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Neuer Beitragvon Querulator am Donnerstag 7. Dezember 2006, 17:44

xenia hat geschrieben:
Fragen hat geschrieben: Die Abtreibungsbefürworter sind ja so stolz darauf, dass sie eine an sich dreckige Methode, nämlich die Methode des Abmurksens, in den Dienst ihrer "guten" Sache gestellt haben.

von "befürwortern" kann keine rede sein, allein der gebrauch dieses wortes disqualifiziert dich als diskutanten.

So, wie du dich für die legale Abtreibung ins Zeug wirfst, Xenia, kommt man unweigerlch zur Auffassung, du seist eine Befürworterin.

xenia hat geschrieben:das ist genau so dumm wie die forderung nach einer beratung, die ohnehin von anfang an eine bedingung für den straffreien schwangerschaftsabbruch war.

Diese Beratung ist, wie du sagst, von Anfang an eine Bedingung für den straffreien Schwangerschaftsabbruch. Aber wenn sie deshalb "ergebnisoffen" ist, weil der Abbruch innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist unabhängig von den Beweggründen straffrei ist, ist sie eine Farce. Die eine oder andere werdende Mutter mag sich dabei ihrer menschlichen Verantwortung bewusst geworden sein und auf den Abbruch verzichtet haben, aber wieviele kamen damit bloß der gesetzlichen Verpflichtung nach, nachdem sie sich ohnehin schon unverrückbar entschlossen hatten?

xenia hat geschrieben:und genau so "gscheit" wie die in einer früheren diskussion eingebrachte behauptung, frauen würden zwischen schaufensterbummel und kaffeetratsch schnell noch abtreiben gehen, weil noch etwas zeit übrig ist...

Eine etwas überzogene Aussage eines Gesellschaftskritikers ist nicht als Gegenargument geeignet.
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Neuer Beitragvon xenia am Donnerstag 7. Dezember 2006, 18:21

Querulator hat geschrieben:So, wie du dich für die legale Abtreibung ins Zeug wirfst, Xenia, kommt man unweigerlch zur Auffassung, du seist eine Befürworterin.


Querulator hat geschrieben:Diese Beratung ist, wie du sagst, von Anfang an eine Bedingung für den straffreien Schwangerschaftsabbruch. Aber wenn sie deshalb "ergebnisoffen" ist, weil der Abbruch innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist unabhängig von den Beweggründen straffrei ist, ist sie eine Farce. Die eine oder andere werdende Mutter mag sich dabei ihrer menschlichen Verantwortung bewusst geworden sein und auf den Abbruch verzichtet haben, aber wieviele kamen damit bloß der gesetzlichen Verpflichtung nach, nachdem sie sich ohnehin schon unverrückbar entschlossen hatten?



Querulator hat geschrieben:Eine etwas überzogene Aussage eines Gesellschaftskritikers ist nicht als Gegenargument geeignet.


du beweist noch mehr ahnungslosigkeit als ich fürchtete.

das kommt davon, weil du nur liest, was du lesen willst, mich aber dafür etwas sagen hörst.

wie oft habe ich schon geschrieben, dass ich mich über jedes geborene kind freue, aber deswegen einer frau ihre entscheidung nicht abnehmen oder gar vorschreiben kann, egal, wie sie sich entscheidet.

wie stellst du dir eine "ergebnisoffene" beratung vor ? dass die frau erst wieder in einen winkel gedrängt und ihr etwas eingeredet wird ?

sie wird auf die verschiedensten hilfs-angebote aufmerksam gemacht, finanzelle, mutter-kind-heime, eine möglichkeit zur fortsetzung ihrer ausbildung, und, wenn nötig, unterstützung bei behördenwegen oder, wenn nötig, gesprächen mit ihren eltern, aber auch über die verschiedenen methoden einer abtreibung, und welche die für sie und den embryo schonendste ist.

entscheiden muss sie aber allein, ihr wird nichts "nahegelegt", ihre probleme werden ernst genommen und nicht als "launen" abgetan.

und genau diese beratung WAR VOM INKRAFTTRETEN DES GESETZES AN eine bedingung, wozu forderst du sie jetzt ?

hast du verschlafen, dass früher engelmacherInnen und frauen, die abgetrieben hatten, sehr wohl verurteilt und bestraft wurden ? aber anscheinend hast du auch keine ahnung von dem früheren "netzwerk" von frauen, die jederzeit einer abtreibungswilligen adressen oder telefonnummern von engelmacherInnen überlassen haben. natürlich nicht öffentlich, natürlich nur im geheimen, jede frau konnte ja selbst jederzeit in diese lage kommen, so rasch als möglich diese "dienste" in anspruch nehmen zu müssen.

auch den "aufstand" in deutschland verschlafen, als ein "engelmacher" verurteilt wurde und sich über 200 frauen draufhin selbst anzeigten ?

von dir kommt nur wehleidiges gejammere über väter, die um ihr kind "geprellt" werden, sonst nichts, deshalb ist für mich mit dir wieder einmal EOD...
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Jasomirgott am Donnerstag 7. Dezember 2006, 18:26

Fenstergucker hat geschrieben:[Sehen wir die Sache mal von der anderen Seite: Wären die Gegner der Abtreibung erfolgreich, was würde sich ändern? Wäre dann vieles besser?
Ich behaupte "nein"!


Ich behaupte: "JA!"
Begründung:
Durch eine Erschwernis der Abtreibung (von bedingungslosem Verbot habe ich nie geschrieben!) würde den Frauen klar gemacht,
dass sie Unrecht begehen,
dass sie einem heranwachsenden Menschen das Recht auf Leben nehmen,
dass sie das was sie sich selbst am meisten wünschen, ein glückliches Leben, der Frucht ihres Leibes verwehren.

Durch die Legalisierung der Abtreibung entsteht so eine Meinung wie sie auch FG vertritt, "Eine Abtreibung ist legal, also ist sie auch gerecht". Also bevor man ein mögliches Problem mit Schwangerschaft, Geburt und "Aufzucht" auf sich nimmt, löst man das Problem, durch das schöne Inwort "Fristenlösung".

Man kann sich dann getrost beim Schminken (bevor man auf Aufriss geht) in die Augen sehen und sich selbst treuherzig versichern: "Ich habe nix böses getan, ich habe nur eine Frist gelöst, denn ich habe Kinder ja soooooo lieb!"
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Neuer Beitragvon Querulator am Donnerstag 7. Dezember 2006, 18:46

xenia hat geschrieben:du beweist noch mehr ahnungslosigkeit als ich fürchtete.

das kommt davon, weil du nur liest, was du lesen willst, mich aber dafür etwas sagen hörst.

wie oft habe ich schon geschrieben, dass ich mich über jedes geborene kind freue, aber deswegen einer frau ihre entscheidung nicht abnehmen oder gar vorschreiben kann, egal, wie sie sich entscheidet.

wie stellst du dir eine "ergebnisoffene" beratung vor ? dass die frau erst wieder in einen winkel gedrängt und ihr etwas eingeredet wird ?

sie wird auf die verschiedensten hilfs-angebote aufmerksam gemacht, finanzelle, mutter-kind-heime, eine möglichkeit zur fortsetzung ihrer ausbildung, und, wenn nötig, unterstützung bei behördenwegen oder, wenn nötig, gesprächen mit ihren eltern, aber auch über die verschiedenen methoden einer abtreibung, und welche die für sie und den embryo schonendste ist.

entscheiden muss sie aber allein, ihr wird nichts "nahegelegt", ihre probleme werden ernst genommen und nicht als "launen" abgetan.

und genau diese beratung WAR VOM INKRAFTTRETEN DES GESETZES AN eine bedingung, wozu forderst du sie jetzt ?

hast du verschlafen, dass früher engelmacherInnen und frauen, die abgetrieben hatten, sehr wohl verurteilt und bestraft wurden ? aber anscheinend hast du auch keine ahnung von dem früheren "netzwerk" von frauen, die jederzeit einer abtreibungswilligen adressen oder telefonnummern von engelmacherInnen überlassen haben. natürlich nicht öffentlich, natürlich nur im geheimen, jede frau konnte ja selbst jederzeit in diese lage kommen, so rasch als möglich diese "dienste" in anspruch nehmen zu müssen.

auch den "aufstand" in deutschland verschlafen, als ein "engelmacher" verurteilt wurde und sich über 200 frauen draufhin selbst anzeigten ?

von dir kommt nur wehleidiges gejammere über väter, die um ihr kind "geprellt" werden, sonst nichts, deshalb ist für mich mit dir wieder Deine Ahnungslosigkeit überrascht mich schon nicht mehr.

xenia hat geschrieben:wie oft habe ich schon geschrieben, dass ich mich über jedes geborene kind freue, aber deswegen einer frau ihre entscheidung nicht abnehmen oder gar vorschreiben kann, egal, wie sie sich entscheidet.

Damit verträgt sich aber nicht deine Art des Eintretens für die Abtreibung.

xenia hat geschrieben:wie stellst du dir eine "ergebnisoffene" beratung vor ? dass die frau erst wieder in einen winkel gedrängt und ihr etwas eingeredet wird ?

Schon gut, Xenia! Ich kenne deine Strategien. So stelle ich es mir nicht vor. Allerdings soll der Abtreibungswilligen u. a. ins Bewusstsein gerufen werden, was sie anzurichten im Begriff ist.

xenia hat geschrieben:sie wird auf die verschiedensten hilfs-angebote aufmerksam gemacht, finanzelle, mutter-kind-heime, eine möglichkeit zur fortsetzung ihrer ausbildung, und, wenn nötig, unterstützung bei behördenwegen oder, wenn nötig, gesprächen mit ihren eltern, aber auch über die verschiedenen methoden einer abtreibung, und welche die für sie und den embryo schonendste ist.

entscheiden muss sie aber allein, ihr wird nichts "nahegelegt", ihre probleme werden ernst genommen und nicht als "launen" abgetan.

Das ist schon in Ordnung, wenn es so gehandhabt wird. Allerdings bin ich dafür, vom Gesetz her nicht jedes Motiv gelten zu lassen. Abtreibung muss eine Notlösung bleiben, nicht zusätzlich ein Freibrief für Verantwortungslosigkeit.

Probleme sind ernstzunehmen, Launen sind allerdings als Rechtfertigung auszuschließen.

xenia hat geschrieben:hast du verschlafen, dass früher engelmacherInnen und frauen, die abgetrieben hatten, sehr wohl verurteilt und bestraft wurden ? aber anscheinend hast du auch keine ahnung von dem früheren "netzwerk" von frauen, die jederzeit einer abtreibungswilligen adressen oder telefonnummern von engelmacherInnen überlassen haben. natürlich nicht öffentlich, natürlich nur im geheimen, jede frau konnte ja selbst jederzeit in diese lage kommen, so rasch als möglich diese "dienste" in anspruch nehmen zu müssen.

Allerdings nur die, die man erwischte!

Ging es bloß darum, die Abtreibung in kompetentere Hände zu legen? Steht nicht an erster Stelle der Schutz des Lebens, auch wenn es noch nicht das Licht der Welt erblickt hat? Dieses wurde daurch versachlicht, wie eine Tumor oder eine Warze, die man entfernen lässt. Nicht alle schwangeren Frauen sehen es so, aber die, die es so sehen, sollen nicht freie Bahn haben. Die gesetzlich gedeckte Möglichkeit, die Kinder anonym abzugeben, die erst viel später kam, kann solche Fälle abdecken.

xenia hat geschrieben:von dir kommt nur wehleidiges gejammere über väter, die um ihr kind "geprellt" werden, sonst nichts

Das ist eine glatte Lüge, Xenia, um mich in ein ungünstiges Licht zu rücken. Ich habe auch Argumente gebracht, die damit nichts zu tun haben.

Allerdings: So, wie es Frauen gibt, die sich eigene Kinder wünschen, gibt es auch solche Männer. Und solche Menschen empfinden Abtreibung ohne Notwendigkeit als Mord. Sind sie deshalb als wehleidig zu bezeichnen?

PS: Der Erwiderung Jasomirgotts an Fenstergucker nach deinem obigen Eintrag stimme ich zu.
Zuletzt geändert von Querulator am Donnerstag 7. Dezember 2006, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Fenstergucker am Donnerstag 7. Dezember 2006, 18:48

Querulator hat geschrieben:Dazu hätte es genügt, das Verbot wilder Abtreibungen durch "EngelmacherInnen" zu überwachen und die Abtreibung unter medizinisch einwandfreien Bedingungen unter gewissen Bedingungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt zuzulassen.


Genau das haben wir ja jetzt. Und das ganze von gewissen Bedingungen abhängig zu machen, öffnet wieder genau jenen, die da nicht profitieren sollten, Tür und Tor. Wer genug Geld hat, also die Karrierefrau, wird kein Problem haben, da sei der Starchirurg vor. Treffen wird' s dann nur wieder die Armen, die sich den teuren Arzt oder Gutachter nicht leisten können.

Ich habe schon mehrmals angedeutet, dass es auf die Frage "Was wäre, wenn...?" keine sichere Antwort gibt.

"Illegale Engelmacher" sind, auch nach der Fristenlösung, illegal, sogar Verbrecher. Illegales Abtreiben ist ein Offizialdelikt, also ist es Aufgabe der Exekutive, die Schuldigen der Justiz zu überantworten. Stattdessen machte es sich der Gesetzgeber leicht und grub ihnen das Wasser ab, auf Kosten der ungeborenen Kinder und zugunsten gewissenloser Ärzte, wodurch der Verantwortungslosigkeit ein roter Teppich aufgelegt wurde. Das Verantwortungsbewusstsein war nämlich gerade in jener Zeit wieder einmal im Nachlassen, als Antithese auf schwierige Zeiten, die endlich einigermaßen überwunden waren.


Das heißt also im Klartext, daß die Frauen seit es die Fristenlösung gibt, nach dem Motto "Hurra, jetzt geht's endlich leicht" bedenkenlos und massenweise abtreiben? Na, bumm!

Wie sich der einsetzende Abtreibungsboom auf die Jugendarbeitslosigkeit ausgewirkt hätte, ist nicht zu sagen. Damals gab es sie nicht im heutigen Ausmaß sondern nur in dem durch mangelnde Qualifikation bzw. Arbeitsscheue bedingten Ausmaß, wie sie immer existiert. Stattdessen wurden Gastarbeiter geködert, um die für die Wirtschaft zwar förderliche aber profitdämpfende Hochkonjunktur auszugleichen. Und heute vesucht die Regierung die Zuwanderung damit zu rechtfertigen, dass die Östereicher zu wenige Kinder bekämen.


Naja, das dürfte wohl nicht schwer sein, sich das vorzustellen. Immer vorausgesetzt, daß Jaso's Zahlen stimmen, wären in den vergangenen 20 Jahren hundertausende Kinder mehr zur Welt gekommen.

"Gutmenschen" im negativen Sinn – ich pflege diese zwischen Gänsefüßchen zu setzen – gibt es auf verschiedenen Seiten, vorwiegend aber auf der des propagandageförderten "Zeitgeistes". Man stellt gewisse Prioritäten in den Vordergrund, und schon findet man Trittbrettfahrer. Aktuelles Beispiel: Man spielt die Terrorgefahr hoch, erweckt den Eindruck der Einzelne sei sehr gefährdet, und schon lässt sich der Abbau demokratischer Errungenschaften und ein Überwachungsstaat "rechtfertigen".


Unter "Gutmenschen" und zwar wieder im negativen Sinn, verstehe ich etwas ganz anderes. Nämlich Leute, die zwar verbal vehement für eine "gute Sache" eintreten, sich aber niemals aktiv dafür engagieren würden, geschweige denn bereit wären, die Folgen ihrer Forderungen zu bedenken oder in Kauf zu nehmen. Richtige Pharisäer also!
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Jasomirgott am Donnerstag 7. Dezember 2006, 18:53

Fenstergucker hat geschrieben:Unter "Gutmenschen" und zwar wieder im negativen Sinn, verstehe ich etwas ganz anderes. Nämlich Leute, die zwar verbal vehement für eine "gute Sache" eintreten, sich aber niemals aktiv dafür engagieren würden, geschweige denn bereit wären, die Folgen ihrer Forderungen zu bedenken oder in Kauf zu nehmen. Richtige Pharisäer also!


Sehe ich anders! Gutmenschen sind Personen, die bereit sind für eine Sache sich zu engagieren, z.B. Kerzerlmarsch, Demonstrationen, usw. wobei es ihnen weniger um die Sache, als viel mehr darum geht, politisch Andersdenkenden zu schaden.

Da werden dann Ausländer, oder Abtreibungsopfer für politische Zwecke missbraucht.
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Fenstergucker am Donnerstag 7. Dezember 2006, 19:05

Jasomirgott hat geschrieben:Sehe ich anders! Gutmenschen sind Personen, die bereit sind für eine Sache sich zu engagieren, z.B. Kerzerlmarsch, Demonstrationen, usw. wobei es ihnen weniger um die Sache, als viel mehr darum geht, politisch Andersdenkenden zu schaden.

Da werden dann Ausländer, oder Abtreibungsopfer für politische Zwecke missbraucht.


Jaja, das ganze für die linke Seite zurechtgerückt! Aber vielleicht glauben auch die Demanstranten und die Kerzerlmarschierer genauso wie die militanten Abtreibungsgegner vor den Kliniken an "ihre Sache".

Aber genauso, wie der Kerzerlmarschierer in der Regel keinen Asylanten aufnehmen würde, würde der Abtreibungsgegner auch kein wegen ihm nicht abgetriebenes Kind aufnehmen.

Wo liegt also der Unterschied, du Gutmensch?

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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Querulator am Donnerstag 7. Dezember 2006, 19:08

Fenstergucker hat geschrieben:
Querulator hat geschrieben:Dazu hätte es genügt, das Verbot wilder Abtreibungen durch "EngelmacherInnen" zu überwachen und die Abtreibung unter medizinisch einwandfreien Bedingungen unter gewissen Bedingungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt zuzulassen.


Genau das haben wir ja jetzt. Und das ganze von gewissen Bedingungen abhängig zu machen, öffnet wieder genau jenen, die da nicht profitieren sollten, Tür und Tor. Wer genug Geld hat, also die Karrierefrau, wird kein Problem haben, da sei der Starchirurg vor. Treffen wird' s dann nur wieder die Armen, die sich den teuren Arzt oder Gutachter nicht leisten können.

Das stimmt so nicht, denn...

Fenstergucker hat geschrieben:Das heißt also im Klartext, daß die Frauen seit es die Fristenlösung gibt, nach dem Motto "Hurra, jetzt geht's endlich leicht" bedenkenlos und massenweise abtreiben? Na, bumm!

... solche Frauen und Männer gibt es, und egal, wie groß ihr Anteil ist, denen soll es nicht leichtgemacht werden. Frauen, die sich ihr Kind eigentlich wünschen, soll geholfen werden. Es geht um heranwachsende Menschenkinder, nicht um Sachen, bei denen man entscheiden kann: "Na ja, eigentlich möchte ich erst in ein paar Jahren, also machen wir es jetzt mal weg!"

Fenstergucker hat geschrieben:
Querulator hat geschrieben:Wie sich der einsetzende Abtreibungsboom auf die Jugendarbeitslosigkeit ausgewirkt hätte, ist nicht zu sagen. Damals gab es sie nicht im heutigen Ausmaß sondern nur in dem durch mangelnde Qualifikation bzw. Arbeitsscheue bedingten Ausmaß, wie sie immer existiert. Stattdessen wurden Gastarbeiter geködert, um die für die Wirtschaft zwar förderliche aber profitdämpfende Hochkonjunktur auszugleichen. Und heute vesucht die Regierung die Zuwanderung damit zu rechtfertigen, dass die Östereicher zu wenige Kinder bekämen.

Naja, das dürfte wohl nicht schwer sein, sich das vorzustellen. Immer vorausgesetzt, daß Jaso's Zahlen stimmen, wären in den vergangenen 20 Jahren hundertausende Kinder mehr zur Welt gekommen.

Nein, diese Arithmetik geht nicht auf, denn es kam durch die Liberalisierung der Abtreibung bestimmt zu mehr unerwünschten Schwangerschaften, als sonst angefallen wären. Nachrechnen lässt sich das allerdings nicht.

Wenn du meinst, es wären "hunderttausende", dann kommen wir etwa auf die Größenordnung, die gewisse Politiker glauben, durch Zuwanderung wettmachen zu müssen. Also...

Fenstergucker hat geschrieben:
Querulator hat geschrieben:"Gutmenschen" im negativen Sinn – ich pflege diese zwischen Gänsefüßchen zu setzen – gibt es auf verschiedenen Seiten, vorwiegend aber auf der des propagandageförderten "Zeitgeistes". Man stellt gewisse Prioritäten in den Vordergrund, und schon findet man Trittbrettfahrer. Aktuelles Beispiel: Man spielt die Terrorgefahr hoch, erweckt den Eindruck der Einzelne sei sehr gefährdet, und schon lässt sich der Abbau demokratischer Errungenschaften und ein Überwachungsstaat "rechtfertigen".

Unter "Gutmenschen" und zwar wieder im negativen Sinn, verstehe ich etwas ganz anderes. Nämlich Leute, die zwar verbal vehement für eine "gute Sache" eintreten, sich aber niemals aktiv dafür engagieren würden, geschweige denn bereit wären, die Folgen ihrer Forderungen zu bedenken oder in Kauf zu nehmen. Richtige Pharisäer also!

Das gilt nur dann, wenn man tatsächlich etwas unternehmen kann. Gegen die US-Kriegspolitik etwa kann der Normalverbraucher praktisch nur verbal protestieren. Wettert allerdings jemand gegen die liberalisierte Abtreibung und lässt selbst bedenkenlos abtreiben, kommt er in die Verlegenheit, dann hast du recht.
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Querulator am Donnerstag 7. Dezember 2006, 19:09

Jasomirgott hat geschrieben:
Fenstergucker hat geschrieben:Unter "Gutmenschen" und zwar wieder im negativen Sinn, verstehe ich etwas ganz anderes. Nämlich Leute, die zwar verbal vehement für eine "gute Sache" eintreten, sich aber niemals aktiv dafür engagieren würden, geschweige denn bereit wären, die Folgen ihrer Forderungen zu bedenken oder in Kauf zu nehmen. Richtige Pharisäer also!


Sehe ich anders! Gutmenschen sind Personen, die bereit sind für eine Sache sich zu engagieren, z.B. Kerzerlmarsch, Demonstrationen, usw. wobei es ihnen weniger um die Sache, als viel mehr darum geht, politisch Andersdenkenden zu schaden.

Da werden dann Ausländer, oder Abtreibungsopfer für politische Zwecke missbraucht.

Darin besteht die Mehrzahl der "Gutmenschen".
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Jasomirgott am Donnerstag 7. Dezember 2006, 19:11

Fenstergucker hat geschrieben:Jaja, das ganze für die linke Seite zurechtgerückt! Aber vielleicht glauben auch die Demanstranten und die Kerzerlmarschierer genauso wie die militanten Abtreibungsgegner vor den Kliniken an "ihre Sache".

Aber genauso, wie der Kerzerlmarschierer in der Regel keinen Asylanten aufnehmen würde, würde der Abtreibungsgegner auch kein wegen ihm nicht abgetriebenes Kind aufnehmen.

Wo liegt also der Unterschied, du Gutmensch?

:twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:


Der Unterschied liegt schon einmal darinn, dass demonstrieren gegen Fremdenhass, in einem Land wo es das ohnehin nicht giebt, erlaubt ist, hingegen das Demonstrieren vor Kliniken in denen abgetrieben wird, verboten ist. Das nennt sich dann Gleichheit vor dem Gesetz!

Mir brauchst Du keinen Gutmenschen unterjubeln, denn wie Du weißt trifft Dein letzter Satz auf mich nicht zu. Nur 30.000 sind mir doch zu viel;>))
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Fenstergucker am Donnerstag 7. Dezember 2006, 19:14

Querulator hat geschrieben:
Jasomirgott hat geschrieben:
Fenstergucker hat geschrieben:Unter "Gutmenschen" und zwar wieder im negativen Sinn, verstehe ich etwas ganz anderes. Nämlich Leute, die zwar verbal vehement für eine "gute Sache" eintreten, sich aber niemals aktiv dafür engagieren würden, geschweige denn bereit wären, die Folgen ihrer Forderungen zu bedenken oder in Kauf zu nehmen. Richtige Pharisäer also!


Sehe ich anders! Gutmenschen sind Personen, die bereit sind für eine Sache sich zu engagieren, z.B. Kerzerlmarsch, Demonstrationen, usw. wobei es ihnen weniger um die Sache, als viel mehr darum geht, politisch Andersdenkenden zu schaden.

Da werden dann Ausländer, oder Abtreibungsopfer für politische Zwecke missbraucht.

Darin besteht die Mehrzahl der "Gutmenschen".


Und genau das glaube ich nicht! (siehe mein letztes Posting)
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Jasomirgott am Donnerstag 7. Dezember 2006, 19:19

Fenstergucker hat geschrieben:Und genau das glaube ich nicht! (siehe mein letztes Posting)


Glaube hilft in solchen Sachen wenig, man sollte viel mehr wissen. Da ich mit solchen Berufsdemonstranten schon mehrere Diskussionen hatte, weiß ich um Ihre Beweggründe.
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Fenstergucker am Donnerstag 7. Dezember 2006, 21:06

Jasomirgott hat geschrieben:
Fenstergucker hat geschrieben:
Und genau das glaube ich nicht! (siehe mein letztes Posting)


Glaube hilft in solchen Sachen wenig, man sollte viel mehr wissen. Da ich mit solchen Berufsdemonstranten schon mehrere Diskussionen hatte, weiß ich um Ihre Beweggründe.


Sicher gibt's (und nicht giebt's) auch "Berufsdemonstranten" und Chaoten, die jede Demo für Randale nutzen. Aber der weitaus größte Teil macht es, weil es seine Meinung ist. Ob die allerdings richtig bzw. nicht eingetrichtert ist, sei dahingestellt.

Was die Abtreibungsgegner anlangt, so ist es schon ein wenig anders: Da wird unangemeldet vor einer Klinik demonstriert, oft tagelang und alles, was da ein- und ausgeht, belästigt. Die können ja durchaus einen ANGEMELDETEN Demonstrationszug z.B. vom Westbahnhof über den Ring zur Hofburg machen, wie andere auch. Tun sie aber nicht, weil sie wissen, daß sie da nur ausgelacht werden.
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Re: Ichnehme an, dass Du ein Mann bist:

Neuer Beitragvon Jasomirgott am Freitag 8. Dezember 2006, 14:56

Fenstergucker hat geschrieben:Sicher gibt's (und nicht giebt's) auch "Berufsdemonstranten" und Chaoten, die jede Demo für Randale nutzen. Aber der weitaus größte Teil macht es, weil es seine Meinung ist. Ob die allerdings richtig bzw. nicht eingetrichtert ist, sei dahingestellt.

Was die Abtreibungsgegner anlangt, so ist es schon ein wenig anders: Da wird unangemeldet vor einer Klinik demonstriert, oft tagelang und alles, was da ein- und ausgeht, belästigt. Die können ja durchaus einen ANGEMELDETEN Demonstrationszug z.B. vom Westbahnhof über den Ring zur Hofburg machen, wie andere auch. Tun sie aber nicht, weil sie wissen, daß sie da nur ausgelacht werden.


Ich habe Dich heimlich bewundert, wie Du über mein giebst drüber gelesen hast und Dir jede Reaktion verkniffen hast, jetzt konntest Du die Fingerlein doch nicht mehr in Zaum halten;>))

Ja, ja!Das mit den Demonstrationen stinkt mir auch, auf allen Seiten. Ich habe etwas gegen diese einfältigen Märsche, egal von wem. Ich habe nur erwähnt, dass das Eine (unangemeldete Demos von Linken) geduldet, ja sogar Polizeilich begleitet wird, das Andere eben verboten ist.

Aber noch einmal, ich halte wenig von militantem Auftreten, außer es tritt wirklich das Militär auf.
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Re: Millionen Babys werden jährlich getötet

Neuer Beitragvon xenia am Freitag 25. Juni 2010, 14:59

keine demo, aber :

Föten: "Kein Schmerz bis zur 24. Woche"

Neues Kapitel für die Abtreibungsdebatte: Laut britischen Wissenschaftern befinden sich Föten in einem betäubungsähnlichen Zustand.

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/2011848.php


daraus :

...

Nun sagen britische Wissenschafter, dass Föten bis zur 24. Schwangerschaftswoche oder länger keinen Schmerz spüren können.

...

Darin erklären die Geburtshelfer und Gynäkologen, dass Föten "unentwickelt und betäubt" seien. Die Gehirnverbindungen seien noch nicht ausgeformt, das Umfeld im Mutterleib kreiere einen Zustand von herbeigeführtem Schlaf. Man müsse sich diese Situation wie Bewusstlosigkeit vorstellen.

Die Nervenverbindungen in der Hirnrinde, die das Gehirn auf Schmerzimpulse antworten lässt, seien zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig, so der Report. "Es kann daraus geschlossen werden, dass der Fötus keinen Schmerz empfinden kann, solange dieser Reifungsprozess nicht abgeschlossen ist", heißt es.

...
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