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Aktuelles brisant verpackt.
von UnART am Samstag 18. Oktober 2008, 20:41
Der Online-Kurier bietet eine Abstimmung über zweisprachige Ortstafeln: Was halten sie von zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten? O Die slowenische Minderheit hat ein Recht darauf O Die meisten würde das nicht stören O Kärnten soll deutsch bleiben O Ist mir egal
Auf den ersten Blick wirkt die Umfrage recht harmlos. Würden alle Österreicher abstimmen, klicken über 90 Prozent auf die Antworte 2: „Die meisten würde das nicht stören“ oder 4: „Ist mir egal“. Die Fragen 1 und 3 haben es allerdings in sich. Sie sind suggestiv. „Die slowenische Minderheit hat ein Recht darauf“, appelliert unterschwellig mehr an den Rechtsstaat, als eine persönliche Meinung. „Kärnten soll deutsch bleiben“, vermittelt den Eindruck von ewig Gestrigen und zieht einen Bogen zum Dritten Reich. Sogar in Kärnten würden es ganz wenige als Antwort wählen. Die Fragestellung polarisiert, wie es Populisten nicht besser schaffen. Was bezweckt der zuständige Redakteur und warum kann eine Umfrage in dieser Form die Redaktion eines „Qualitätsblattes“ passieren? Nehmen wir im günstigsten Fall an: Der Journalist kann in dieser Sache nicht bis Drei zählen, reagiert nach eigenen Befinden und die Redaktion war einfach nur schlampig. Zur Frage 3 „Kärnten soll deutsch bleiben“: Großteils geht es nicht um deutsche Ortsbezeichnungen, die in Neuslowenisch übersetzt mit aufs Ortsschild sollen - und wer weiß wo schlussendlich noch hin, da der Begriff Topografie einen Bogen über die Ortstafeln hinaus spannt. Hauptsächlich handelt es sich bei den Namen in Südkärnten um alte bergslawische und manchmal noch keltische Bezeichnungen – in den meisten Fällen ein Gemisch dieser Sprachen. Das ist Kärnten ... das ist Kärntnerisch ... hier drückt sich das Miteinander verschiedener Volksgruppen aus ... die Namen sigalisieren eine gemischte zusammengewachsene Population. Es gleicht einer Sauerei, dieses Miteinander in Neuslowenisch und Deutsch zu polarisieren. Als Gegenzug sind dann altslowenische Topografien und deren Mischformen einzudeutschen, womit wir bereits drei Ortsnamen auf dem Taferl haben. Noch eine Frage: Wer soll überhaupt über Ortsbezeichnungen bestimmen? Politiker, Parteien, extreme Funktionäre der Volksgruppen, Österreicher? Meines Erachtens nicht mal alle Kärntner. Es ist Sache der jeweiligen Einwohner! Ein Vorschlag: Die Bürger des Ortes stimmen über ihre Ortstafelbezeichnung ab. Sind 15 Prozent dafür (Bekenntnis Adamovic) gilt es als JA. Es bedeutet nicht, dass 15 % der Einwohner Kärntner-Slowenen sind, weil sicher Deutschsprechende ebenfalls dafür votieren. Leider ist, wo politisches Kleingeld gewechselt wird, eine vernünftige Lösung nicht gefragt. 081018 © http://www.unart-forum.com
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von xenia am Samstag 18. Oktober 2008, 21:42
in Kärnten ist alles sehr kompliziert, auch das sprachliche, das sogar die Burgenländer geschafft haben. Liste der Orte im Burgenland, die zweisprachige Ortstafeln bekommen sollen ... Insgesamt sollen in 47 Orten beziehungsweise Ortsteilen des Burgenlandes deutsch-kroatische Tafeln stehen, in vier Orten deutsch-ungarische Tafeln. Im Vergleich zum Begutachtungsentwurf sind nun einige Orte mehr aufgelistet. ... Zweisprachige Tafeln sind vorgesehen für folgende Orte: Bezirk Neusiedl: Neudorf (Novo Selo), Pama (Bijelo Selo), Parndorf (Pandrof) Bezirk Eisenstadt/Umgebung: Hornstein (Vorištan), Klingenbach (Klimpuh), Oslip (Uzlop), Siegendorf (Cindrof), Steinbrunn (Štikapron), Trausdorf a. d. Wulka (Trajštof), Wulkaprodersdorf (Vulkaprodrštof), Zagersdrof (Cogrštof), Zillingtal (Celindof) Bezirk Mattersburg: Antau (Otava), Baumgarten (Pajngrt), Draßburg (Rasporak) Bezirk Oberpullendorf: Frankenau (Frakanava), Großmutschen (Mučindrof), Kleinmutschen (Pervane), Unterpullendorf (Dolnja Pulja), Großwarasdorf (Veliki Borištof), Kleinwarasdorf (Mali Borištof), Langental (Longitolj), Nebersdorf (Šuševo), Kaisersdorf (Kalištrof), Kroatisch Geresdorf (Gerištof), Kroatisch Minihof (Mjenovo), Nikitsch (Filež), Weingraben (Bajngrob) Bezirk Oberwart: Althodis (Stari Hodas), Spitzzicken (Hrvatski Cikljin), Schachendorf (Čajta), Dürnbach (Vincjet), Schandorf (Čemba), Allersdorf i Bgld. (Klučarevci), Rauhriegel (Rorigljin), Allersgraben (Širokani), Mönchmeierhof (Marof), Parapatitschberg (Parapatićev Brig), Oberpodgoria (Podgorje), Podler (Poljanci), Rumpersdorf (Rupišće), Unterpodgoria (Bošnjakov Brig), Weiden bei Rechnitz (Bandol), Zuberbach (Sabara) Bezirk Güssing: Güttenbach (Pinkovac), Neuberg im Bgld. (Nova Gora), Stinatz (Stinjaki) Darüber hinaus schlägt die Verordnung deutsch/ungarische Ortstafeln für Oberpullendorf, Oberwart, Unterwart und Siget i.d. Wart vor. http://www.hrvatskicentar.at/forum2/_disc/00000096.htm
so weit ich das beurteilen kann, wurden einfach die umgangssprachlichen bezeichnungen genommen, die teils fast gleich (Parndorf - Pandrof) oder ganz unterschiedlich sind (Güttenbach - Pinkovac). dazu, als beispiel : Güttenbach Deutscher Name...... Ungarischer Name......Kroatischer Name Güttenbach............Pinkóc....................Pinkovac aus der chronik : Güttenbach wird zum ersten Mal im Jahre 1427 mit der Bezeichnung Vyfalu (sprich "Ujfalu") urkundlich erwähnt. Dass aber die Gegend schon viel früher besiedelt war, dokumentiert der keltische Münzschatzfund von Güttenbach. ... Ab dem Jahre 1524 gehörte der ursprünglich mit Deutschsprachigen (vermutlich auch mit Magyaren) bewohnte Ort zu den Batthyányschen Besitzungen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts kam es zur Einsiedlung kroatischer Kolonisten, wobei das Dorf im ersten Urbar 1576 "Gyetenpach" (guter Bach) genannt wird. Im erwähnten Verzeichnis sind die ersten Bewohner namentlich angeführt. Die kroatischen Familiennamen wie Hajszan (Hayzan), Jandrisits (Jandrycyct) und Stubits (Stwbyvh), die unter anderem im ersten Urbar vorkommen, sind heute noch vorhanden. Erwähnenswert ist, dass der heute verbreitetste Familienname Radakovits mit seinen Familienangehörigen vom Kaiser und König Rudolf II. geadelt wurde. Die damaligen Bewohner des Ortes waren Leibeigene und Untertanen der Güssinger Großgrundbesitzer, die für die Grafen arbeiten, Dienste verrichten und Abgaben leisten mussten. Wie aus dem oben erwähnten hervorgeht, war Güttenbach ab der Mitte des 16. Jahrhunderts ein zweisprachiges Dorf. Die kroatische Bevölkerung muss sich sehr rasch etabliert haben, dann nach den als erstes genannten Bürgermeistern (Ruiß 1576 und Knor 1588) werden schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts kroatischnamige Ortsvorsteher (Biro) gewählt, wobei Haissn Iwan sein Amt von 1706 - 1719 ausübt. Danach führen bis zum heutigen Tag nur Kroaten die Amtsgeschäfte der Gemeinde. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Namensträger des deutschen Familiennamens KNOR, (der schon im ersten Urbar des Jahres 1576 vorkommt) heute alle kroatischsprachig sind. Das ist ein Beweis dafür, dass die in Güttenbach seit der Mitte des 16. Jahrhunderts ansässigen Kroaten auch deutschsprachige Mitbewohner kroatisiert haben. ... Mit der Bauernbefreiung im Jahre 1848 waren die Probleme für die bäuerliche Ortsbevölkerung nicht aus der Welt geschafft. Schlechte, wenig fruchtbare Ackererde, Arbeitslosigkeit, Hunger und Not veranlassten viele Güttenbacher ihre Heimat in Richtung Amerika und Kanada zu verlassen. Die meisten Auswanderungen nach Übersee waren um die Jahrhundertwende, nach dem Ersten Weltkrieg, als das Burgenland von Ungarn zu Österreich kam und vereinzelt auch nach dem zweiten Weltkrieg. http://www.austria-sites.com/austria-4u ... enbach.htmalso keine "erzwungenen" und "künstlichen" übersetzungen...
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von contraindicatio am Sonntag 19. Oktober 2008, 12:49
xenia hat geschrieben: also keine "erzwungenen" und "künstlichen" übersetzungen...
Erzwungen und künstlich ist alles, was nicht Deutsch ist. Auch wenn manche derzeitige Ortsbezeichnungen nur eingedeutschtes Slowenisch sind. So wie manche urdeutsche Familiennamen auch nur eingedeutscht sind. 
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contraindicatio
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von UnART am Sonntag 19. Oktober 2008, 12:51
Guter Beitrag Xenia! Aber im Vergleich von Äpfel und Birnen passt er lediglich zum Überbegriff Obst. Es gibt nicht nur unterschiedliche Geschichte, sondern auch unterschiedliche Erfahrung mit Nachbarn. Der Thread sollte beim Thema bleiben, das Lösungsvarianten über das Verwaltungserkenntnis hinaus anbietet.
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von M. am Sonntag 19. Oktober 2008, 12:53
Euer Zwergi macht eh weiter... wenns stimmt. Petzner bleibt bei Ortstafelfrage hart Der Neo-BZÖ-Chef will die Linie in der Kärntner Ortstafelfrage fortsetzen. Auch beim Ausländerthema gehe der eingeschlagene Kurs weiter. http://kurier.at/nachrichten/245971.phpSo kann man sich auch beschäftigen ohne sich wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden... ein absolut begrenzter Horizont halt. http://www.youtube.com/watch?v=8pZfvbQo ... re=relatedDer macht sich absolut gut.....
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. - Erich Fried
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von UnART am Sonntag 19. Oktober 2008, 12:57
M. hat geschrieben:Euer Zwergi macht eh weiter... wenns stimmt. Petzner bleibt bei Ortstafelfrage hart Der Neo-BZÖ-Chef will die Linie in der Kärntner Ortstafelfrage fortsetzen. Auch beim Ausländerthema gehe der eingeschlagene Kurs weiter. http://kurier.at/nachrichten/245971.phpSo kann man sich auch beschäftigen ohne sich wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden... ein absolut begrenzter Horizont halt.
Es geht nicht darum was ein Zwergi ( © M.) vorhat. Im Beitrag ist abseits davon ein Zustand aufgezeigt und es wird eine Lösung angeboten.
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von M. am Sonntag 19. Oktober 2008, 13:03
Mit eurer Geschichte und daraus resultierenden Verträgen müssts eh selbst fertig werden ... als Zuschauer denke ich mir - und formuliere - halt meinen Teil.
Prioritäten zu setzen, bleibt euch allein. Interessant ist es aber allemal...
Mit Ortstafeln verhält es sich so wie mit Alkoholgenuss ..... damit transportiert man sich mitten ins Volksherz. Eine gewagte Sache....
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von catusse am Sonntag 19. Oktober 2008, 13:58
M. hat geschrieben:Mit Ortstafeln verhält es sich so wie mit Alkoholgenuss ..... damit transportiert man sich mitten ins Volksherz. Eine gewagte Sache....
ins herz WELCHEN volkes frage ich mich. .
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von M. am Sonntag 19. Oktober 2008, 14:01
Tja ..... darüber könnten "wir" jetzt nachdenken ..... laut oder leise.
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von xenia am Sonntag 19. Oktober 2008, 14:45
UnART hat geschrieben:Guter Beitrag Xenia! Aber im Vergleich von Äpfel und Birnen passt er lediglich zum Überbegriff Obst. Es gibt nicht nur unterschiedliche Geschichte, sondern auch unterschiedliche Erfahrung mit Nachbarn. Der Thread sollte beim Thema bleiben, das Lösungsvarianten über das Verwaltungserkenntnis hinaus anbietet.
richtig ! korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege : in Kärnten waren zuerst die Slowenen da, im Burgenland wurden die Kroaten erst später angesiedelt. da könnte ich eher verstehen, wenn es im Burgenland einen "aufstand" gegen "erzwungene" zweisprachige ortstafeln gegeben hätte. weiters : in meiner kindheit und jugend konnte nur dann jemand "etwas werden", wenn er kroate war, der ungarischsprachige teil (im Nordburgenland) war schon am aussterben. in meiner "heimatgemeinde" sprachen damals grad noch ein paar großmütter oder -väter ungarisch, auch im dialekt gabs nur wenige aus dem ungarischen abgeleitete wörter. trotzdem lernten wir voller stolz, dass unser ort früher einen ungarischen namen hatte. ich bezweifle stark, dass heute irgend ein bewohner gegen die zusätzliche ungarische bezeichnung auf der ortstafel einen einwand erheben würde, auch wenn die generationen nach mir wahrscheinlich niemanden mehr gekannt haben, der ungarisch sprach. heute gibt es diese bevorzugung der kroaten längst nicht mehr, es ist uninteressant geworden, welche abstammung wer hat. im gegenteil, es wird positiv vermerkt, dass manche von haus aus zweisprachig sind, egal ob neben deutsch auch kroatisch, ungarisch, rumänisch, türkisch, bulgarisch oder sonst was. in Kärnten wurde mir immer der eindruck vermittelt, die deutschsprachigen wären sowas wie die "herrenmenschen", die Slowenen und Windischen sowas wie "untermenschen". vielleicht war das nur eine "örtliche erscheinung", aber ich kenne auch 2 St. Veiter, die explodieren, wenn ich sie als "Unterkärntner" bezeichne. die beiden kennen einander nicht, aber beide erklären mir jedes mal wieder, dass die grenze zu Unterkärnten gleich südlich von St. Veit verläuft. das einzige, was mich noch immer nervt : egal, was im orf über das Burgenland berichtet wird - die hintergrundmusik wird von einer kroatischen Tamburizza-kapelle/chor gespielt/gesungen, als gäbe es im Burgenland keinerlei andere musik. lösungsvarianten für Kärnten ? das verwaltungsgerichtshoferkenntnis ist endlich durchzuziehen, die bereits von den einheimischen verwendeten ortsnamen sind zu berücksichtigen, statt neue irgendwie zu übersetzen und zu konstruieren. Österreich sollte ein rechtsstaat bleiben, ohne ausnahmen und eiertänze für Kärnten...
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von M. am Sonntag 19. Oktober 2008, 20:43
UnART hat geschrieben:M. hat geschrieben:Euer Zwergi macht eh weiter... wenns stimmt. Petzner bleibt bei Ortstafelfrage hart Der Neo-BZÖ-Chef will die Linie in der Kärntner Ortstafelfrage fortsetzen. Auch beim Ausländerthema gehe der eingeschlagene Kurs weiter. http://kurier.at/nachrichten/245971.phpSo kann man sich auch beschäftigen ohne sich wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden... ein absolut begrenzter Horizont halt.
Es geht nicht darum was ein Zwergi ( © M.) vorhat. Im Beitrag ist abseits davon ein Zustand aufgezeigt und es wird eine Lösung angeboten. http://www.podcast.de/episode/899701/St ... tober_2008Dieser junge Mann soll eine Lösung bieten?
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von UnART am Sonntag 19. Oktober 2008, 20:54
M. hat geschrieben:http://www.podcast.de/episode/899701/Stefan_Petzner_19._Oktober_2008 Dieser junge Mann soll eine Lösung bieten?
Hast meinen Beitrag nicht gelesen? Dort wird eine Lösung angeboten.
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von OHB am Sonntag 19. Oktober 2008, 21:34
ich wäre für zweitbenennung von WIEN vindobona wird doch auch noch in latein gelehrt obwohl es ja noch mehr vorschläge gibt http://gemi.at/Ortstafeln/Ortstafeln.htm
und ewig grüßt das murmeltier aus dem hamsterrad
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von UnART am Dienstag 21. Oktober 2008, 13:00
xenia hat geschrieben:in Kärnten ist alles sehr kompliziert, auch das sprachliche, das sogar die Burgenländer geschafft haben...
Kärnten wird wegen der politischen Reibereien um diese Sache nur falsch wahrgenommen. Siehe ---> post278744.html#p278744
( °) ( °) dada.
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von xenia am Dienstag 21. Oktober 2008, 15:56
UnART hat geschrieben:xenia hat geschrieben:in Kärnten ist alles sehr kompliziert, auch das sprachliche, das sogar die Burgenländer geschafft haben...
Kärnten wird wegen der politischen Reibereien um diese Sache nur falsch wahrgenommen. Siehe ---> post278744.html#p278744
mein Kärnten-bild hab ich mir nicht in Wien, sondern in Kärnten erworben. was mich immer schon gewundert hat : als kind verbrachte ich einen urlaub in Südtirol und war begeistert von den zweisprachigen ortstafeln, bei sehr vielen konnte ich italienisch lernen, weil einfach die deutschen namen übersetzt waren (oder es wurde einfach ein "o" angehängt). die Kärntner haben nicht weit dorthin und sollten den anblick eigentlich auch von klein auf als "normal" empfinden. auch habe ich nie gehört, dass die südtiroler, denen man süditaliener/sizilianer in ihr ureigenstes "territorium" "zwangseinsiedelte", irgendwann einmal gegen die italienischen zusatz-orts- und -topographischen bezeichnungen protestiert hätten. vielleicht hab ich das verschlafen, oder soll ich annehmen, dass die (süd)tiroler duckmäuser und feiglinge sind, weil sie sich - im gegensatz zu den Kärntnern - nicht trau(t)en, die zweisprachigen ortstafeln auszureissen ? meiner meinung nach (die nichts zählt) sollten auf allen ortstafeln (nicht nur in den vorgeschriebenen gebieten) auch frühere ortsnamen aufscheinen, schon zur stärkung des geschichtsbewusstseins. als beispiel aus dem Burgenland "STEINBRUNN" : Die Existenz der Siedlung Stinkenbrunn wird erstmals 1271, in der ungarischen Form "BYZURKUT" urkundlich erwähnt. Der Ortsname soll laut "Sage" durch den Absturz eines Drachen in den Ortsbrunnen (stinkender Brunnen) entstanden sein (lesen Sie die Sage). Kroatischer Name: Stikapron Ungarischer Name bis 1920 BÜDÖSKUT Deutscher Name bis 1958 Stinkenbrunn Deutscher Name seit 1959 Steinbrunn http://www.steinbrunn.at/1009,,,2.htmlwas die "wahrnehmung" betrifft : auch Wien wird in Kärnten eher seltsam wahrgenomen. des öfteren musste ich mir anhören, dass Wien nur aus weltfremden beamten mit purem unsinn im kopf besteht, keine eigene wirtschaft oder gar industrie besitzt, folglich von Kärnten erhalten werden müsse, was natürlich zur folge hätte, dass es Kärnten nicht so gut gehe, wie es ohne diese zwangsabgaben nach Wien möglich wäre. in deinem o.a. posting schreibst du : Der in Kärnten tätige Rechtsanwalt und Slowenen-Funktionär Vouk rast künftig durch Ortschaften und erstattet Selbstanzeige um ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs zu erzwingen.
mir ist nur bekannt, dass dieser rechtsanwalt als letzten ausweg, ein verfahren erreichen zu können, mit 51 km/h an einer ortstafel vorbeigefahren wäre. das bezeichnest du als "rasen durch ortschaften". andererseits : Auf 142 soll der Tacho stehengeblieben sein. Mit dieser Geschwindigkeit in einer 50 KmH-Zone ertappt, bist den Führerschein los. Nach Mitternacht ist allerdings die Gefährdung in Siedlungen kaum gegeben und der Verkehr minimal. Darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht. forum132/topic13176-60.html#p277959
beim "rasen" mit 51 km/h wurde sehr wohl darauf geachtet, dass niemand zu schaden kommen kann, was man bei einer fahrt im nebel, auch nach mitternacht, nicht so ohne weiteres vorhersehen kann...
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