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von Querulator am Freitag 5. Oktober 2007, 06:16
trab hat geschrieben:Da ich keine Fernwärme habe, gehe ich jetzt zu Bett. Gute Nacht. Ich gratuliere Querulator zu seinen herrlichen, sicher hoch aromatischen, hoffentlich Gentechnik freien, laut Maria durch die Müllverbrennung nicht beeinträchtigten Paprikas (Pfefferonis) von der Fensterbank.
Dieser Streit wäre wirklich nicht nötig. Aus der Bredouille, derer sich viele Menschen noch gar nicht bewusst sind, kommen wir nur durch Sparen, aber weltweit, denn so, wie es jetzt läuft, werden nicht nur Ressourcen verschwendet sondern diese zu einem großen Teil in Schadstoffe umgewandelt. Unter den gegebenen Umständen sind müllverbrennende Fernheizwerke wirklich etwas Diskutables, wenn man damit auf Umweltschutz abzielt und nicht auf zusätzlichen Profit. Wenn man dann noch, wo es möglich ist, die Abwärme kalorischer Kraftwerke in das Fernwärmenetz einbezieht, wird es noch besser. Aber nicht alles läuft optimal. Als nämlich die Mülltrennung eingeführt wurde, klagten die Müllverbrenner, sie müssten nun mehr Öl zuschießen, weil sich weniger Papier und Kunststoff im Müll befände. Über das Altpapier lässt sich diskutieren, denn das ist wirklich ein wertvoller Rohstoff, dessen Verwendung die Holzbestände schont. Aus gebrauchtem Kunststoff, wie er früher gesammelt wird, lässt sich kaum etwas wirklich Gutes machen. Es ist nämlich besser, wertvolles Erdöl zur Erzeugung neuwertigen Kunststoffs zu verwenden, als es zu verbrennen, und aus Kunststoffresten, die man erst reinigen muss, im günstigsten Fall minderwertigen Kunststoff zu erzeugen. Und Verbundmaterialien wie Milchpakete für neues verwerten zu wollen, wenn es Fernheizwerke gibt, ist grober Unfug. Während die Fernheizwerke jammerten, weil der Müll immer weniger Brennbares enthielt, sammelte eine Institution Milchpakete - gereinigte, bitte - in Schachteln aus wertvollem, bedrucktem Karton aus Altpapier zwecks Recycling und... - blieb darauf sitzen. Man bot es den Fernheizwerken um Geld an, die aber ob dieses Widersinns ablehnten. Wären das Zeug im Müll gelandet, hätten sie es kostenlos bekommen, so aber mussten sie stattdessen Öl zusetzen. Die Politiker klopften sich sichtbar auf die Schulter ob ihrer grandiosen Idee der Mülltrennung, aber von "grandios" war ihr Konzept, das auch Strafandrohung enthielt, ein gutes Stück entfernt. Und, von den eifrigen Mülltrennern unbemerkt, wurden die Kunststoffcontainer auch den Müllverbrennungsbetrieben zugeführt, weil die Kunstoffindustrie nicht neugierig darauf war - bis auf die PET-Flaschen, wenn die getrennt kommen. Verbundmaterial aus Papier und Kunstoff, womöglich noch mit Aluminiumfolie dazwischen, ist ein gutes Heizmaterial, das Öl spart. Wie gesagt, Müllverbrennung zur Volumensminderung und für Heizzwecke kann segensreich sein. Dabei kann man die nötige Temperatur von 1200 °C aufrechterhalten, die zur vollständigen Verbrennung führt und organische Abfällen hauptsächlich in CO₂ und H₂O überführt. Das entsteht auch, wenn die Abfälle irgendwo verrotten, und diese Stoffe gehen in den natürlichen Kreislauf ein. Es entstehen aber durch Verbrennung bei hoher Temperatur weder CO noch Restkohlenwasserstoffe. Säurebildende Gase wie Schwefel-, Stickstoff- und Phosphoroxide lassen sich mit Wasser bzw. Alkalien auswaschen - wie gut das getan wird, weiß ich nicht, dazu müsste ich recherchieren - und wären dann wieder verwertbar. Metalloxide, die zum Teil giftig sind, treten in fester Form als Staubteilchen auf, und davon kann ein elektrischer Filter bis zu 98 % abscheiden. Dabei rieselt der Staub direkt aus dem Filter in Transportfahrzeuge. Als ich mir das wegen dieses Themenwechsels (eigentlich sollte es um "Red Hot Chili" gehen) durch den Kopf gehen ließ, fiel mir endlich die Antwort auf eine Frage ein, die ich mir schon seit Jahren stelle: "Warum riecht es hier, wenn ich nachts das Fenster öffne - besonders in der kalten Jahreszeit - oft intensiv nach Ozon?" Präsumptive Antwort: Weil in so einem Elektrofilter zwangsläufig Ozon entsteht! Den sichtbaren Rauch zieht es also nicht hierher, unsichtbare Abgase aber offenbar schon. CO₂ und H₂O sind geruchlos, O₃ nicht. Woher stammt also ein großer Teil des Ozons in der Wiener Luft?
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von xenia am Freitag 5. Oktober 2007, 13:32
natürlich NICHT aus der Spittelau ! in der offiziellen emissionstabelle scheint "ozon" gar nicht auf. http://www.fernwaermewien.at/umweltwert ... ttelau.htmalso kann auch üüüüüüüüüüüüüüüüüberhaupt kein ozon von dort kommen... ; - )))
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von OHB am Freitag 5. Oktober 2007, 13:48
"Warum riecht es hier, wenn ich nachts das Fenster öffne - besonders in der kalten Jahreszeit - oft intensiv nach Ozon?"
Das gelingt einem aber nur in ausgesprochenen Reinluftgebieten, denn mit Luftschadstoffen reagiert Ozon sehr rasch und beseitigt sie wirksam. Dabei wird es selbst verbraucht. Natürlicher Ozongehalt in der Luft ist also tatsächlich – wie von Kurorten gerne beworben wurde – Anzeiger geringer Luftverschmutzung. nachlesbar unter http://www.wirtschaftundumwelt.at/699/700/705/747/ 
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von Querulator am Freitag 5. Oktober 2007, 18:23
Eh klar! Es entsteht ja nicht durch die Müllverbrennung sondern durch die Reinigung der Abgase derselben. ; - )))
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von Querulator am Freitag 5. Oktober 2007, 18:52
OHB hat geschrieben:"Warum riecht es hier, wenn ich nachts das Fenster öffne - besonders in der kalten Jahreszeit - oft intensiv nach Ozon?"
Das gelingt einem aber nur in ausgesprochenen Reinluftgebieten, denn mit Luftschadstoffen reagiert Ozon sehr rasch und beseitigt sie wirksam. Dabei wird es selbst verbraucht. Natürlicher Ozongehalt in der Luft ist also tatsächlich – wie von Kurorten gerne beworben wurde – Anzeiger geringer Luftverschmutzung. nachlesbar unter http://www.wirtschaftundumwelt.at/699/700/705/747/ 
Das ist im Grunde alles richtig, aber wenn man das obige Zitat nicht beschneidet, sieht es so aus: Aber zurück zu den Bildungsmechanismen des Ozons. Auch in bodennahen Luftschichten, der Troposphäre, entsteht Ozon auf natürliche Weise – in Spuren zum Beispiel durch Blitzentladungen. Mitunter kann man nach Gewittern Ozongeruch in der Luft bemerken. Das gelingt einem aber nur in ausgesprochenen Reinluftgebieten, denn mit Luftschadstoffen reagiert Ozon sehr rasch und beseitigt sie wirksam. Dabei wird es selbst verbraucht. Natürlicher Ozongehalt in der Luft ist also tatsächlich – wie von Kurorten gerne beworben wurde – Anzeiger geringer Luftverschmutzung.
Was nur in Reinluftgebieten gelingt, ist die Wahrnehmung natürlich entstandenen Ozons. Wenn es einmal in einem Stadtgebiet einige Kilometer von der künstlichen Quelle deutlich wahrnehmbar ist, braucht die Luft nicht mehr so rein zu sein. Das erklärt aber auch, warum es hauptsächlich nachts wahrnehmbar ist, weil da der Straßenverkehr stark reduziert ist. Der alte Spruch von der "ozonreichen Waldluft" ist allerdings zu revidieren, denn der dürfte, als er entstand, auf einer Verwechslung mit Sauerstoff entstanden sein (meinte zumindest mein Naturgeschichtsprofessor). Im Wald selbst entsteht kaum Ozon, weil das Sonnenlicht nicht sehr eindringt; es entsteht eher im Gebirge, wo der UV-Anteil des Sonnenlichts höher ist. Für die Atmung hat Ozon den Nachteil, dass es bereits an den Schleimhäuten wirksam wird, nicht erst im Blut wie normaler Sauerstoff. Ich habe weiter oben nur fest gestellt, dass aus den elektrischen Staubfiltern beträchtliche Mengen von Ozon kommen, weil ich mich schon lange frage, woher der Geruch hier stammt. Bewertet habe ich das nicht. Ja, das Ozon baut giftige Verkehrsabgase (Kohlenmonoxid und Restkohlenwasserstoffe) auf unschädliche Weise ab (im Gegensatz zu Chlor, das ähnlich wirkt). Deshalb sollte endlich bessere Aufklärung betrieben werden, um die Ozon-Hysterie abzubauen. Auch, dass das vergleichsweise harmlose CO₂ nur durch konsequentes Einsparen von Energie und unnötiger Verpackung relevant reduziert werden kann, sollte bekanntgemacht werden. Und noch etwas: Dass Ozon Verbrenungsabgase entgiftet (und dabei aufgebraucht wird) zeigt wieder einmal, worauf ich schon lange hinweise: Nicht durch FCKW, die wegen ihres vergleichsweise geringfügigen Auftretens und ihres hohen Gewichtes nur in geringfügigen Mengen bis in die Ozonschicht vordringen und dort erst durch UV-Strahlen zerlegt werden müssen, wird diese in erster Linie geschädigt, sondern durch Flugzeugabgase, die nur ein Stück unterhalb der Ozonschicht in großer Menge freigesetzt werden, zum Teil leichter als Luft sind und nicht zerlegt zu werden brauchen, wird das Ozon hauptsächlich abgebaut.
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von OHB am Freitag 5. Oktober 2007, 21:13
trab hat geschrieben:http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,509461,00.html
ob wir auf UV strahlung eingehen oder durch a klimakatastrophe eventuell atomverseuchung dürfte wenn es so weit ist niemanden mehr aus die socken hauen 
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von Querulator am Freitag 5. Oktober 2007, 22:46
trab hat geschrieben:http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,509461,00.html
Das ist der nächste Punkt. Dass es eine Ozonschicht gibt, weiß man schon eine ganze Weile, das Ozonloch wurde aber erst 1985 entdeckt. Wie lange es da schon existierte, weiß man nicht. Aber man hat eine Erklärung, warum es sich ausgerechnet über der kältesten Region des Globus gebildet hat - ausgerechnet dort, wo die Menschen am wenigsten Mist machen. Es zersetzt sich nämlich unterhalb von -78 °C und wird jedes Jahr mit Ozon nachgefüllt, wenn Luft aus wärmeren Regionen zuströmt. Jetzt stellt man ein Schrumpfen dieses Phänomens statt, ausgerechnet, wo sich globale Erwärmung abzeichnet. Ob es wohl mit dieser zu tun hat? Dann war das Ozonloch vielleicht größer, bevor diese anhob, also bevor man es entdeckte, bevor der Mensch die Luft so stark verschmutzte. Wer weiß? Sind die Indizien dafür, der Mensch hätte mit seinem Wirken dieses Ozonloch verursacht, nicht etwas schwach? Aber etwas Gutes hat die Verdammung der FCKW schon, wenn die auch am wenigsten am Entstehen des Ozonlochs beteiligt sein dürften: Den Flugverkehr wollte man nicht einstellen, der große Mengen ozonzerstörender Stoffe in die Nähe der Ozonschicht bringt. Das teure Fluor brauchte man immer mehr zur Herstellung von Halbleiterelementen und von Silikon-Kunststoffen, und die feuergefährlichen Ersatz-Kältemittel, die nicht einmal Tiefkühlfächer ermöglichen, wurden immer weniger benötigt, weil die Autos immer mehr klopffestes Benzin brauchten, weil es kaum mehr Benzinfeuerzeuge gab und weil man kein Wundbenzin mehr verwendete. Wenn ich über all das so nachdenke...
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von OHB am Dienstag 5. April 2011, 21:52
Sonnenbrandgefahr im AprilBeispielloses Ozonloch könnte bis zum Mittelmeerraum vorstoßen Ozonabbau über der Arktis erreicht Rekordwerte - Experten sehen langen Winter als Hauptursache Wien - In den 1980er Jahren war es hauptsächlich ein ................................. http://derstandard.at/1301873911869/Son ... vorstossen
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von Gast am Dienstag 5. April 2011, 22:54
Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird. Dann ist es Sport.
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