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Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon xenia am Samstag 20. Februar 2010, 15:09

Johanna Dohnal ist tot

Die erste Frauenministerin Österreichs ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Zeitlebens kämpfte sie für Emanzipation und Gleichstellung.

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Bild : Kurier/Martin Gnedt

http://kurier.at/nachrichten/1979649.php

eine von ihr publizierte broschüre (Was tun, wenn es zur Scheidung kommt) hat nicht nur mir, sondern sehr vielen frauen in dieser situation geholfen, die damals neuen ehe- und scheidungsgesetze zu verstehen und anzuwenden. ein anruf im büro Dohnal genügte, postwendend bekam man als frau das büchlein kostenlos in einem neutralen kuvert zugeschickt.

eine anekdote, erzählt von einem "ministerfahrer" : es gab in der ganzen wagenflotte nur ein einziges nichtraucher-auto. alle anderen waren bereits unterwegs, als die ministerin einen wagen anforderte. sie stieg ein und zündete sich - wie immer - sofort eine zigarette an. der fahrer erklärte ihr, dass das das nichtraucher-auto ist. ihre trockene antwort : da WAR das nichtraucher-auto.

ein großes DANKESCHÖN für alles, was sie für frauen bewirkt und erreicht hat...
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xenia
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon contraindicatio am Samstag 20. Februar 2010, 16:40

Ja, eine große Frau.

:(
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon xenia am Samstag 20. Februar 2010, 16:41

2 kommentare : --> Kurier

Ein streitbares Herz schlägt nicht mehr

KURIER-Redakteurin Daniela Kittner über das Ableben von Johanna Dohnal, der Ikone der österreichischen Frauenbewegung.

Dankbarkeit ist in der Politik keine Kategorie, heißt es. Dann ist eben jetzt eine Ausnahme angebracht: Die langjährige Frauenministerin hat sich Dankbarkeit verdient.

Johanna Dohnal hatte es vor ihrem Aufstieg in der Politik nicht einfach - sie wuchs in wirtschaftlich sehr beengten Verhältnissen auf. Später, als sie "ganz oben" in der Bundesregierung angelangt war, hätte sie, wie manch anderer Aufsteiger, die Freuden eines hohen Gehalts und eines Dienstwagens genießen können. Aber das war nicht Dohnal. Sie hat es sich nie einfach gemacht. Sie sah sich stets im Dienste für einen höheren Zweck, als Kämpferin für Frauen-Emanzipation und ihre SPÖ.

Ihr Credo in der Frauenpolitik lautete, dass Frauen eine eigenständige wirtschaftliche Basis haben müssen, dass sie Anspruch auf ein von Männern unabhängiges und selbstbestimmtes Leben haben. Heute mag dies als ideelles Ziel weitgehend akzeptiert sein - die Praxis hinkt immer noch hinterher - aber zu Dohnals Anfängen in der Politik war die Frauen-Emanzipation ein politisches Kampfgebiet. Dohnal stellte sich als Symbolfigur für die Frauenbewegung zur Verfügung und ließ sich auch durch damals teilweise hasserfüllte Kritik nicht beirren. Ihr politisches Dasein hatte etwas Märtyrerinnenhaftes, was ihr den Beinamen Jeanne d'Arc der österreichischen Frauenbewegung einbrachte.

Dohnals bleibendes Verdienst ist, dass sie der Frauenbewegung in Österreich von Beginn an eine Richtung gab, dass sie Tabu-Zonen wie Vergewaltigung in der Ehe, Gewalt gegen Frauen und sexuelle Belästigung brach, und dass viel für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen erreichte.

Dank, Johanna Dohnal.

Artikel vom 20.02.2010 13:35 | KURIER | Daniela Kittner


und

Tod einer Legende

KURIER-Kolumnistin Doris Knecht zollt Österreichs erster Frauenministerin Johanna Dohnal für ihre Verdienste Respekt.

Die Dohnal! Die Dohnal ist nicht mehr. Und wenn man zu den Generation von Frauen gehört, die mit Johanna Dohnal erwachsen waren oder gerade wurden, ist das, auch wenn man zur Dohnal durchaus auch einmal kontroversielle Haltung haben mochte, eine sehr traurige Nachricht.

Was sie war, ist Legende: Österreichs erste Frauenministerin, die Ministerin, die Ungleichbehandlung von Frauen erstmals von einer geduldeten Alltäglichkeit zum inakzeptablen Politikum erhob: Und damit, auch wenn viele Männer das bis heute nicht so sehen wollen, zur Sache aller. Zur Sachen der Frauen, denen sie den Mut einimpfte, für ihre Rechte aufzustehen. Und zur Sache der Männer, die lernen mussten, dass es nicht ein besseres und ein schlechteres, ein bestimmendes und ein dienendes Geschlecht gibt.

Die Veränderungen und Verbesserungen, die sie für die Frauen in Österreich erhofft und vorbereitet hat, sind sehr viel weniger schnell in der Realität angekommen, als sie es sich wohl gewünscht hat. Viele sind es bis heute nicht: Dass Österreich in den meisten Frauenbelangen noch immer trauriges internationales Schlusslicht ist, muss sie geschmerzt haben. Aber der Dohnal ist zu verdanken, dass ein unpolitisches Frausein in Österreich nicht mehr notwendig ist.

Und, jedenfalls wenn man ein Hirn hat, nicht mehr möglich.

Artikel vom 20.02.2010 13:35 | KURIER | Doris Knecht



dazu : reaktionen und

Johanna Dohnal: Ihre besten Zitate


Dohnal war Frauenpolitikerin mit Leib und Seele.

17 bilder

daraus :

Was die Durchsetzung der Forderung "Gleich viel Arbeit und gleicher Lohn" für Männer und Frauen bedeuten würde: Männer müssten dann durchschnittlich um 10 Prozent mehr arbeiten, würden aber ein Drittel weniger verdienen. Frauen würden rund 10 Prozent weniger arbeiten, dafür aber fast das Doppelte verdienen."

(Johanna Dohnal, Dreiländer-Konferenz der Frauenbeauftragten in Konstanz, 19. April 1997)


und

"Solange mehrheitlich Männer darüber entscheiden können, was für Frauen, Kinder und sie selbst gut ist, wird es die erforderlichen substanziellen Quantensprünge nicht geben."

(Johanna Dohnal, Bundesfrauenkonferenz der SPÖ 1995)



und

"Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine "weibliche Zukunft". Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn."

(Johanna Dohnal, Gastvortrag an der Technischen Universität Wien, WIT-Kolloquium 22. März 2004)



und

"Die Männerquote bei den Parteivorsitzenden in Bund und Ländern beträgt satte 100 Prozent. Die Männerquote bei den 572 sozialdemokratischen BürgermeisterInnen beträgt 98,8 Prozent."

(Johanna Dohnal, Bundesfrauenkonferenz der SPÖ 1995)
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon majestix am Samstag 20. Februar 2010, 17:24

Ihr Zitat:

"Was soll denn das heißen, eine Frau hat Mann und Kinder zu versorgen? Sind Männer denn hilflos und unmündig?

ist zum Großteil leider immer noch mit JA zu beantworten. Ich kenne nicht wenige Männer, die sich kein Butterbrot selbst schmieren können, und denen das Wasser auf dem Herd anbrennt.

Das zu ändern, reicht ein Leben nicht aus.

Frau Dohnal ist oft auf Unverständnis gestoßen - auch bei Frauen.
Nur nicht bei Bruno Kreisky, der in Johanna Dohnal die ideale Verfechterin seines gesellschaftlichen Modernisierungsbestrebens gefunden hat.

Frau Dohnal hat polarisiert, und das war gut so.
"Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen."
(Johanna Dohnal)
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon virginia am Samstag 20. Februar 2010, 19:43

Ich hab Johanna gekannt und einige Male mit ihr zu tun gehabt. Sie war eine unglaubliche Frau.

sie hat damals 1993 das Bundesgleichbehandlungsgesetz durchgesetzt - auch gegen den Willen ihrer männlichen Kollegen. Sie hat mit ihrem Veto im Ministerrat gedroht, als es um die Pensionsanpassung ging. Dennoch - oder vielleicht auch deshalb - wurde sie als Frauenministerin "ausgetauscht".

Starke Frauen hatten es und haben es nicht leicht...
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon majestix am Samstag 20. Februar 2010, 23:30

virginia hat geschrieben:Starke Frauen hatten es und haben es nicht leicht...


Starke Frauen haben es Dank Dohnal leichter als früher, schwache Frauen werden es immer schwer haben.

Von Zwangsquoten halte ich trotz Dohnals Verdienste wenig.
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon contraindicatio am Montag 22. Februar 2010, 13:32

Andreas Unterberger, seines Zeichens Humanist, Turbokapitalist und selbst am Kapitalismus Scheiternder, Schüssel-Verehrer und -Arschkriecher und Rechtsaußen mit Hang zu Holocaustleugnungssprachrohrdarbietung schreibt in diesem Zusammenhang Folgendes:

Andreas Unterberger hat geschrieben:Sie war auch nach allem, was man weiß, persönlich integer.



Andreas Unterberger hat geschrieben:Dennoch darf man auch nicht verschweigen, dass ihr Beitrag zur Verschlechterung der Sprache ebenfalls einen schweren – in diesem Fall “nur” kulturellen – Schaden angerichtet hat. Die heute geltende Pflicht, Gesetze oder Stellenausschreibungen doppelgeschlechtlich zu formulieren, macht ohnedies schwer verständliche Texte noch unverständlicher, obwohl der Staat in seiner totalitären Arroganz von den Bürgern verlangt, dass sie alle Gesetze kennen.


Andreas Unterberger hat geschrieben:Schließlich ist auch der derzeit von vielen gerühmte Kampf Dohnals für Frauenhäuser in seiner Bedeutung stark zu relativieren. Denn es gibt starke Indizien, dass etwa die Zahl der hilfesuchenden Anrufe bei Frauenhäusern stark nach oben manipuliert wird, um die Subventionen zu vermehren, und dass diese Institutionen ganz überwiegend von Migrantinnen benutzt werden, also eher einen importierten Bedarf decken. Was alles beharrlich verschwiegen wird – so widerlich auch all jene Männer sind, die körperliche Gewalt gegen Frauen oder Kinder praktizieren.



Über so große auch fachliche Inkompetenz des Andreas Unterberger kann man nur mehr milde lächeln, denn sonst bliebe nur die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehende Möglichkeit, dem ehrenwerten Herrn einen Arschtritt zu versetzen.
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon f.art reloaded am Montag 22. Februar 2010, 13:40

contraindicatio hat geschrieben:
Andreas Unterberger hat geschrieben:Schließlich ist auch der derzeit von vielen gerühmte Kampf Dohnals für Frauenhäuser in seiner Bedeutung stark zu relativieren. Denn es gibt starke Indizien, dass etwa die Zahl der hilfesuchenden Anrufe bei Frauenhäusern stark nach oben manipuliert wird, um die Subventionen zu vermehren, und dass diese Institutionen ganz überwiegend von Migrantinnen benutzt werden, also eher einen importierten Bedarf decken. Was alles beharrlich verschwiegen wird – so widerlich auch all jene Männer sind, die körperliche Gewalt gegen Frauen oder Kinder praktizieren.
Was wieder einmal bestätigt, das geistig Verwirrte in Österreich sehr wohl einen festen Platz in der Gesellschaft haben.
Der alte Indianer sitzt am Fluss und wartet, bis die Leichen seiner Feinde vorübertreiben…

General Allotment Act/Dawes Act
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon majestix am Donnerstag 25. Februar 2010, 02:37

contraindicatio hat geschrieben:Andreas Unterberger, seines Zeichens Humanist, Turbokapitalist und selbst am Kapitalismus Scheiternder, Schüssel-Verehrer und -Arschkriecher und Rechtsaußen mit Hang zu Holocaustleugnungssprachrohrdarbietung schreibt in diesem Zusammenhang Folgendes:

sonst bliebe nur die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehende Möglichkeit, dem ehrenwerten Herrn einen Arschtritt zu versetzen.

Herr Unterbergerger ist mir völlig egal.
Aber es ist gut, daß es Frauenhäuser gibt, auch wenn sie angeblich überwqiegend von Migrantinnen in Anspruch genommen werden.
Es ist ja völlig uninteressant, welche Frau von wo abstammt, wenn sie vor ihrem gewalttätigen Mann flüchten muß.

Das ist auch eine Frage des Asylrechtes - selbst für gebürtige Österreicherinnen.
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon Gernot Habertheuer am Donnerstag 25. Februar 2010, 10:20

contraindicatio hat geschrieben:
Über so große auch fachliche Inkompetenz des Andreas Unterberger kann man nur mehr milde lächeln, denn sonst bliebe nur die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehende Möglichkeit, dem ehrenwerten Herrn einen Arschtritt zu versetzen.


Dazu bin ich gerne bereit, wenn Du dazwischen stehst, meinen gewaltigen Abschlag aufnimmst und ihn so DECKST! :lol:
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon UnART am Donnerstag 25. Februar 2010, 12:27

majestix hat geschrieben:...Frage des Asylrechtes - selbst für gebürtige Österreicherinnen.
OT:
Gebürtige Österreicherinnen benötigen kein Asyl - in Österreich geborene Migrantenkinder unter Umständen sehr wohl.
So können nach dem neuen Fremdengesetz wieder Menschen abgeschoben werden, die als Kinder von Migranten in Österreich geboren und zu einer mindestens zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurden. Hier tritt die Bedeutung des Geburtsortes zurück, um dem Prinzip des „ius sanguinis“ Platz zu machen, nach dem die Staatsbürgerschaft einer Person an die ihrer Eltern gekoppelt wird. © oesterreichnews
Im Großen und Ganzen geht es um die Staatsbürgerschaft. Aber das ist nur Haarspalterei.

Zum Thema:
Mein Beileid den Angehörigen und Dohnals Lebensmenschin.
Kreisky erkannte klar den Trend der Emanzipationsbewegung und besetzte dieses Wählerpotential mit Dohnal. Ihr Ressort mit wenig Budget und dünner Kompetenz machte es allerdings nicht leicht. Dohnal schwamm in der Emanzipationsbewegung mit all den Fehlern ihrer Zeit, welche bis heute nachwirken. (Gleichstellung in Form von Gleichheit, Quotenregelung etc.) Politisch wirkte sie auf mich farblos und wurde kaum als Frau wahrgenommen.
( °) ( °) dada.
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon contraindicatio am Donnerstag 25. Februar 2010, 13:56

UnART hat geschrieben: Dohnal schwamm in der Emanzipationsbewegung mit all den Fehlern ihrer Zeit, welche bis heute nachwirken. (Gleichstellung in Form von Gleichheit, Quotenregelung etc.) Politisch wirkte sie auf mich farblos und wurde kaum als Frau wahrgenommen.



Jo, Minirock hod's nia trogn und Makeup war ich auch wurscht.

:D
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon Gernot Habertheuer am Donnerstag 25. Februar 2010, 13:59

UnART hat geschrieben:
Dohnal schwamm in der Emanzipationsbewegung mit all den Fehlern ihrer Zeit, welche bis heute nachwirken. (Gleichstellung in Form von Gleichheit, Quotenregelung etc.) Politisch wirkte sie auf mich farblos und wurde kaum als Frau wahrgenommen.



:toll: :toll: :toll:

Habe Obacht, daß Dich der Contra nicht auch noch treten wird, dem die Gelegenheit für freie Meinungsäußerung nur für Hakennäsige und schlitzäugige Bergvölker wichtig ist! Den Unterberger aber, tät er gerne, weil der für ihn UNERHÖRTE Ansichten hat, in den ......treten/den Mund verbieten. Eben ein giftgrüner Spezialdemokrat! :twink:
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon contraindicatio am Donnerstag 25. Februar 2010, 14:04

Gernot Habertheuer hat geschrieben:
Habe Obacht, daß Dich der Contra nicht auch noch treten wird, dem die Gelegenheit für freie Meinungsäußerung nur für Hakennäsige und schlitzäugige Bergvölker wichtig ist! Den Unterberger aber, tät er gerne, weil der für ihn UNERHÖRTE Ansichten hat, in den ......treten/den Mund verbieten. Eben ein giftgrüner Spezialdemokrat! :twink:



Geh, dumpfbrauner ..., wie oft hast Du schon gefordert, diese oder jenen mit nassen Fetzen durch's Land zu jagen.

:D

Ich hingegen bin mit Langmut gesegnet und schrieb, dass man nur milde über Unterberger lächeln kann. Lern lesen, Du AnalPhabet.

:twink:
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Re: Johanna Dohnal, 1939 - 2010

Neuer Beitragvon xenia am Donnerstag 25. Februar 2010, 14:13

UnART hat geschrieben:
majestix hat geschrieben:...Frage des Asylrechtes - selbst für gebürtige Österreicherinnen.
OT:
Gebürtige Österreicherinnen benötigen kein Asyl - in Österreich geborene Migrantenkinder unter Umständen sehr wohl.
So können nach dem neuen Fremdengesetz wieder Menschen abgeschoben werden, die als Kinder von Migranten in Österreich geboren und zu einer mindestens zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurden. Hier tritt die Bedeutung des Geburtsortes zurück, um dem Prinzip des „ius sanguinis“ Platz zu machen, nach dem die Staatsbürgerschaft einer Person an die ihrer Eltern gekoppelt wird. © oesterreichnews

Im Großen und Ganzen geht es um die Staatsbürgerschaft. Aber das ist nur Haarspalterei.
Zum Thema:
Mein Beileid den Angehörigen und Dohnals Lebensmenschin.
Kreisky erkannte klar den Trend der Emanzipationsbewegung und besetzte dieses Wählerpotential mit Dohnal. Ihr Ressort mit wenig Budget und dünner Kompetenz machte es allerdings nicht leicht. Dohnal schwamm in der Emanzipationsbewegung mit all den Fehlern ihrer Zeit, welche bis heute nachwirken. (Gleichstellung in Form von Gleichheit, Quotenregelung etc.) Politisch wirkte sie auf mich farblos und wurde kaum als Frau wahrgenommen.


Unter der Bezeichnung Asyl (von griech. σῦλος, sylos, „beraubt“ mit α privativum, das heißt „unberaubt“ → „sicher“) versteht man Zufluchtsort, Unterkunft, Obdach und Freistatt bzw. Freistätte, aber auch Schutz vor Gefahr und Verfolgung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Asyl

asyl hat nur unter ganz bestimmten umständen mit staatsbürgerschaft zu tun, der begriff bedeutet viel mehr, obwohl er fast nur mehr bei der "ausländerproblematik" zu hören/lesen ist.

dass sie von einem mann nicht oder kaum als frau wahrgenommen wurde, war - wie ich sie verstanden habe - ganz in ihrem sinn. sie wollte als MENSCH, unabhängig vom geschlecht, wahrgenommen werden, wie sie auch für menschen kämpfte.

"Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine "weibliche Zukunft". Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn."

(Johanna Dohnal, Gastvortrag an der Technischen Universität Wien, WIT-Kolloquium 22. März 2004)


ob sie mit ihren "quoten" glücklich war, weiß ich nicht, aber anders hätte sich überhaupt nichts geändert. diese quoten sagen ja nur etwas eigentlich selbstverständliches aus : bei gleicher qualifikation ist einer frau der vorzug zu geben, so lange, bis ein gleichstand von männern und frauen gegeben ist. aber davon sind wir auch heute noch weit entfernt, obwohl etwas bewegung in diese angelegenheit gekommen ist...

"Die Männerquote bei den Parteivorsitzenden in Bund und Ländern beträgt satte 100 Prozent. Die Männerquote bei den 572 sozialdemokratischen BürgermeisterInnen beträgt 98,8 Prozent."

(Johanna Dohnal, Bundesfrauenkonferenz der SPÖ 1995)
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