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Nacht

UnARTige und gescheite Sprüche

Nacht

Beitragvon UnART am Mittwoch 26. September 2007, 03:39

Wünsche allen eine gute Nacht!

Aus Tag und Nacht hat wohlbedacht
Der Herr des Lebens die Welt gemacht;
Die Dichtung ist Tag in klarer Pracht,
Musik die weltverkündende Nacht.
Franz Grillparzer
( °) ( °) dada.
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Re: Nacht

Beitragvon xenia am Mittwoch 26. September 2007, 03:56

Guten Abend, gute Nacht,
Mit Rosen bedacht,
Mit Näglein besteckt,
Schlupf unter die Deck'
Morgen früh, wenn Gott will,
Wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gute Nacht,
Von Englein bewacht,
Die zeigen im Traum
Dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
Schau im Traum's Paradies.

die melodie dazu gibts hier :

http://web.utanet.at/toscherf/Kinder/Gu ... _Nacht.htm

; - )))
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

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Re: Nacht

Beitragvon OHB am Mittwoch 26. September 2007, 09:39

Nachthimmel und Sternenfall
Der Himmel, groß
voll herrlicher Verhaltung
ein Vorrat Raum
ein Übermaß von Welt
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Mittwoch 26. September 2007, 13:12

Die schöne Nacht

Nun verlass ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Schritte
Durch den öden finstern Wald.
Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephir meldet ihren Lauf,
Und die Birken streun mit Neigen
Ihr den süßten Weihrauch auf.

Wie ergötz ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht!
O wie still ist hier zu fühlen,
Was die Seele glücklich macht!
Lässt sich kaum die Wonne fassen!
Und doch wollt ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Gäb mein Mädchen Eine mir.

Johann Wolfgang von Goethe
Und die Mutter blicket stumm
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Re: Nacht

Beitragvon UnART am Donnerstag 27. September 2007, 02:17

Nacht soll sprechen,
Nacht beraten,
Nacht soll bringen dir den Sieg.
Plutarch von Chäronea


Schlaft gut!
( °) ( °) dada.
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Donnerstag 27. September 2007, 02:36

Manche Nacht

Wenn die Felder sich verdunkeln,
fühl' ich wird mein Auge heller;
schon versucht ein Stern zu funkeln,
und die Grillen wispern schneller.

Jeder Laut wird bilderreicher,
das Gewohnte sonderbarer,
hinterm Wald der Himmel bleicher,
jeder Wipfel hebt sich klarer;

Und du merkst es nicht im Schreiten
wie das Licht verhundertfältigt
sich entringt den Dunkelheiten.
Plötzlich stehst du überwältigt.

Richard Fedor Leopold Dehmel (1863-1920)
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Donnerstag 27. September 2007, 02:52

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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Donnerstag 27. September 2007, 02:56

Jaques Offenbach

Schöne Nacht, du Liebesnacht
O stille mein Verlangen,
Süßer als der Tag
Uns Lacht die Schöne Liebesnacht.

2. Es entflieht die Zeit mit Macht,
Der Zarten Liebe Banden
Fern von dieses Ortes Pracht
Entflieht die Zeit mit Macht.

3. Zephire Lind und Sacht,
Die uns Kosend umfangen
Zephire haben sacht.
Sanfte Küße gebracht.
Sanften Kuß uns gebracht Ach!

4. Schöne Nacht du Liebes Nacht
O stille das Verlangen.
Süßer als der Tag und Lacht,
Die Schöne Liebesnacht!
Ach! Stille das Verlangen Liebes Nacht
O Liebes nacht! Ach! Ach! Ach! Ach!


Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Freitag 28. September 2007, 01:52

Barthold Hinrich Brockes

Kirschblüte bei der Nacht

Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte,
in kühler Nacht beim Mondenschein;
ich glaubt, es könne nichts von größerer Weiße sein.
Es schien, als wär ein Schnee gefallen;
ein jeder, auch der kleinste Ast,
trug gleichsam eine rechte Last
von zierlich weißen runden Ballen.
Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt,
- indem daselbst des Mondes sanftes Licht
selbst durch die zarten Blätter bricht -
sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat.
Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden
was Weißres aufgefunden werden.
Indem ich nun bald hin, bald her
im Schatten dieses Baumes gehe,
sah ich von ungefähr
durch alle Blumen in die Höhe
und ward noch einen weißern Schein,
der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar,
fast halb darob erstaunt, gewahr.
Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein
bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht
von einem hellen Stern ein weißes Licht,
das mir recht in die Seele strahlte.
Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergötze,
dacht ich, hat er dennoch weit größre Schätze.
Die größte Schönheit dieser Erden
kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.
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Re: Nacht

Beitragvon UnART am Freitag 28. September 2007, 02:29

Nacht ist schon hereingesunken,
Schließt sich heilig Stern an Stern,
Große Lichter, kleine Funken
Glitzern nah und glänzen fern;
Glitzern hier im See sich spiegelnd,
Glänzen droben klarer Nacht,
Tiefsten Ruhens Glück besiegelnd
Herrscht des Mondes volle Pracht.
Johann Wolfgang von Goethe
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Re: Nacht

Beitragvon OHB am Freitag 28. September 2007, 09:35

die nacht ist ein schwarzes zelt mit löchern
man kann das universum atmen sehen

:geeka:
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Samstag 29. September 2007, 02:45

Heinrich Heine


[Nacht liegt auf den fremden Wegen]

Nacht liegt auf den fremden Wegen,
Krankes Herz und müde Glieder; -
Ach, da fließt, wie stiller Segen,
Süßer Mond, dein Licht hernieder.

5 Süßer Mond, mit deinen Strahlen
Scheuchest du das nächtge Grauen;
Es zerrinnen meine Qualen,
Und die Augen übertauen.
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Re: Nacht

Beitragvon UnART am Samstag 29. September 2007, 02:57

Die Maus kann nicht schlafen.
Der Mond scheint so hell.
Er scheint durch die Ritzen,
er scheint ihr aufs Fell.
Da wandert die Maus
Durch Hof und Haus
Und sucht sich
einen Schlafplatz aus:
im tiefen Keller,
im Suppenteller,
sogar in einem alten Schuh -
doch nirgends hat sie vor ihm Ruh.
Der Sandmann
legt sie der Mondfee ins Haar.
Drin schläft die Maus
ganz wunderbar.

@ Christine Rettl und Gabriele Dal Lago: Hallo, liebes Sandmännchen
( °) ( °) dada.
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Samstag 29. September 2007, 03:05

Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803)

Anlass zum Schlafe

Von Zefirs sanftem Säuseln
Bin ich oft eingeschlafen;
Vom Saft gepresster Trauben
Bin ich oft eingeschlafen;
Im Schatten junger Bäume,
Vom Schwarm der muntern Bienen,
Beim Sprudeln kleiner Quellen
Bin ich oft eingeschlafen;
Doch, soll ich ietzo schlafen:
So müssen Küsse rauschen.
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Re: Nacht

Beitragvon struwwelpeter am Sonntag 30. September 2007, 02:48

Ach du mein kleiner Abendstern!
Wie hab ich dich zum Fressen gern!
Hier nur noch ein letzter Kuss, weil ich auch noch Schlafen muss!
Gute Nacht zu sagen ist nicht schwer, doch es Dir zu schreiben um so mehr,
ein Küsschen wollte ich Dir noch schicken, doch mein Handy machte Zicken.

:hmm:
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