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von xenia am Sonntag 13. Februar 2011, 03:43
Der Entertainer begleitete das Leben mehrerer Generationen. Am Samstag starb er im Alter von 84 Jahren in Wien.  bild: Archiv/Kluger 18 bilder http://kurier.at/kultur/2073065.phpDas ist kein Nachruf auf einen Schauspieler, auf einen Sänger oder einen Entertainer. Das ist ein Nachruf auf Peter Alexander. Auf einen Mann, der in seinem Metier einzigartig war. Und mit dem das letzte Universalgenie der Unterhaltungsbranche gestorben ist.
Dieser Mann hat das Leben von Generationen begleitet. Wir sind mit seinen Filmen aufgewachsen, haben seine Lieder im Radio gehört, seine Shows im TV gesehen. Der Samstagabend gehörte Peter Alexander, dem größten Star des deutschen Sprachraums. Und er hat seine Fans nie enttäuscht, zeigte sein ganzes Können, ob er "Ich zähle täglich meine Sorgen", "Delilah" oder "Die süßesten Früchte" sang. Oder wenn er Hans Moser, den Mundl und die Royals im Buckingham Palace parodierte. Um die "Quote" musste man sich keine Sorgen machen, die lag, wenn "Peter der Große" auftrat, bei 72 Prozent.
Die absolute Nr. 1
Das alles war ihm nicht zugeflogen. Talent allein genügt nicht, um die absolute Nr. 1 zu werden: Zunächst einmal musste Peter Alexander Wiener sein, denn ohne seinen "Schmäh", seinen Charme und die scheinbare Leichtigkeit des Auftretens wäre er nicht geworden, was er war. Entscheidend war auch seine Musikalität, die von seinem Großvater mütterlicherseits gefördert wurde, der in Pilsen eine Musikalienhandlung besaß; Alexander war auch ein glänzender Pianist.
Und doch dauerte es eine zeitlang, bis er sein Publikum fand. Sein Vater sagte noch "Du wirst am Galgen enden", als er erfuhr, dass Peter Schauspieler werden wollte, aber auch Produzenten und Regisseure waren skeptisch und hielten ihn für "zu lang und zu dünn", um im Film Karriere zu machen. Die erste, die an ihn glaubte, war die Schauspielerin Hilde Haagen, die er 1952 im Büro eines Wiener Agenten kennen gelernt hatte. Sie spürte, dass sie "einen ganz großen Fisch an der Angel" hatte, gab ihren Beruf auf und widmete sich fortan ausschließlich seinem Management. Ja, und geheiratet hat sie ihn dann auch noch.
Vorbild Sinatra
Peter Alexander war zwei Jahre davor klar geworden, wo er hinwollte, als er in London in einem Frank-Sinatra-Konzert saß: "So was wie der", sagte er sich, "will ich werden".
Nun sind aber die Wien-Film-Studios nicht Hollywood, und in den 1950er-Jahren war hierzulande eher leichte Heiterkeit gefragt. Und so drehte Peter Alexander an die 60 Filme, von "Charleys Tante" über "Hilfe, meine Braut klaut" bis zu "Hurra die Schule brennt". Er selbst "hasste es, Filme zu drehen", erkannte aber auch - oder war es seine Frau? -, dass all der liebenswerte Unsinn ihm zu unvergleichlicher Popularität verhalf. Diese schlug sich im Verkauf von Schallplatten, einem Ansturm auf seine Tourneen und in den Quoten seiner Fernsehshows nieder.
Er beschränkte sich aufs Singen und Spielen, alles andere besorgte Hilde, die seine Karriere generalstabsmäßig in die Hand nahm. "Und das war gut so", erklärte er, "denn sie hatte eine sichere Hand, ich verdanke ihr zu mehr als 50 Prozent meine Karriere."
Ihr machte es nichts, bei den Platten- und TV-Bossen wenig beliebt zu sein: "Peter ist der Große und ich bin die Böse", sagte sie. "Wo er auftaucht, wird der rote Teppich ausgerollt, ich hingegen bin gefürchtet." Das war sie wegen ihrer berüchtigten Gagenverhandlungen. Hilde Alexander wusste genau, was ihr Peter wert und dass er konkurrenzlos war. Die Alexanders wurden wohlhabend, besaßen Villen in Wien, am Wörthersee und in der Schweiz.
Das perfekte Team spürte aber auch, wann die Zeit reif ist, aufzuhören: am Höhepunkt! 1995 beendete Alexander von einem Tag zum anderen seine Karriere. Nicht weil seine Beliebtheit abnahm, Gott bewahre, sondern weil die Qualität der Drehbücher nachließ.
Lieber angeln
Er war nicht unglücklich über den selbst auferlegten Rückzug, da er "im Grunde ein fauler Mensch" war und "lieber angeln als ins Fernsehstudio" ging. Der TV-Abgang des fast 70-Jährigen, der damals immer noch als strahlenden Jüngling erschien, brachte es mit sich, dass Alexander als "idealer Schwiegersohn" in Erinnerung bleibt. Und das, obwohl er 84 Jahre alt geworden ist.
Kaum hatte er aufgehört, uns im Fernsehen die heile Welt vorzuspielen, brach auch seine eigene heile Welt zusammen. 2003 starb Ehefrau Hilde, sein Sohn wurde in zwielichtige Immobiliengeschäfte hineingezogen, aus denen er sich mit dem mütterlichen Erbe herauskaufen musste, und im März 2009 kam Peter Alexanders Tochter bei einem Autounfall in Thailand ums Leben.
Paparazzi am Grab
Von einer Haushälterin betreut und von wenigen Freunden umgeben - allen voran der Pianist Rudolf Buchbinder - musste er all die Schicksalsschläge in großer Einsamkeit über sich ergehen lassen. Denn Peter Alexander hatte sich längst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, war einer der wenigen wirklich Prominenten, die man auf keiner Party, keiner Premierenfeier traf.
Vergessen ist er dennoch nicht, zu einprägsam waren die Samstagabende mit ihm. Und so war er bis zuletzt der wohl einzige Österreicher, auf den in- und ausländische Boulevardmedien Paparazzi hetzten, die ihn bis zum Grab von Frau und Tochter verfolgten.
Mit Peter Alexander starb der letzte Tycoon einer seit langem schon verklungenen Film- und Fernsehwelt.
Einen wie ihn kann es nie wieder geben.
Artikel vom 13.02.2011 00:00 | apa | Georg Markus
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xenia
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von kaleidoskop am Sonntag 13. Februar 2011, 05:05
R.I.P. Lieber Peter Alexander, einer der größten Entertainer, den wir je hatten, du hast uns viel Freude gemacht. Ruhe sanft! 
Vor die Tugend haben die Götter den Schweiß gesetzt
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kaleidoskop
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von trebbiatore am Sonntag 13. Februar 2011, 10:20
ich bin mit diesem menschen groß geworden.....schade um ihn.....aber wir kommen ålle no dran!
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von contraindicatio am Sonntag 13. Februar 2011, 11:38
Ein ganz großer Komiker ist von uns gegangen. 
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von maria am Sonntag 13. Februar 2011, 12:30
* Die Generation meiner Eltern wuchs mit ihm auf und hat ihn entsprechend auch verehrt. Seine Musik, seine Schmäh waren zwar nicht meins, aber bekanntlich lässt sich über Geschmack streiten. Ich glaub´er hat den Tod seiner Frau und seiner Tochter nicht verkraftet. Ein im deutschen Sprachraum Prominenter ist gestorben. Ich bin davon überzeugt, dass es ihm jetzt besser geht, als zuletzt hier auf Erden.
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von kaleidoskop am Sonntag 13. Februar 2011, 14:03
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von OHB am Sonntag 13. Februar 2011, 15:01
leider wieder ein großer geliebter entertainer weniger der eine generation oft glücklich gemacht hat und ein wenig sonnenschein in manches heim gebracht hat R.I.P.  
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von toutou am Montag 14. Februar 2011, 14:56
[quote="maria"]* Die Generation meiner Eltern wuchs mit ihm auf und hat ihn entsprechend auch verehrt. Seine Musik, seine Schmäh waren zwar nicht meins, aber bekanntlich lässt sich über Geschmack streiten. Ich glaub´er hat den Tod seiner Frau und seiner Tochter nicht verkraftet. Ein im deutschen Sprachraum Prominenter ist gestorben. Ich bin davon überzeugt, dass es ihm jetzt besser geht, als zuletzt hier auf Erden.
[/quote meiner war er auch nicht, aber er hatte meinen respekt und mein mitleid, was seine schicksalsschläge betraf. eigentlich war ja jazz seine eigentlichle musikalische liebe. ich hoffe, er kam auf die entsprechende wolke, er hätte es sich verdient.
Das Schicksal meiner menschlichen Mitbewohner ist allein in meine Pfoten gelegt.
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von xenia am Montag 14. Februar 2011, 17:40
Peter Alexander ist "friedlich eingeschlafen"Der legendäre Entertainer Peter Alexander ist tot. Der zuletzt überaus öffentlichkeitsscheue Star wünschte sich ein ruhiges Begräbnis.  bild: ap Peter Alexander mit dem Goldenen Löwen. http://kurier.at/kultur/2073232.php"Habe Beruf ernst genommen"Zuletzt hat sich Peter Alexander kaum noch öffentlich geäußert. Eine Auswahl an Zitaten von und über Peter Alexander.  bild: keine angabe http://kurier.at/kultur/2073244.php Reaktionen zum Tod von Peter AlexanderPeter Alexander war "ein Genie im Entertainment", "ein großer Mensch" und das Gesicht Österreichs.  bild: apa/orf Peter Alexander hat "das Lachen der Nachkriegszeit" verkörpert. http://kurier.at/kultur/2073090.phpein kommentar vom 13.02.2011 17:00 | KURIER | Doris Knecht Jetzt erst Knecht: Die Welt als Wille und WohnzimmerPeter Alexander gab uns eine Tele-Vision von der weiten Welt. Niemand dachte an diesem Tag nicht an seine Kindheit zurück. http://kurier.at/interaktiv/kolumnen/2073225.phpPeter Alexander: Kein Begräbnis am MontagDer Ausnahme-Entertainer wird nicht am Montag beigesetzt. Trauernde besuchten das mit Blumen geschmückte Familiengrab am Grinzinger Friedhof.  bild: APA/ORF/Ali Schafler Peter Alexander im Jahr 1996. ORF2 widmet dem verstorbenen Entertainer am Montag, 20:15 Uhr, die Sendung "Sag zum Abschied leise Servus". + fotostrecke 18 bilder http://kurier.at/kultur/2073482.php
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von contraindicatio am Montag 14. Februar 2011, 18:02
Thomas Gottschalk in der BILD-Zeitung als Nachruf auf Peter A.: "Peter, wir beide haben immer gewusst: Timing ist alles in unserem Geschäft. Die entscheidende Pointe muss genau zum richtigen Zeitpunkt gesetzt werden. Jetzt haben wir das auch wieder ganz gut hingekriegt. Ich habe am Samstag dem Mubarak die Show gestohlen und Du mir am Sonntag die Schlagzeile, denn Dein Rücktritt ist noch radikaler als meiner. [..] Trotzdem konntest Du manches schon nicht mehr verstehen, was ich da fabriziert habe. Das war Dir alles zu "schnoddrig", hast Du mir mal gesagt." Nun habe ich mich selbst von dieser Show verabschiedet. Als ich gestern, kurz danach, von Deinem Tod gehört habe, kam es mir so vor, als hätten wir beide wieder einmal bewiesen, dass wir immer noch das richtige Gespür für das Timing haben." 
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von f.art reloaded am Montag 14. Februar 2011, 18:05
xenia hat geschrieben:... "ein großer Mensch" und das Gesicht Österreichs. ...
OT Verzeih's, werte xenia, aber der grosse Mensch und das Gesicht Österreichs ist bei mir der da ↓ 
Der alte Indianer sitzt am Fluss und wartet, bis die Leichen seiner Feinde vorübertreiben… Das Aufdecken von Kriegsverbrechen ist kein Verbrechen: Free Bradley Manning
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von OHB am Montag 14. Februar 2011, 19:01
contraindicatio hat geschrieben:Thomas Gottschalk in der BILD-Zeitung als Nachruf auf Peter A.: "Peter, wir beide haben immer gewusst: Timing ist alles in unserem Geschäft. Die entscheidende Pointe muss genau zum richtigen Zeitpunkt gesetzt werden. Jetzt haben wir das auch wieder ganz gut hingekriegt. Ich habe am Samstag dem Mubarak die Show gestohlen und Du mir am Sonntag die Schlagzeile, denn Dein Rücktritt ist noch radikaler als meiner. [..] Trotzdem konntest Du manches schon nicht mehr verstehen, was ich da fabriziert habe. Das war Dir alles zu "schnoddrig", hast Du mir mal gesagt." Nun habe ich mich selbst von dieser Show verabschiedet. Als ich gestern, kurz danach, von Deinem Tod gehört habe, kam es mir so vor, als hätten wir beide wieder einmal bewiesen, dass wir immer noch das richtige Gespür für das Timing haben."  nau serwas des is owa a makaberer nachruf 
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von maria am Montag 14. Februar 2011, 19:58
toutou hat geschrieben:maria hat geschrieben:* Die Generation meiner Eltern wuchs mit ihm auf und hat ihn entsprechend auch verehrt. Seine Musik, seine Schmäh waren zwar nicht meins, aber bekanntlich lässt sich über Geschmack streiten. Ich glaub´er hat den Tod seiner Frau und seiner Tochter nicht verkraftet. Ein im deutschen Sprachraum Prominenter ist gestorben. Ich bin davon überzeugt, dass es ihm jetzt besser geht, als zuletzt hier auf Erden.
meiner war er auch nicht, aber er hatte meinen respekt und mein mitleid, was seine schicksalsschläge betraf. eigentlich war ja jazz seine eigentlichle musikalische liebe. ich hoffe, er kam auf die entsprechende wolke, er hätte es sich verdient. * Jedenfalls hat er es überstanden.
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von xenia am Montag 14. Februar 2011, 20:03
kolumne vom 14.02.2011 16:00 | KURIER | Karl Hohenlohe Ges.m.b.H.: Danke schönEr wollte in keiner Welt leben, in der man keine Zeit hatte. http://kurier.at/interaktiv/kolumnen/2073540.php
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von xenia am Montag 14. Februar 2011, 20:49
aktualisierung : Abschied von Peter Alexander am SamstagDer verstorbene Ausnahme-Entertainer wird am Samstag auf dem Zentralfriedhof aufgebahrt. Seine Fans können persönlich Abschied nehmen. http://kurier.at/kultur/2073482.php "Der Trost aller Trümmerfrauen"Pressestimmen zum Tod von Peter Alexander: Deutschsprachige Tageszeitungen würdigten den beliebten Entertainer http://kurier.at/kultur/2073580.php 2: Peter Alexander - Die ersten JahrePeter Alexanders Anfang war schwer. Der spätere Publikumsliebling musste gegen seinen Vater und gegen Kollegen kämpfen.  bild: privat "Ich will keine unbekannten Schönlinge": Peter Alexander, Heinz Conrads, Franz Marischka, Fritz Heller, Fritz Muliar (v. li.) im Simpl 1951 http://kurier.at/kultur/2073605.php(1: Er ist "friedlich eingeschlafen" siehe forum132/topic16696.html#p374475)
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