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Etwas andere Advent- bzw. Weihnachtslyrik

Sensible Worte, gemalen, wie Musik - Freches, Lustiges und Weisheiten im Reim.

Die etwas andere Advent- bzw. Weihnachtslyrik

Neuer Beitragvon elba am Donnerstag 6. Dezember 2007, 01:15

Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehn...

Denkt Euch, ich habe das Christkind geseh'n,
ich hab's überfahren. Es war ein Verseh'n.
Ich hatte gerade die Äuglein zu,
ich träumte beim Fahren in himmlischer Ruh'.

Das Christkindl hat in dieser heiligen Nacht
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.
Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann.
Er feuerte grad' seine Rentiere an.

Ich überholte den langsamen Wicht,
doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa.
Ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta.

Am Ende sah ich auch Nikolaus.
Er stürmte grad' aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
wollt' am Automaten neue Präser sich kaufen.

Mein Auto und mich hat er wohl nicht gesehen,
jedenfalls blieben nur seine Stiefel stehn.
So ist die Moral von dem Gedicht:
Fahr zu schnell Dein Auto nicht.

Denn als ich zuhaus war, da mußte ich heulen.
Mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen.
Vom Niklas, vom Christkind und vom Santa Klaus.
Ja nächstes Jahr Weihnachten das fällt dann wohl aus,
necht.

Schade eigentlich.

(©)Frühstyxradio Produktions GmbH - Frühstyxradio Online - Onkel Hotte
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elba
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Re: Etwas andere Advent- bzw. Weihnachtslyrik

Neuer Beitragvon xenia am Donnerstag 6. Dezember 2007, 14:43

Was, wenn Weihnachten nicht vor 2007 Jahren,
sondern heute stattgefunden hätte...

Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln

Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen


BETHLEHEM, JUDÄA -
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger
alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust.
Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte
unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter,
einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine
Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als
Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter
abzuhalten.
Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten
Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der
Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer"
eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch
der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei
Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der
Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen,
aber in Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise verbotenen
Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten,
Gott habe ihn angetragen,sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit
offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur
weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht
bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr
zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts
mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht
volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher
Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und
psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen
Fahrlässigkeit rechnen.
Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die Lupe genommen, weil sie
behauptet,sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir
steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn
dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes
gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die
Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern
verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu
erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen
Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer
Gesellschaft werden können."

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten
behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen Nachthemd
mit Flügeln (!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den Stall aufzusuchen
und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein
Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines
vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."

heute per e-mail bekommen

; - )))
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

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xenia
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Re: Etwas andere Advent- bzw. Weihnachtslyrik

Neuer Beitragvon UnART am Samstag 20. Dezember 2008, 00:31

O Weihnacht! Weihnacht!
Höchste Feier!
Wir fassen ihre Wonne nicht.
Sie hüllt in ihre Heil'gen Schleier
das seligste Geheimnis dicht.

Nikolaus Lenau
( °) ( °) dada.
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Re: UnARTige Weihnachtsgedichte

Neuer Beitragvon UnART am Samstag 20. Dezember 2008, 00:37

Weihnacht kommt näher,
die Gänse werden fetter,
gebt einen Groschen
dem armen Bettler.
( °) ( °) dada.
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Re: UnARTige Weihnachtsgedichte

Neuer Beitragvon maria am Samstag 20. Dezember 2008, 00:44

UnART hat geschrieben:
Weihnacht kommt näher,
die Gänse werden fetter,
gebt einen Groschen
dem armen Bettler.

*
Ich geb gerner
dem "Augustin",
dem Werner (Wiener für jene, die weanerisch nicht verstehen)
Weck nicht die Löwin in mir!
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Re: Etwas andere Advent- bzw. Weihnachtslyrik

Neuer Beitragvon UnART am Samstag 20. Dezember 2008, 21:49

Alle Jahre wieder eine UnART-Version des Knecht Ruprecht, aus dem Jahr 2002, die auch im Netz ihre Runden zog.


Knecht Ruprecht
(Frei nach T. Storm)

Von drauß vom Walde komm ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Doch heute ist mir alles wurst;
Ich spüre einen Riesendurst!

Nach sehr viel Glühwein, Most und Bier;
Erzähl ich euch was andres hier.
Den Glühwein sollst du nicht viel spritzen,
Damit viel gold´ne Lichtlein blitzen.

Am Himmel seh´ ich dann ein Tor,
Da blickt das Christkind mir hervor.
Und wie ich torkle Tann zu Tann,
Rief mich dessen Stimme an.
* Knecht Ruprecht*, rief es, *altes Gstell,
Versagen deine Beine heut gar schnell?*

Im Kopf fängt es zu brummen an,
Wer hat mir das nur angetan.
Es geht nicht mehr, ich meine nun
Ist es an der Zeit zu ruh´n.

Morgen lieg ich wieder auf der Erden,
Von Rausch zu Rausch wird Weihnacht werden.
Ich sprach: *O lieber Herre Christ,
Mein Dampf noch nicht zu Ende ist;
Ich will nur noch in diese Stadt,
Wo´s eitel guten Glühmost hat.*

*Hast denn das Säcklein auch bei dir?*
Ich sprach: *Ein Säcklein wohl, doch ich bin stier :
Denn Glühwein, Most, und zwei-drei Stern,
Die mag Knecht Ruprecht gar so gern.*

*Hast du die Rute auch bei dir?”
Ich sprach: *Meine Rute, die steht mir:
Den willig Frauen nicht den schlechten,
Bringt sie Freud, am Teil den rechten.*
Christkindlein sprach: *So ist es recht;
Streng dich an, du treuer Knecht!*

Von drauß vom Walde komm ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun hört, wie ihr mich hiernied find!
Der Fahne nach, dem Duft im Wind.
© Heinz UnART (2002)
( °) ( °) dada.
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Re: Etwas andere Advent- bzw. Weihnachtslyrik

Neuer Beitragvon OHB am Samstag 20. Dezember 2008, 22:54

Der Familienvater will seine vierjährige Tochter zu Weihnachten überraschen. Er leiht sich ein Weihnachtsmannkostüm, zieht es sich im Schlafzimmer an, bewaffnet sich mit Sack und Rute und geht in das Wohnzimmer, wo seine Tochter und seine Frau sind und sagt sein Sprüchlein auf:

"Vom Walde draußen komm ich her."
"Ich muss euch sagen, es Weihnachtet sehr,"
"und überall auf den Tannenspitzen,"
"sah ich die goldenen Lichtlein blitzen."

Darauf die Tochter: "Mama, ist Papa wieder mal besoffen?"
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