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Polytechnikum... Beiträge aus der Welt der Technik

Polytechnikum... Beiträge aus der Welt der Technik

Neuer Beitragvon Bismarck am Freitag 11. April 2008, 18:25

Die Ersten Handfeuerwaffen wurden im 14. Jh. In Westeuropa entwickelt. Die Funktionsweise wurde von den Kanonen kopiert und so entstanden die ersten Vorderlader. Um sie Schussfertig zu machen, musste man zuerst das Pulver und danach die Kugel in das Rohr schieben. Die Zündung erfolgte durch Quarzfunken die im Zündloch bzw. dem Zündtrichter auf der Lunte landeten. Das Verfahren an sich war umständlich, blieb aber für die nächsten 500 Jahre erhalten.

Da man auf diese Weise nur zwei bis drei Schüsse in der Minute abgeben konnte, machten sich die Büchsenmacher auf die Suche nach einer Möglichkeit die Kartusche hinten in den Lauf einführen zu können. Zu dieser Zeit gab es jedoch keine Materialien die den Explosionsdruck aushalten konnten und so kam es erst im Jahre 1827 zur Entwicklung eines Hinterladers. Johann Nikolaus Dreyse entwickelte ein Zündnadelmechanismus, das es erlaubte ein Hinterladergewehr zu bauen. So geschehen im Jahre 1836 vom oben genannten. Das Luntenschloss hatte somit ausgedient. In der Geschichte hatte es aber seine Spuren Hinterlassen:

1503 und 1522 schlugen spanische Soldaten mit Luntenschlossgewehren ausgerüstet die Französischen Reiter und Pikeniere in die Flucht.

Um 1600 genauer 1610 Wurden die französischen Musketiere mit Steinschlossmusketen ausgerüstet, einer Weiterentwicklung des Luntenschlossgewehrs. Hierbei schlug ein Feuerstein auf angerauhte Eisenplatte wobei ein Funken entstand und das Pulver zündete. Dieses Schloss wurde bis ins 18 Jh. In allen Handfeuerwaffen verwendet.

1805 wurde vom einem schottischen geistlichen das Perkussionsgewehr erfunden. Hier wurde eine Zündladung aus Knallquecksilber durch einen Schlag (Perkussion) zur Explosion gebracht. Solche Vorderlader wurden noch im amerikanischen Bürgerkrieg 1861-1865 verwendet. Im Gegensatz zu Amerika, setzte sich zu dieser Zeit in Europa bereits das Zündnadelgewehr durch. Die Preußen führten es 1848 als Standardgewehr ein.

Das wesentliche am Dreyses Gewehr war eigentlich der Schlagbolzen. In Kombination mit Patronen ( Geschoss, Ladung und Zündladung in einer Kapsel ) war es jetzt möglich viel schneller und effizienter zu schießen und sogar im liegen nach zu laden. Das moderne Gewehr war somit erfunden.

Um das Geschoss sicherer ins Ziel zu bringen, wurden in den Lauf Züge gezogen. Durch den Explosionsdruck wird das Geschoss in sie hineingedrückt und bekommt dadurch einen Drall der die Laufbahn stabilisiert. Das älteste noch erhaltene Gewehr mit gezogenen Lauf ist ein Jagdgewehr Kaiser Maximilians den I. das aus dem 16 Jh. stammt. Das erste Heer dass mit Gewehren mit Zügen ausgerüstet wurde, ist das Heer des dänischen Königs Christian des IV.
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Maschinengewehr

Neuer Beitragvon Bismarck am Freitag 11. April 2008, 20:24

Wie ungewöhnlich die Wege der Erfindungen sind, zeigt die Erfindung des Maschinengewehrs. Es wurde von einem Anwalt erfunden und zwar bereits im Jahre 1718.

Es handelte sich dabei um ein Gewehr mit einem Trommelmagazin das 9 Schuss fasste. Da es zu dieser Zeit noch keine Patronen gab (erst ab 1826-27), wurden die Trommeln vorgeladen und mussten gewechselt werden. Bei der Vorführung schaffte der Anwalt James Puckle 67 Schuss in 7 Minuten. Damals eine unglaubliche Schussleistung jedoch wenn man bedenkt, dass die Heutigen Maschinengewehre bis zu 380 und manche sogar mehr in der Minute schaffen, klingt es lächerlich.

Die Revolution kam mit dem Patent von Dr. Richard J. Gattling. Er konstruierte im Jahre 1861-1862 (Patentiert 1862) ein Maschinengewehr dessen Läufe durch eine Kurbel in Schussposition vor der Patrone gebracht wurden. Die Patronen wurden durch die Schwerkraft aus dem oben angesetzten Magazin zugeführt. Diese Waffe wurde als einer der wenigen Hinterlader auch im amerikanischen Bürgerkrieg benutzt.

Die Franzosen verwendeten 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg ebenso eine Mehrrohrwaffe, die sogenannte Montigny-Mitrailleuse. Die mehrläufigen Maschinengewehre erwiesen sich aber als zu schwer und unhandlich obwohl das Prinzip noch immer in der Waffenherstellung verwendet wird, wie zB. bei Gattling Kanonen in der F-16, F/A 15 E und anderen modernen Flugzeugen.

Das erste Maschinengewehr mit einem Rückstosslader, ließ sich der Amerikaner Hiram Maxim 1884 Patentieren. Hierbei wurde durch den Rückstoss der beim Schuss entsteht der Verschluss nach hinten geworfen und die Hülse ausgeworfen. Die Zuführung der neuen Patrone erfolgte durch eine Feder die den Verschluss wieder nach vorne schob und so die neue Patrone aus dem Magazin mitnahm. Das Prinzip wird heute noch bei den meisten halbautomatischen Pistolen und Gewehren verwendet.

Die heutigen Maschinengewehre der neuesten Generation funktionieren auf ähnliche Art und Weise. Es wird ein Teil der Explosionsgase umgeleitet und in ein Paralellzylinder befördert in dem sich der Laufkolben des Verschlusses befindet. Dieser schiebt den Verschluss nach hinten und wirft so die leere Hülse aus. Vorwärts geht es wieder mit einer Feder. Auf diese Weise haben die Gewehre weniger Rückstoss und sind handlicher.

Die heutigen leichten Maschinengewehre haben Kaliber zwischen 7,62 und 9mm. Interessant sind die Unterschiede zwischen der westlichen und der östlichen Streitkräfte: Während NATO als Standardkaliber 7,62mm hatte, waren im Osten 7,9mm üblich ( 7,9mm Mauser, heute 8*57mm bzw. auch 7,62mm ). Die Gründe für verschiedene Standards waren verschieden. Einer der gravierendsten war, dass der Gegner die erbeutete Munition nicht verwenden konnte. Irrsinnig wenn man bedenkt, dass eine MiG 21 das Pratt and Whitney Triebwerk einer Phantom II/ F-4 verwenden konnte.
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Metrisches Maßsystem

Neuer Beitragvon Bismarck am Freitag 11. April 2008, 21:59

Metrisches Maßsystem

Wenn wir schon bei verschiedenen Kalibern sind schauen wir uns die Entwicklung der Maße an. Das metrische Maßsystem können wir der Abschaffung der französischen Monarchie verdanken. Die Nationalversammlung der Republik schaffte im Jahre 1795 bis damals geltende Maßsystem ab, da in ganz Frankreich verschiedene Einheiten galten. Es wurde durch das auf Masse und Länge basierende metrische System ersetzt.

Der Meter wurde von da an als der zehnmillionste Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator bestimmt. Die Unterteilung entspricht dem Dezimalsystem und wird durch lateinische oder griechische Vorsilben gestuft. Zur Gewichtseinheit wurde Gramm bestimmt, das dem Gewicht eines Kubikzentimeters Wasser bei einer Temperatur von 4°C entspricht (Wasseranomalie und die größte Dichte des Wassers). Für Volumen nahm man Liter (1000cm³). Später wurde ein Urmeter aus einer Platin-Iridium Legierung hergestellt dessen Kopien in der ganzen Welt verteilt werden konnten. Zur Wahrung des Gewichts wurde ein 1000g schwerer Platinzylinder hergestellt.

Am Anfang währten sich die Franzosen gegen die Einführung das sich erst im Jahr 1840 durchsetzte. In Großbritannien wurde es im Jahre 1864 parallel zum Maßsystem der „Imperial Units“ eingeführt. 1866 wurde das System in den vereinigten Staaten von Amerika anerkannt, in Deutschland erst in den Jahren 1870/71.

Das System wurde auch auf Elektrizität, Temperatur, Magnetismus usw. ausgedehnt und gilt seit 1921 als Internationales Einheitssystem (SI).

Unter anderem gibt es Namensgleichheiten in mehreren Systemen. Ein Beispiel ist die Meile die es in zwei verschiedenen Ausführungen gibt: englische-, imperial, oder amerikanische und die internationale Seemeile (NM). Durch den Meter sind jedoch alle beide genau deklarierbar: 1 609,344m und 1852m. Es gab auch eine Römische bzw. Lateinische Meile die einer Länge von 1000 Doppelschritte eines Soldaten entsprach (etwa um die 1500m).
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Re: Polytechnikum... Beiträge aus der Welt der Technik

Neuer Beitragvon Bismarck am Samstag 12. April 2008, 11:52

Die Schwarze Kunst

Jeden Tag öffnen viele von uns die Zeitungen um sich Informationen aus der Welt zu verschaffen. Am Abend oder auch in den Momenten der langen Weile werden Bücher aufgeschlagen um uns zu erheitern, zum nachdenken zu bringen oder einfach um uns abzulenken. Was uns täglich erfreut, war für die Menschheit bis in 15 Jh. unbekannt.

Bis dahin war das geschriebene Wort der Kirche und den Geistlichen vorbehalten. In hinterzimmern der Klöster arbeiteten Mönche an der Verbreitung des Wortes Gottes. Die Bibeln wurden abgeschrieben und reich verziert und den Priestern als Weihgeschenk übergeben.

Ab 1450, dank Gutenberg, kam es zur Revolution. Das von ihm Eingeführte Druckverfahren vereinfachte die Ausbreitung des Wortes auch in die kleinsten Ecken der Welt. Das Druckverfahren an sich war nicht seine Erfindung. Die Chinesen erfanden bereits vor 3000 Jahren den Druckstempel aus Holz. Das Papier kam etwa um 100 nach Christus. Trotz all dem wäre weder die Renaissance, noch Humanismus noch die Reformation Luthers ohne das gedruckte Wort möglich gewesen. Den Aufschwung der Antike verdanken wir dem Buch.

Von Mainz aus begann die Welteroberung. Ein Land nach dem anderen lernte die neue Art der Verbreitung des Wortes zumeist durch Deutsche die mal mit Gutenberg gearbeitet haben kennen. Die Bücher für die früher Monate bzw. Jahre gebraucht wurden, konnten jetzt in kürzester Zeit und in großer Zahl gedruckt werden. Die Bücher wurden billiger und erreichbarer. Die Bibliotheken der Antike die zumeist nicht mehr als 500 an ketten befestigte Bände hatten, konnten zu Sammlungen des Wissens erblühen.

Das erste und einzige große Werk Gutenbergs war der Druck der lateinischen Bibel. Um dies zu schaffen musste Gutenberg Geld aufnehmen und dies führte zum Verlust seiner Anteile an der Mainzer Druckerei, gerade als er im Begriff war sein Verfahren vollkommen zu machen. Seine ehemaligen Partner und Nachfolger vollendeten sein Werk.

Das Tägliche Brot verdienten die Drucker mit der Bibel und dem Druck anderer klassischen Werke wie zb. Von Thomas von Aquin. Sie ahmten die Handschrift nach um Anerkennung zu finden, da die alte Kunst bereits die Vollkommenheit erlangte. So wurden zb. die Bücher gedruckt und danach mit Zeichnungen verziert um sie auch optisch ansprechend zu machen.

Bis dorthin unterschieden sich die Aussprachen eines Landes enorm. Durch den Buchdruck wurde die Volkssprache normiert und so Länderspezifisch bestimmt. So entwickelte sich ein deutscher Dialekt der in den Niederlanden gesprochen wurde, nur durch die Übernahme der Drucker zu einer eigenständigen Sprache. In Italien, das nach Deutschland im Buchdruck führend war, wurde der toskanische Dialekt zum klassischen Italienisch.

Nicht nur in der Verbreitung des Wortes spielten Drucker eine große Rolle. Durch den Druck der Broschüren, Zeitungen und Flugblätter wurde auch die Politik mitbestimmt. Die Machtverhältnisse wurden angegriffen und jedem leicht zugängliche Streitschriften hergestellt, die von den Klosterschreibern nie aufgegriffen hätten werden dürfen. Nicht umsonst war die Forderung der französischen Revolution und auch der deutschen im Jahre 1848 die Pressefreiheit.

Ein weiteres Geschäftsfeld war die Verbreitung der Schulbücher. Schon seit Gutenbergs 24 Ausgaben der lateinischen Grammatik von Aelius Donatus (4. Jh.) war das Schulbuch ein Bestandteil der Schwarzen Kunst.

Der Handel erkannte auch im 19. Jh. die Möglichkeit der Werbung und brachte gedruckte Plakate in den umlauf mit denen zb. Marmelade oder Eisenbahnfahrten beworben wurden.

Als im 19. Jh. durch neue technische Errungenschaften der Druck noch billiger wurde, war das Buch nicht mehr aufzuhalten. Einer der letzten großen Schritte war der Druck der billigen Taschenbücher im 20. Jh. Mit der Gründung von Penguin Books in England wurde es 1935 zum Massenartikel.
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Galvanisierung

Neuer Beitragvon Bismarck am Samstag 12. April 2008, 16:53

Es ist nicht alles Gold was glänzt...

Basierend auf den Forschungsarbeiten von Humpfry Davy und Faraday aus der ersten Hälfte des 19. Jh. entwickelte Werner von Siemens ein Elektrolytisches verfahren zur Veredelung von Metallen durch das Überziehen mit anderen Metallen.

Das Patent auf das erste kommerzielle Galvanisierungsverfahren, meldete Werner von Siemens im Jahre 1842 an. Im folgenden Jahr wurde es von der Firma Elkingtons in Birmingham angekauft, womit der Weg zur Herstellung geebnet wurde.

Man Überzog billige Legierungen mit Silber oder Gold womit die optische Täuschung vollkommen war. In der zweiten Hälfte des 19. Jh., genauer ab 1869, wurde es möglich auch Nickel und seit dem 20. Jh. auch Chrom zur Veredelung der Legierungen zu verwenden.

Die Galvanisierung war nicht nur für den normalen Verbraucher der sich die teueren Sachen aus Edelmetallen nicht leisten konnte interessant, sondern fand vor allem in der Metallurgie großen Einzug. Es wurde möglich auch minderwertige Metalle wie Eisen durch den Überzug vor Rost zu schützen. In der Lebensmittelindustrie hielt die Galvanisierung vor allem durch die Konservierung der Lebensmittel Einzug. Durch veredeltes Weißblech wurde eine neue Generation der Verpackung ermöglicht-Dose. Durch den Entzug der Luft und Keimabtötung durch das Erhitzen, wurden Lebensmittel bis zu 2 Jahre haltbar gemacht. Heute sind auch Getränke in Dosen üblich.

Das Prinzip beruht wie bereits erwähnt auf der Elektrolyse. Um eine billige Legierung zb. mit Kupfer zu überziehen, tauchte man den Gegenstand zusammen mit einer reinen Kupferplatte in ein Kupfersalzbad ein. Auf die Platte und den zu verkupfernden Gegenstand legte man eine Gleichspannung an. So wurde der Elektronenfluss in einer Richtung gesichert. Den zu überziehenden Gegenstand belegte man mit dem negativen Pol (Kathode) der Spannungsquelle und das Kupferblech (Anode) mit dem positiven Pol. Das Kupfer auf der Anode löst sich ab und Schlägt sich auf der Kathode als Überzug nieder. So entstand an dem Gegenstand eine hauchdünne Kupferschicht die sich an der ganzen Oberfläche gleichmäßig verteilte.
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Re: Polytechnikum... Beiträge aus der Welt der Technik

Neuer Beitragvon virginia am Dienstag 22. April 2008, 19:57

Bismarck hat geschrieben:Als im 19. Jh. durch neue technische Errungenschaften der Druck noch billiger wurde, war das Buch nicht mehr aufzuhalten. Einer der letzten großen Schritte war der Druck der billigen Taschenbücher im 20. Jh. Mit der Gründung von Penguin Books in England wurde es 1935 zum Massenartikel.


Ja, und jetzt wird das Buch (sehr zu meinem Leidwesen) durch das Internet ersetzt. Brockhaus geht ins Internet. Hab ich vor einigen Monaten gehört.

Ich liebe Bücher und hab eine Menge davon. Ich liebe es, zu lesen, zu markern, Eselsohren in die Bücher zu machen (mach ich nicht mehr, ich nehm posteds ;)). Und ich denke, in 100 Jahren wird es kaum mehr welche geben. Irgendwie hab ich das Bedürfnis nach Fahrenheit 451 ;)
virginia
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Re: Polytechnikum... Beiträge aus der Welt der Technik

Neuer Beitragvon Bismarck am Dienstag 22. April 2008, 20:18

virginia hat geschrieben:
Bismarck hat geschrieben:Als im 19. Jh. durch neue technische Errungenschaften der Druck noch billiger wurde, war das Buch nicht mehr aufzuhalten. Einer der letzten großen Schritte war der Druck der billigen Taschenbücher im 20. Jh. Mit der Gründung von Penguin Books in England wurde es 1935 zum Massenartikel.


Ja, und jetzt wird das Buch (sehr zu meinem Leidwesen) durch das Internet ersetzt. Brockhaus geht ins Internet. Hab ich vor einigen Monaten gehört.

Ich liebe Bücher und hab eine Menge davon. Ich liebe es, zu lesen, zu markern, Eselsohren in die Bücher zu machen (mach ich nicht mehr, ich nehm posteds ;)). Und ich denke, in 100 Jahren wird es kaum mehr welche geben. Irgendwie hab ich das Bedürfnis nach Fahrenheit 451 ;)

Ich höre die Sirenen. Sie sind unterwegs!
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Kühlung

Neuer Beitragvon Bismarck am Donnerstag 24. April 2008, 22:29

Sommer, 35° im Schatten, ein kühles Blondes gefällig?

So ungefähr kann man sich die Gedanken der Menschen vor 2000 Jahren vorstellen

Mesopotamien:
Einer der Diener des Königs geht in die Kühlkammer, besser gesagt steigt in die mit Eis gekühlte Grube und holt das Fleisch für das Mahl. Die Köche erwarten ihn schon....

Bereits vor 2000 Jahren erkannten die Menschen die Wirkung der Kälte: was im Sommer schnell verdorben war, hielt sich in den Wintermonaten lange frisch. Die Menschen sammelten im Winter Eis und Schnee und legten es in tiefe mit Stroh isolierte Gruben. Das Eis hielt sich über Monate und somit blieben auch die Nahrungsmittel lange frisch.

Viele Wissenschaftler beschäftigten sich über Jahrhunderte mit dem Thema Kühlung. Der Durchbruch gelang einem Handwerker, einem Drucker. Der nach Australien ausgewanderte James Harrison putzte nach einem langen Arbeitstag seine Maschinen mit Äther. Die Maschinen kühlten durch den schnell verdunstenden Äther ab. Er Baute eine Maschine in der Äther komprimiert wurde. Der sich ausdehnende Ätherdampf entzog der Umgebung Wärme. Somit war ein Prinzip gefunden das bis heute im großen und ganzen in der Kältetechnik benutzt wird.

Das Prinzip des glasgower Erfinders wurde in einer Brauerei in Bendigo, Australien ausprobiert. Seine Erfindung konnte sich nicht durchsetzen da der Eistransport aus Amerika noch immer billiger war.

Auch in Amerika war das Problem der Kühlung bekannt. 1867 dachte sich ein Viehzüchter was geniales aus. Um seine Konkurrenten bei den Preisen fürs Rindfleisch auszustechen, konstruierte er gekühlte Eisenbahnwaggons mit dessen Hilfe er bereits getötete und zerlegte Tiere ohne Verluste transportieren konnte. So überbot George Henry Hammond in Chicago die Konkurrenz mit dreifacher Fleischmenge und konnte den Preis unterbieten. Die Waggons wurden durch Eisblöcke gekühlt.

Der erste Fleischtransport nach Europa misslang auf dem Frachter „Le Frigorifique“. Nach dem Patent von Charles Tellier, wurde die Luft durch Ammoniakdampf gekühlt und über Eisblöcke geblasen. Die Maschine versagte auf dem Weg von Buenos Aires nach Europa und das Fleisch verdarb. Noch im selben Jahr, 1877, transportierte die Paraguay erfolgreich das Fleisch nach Le Havre. Die Temperatur die im mit Kühlrohren umgebenen und mit Kork isolierten Laderaum herrschte lag bei –13°C.

Seit 1850 hielt die Kältetechnik auch den Einzug in die Küche. Um 1850 konnte man in den USA gut isolierte Schränke kaufen in die man Eisblöcke zur Kühlung legen konnte. Den Durchbruch kam aber mit einem Deutschen. Der in der Kühlung der Brauereien erfahrene Carl von Linde baute einen in die Küche passenden Kühlschrank. Der Prinzip hielt sich bis Heute und ist als Kompressorkühlschrank bekannt. Die einzigen Nachteile: die Kompressorpumpe wurde mit Wasserdampf angetrieben und das Kühlmittel war Ammoniak das bei Lecks ausströmte und schlimme Verätzungen verursachen konnte.

Seit 1910 baute man elektrisch betriebene Kühlschränke. Preis der „automatischen Eis- und Kühlmaschine für den Haushalt“ von AEG im Jahre 1912 betrug 1500 Mark. Heute wird ein ungiftiges, unbrennbares Gas namens Frigen verwendet und immer mehr durch FCKW freie Gase ersetzt.
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Re: Polytechnikum... Beiträge aus der Welt der Technik

Neuer Beitragvon xenia am Samstag 8. Mai 2010, 14:13

Die spektakulärsten Solar-Kraftwerke

Energiegewinnung aus Licht findet mit verschiedensten Methoden statt, wird immer populärer und sieht beeindruckend aus.

20 bilder

http://kurier.at/multimedia/bilder/1999165.php?bild=1

daraus :

Bild bild: ap
In den USA wird Solarstrom derzeit stark gefördert. Hier sieht man das Experimental-Kraftwerk "Solar Two" in der Mojave-Wüste. Hier wird nach dem Konzentrations-Prinzip vorgegangen. Der Turm beinhaltet jedoch eine Thermal-Lager-Vorrichtung. Zuvor erhitztes Salz kann auch bei bewölktem Himmel Dampf erzeugen. Eine weitere Innovation für die Zukunft.
http://kurier.at/multimedia/bilder/1999165.php?bild=20
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Albert Einstein

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