Der Suchmaschinen-Anbieter kooperiert mit dem US-Magazin "Life", das Millionen Bilder aus dem eigenen Archiv ins Internet stellt.
Die Bildersuche von Google erhält Unterstützung: Das US-Magazin "Life" stellt zehn Millionen Fotos ins Internet, die über die Suchmaschine angefragt werden können. Das gab der Medienkonzern "Time" in New York bekannt. Danach sind sämtliche Archivbestände des Verlags ab sofort frei zugänglich. Das Copyright bleibt jedoch bei Time, die kommerzielle Nutzung kann beim Verlag angefragt werden. Dazu werden jedem Bild entsprechende Kontaktdaten zur Seite gestellt.
"Life" ist zwar nicht das erste Unternehmen, das auf die Idee kommt, seine Bildbestände zur Verfügung zu stellen, beispielsweise waren die Nasa und auch das Archiv der Library of Congress vorher da, jedoch ist das Verlagsangebot einzigartig. Es gibt bisher kein öffentlich zugängliches digitales Archiv, das quantitativ mithalten kann. Zudem war ein Großteil der Fotografien bisher unveröffentlicht.
Neue Startseite
Für die Nutzung des Angebots, hat Google eine eigene Startseite ins Netz gestellt (siehe Link am Ende des Artikels), hier kann per Suchbegriff oder per Mausklick auf eine Rubrik recherchiert werden. Wer die Seite nicht stetig aufrufen möchte, besucht weiterhin die normale Google-Startseite und ergänzt seinen Suchbegriff um das Schlagwort "source:life".
Hermann Maier fehlt (noch)
Die ältesten Fotos stammen von Mitte des 18. Jahrhunderts. Zu finden sind unter anderen Foto-Raritäten von Marilyn Monroe, John F. Kennedy, Pablo Picasso und Marie Curie. Auch Neil Armstrong und seine ersten Schritte auf dem Mond sind dabei. Aus Österreich kommen die US-Auswanderer Arnold Schwarzenegger, Billy Wilder und Arnold Schönberg. Sogar Starkoch Wolfgang Puck ist zu finden.
Einziger Nachteil des Angebots: In Sachen US-Geschichte ist es nahezu lückenlos, wenn es aber über die US-Grenzen hinausgeht, sind die Bildbestände weniger umfangreich. So gibt es beispielsweise keine Bilder von Alfred Gusenbauer. Auf den Suchbegriff "Hein Fischer" reagiert die Suchmaschine gar nicht. Auch Österreichs Ski-Crack Hermann Maier fehlt bislang. Aber vielleicht ändert sich das noch. Schließlich sind bis dato erst 20 Prozent des Archivs online, in den nächsten Monaten sollen kontinuierlich neue Bilder hinzukommen.
"Life"-Bilderarchiv bei Google
Artikel vom 20.11.2008 11:21 | apa | knf



