Ein bislang namenloser Phishing-Trojaner ergaunert Daten und verschickt diese über ICMP-Pakete. Der Trojaner installiert sich zur Infektion des Systems als BHO (BHO-Daemon aktualisieren...;) im Internet Explorer. Dort wartet der Schädling auf die Eingabe vertraulicher Daten und fängt diese ab. Er hängt die Daten mittels XOR-Verschlüsselung verschleiert dann als Nutzlast an ein ICMP-Paket und sendet dieses an den Angreifer.
Hiebei handelt es sich um ein Novum, da ICMP-Verkehr üblicherweise zur Signalisierung von Verbindungsstörungen oder zur Diagnose dient und daher im Netzwerk für gewöhnlich unverdächtig ist. Ich kenne jedenfalls niemanden, der ICMP-Pakete generell als Anomalie klassifiziert.
Abhilfe sollte man durch die Erstellung von Firewall-Regeln schaffen, die wenigstens ausgehenden ICMP-Verkehr sperren.
Veröffentlicht (mit BeispielCode): Websense

