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Handys machen Kunden sichtbar

Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon knieriem am Donnerstag 22. Mai 2008, 13:49

Laut Medienberichten setzen erste Ladenzentren im Vereinigten Königreich ein Überwachungssystem von path intelligence ein, um die Bewegungen von Kunden zu analysieren. Das Verfahren nutzt Gruppen empfindlicher Sensoren für Handy-Ausstrahlungen, um die Standorte von Handys im Zielgebiet regelmäßig durch Triangulation zu ermitteln und aufzuzeichnen.

Dabei werten die Betreiber offenbar grundlegende Informationen wie die IMSI-Kennung und damit etwa auch die Provider-Anbindungen der Telefonbesitzer aus, um zu erkennen, welche Peilungen sich auf dasselbe Gerät beziehen. Erklärter Zweck der Übung ist die Ermittlung von Bewegungsprofilen, einerseits um festzustellen, wie oft ein Kunde im Laufe von Wochen und Monaten in bestimmten Läden auftaucht, andererseits anscheinend auch, um seine Bewegungen innerhalb eines Ladens auf wenige Meter genau nachzuvollziehen.

Einen Erfolg haben die Marktforscher eines britischen Einkaufszentrums bereits öffentlich gemacht: Nach der Erkenntnis, dass überraschend viele Kunden SIM-Karten deutscher Herkunft verwenden, haben sie für die vermeintlich deutsche Kundschaft zusätzliche Hinweisschilder in deren Muttersprache im Parkhaus angebracht.

Während für diese Maßnahme schon das bloße Auftauchen entsprechender Handys genügt haben mag, stellt die Aufzeichnung von Bewegungsprofilen innerhalb eines Ladens höhere Anforderungen an die Technik. Hierfür sind nämlich Peilungen mindestens alle paar Sekunden erforderlich, und von sich aus dürfte so oft kein Handy seinen Sender einschalten. Will man trotzdem so häufige Peilungen durchführen, muss man dem Mobilgerät entsprechende Vorgaben machen, etwa durch das Vorspiegeln fast unbrauchbarer Empfangsverhältnisse oder durch gezielte wiederholte Login-Aufforderungen, sogenannte Identity Requests. Letztere Vorgehensweise verfolgen geheimdienstliche Fahndungsgerätschaften wie der IMSI-Catcher, der sich in die Kommunikation zwischen Handy und Sendemast einschmuggelt und auch das Abhören von Telefonaten ermöglicht. Sein Einsatz ist in Deutschland nur auf richterliche Anordnung im Rahmen der Terrorbekämpfung zulässig.

Ist die genaue Arbeitsweise von path intelligence auch noch unklar, so zeigt sich insgesamt aber mehr als deutlich, wie brennend der Einzelhandel am Verhalten individueller Käufer interessiert ist. Die Technik von path intelligence scheint dabei heute einen erschwinglichen Weg wenigstens zu grundlegenden Profildaten zu ebnen. Erheblich detailliertere Erkenntnisse sind aber nach einer flächendeckenden Verbreitung RFID-markierter Konsumgüter zu erwarten. Anhaltspunkte für derartige Anwendungen und resultierende Märkte für Informationsagenturen schildert das Magazin c't in der kommenden Ausgabe 12/08, an den Kiosken zu erhalten ab Montag, dem 26. Mai 2008. (hps/c't)


http://www.heise.de/security/Handys-mac ... ung/108078


Dass diese Vorgehensweise erst jetzt um sich greift, grenzt eigentlich eh an ein Wunder... :twisted:
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Querulator am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:11

Da wird sich die Polizei und die Justiz aber freuen: keine falschen Alibis mehr - es sei denn, jemand deponiert sein Handy vor einem Verbrechen an geeigneter Stelle. Man könnte auch noch eine aus der Ferne auslösbare Sprengladung in Handys einbauen, dann wirkt das Ganze ähnlich wie elektronische Fesseln.

Irgendetwas muss man ja tun, solange nicht jeder Bürger einen Chip eingebaut hat!
"Das Problem im Internet ist, dass man nie weiß, ob die Zitate authentisch sind."

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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Fenstergucker am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:21

Querulator hat geschrieben:Da wird sich die Polizei und die Justiz aber freuen: keine falschen Alibis mehr - es sei denn, jemand deponiert sein Handy vor einem Verbrechen an geeigneter Stelle. Man könnte auch noch eine aus der Ferne auslösbare Sprengladung in Handys einbauen, dann wirkt das Ganze ähnlich wie elektronische Fesseln.

Irgendetwas muss man ja tun, solange nicht jeder Bürger einen Chip eingebaut hat!


Naja, Hunde muß ja schon ein Chip eingesetzt werden, vielleicht ist ja bei den Babys auch bald soweit .....
Man muß nicht blau sein, um Strache zu wählen, aber es erleichtert die Sache ungemein ....
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Querulator am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:22

Fenstergucker hat geschrieben:Naja, Hunde muß ja schon ein Chip eingesetzt werden, vielleicht ist ja bei den Babys auch bald soweit .....

Ist ja klar! Oder hast du schon einen Hund mit einem Händy gesehen?
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Fenstergucker am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:25

Querulator hat geschrieben:
Fenstergucker hat geschrieben:Naja, Hunde muß ja schon ein Chip eingesetzt werden, vielleicht ist ja bei den Babys auch bald soweit .....

Ist ja klar! Oder hast du schon einen Hund mit einem Händy gesehen?


Siehst du, das ist eine Marktlücke! Das Handy für den vierbeinigen Liebling gibt's noch nicht!

:lol: :lol: :lol:
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon M. am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:32

Fenstergucker hat geschrieben:
Querulator hat geschrieben:
Fenstergucker hat geschrieben:Naja, Hunde muß ja schon ein Chip eingesetzt werden, vielleicht ist ja bei den Babys auch bald soweit .....

Ist ja klar! Oder hast du schon einen Hund mit einem Händy gesehen?


Siehst du, das ist eine Marktlücke! Das Handy für den vierbeinigen Liebling gibt's noch nicht!

:lol: :lol: :lol:


So etwas ähnliches wie ein "Babyphon" aber unbedingt mit Kamera ----- ned schlecht :-) Bei dressierten Hund könnte man natürlich auch ein 2WegSystem andenken - das könnte man anschliessen auch zur Überwachung derer einsetzen .... die sich noch dagegen sperren ..... das ist wirklich eine Marktlücke!

"Hund" richte deinen Fokus auf die Umgebung :-) Was frisst denn der Nachbarshund.....

Da gibts nur zwei Möglichkeiten in einer kommunistisch angehauchten Marktwirtschaft .... entweder lückenlose Überwachung und effiziente Auswertung dieser Daten, oder als Alternative nur ein 1Produkt-Angebot ..... das nennt man dann kommunistische InnovationsRevolution :-)
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon xenia am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:47

vor allem kann man dann das jeweilige gackerl dem nicht-sackerl-verwendenden herrl/frauerl zuordnen...

; - )))
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon M. am Donnerstag 22. Mai 2008, 15:48

xenia hat geschrieben:vor allem kann man dann das jeweilige gackerl dem nicht-sackerl-verwendenden herrl/frauerl zuordnen...

; - )))


JAAAAA .... auch eine Idee! Ned schlecht .....
Auch den Besitzer eines herrenlosen Sackerl samt Inhalt könnte man auf diese Art leicht ermitteln .... solls auch bereits geben.

Sachen gibts, des wird ja immer schöner.....
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon smART am Donnerstag 22. Mai 2008, 18:02

Querulator hat geschrieben:Da wird sich die Polizei und die Justiz aber freuen: keine falschen Alibis mehr - es sei denn, jemand deponiert sein Handy vor einem Verbrechen an geeigneter Stelle. Man könnte auch noch eine aus der Ferne auslösbare Sprengladung in Handys einbauen, dann wirkt das Ganze ähnlich wie elektronische Fesseln.

Irgendetwas muss man ja tun, solange nicht jeder Bürger einen Chip eingebaut hat!


Und einsetzen wird ihn künftig der Würschtlstand?
:surprised:


Aktueller Ignotonneninhalt
: contraindicatio, OHB, trebbiatore, f-art reloaded;
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon OHB am Donnerstag 22. Mai 2008, 18:08

Querulator hat geschrieben:Da wird sich die Polizei und die Justiz aber freuen: keine falschen Alibis mehr - es sei denn, jemand deponiert sein Handy vor einem Verbrechen an geeigneter Stelle. Man könnte auch noch eine aus der Ferne auslösbare Sprengladung in Handys einbauen, dann wirkt das Ganze ähnlich wie elektronische Fesseln.

Irgendetwas muss man ja tun, solange nicht jeder Bürger einen Chip eingebaut hat!


jo wos was ma
wos am so nebenbei bei impfungen unter de haut gschossn wird
nano-chip sicht ma ned si o leicht
:surprised: :surprised: :surprised:
Bild
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Querulator am Donnerstag 22. Mai 2008, 18:25

OHB hat geschrieben:jo wos was ma
wos am so nebenbei bei impfungen unter de haut gschossn wird
nano-chip sicht ma ned si o leicht
:surprised: :surprised: :surprised:

Blutkörperchen sind größer.
"Das Problem im Internet ist, dass man nie weiß, ob die Zitate authentisch sind."

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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Herr Fuchs am Freitag 23. Mai 2008, 00:46

Verklärte Leser,

zahlen Sie von Zeit zu Zeit mit einer Bankkarte im Supermarkt? Was, glauben Sie, geschieht mit den Informationen bezüglich Ihres Einkaufs (2xMilch, 1xKäse)?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie bei hirnlosen Unterschriftenaktionen Ihre e-Briefadresse oder sonstige Daten angeben?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie irgendwo eine Gewinnspielkarte ausfüllen?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie Geld in die Sechste Welt spenden?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie zwei Affen im Düsseldorfer Urwald retten möchten?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie einen wertvollen Erstattungspunkt kassieren, wenn Sie zuvor für eintausend Euro getankt oder eingekauft haben?
[...]

Doch trösten Sie sich. Irgendjemand wird Ihnen erzählen, welche Möglichkeiten sich Ihnen mit der Standortüberwachung bieten und Sie werden guten Gewissens darauf hereinfallen. Vielleicht gibt es sogar etwas zu gewinnen, das weiß man ja nie.

Sie finden, Herr Fuchs ist ein blöder Spinner, der übertreibt?

Wie erreichbar sind Sie während des Urlaubs für Ihren Halter, seitdem es das Händi gibt?

Herr Fuchs kennt Menschen, die konnten, dank des Händis und des Schößlers, während der Zugfahrt in den Urlaub noch ein wenig Zusatzarbeit verrichten. Kennen Sie solche Menschen auch? Ich glaube schon

Können Sie wirklich immer das Händi ausstellen, wenn Ihnen nicht nach einem Gespräch ist? (Seien Sie ehrlich, denn wir sind unter uns und Gott hört schon lange nicht mehr zu)

Ist Ihnen überhaupt klar, wie erreichbar Sie heute sind und wie erreichbar Sie in den achtziger Jahren waren?

Grämen Sie sich nicht, ich wurde auch genarrt.

Dabei ist es nicht schlimm, genarrt zu werden, doch es ist schlimm, die Narrheit nicht zu erkennen.

Denken Sie nach, und zwar….jetzt
Ferdolt Barnabas Fuchs
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Querulator am Freitag 23. Mai 2008, 01:26

@ Herrn Fuchs

Gehe ich etwa recht in der Annahme, dass Sie ein Verschwörungstheoretiker sind? Bild
"Das Problem im Internet ist, dass man nie weiß, ob die Zitate authentisch sind."

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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon Herr Fuchs am Freitag 23. Mai 2008, 01:29

Hochverehrter Herr Querulator,

nein, ich bin nur ein Misanthrop... (und vielleicht auch geisteskrank)

Mit freundlichen Grüßen
Herr Fuchs
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Re: Handys machen Kunden sichtbar

Beitragvon maria am Freitag 23. Mai 2008, 01:42

Herr Fuchs hat geschrieben:Verklärte Leser,

zahlen Sie von Zeit zu Zeit mit einer Bankkarte im Supermarkt? Was, glauben Sie, geschieht mit den Informationen bezüglich Ihres Einkaufs (2xMilch, 1xKäse)?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie bei hirnlosen Unterschriftenaktionen Ihre e-Briefadresse oder sonstige Daten angeben?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie irgendwo eine Gewinnspielkarte ausfüllen?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie Geld in die Sechste Welt spenden?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie zwei Affen im Düsseldorfer Urwald retten möchten?
Was, glauben Sie, geschieht, wenn Sie einen wertvollen Erstattungspunkt kassieren, wenn Sie zuvor für eintausend Euro getankt oder eingekauft haben?
[...]

Doch trösten Sie sich. Irgendjemand wird Ihnen erzählen, welche Möglichkeiten sich Ihnen mit der Standortüberwachung bieten und Sie werden guten Gewissens darauf hereinfallen. Vielleicht gibt es sogar etwas zu gewinnen, das weiß man ja nie.

Sie finden, Herr Fuchs ist ein blöder Spinner, der übertreibt?

Wie erreichbar sind Sie während des Urlaubs für Ihren Halter, seitdem es das Händi gibt?

Herr Fuchs kennt Menschen, die konnten, dank des Händis und des Schößlers, während der Zugfahrt in den Urlaub noch ein wenig Zusatzarbeit verrichten. Kennen Sie solche Menschen auch? Ich glaube schon

Können Sie wirklich immer das Händi ausstellen, wenn Ihnen nicht nach einem Gespräch ist? (Seien Sie ehrlich, denn wir sind unter uns und Gott hört schon lange nicht mehr zu)

Ist Ihnen überhaupt klar, wie erreichbar Sie heute sind und wie erreichbar Sie in den achtziger Jahren waren?

Grämen Sie sich nicht, ich wurde auch genarrt.

Dabei ist es nicht schlimm, genarrt zu werden, doch es ist schlimm, die Narrheit nicht zu erkennen.

Denken Sie nach, und zwar….jetzt
Ferdolt Barnabas Fuchs



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Werter Herr Fuchs!
Ich erkenne die Narrheit!
Weitere Details würden mich zum Narren machen!
Es grüßt Sie herzlichst,
maria
Weck nicht die Löwin in mir!
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