leben umlegen könntest. Die Armut ist nicht die Armut die du verstehst, die Unterdrückung wird völlig anders empfunden. Das, was der Westen in sogenannten unzivilisierten Ländern anrichtet, ist Glücksraub. Wenn man das erlebt, wie die in Sandalen und weißen Socken daherkommen und ihre Weisheiten von sich geben, es ist grauenvoll! Das betrifft sowohl die Entwicklungshilfe als auch fast jede Einmischung irgendwelcher Organisationen, die es sicher gut meinen. Aber der Schaden ist gewaltig, nicht mehr wieder gutzumachen. Alles nur deshalb, weil es ein riesiges Mißverständnis gibt: Denen geht es nicht so gut wie mir, also geht es denen schlecht. Zurück bleiben Menschen, ihres Glückes, ihrer Sicherheit und ihrer Zukunft beraubt. also
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also
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von asy am Dienstag 23. Mai 2006, 20:00
also";p="32735 hat geschrieben:Sperr die Männer alle ein, was glaubst du passiert?
also
donn gabats a kane neuen Frauen mehr......
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asy
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von f.art am Dienstag 23. Mai 2006, 20:27
asy";p="32810 hat geschrieben:donn gabats a kane neuen Frauen mehr......
Sie in eine Burka und zum Schweigen zwangsverpflichtet wäre natürlich ein Fortschritt für die Menschenrechte. 
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von sanduhr am Dienstag 23. Mai 2006, 21:57
f.art";p="32817 hat geschrieben:asy";p="32810 hat geschrieben:donn gabats a kane neuen Frauen mehr......
Sie in eine Burka und zum Schweigen zwangsverpflichtet wäre natürlich ein Fortschritt für die Menschenrechte.  österreich-burka 
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sanduhr
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von M. am Dienstag 23. Mai 2006, 23:19
Calimero, also hat absolut recht. Kein Außenstehender kann wirklich beurteilen, was für einen anderen gut ist oder nicht.
Jedes Land - und seine Menschen - hat das Recht selbst zu bestimmen wie es leben will. Die größten Probleme der afghanischen Menschen wurden immer durch Einmischung von außen verursacht. Ich denke das ist Fakt. Die wären aber sehr gut selbst fähig ihr Land so zu bauen, wie sie es gerne möchten. Die Probleme die uns so in die Augen stechen, wurden vor allem von außen angerichtet.
Zerka als Afghanin weiß das auch. Sie selbst hat sich in ihrer Uni Zeit, als ganz junge Frau erst gegen den Kommunismus wehren müssen (sie wurde als nicht gut funktionierende Kommunistin angeklagt), später als die Mudschaheddin am Werkeln waren, wurde sie wieder angeklagt
als Kommunistin. Als dann die Taliban das auf diese Weise gut vorbereitete Terrain betreten haben, kamen zusätzlich noch die Bomben der Befreier
Diese Frau hat kämpfen und sich verteidigen gelernt, sie sieht sich selbst keineswegs als wehrlos sie ist es auch nicht und viele andere auch nicht
Die wollen ihr Land selbst bauen und das ist gut so, auch wenn Zerka selbst flüchten musste und das auch konnte .... aber das ist aber ihre ganz persönliche Geschichte.
Die Befreier haben viel Infrastruktur zerstört. Es gab Schulen, wo heute keine mehr sind
auch für Mädchen. Es gab Krankenhäuser wo heute keine mehr sind
Das was Zerka vor allem macht ist, ihre Leute zu motivieren ihr Leben trotz ewiger Fremdbeeinflussung selbst für sich lebenswert zu machen so wie sie es wollen. Die Hilfe von außen ist so gestaltet, dass hier einfach ein bisschen mitgeholfen werden soll
mancherorts das Verlorene wieder herzustellen, was andere kaputt gemacht haben. Den Rest können die Afghanen allein. Hilflos dagegen sind sie, wenn ganze Dörfer zerbombt werden und die Menschen die Überlebt haben, anschließend im Freien
erfrieren. Aber vielleicht kann man ihnen das Sterben auch noch abbefehlen. Aber Hautsache ein paar "Taliban" wurden mit "erwischt".
Die Hauptarbeit leisten eindeutig die Afghanen selbst, wenn sie die Möglichkeit erhalten
und das ist gut so es ist ihre Leistung.
Die neue Schule ist ein Anfang, die Lehrmittel liegen leider in Ecken gestapelt
es werden sicher Lösungen gefunden werden. Lehrerinnen, Ärztinnen, Hebammen wurden und werden ausgebildet - und sie machen ihre Arbeit mehr als gut. Das neueste Projekt ist ein Krankenhaus
Obwohl
weißt du eigentlich, dass es in Afghanistan viele Menschen mit großartigen Kenntnissen in diversen Naturheilmethoden gibt? So etwas in Verbindung mit der Schulmedizin
. hier könnten wir noch viel lernen, was wir längst vergessen haben.
Aber wir als abgerichtete Gänsemarschgeher glauben ihnen etwas lernen zu müssen
Und wo fremde Hilfe aufhören muss ..... ich weiss es selbst nicht genau, aber ich denke dort wo sie nicht mehr wirklich gebraucht wird, wo eigene Interessen selbst ... (ohne der sofortigen Zerstörung durch Fremde) wenn auch möglicherweise nicht leicht, aber doch ... umgesetzt werden können.
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von calimero am Mittwoch 24. Mai 2006, 09:05
Mariella, du hast ja Recht.
Unser Also wollte aber etwas ganz anderes zum Ausdruck bringen (und das macht er eh nicht zum ersten Mal, ich kenne seine Ansicht)....
es ist UNSER Glaube, unsere Einstellung, wie "Glück", "Zufriedenheit", "Werterfüllung" zu definieren ist.
Dass andere Frauen z.B. die weibliche Beschneidung gar nicht als negativ ansehen könnten, das käme uns nie in den Sinn! Dass die Wertschätzung einer Frau, dass sie hinter Esel und Ziege käme, diese eventuell gar nicht stört (weil sie es von Geburt an so gewöhnt ist), darauf kämen wir auch nicht.
Es ist unsere subjektive Ansicht, zu definieren, was "lebenswert" bedeutet. Wir gehen von unseren Ansichten aus. Das ist es, was Also vermitteln will.
Nicht, dass es tolle Kämpferinnen in Afghanistan gibt, die das Land wieder aufbauen wollen.
Ich verstehe alle Ansichten, die von Also, die von dir und die des Westens (z.B. der Amis, die mit aller Gewalt das den Völkern bringen wollen, was für sie das "Heil" ist).
Die Ansicht von Also hat etwas sehr Buddhistisches an sich. Im Sinne von "Kismet". Lasse die Leute so leben, wie sie leben, mit all diesen Nachteilen (von uns aus gesehen). Es ist ihr Schicksal, dass sie dort zur Welt kamen, wo Unterdrückung (aus unserer Sicht) geschieht, wo Mädchen verstümmelt werden, usw.
Ich verstehe diese Ansicht, weiß aber nicht, ob ich da persönlich so mitkann.
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calimero
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