http://ef-magazin.de/2009/04/15/1113...-reich-ranickiNicht nur seinen Namen, auch seine Zeit im Ghetto soll MRR „modifiziert“ haben. Er behauptet, eine untergeordnete Position in der Lagerleitung gehabt zu haben, soll aber Chefdolmetscher gewesen sein. Wie nah stand er den Nazis, die damals das Sagen in Warschau hatten? Die Kommunisten waren nicht so zimperlich, als sie merkten, dass MRR seine Biographie geschönt hat. Reich-Ranicki hatte in seinem Lebenslauf angegeben, schon 1932 der kommunistischen Jugend und 1937 der KPD beigetreten zu sein. Doch dafür gab es keine Beweise. Deswegen setzten sie ihn 1950 ab und schlossen ihn kurzerhand aus der Partei aus. Doch zunächst einmal stieg MRR rasant auf in der Hierarchie der Bezpieczenstwa, der stalinistischen Geheimpolizei. Nach seinem Einsatz in Schlesien kam er 1946 nach London. Dort betrieb er Spionage. Zum Beispiel sorgte er dafür, dass antikommunistische Exilpolen in ihr Heimatland zurückverfrachtet wurden. Laut Wikipedia wurden mehrere von ihnen später ermordet. Dafür wurden ihm drei Orden verliehen. Er avancierte zum Vizekonsul. 1949 wurde er abberufen. Seine Karriere endete, wie gesagt, abrupt. Ausschluss aus der KP 1950 wegen Entfremdung. MRR bettelte jahrelang darum, wieder aufgenommen zu werden. So schrieb er am 14. September 1953: „Ich kann nicht begreifen, warum man mir keine Möglichkeit gibt, in die Partei zurückzukehren.“ 1957 wurde sein Flehen endlich erhört: MRR durfte wieder in die Partei eintreten. Später sagte er, er habe gar nicht gewusst, dass dies geschehen sei. 1958 ging er schließlich nach Deutschland und startete seine atemberaubende Karriere als „einflussreichster deutschsprachige Literaturkritiker der Gegenwart“ (Wikipedia).
Tatsächlich ist es nicht schlimm, wenn jemand in seiner Jugend in der Kommunistischen Partei war. Aber MRR war nicht einfach nur KP-Mitglied. Er war Kapitan bei der stalinistischen Geheimpolizei, und zwar in einer hohen Position. Er war Gestapo, Stasi, KGB, bei den etwas böseren Jungs also. Was hat er da gemacht? Wem hat er geschadet? Welche Exilpolen hat er ihren Mördern ans Messer geliefert? Welche Hitlerjungen hat er in Schlesien foltern lassen? Hatte er möglicherweise 1958 einen Geheimauftrag, als er nach Deutschland ging?
http://www.luebeck-kunterbunt.de/TOP...ch-Ranicki.htmMRR meint zu dem Geschehen: "Was geht denn das die Deutschen an, was ich in fremden Diensten getan habe?" Einspruch, Euer Unehren! Die vereinigten Gewalten in der Bundesrepublik Deutschland verhalten sich wie die drei ostasiatischen Affen. Die vierte Gewalt der Medien ist angepaßt wie zu Zeiten des Goebbels. Gelernt ist gelernt.
Nach dem Bericht des US‑John Sack über die Beteiligung des MRR am 45er Völkermord im oberschlesischen Kattowitz ermittelte kein deutscher Staatsanwalt 'ex officio', meint: dem Gesetze treu. So läuft das "an Weisungen gebunden" in Wahrheit. Angestoßen mit einer Strafanzeige und gestoßen wurde schließlich der Frankfurter Staatsanwalt Galm, der zunächst einmal im August 1995 zweifelte, ob Marceli Reich und Marcel Reich‑Ranicki überhaupt identisch seien. Diese Identität hatte MRR längst zugegeben. Nach zwei Jahren stufte am 6.3.97 dieser Staatsanwalt Galm das Verfahren gegen MRR wegen Völkermord auf einfachen "Mord" herunter, beugte damit das Recht, begünstigte und strafvereitelte im Amt auf diese Art: "Der Tatzeitraum konnte auf den 05.02. ‑25.03.1945 eingegrenzt werden ... die Mordtaten sind nach deutschem Recht nach Ablauf des 24.03.1965 verjährt." Heilige Schwarze Madonna von Tschenstochau ‑ in meinem Strafgesetzbuch ist auf Seite 73 als einziges in rot gedruckt: "Die Verbrechen Völkermord und Mord verjähren nicht." Zu diesem Hallodri Galm verspricht der Hessische Justizminister, er werde das Verfahren an sich ziehen. Darauf wird bis heute gewartet ‑ auch ein sehr abhängiger Landesminister weiß: In manchen Fällen ist bei Gleichbehandlung der Hammer "Antisemitismus" schnell zur Hand. Und den fürchtet er wie der Teufel das Weihwasser.