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Emanzipatorische Quoten

Aktuelles brisant verpackt.

Emanzipatorische Quoten

Beitragvon UnART am Montag 22. Juni 2009, 19:48

Ein neuer Besen – das alte Lied. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wurde zur neuen Vorsitzenden der SPÖ-Frauchen gewählt. Sie fordert angeblich ambitioniert verpflichtende Quoten, auch in der Privatwirtschaft. Und unter anderem will sie bis 2020 jeden fünften Vater dazu bewegen, in Karenz zu gehen. Von meiner Seite gibt es ein absolutes JA zu vernünftiger Emanzipation und ein ausgesprochenes NEIN für verordnete Quoten und dämliche Gleichmacherei!

Alleine die Aussage „vernünftige Emanzipation“ klingt für viele provokant. Doch sehen wir mal dahinter:
Gott schuf den Menschen als Mann und Frau. Und er sah das es gut so war. Kardinal Schönborn würde etwas von „Intelligent Design“ faseln. Bedachte Christen und frei denkende Menschen sehen in der Geschlechtertrennung einen langen evolutionären Weg. Die Natur ordnete allen Wesen Rollen zu. Diese Entwicklung ist nicht festgefügt oder einerorts bestimmt. Jedes Wesen wächst in die Bedürfnisse seines Lebensraums. Ist es dazu nicht im Stande oder verändert sich der Lebensraum, geht das Wesen unter. Ebenso kann es durch überzogene eigene Bedürfnisse sein Umfeld verändern, womit es sich zum eigenen Überleben selbst mitverändern muss. Übrig bleibt die alles regelnde Natur, welche so ihr Gleichgewicht hält.

Geschlechtertrennung schuf den Menschen in zwei verschiedenen Rollen, welche erst zusammen eine Einheit ergeben. Chinesische Mythologie sieht Frau und Mann als Yin und Yang. Andere Esoterik ordnet Frauen der bodenständigen Erde zu und sieht Männer als Luftwesen. Philosophisch vereint der Hermaphrodit mit seinen zwei Geschlechtern die weibliche mit der männlichen Rolle.
Naturwissenschaftlich erkennen wir über die äußeren Geschlechtsmerkmale hinaus den unterschiedlichen Aufbau von Gehirn und Stoffwechsel. Sogar die Muskelzellen sind in der Regel bei Frauen ausdauernder und bei Männern rötlicher für kürzere Höchstleistungen. Zum Stoffwechsel gehören auch Hormone, deren weibliches Östrogen und das männlich wilde Testosteron laut Studien bereits vorgeburtlich mit entscheiden ob es ein X oder ein Y Chromosom, Weiblein oder Männlein wird. Doch alleine geschlechtsbestimmend ist es nicht – zumindest lässt es sich nicht nachweisen. Allerdings wirkt ein „Mann“ mit erhöhten Östrogenspiegel weiblicher und fühlt sie möglicherweise eher Männern zugezogen. Umgekehrt lässt ein erhöhter Testosteronpegel „Frauen“ männlicher erscheinen. Auch sie haben ein Recht sich zu emanzipieren. Obwohl, deren Lautstärke und Schrille lässt annehmen, sie seien Norm und Fortschritt der Gesellschaft. Allgemein haben sich Frau als Frau und Mann als Mann zu emanzipieren. Ihre Rollen sind gleichwertig und sind demnach zu behandeln.
In diesem Zusammenhang wirkt das ewige Geraunze nach Quoten deplatziert. Es gibt viele natürliche Gründe, warum mehr Männer als Frauen in führenden Stellungen zu finden sind, was nicht bedeutet, dass Frauen dafür nicht geeignet wären. Unter anderem ist es die Testosteron-abhängige Länge des Ringfingers (dem Zeugefinger), die bei Frauen im Vergleich zum Zeigefinger meist kürzer ausfällt. Leute mit längerem Ringfinger (egal ob Mann oder Frau) sind überdurchschnittlich unter den ersten Geigen zu finden.
Doch wie gesagt ist es nicht alleine ausschlaggebend. Wichtig: heute ist es Personen möglich aus ihrer Rolle auszubrechen und sich das Leben mehr oder weniger nach ihren Bedürfnissen einzurichten. Damit emanzipieren sie sich in ein anderes Rollenbild und das ist in Österreich durchwegs erlaubt. Es mit Quoten zu verlangen ist nicht nur eine Frage des Angebots, es geht an der Natur vorbei - wirkt wie eine Flußbegradigung oder andere Umweltsünden mit dem zeitverzögerten Feedback des zurückkommenden Bumerangs. Bereits heute verweichlichen orientierungslose Männer beziehungfern dem anderen Geschlecht, welches seinerseits mehr und mehr vermännlicht. Verminderte Fertilität ist nicht nur Umweltbedingungen oder gesellschaftlichen Erfordernissen zuzuschreiben.
Interessant: Gerade Minderheiten und alte sozialistische Ideologie verlangen lautstark Quoten. Minderheiten ist die Vertretung der Emanzipation abzusprechen und Sozialisten sollen ihre veraltete Ideologie mal auf Irrtümer überprüfen. Sie stammt aus einer Zeit in der alles machbar schien - eine nicht weiterentwickelte Ideologie, die heutige Erfahrungen nicht mit ein bezieht. Solche Anschauung kennen wir vom Kommunismus und von totalitären Regimen. Doch blieb die Gleichmacherei selbst dort nichts anderes als ein Schlagwort, eine Parole, ein verbales Placebo.

Emanzipation heißt nichts anderes als jeden anderen in seiner Rolle mit Respekt zu behandeln. Daraus ergibt sich selbstverständlich geschlechtsunabhängiger Lohn für gleiche Leistung. Beruflich und wirtschaftlich erfolgreiche Frauen haben kein Problem damit.
Und dann die Väterkarenz. JA zur Möglichkeit – NEIN zum Druck! Es gibt familiäre Bedingungen, die sie notwendig und vernünftig erscheinen lassen. Allgemein ist jedoch in den ersten Lebensjahren hauptsächlich die Mutter für das Kind gefragt (in Ausnahmefällen kann der Vater die bessere Wahl sein).
Unsere Zeit verlangt viel mehr nach einer allgemeinen Wertediskussion. Dabei geht es nicht nur um überlebensnotwendige Werte, sondern auch um die bedenkliche Schieflage materieller Werte, die in der Differenz pervertieren. Diese Schere besteht unter anderem ebenfalls für Frauen mit ihren typischen selbst gewählten Berufen.
Und, emanzipieren wir uns doch mal vom heutigen Begriff der Emanzipation.

Emanzipation heißt nicht dem Mann "gleichwertig" werden zu wollen, sondern unsere Stärken zu erkennen und sie zu leben, aber auch die Schwächen der Männer zu erkennen und sie zu akzeptieren. Nur wenn uns das gelingt, werden wir wahrhaft emanzipiert sein.
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Montag 22. Juni 2009, 20:17

Das klingt recht weinerlich und birgt inhaltlich ziemlich viel Quatsch :)

Aber da du das nicht als "einheitliche" und für alle gültige Gebrauchsanweisung verkaufen willst - kann man lächelnd darüber hinweglesen < :- )
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon xenia am Montag 22. Juni 2009, 20:25

klingt alles sehr gut, eine wunderschöne theorie, die praxis sieht aber so aus :

Bild

http://kurier.at/nachrichten/1917624.php

dazu auch


Gleichstellung
Großer Nachholbedarf in Österreich
Audio
Länge: 1:15 min
Ö1 Morgenjournal

http://oe1.orf.at/konsole/otoninfo?id=107741


das "gut zureden" hat nichts gebracht, noch immer werden frauen bei gleicher leistung (oder besserer) einfach anders eingestuft, um ihnen weniger zahlen zu müssen. bei dieser arbeitslosenquote wagen es viele auch nicht, gerechte bezahlung zu verlangen, der arbeitsplatz ist schnell verloren, eine warteschlange steht schon vor der tür.

eine quotenregelung ist "hässlich", stimmt, aber wer kennt eine bessere lösung ?
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Montag 22. Juni 2009, 20:42

xenia hat geschrieben:klingt alles sehr gut, eine wunderschöne theorie, die praxis sieht aber so aus :

Bild

http://kurier.at/nachrichten/1917624.php

dazu auch


Gleichstellung
Großer Nachholbedarf in Österreich
Audio
Länge: 1:15 min
Ö1 Morgenjournal

http://oe1.orf.at/konsole/otoninfo?id=107741


das "gut zureden" hat nichts gebracht, noch immer werden frauen bei gleicher leistung (oder besserer) einfach anders eingestuft, um ihnen weniger zahlen zu müssen. bei dieser arbeitslosenquote wagen es viele auch nicht, gerechte bezahlung zu verlangen, der arbeitsplatz ist schnell verloren, eine warteschlange steht schon vor der tür.

eine quotenregelung ist "hässlich", stimmt, aber wer kennt eine bessere lösung ?


I habs ja scho immer gxagt, die Italienerinnen sand absolut unweiblich :) ein solcher Ruf hängt denen schon ewig nach... In Ö. darf so eine UnArt ned einreißen - basta!
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon UnART am Montag 22. Juni 2009, 22:40

M. hat geschrieben:Das klingt recht weinerlich und birgt inhaltlich ziemlich viel Quatsch :)

Es liegt mir fern weinerlich zu wirken – warum auch, wenn einige Frauen glauben sich erst emanzipieren zu müssen? Zum Zustand selbst ist allerdings noch viel zu wenig gequatscht. Zu Tränen rührt mehr wie Emanzipation heute betrieben wird. Sie ist noch nicht aus den Kinderschuhen entwachsen, hat sich kaum entwickelt und sieht Feindbilder dort, wo sich längst Partner anbieten. Gemeinsam ist ein größerer Begriff von Emanzipation zu bewältigen, der im Beitrag mit notwendigem Wertewandel angesprochen ist. Ohne das Gesamtpaket bleibt die Frauenemanzipation Illusion bzw. nur blödsinniger Geschlechterkampf. Was sollen die veralteten Ideologien?
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon xenia am Montag 22. Juni 2009, 23:24

UnART hat geschrieben:...Zum Zustand selbst ist allerdings noch viel zu wenig gequatscht. ... Sie ist noch nicht aus den Kinderschuhen entwachsen, hat sich kaum entwickelt und sieht Feindbilder dort, wo sich längst Partner anbieten. Gemeinsam ist ein größerer Begriff von Emanzipation zu bewältigen, der im Beitrag mit notwendigem Wertewandel angesprochen ist. Ohne das Gesamtpaket bleibt die Frauenemanzipation Illusion bzw. nur blödsinniger Geschlechterkampf. Was sollen die veralteten Ideologien?


dazu meint wiki :

Frauenemanzipation

* Der erste Emanzipationsversuch der Frauen geschah im 12./13. Jahrhundert, auch als Beginen-Bewegung bekannt . Charakteristisch ist, dass die Emanzipationsbestrebung innerhalb des kirchlichen Rahmens stattfand und diesen nicht in Frage stellte. Nach anfänglichen Erfolgen muss diese Bewegung letztendlich als gescheitert betrachtet werden.
* Die zweite Emanzipationsbewegung entstand nach der Französischen Revolution. Die Ideale der Revolution Freiheit und Gleichheit galten zunächst nur für Männer. Doch im Begeisterungstaumel der Revolution entschlossen sich die Frauen, ebenfalls für ihre Rechte zu kämpfen. Neu war hier, dass diese Bewegung sich nicht mehr an der Kirche orientierte wie die Beginen. Im englischsprachigen Raum wurden die Frauenrechtlerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem Namen Suffragetten bekannt. Wichtigste Ziele der ersten Frauenbewegung waren die Erlangung der Bürgerrechte (Wahlrecht, Recht auf Bildung, Recht auf Privateigentum und Erwerbsarbeit). Das Ende dieser Bewegung kann europaweit zu Beginn des Zweiten Weltkrieges datiert werden. Charakteristisch war hier, dass Rechte für Frauen eingefordert wurden, ohne die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau grundsätzlich in Frage zu stellen.
* Die zweite Welle der Frauenbewegung entstand Mitte der 1940er Jahre, ausgehend von Frankreich und wurde durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges begünstigt. Zu einer Massenbewegung wurde sie zunächst durch die Buchveröffentlichung Betty Friedans: The Feminine Mystique (1963) und in der Folge der Studentenunruhen der 1960er Jahre, als die Vertreterinnen der Frauenbewegung kritisch vorbrachten, den spezifischen Belangen von Frauen werde von vielen männlichen 68ern nicht genügend Beachtung geschenkt. Diesmal wurde auch die traditionelle Rollenverteilung von Mann und Frau und das Patriarchat insgesamt massiv in Frage gestellt. Der Katalog der thematisierten Frauenrechte wurde stark ausgeweitet und im Feminismus thematisiert.


http://de.wikipedia.org/wiki/Emanzipation

da frag ich mich schon, wieso sie noch immer "in den kinderschuhen steckt", "vorarbeit" wurde schon sooo lange und durchaus unermüdlich geleistet. wer bremst / verhindert ?

es gibt halt leider noch immer viel zu viele männer, die in jedem winzigen schritt hin zur gleichbehandlung/gleichstellung einen verlust ihrer angestammten/angeborenen männlichen rechte sehen, egal ob das so stimmt oder nicht. eines davon ist die meinung, ein "richtiger" mann muss die familie erhalten können, jede berufstätigkeit der ehefrau schädigt sein ansehen und degradiert ihn zum unfähigen weichei. solche anachronistischen vorstellungen sind auch heute noch nicht ausgerottet, wenn auch nur selten offen zugegeben. ganz arg wirds dann, wenn die frau arbeitet und womöglich mehr als der ehemann verdient, was anscheinend nur für die jungen ganz normal/alltäglich zu sein scheint.

meiner erfahrung nach enden die meisten "quatschereien" über dieses thema in dem finalen statement, dass es eben die frauen sind, die die kinder bekommen, ein geistvolles argument knapp über dem niveau des "vorwurfs", beim pinkeln nicht so weit spritzen zu können...
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon OHB am Dienstag 23. Juni 2009, 08:08

xenia hat geschrieben:
UnART hat geschrieben:...Zum Zustand selbst ist allerdings noch viel zu wenig gequatscht. ... Sie ist noch nicht aus den Kinderschuhen entwachsen, hat sich kaum entwickelt und sieht Feindbilder dort, wo sich längst Partner anbieten. Gemeinsam ist ein größerer Begriff von Emanzipation zu bewältigen, der im Beitrag mit notwendigem Wertewandel angesprochen ist. Ohne das Gesamtpaket bleibt die Frauenemanzipation Illusion bzw. nur blödsinniger Geschlechterkampf. Was sollen die veralteten Ideologien?


dazu meint wiki :

Frauenemanzipation

* Der erste Emanzipationsversuch der Frauen geschah im 12./13. Jahrhundert, auch als Beginen-Bewegung bekannt . Charakteristisch ist, dass die Emanzipationsbestrebung innerhalb des kirchlichen Rahmens stattfand und diesen nicht in Frage stellte. Nach anfänglichen Erfolgen muss diese Bewegung letztendlich als gescheitert betrachtet werden.
* Die zweite Emanzipationsbewegung entstand nach der Französischen Revolution. Die Ideale der Revolution Freiheit und Gleichheit galten zunächst nur für Männer. Doch im Begeisterungstaumel der Revolution entschlossen sich die Frauen, ebenfalls für ihre Rechte zu kämpfen. Neu war hier, dass diese Bewegung sich nicht mehr an der Kirche orientierte wie die Beginen. Im englischsprachigen Raum wurden die Frauenrechtlerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem Namen Suffragetten bekannt. Wichtigste Ziele der ersten Frauenbewegung waren die Erlangung der Bürgerrechte (Wahlrecht, Recht auf Bildung, Recht auf Privateigentum und Erwerbsarbeit). Das Ende dieser Bewegung kann europaweit zu Beginn des Zweiten Weltkrieges datiert werden. Charakteristisch war hier, dass Rechte für Frauen eingefordert wurden, ohne die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau grundsätzlich in Frage zu stellen.
* Die zweite Welle der Frauenbewegung entstand Mitte der 1940er Jahre, ausgehend von Frankreich und wurde durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges begünstigt. Zu einer Massenbewegung wurde sie zunächst durch die Buchveröffentlichung Betty Friedans: The Feminine Mystique (1963) und in der Folge der Studentenunruhen der 1960er Jahre, als die Vertreterinnen der Frauenbewegung kritisch vorbrachten, den spezifischen Belangen von Frauen werde von vielen männlichen 68ern nicht genügend Beachtung geschenkt. Diesmal wurde auch die traditionelle Rollenverteilung von Mann und Frau und das Patriarchat insgesamt massiv in Frage gestellt. Der Katalog der thematisierten Frauenrechte wurde stark ausgeweitet und im Feminismus thematisiert.


http://de.wikipedia.org/wiki/Emanzipation

da frag ich mich schon, wieso sie noch immer "in den kinderschuhen steckt", "vorarbeit" wurde schon sooo lange und durchaus unermüdlich geleistet. wer bremst / verhindert ?

es gibt halt leider noch immer viel zu viele männer, die in jedem winzigen schritt hin zur gleichbehandlung/gleichstellung einen verlust ihrer angestammten/angeborenen männlichen rechte sehen, egal ob das so stimmt oder nicht. eines davon ist die meinung, ein "richtiger" mann muss die familie erhalten können, jede berufstätigkeit der ehefrau schädigt sein ansehen und degradiert ihn zum unfähigen weichei. solche anachronistischen vorstellungen sind auch heute noch nicht ausgerottet, wenn auch nur selten offen zugegeben. ganz arg wirds dann, wenn die frau arbeitet und womöglich mehr als der ehemann verdient, was anscheinend nur für die jungen ganz normal/alltäglich zu sein scheint.

meiner erfahrung nach enden die meisten "quatschereien" über dieses thema in dem finalen statement, dass es eben die frauen sind, die die kinder bekommen, ein geistvolles argument knapp über dem niveau des "vorwurfs", beim pinkeln nicht so weit spritzen zu können...


also ich bin eigentlich erfreut
das meine gattin mehr verdient als ich
denn es zählt jeder groschen/cent
für die gemeinschaftskassa
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon xenia am Dienstag 23. Juni 2009, 17:19

ein "neben-aspekt", der aber viele frauen betrifft. nicht alle teilzeit-beschäftigte haben kleine kinder, die dann auch noch mehr oder weniger "unterversorgt" sind :

Teilzeitjob macht Frauen unzufrieden

Laut einer Studie wünschen sich Männer kürzere Arbeitszeiten. Teilzeitbeschäftigte Frauen würden hingegen gerne länger arbeiten.

http://kurier.at/karrieren/berufsleben/1917711.php

Männer wie Frauen sind mit ihren Arbeitszeiten einer Studie zufolge unzufrieden. Die Wünsche sind dabei aber unterschiedlich, wie eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergab. Vollzeitbeschäftigte Männer arbeiteten 2007 demnach im Schnitt 43 Stunden pro Woche - tatsächlich wünschten sie sich aber eine um mindestens vier Stunden niedrigere Arbeitszeit. Gut die Hälfte der Männer arbeitete demnach mehr als 40 Wochenstunden, obwohl dies nur ein Fünftel auch wollte.

Frauen hingegen wünschten sich der Untersuchung des DIW zufolge häufig eine höhere Arbeitszeit, besonders wenn sie in Teilzeit arbeiten. Dieser Wunsch von Frauen in Teilzeitbeschäftigung nach mehr Arbeit ist demnach besonders in Ostdeutschland deutlich ausgeprägt: Laut DIW wünschen sich dort 60 Prozent der Betroffenen eine Vollzeitstelle oder eine Arbeit auf hohem Teilzeitniveau. Wie schon in den vergangenen zehn Jahren habe sich eine deutliche Unzufriedenheit der Frauen mit ihrem Teilzeitjob gezeigt, schrieben die DIW-Forscher.


40% der frauen mit teilzeitjobs und kindern, die versorgt werden müssen, das kann man meiner meinung nach auch auf Österreich umlegen. bleiben die 60%, die gerne mehr arbeiten können und wollen, aber nur zwischen kurzarbeit oder gar keiner wählen müssen.

frauen ohne kinder fallen in diese 60%, frauen mit bereits erwachsenen kindern, mit kindern bei tagesmüttern, im kindergarten/hort mit langen öffnungszeiten. nur bei den wenigen alleinerziehenden vätern stellt sich diese frage, alle anderen väter sind genau wie nicht-väter mit dieser frage gar nicht konfrontiert, obwohl sie genau so gut ihre kinder abholen können, ihnen essen zubereiten/wärmen, spielen oder mit ihnen lernen.

warum eigentlich ?
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Dienstag 23. Juni 2009, 20:07

UnART hat geschrieben:Es liegt mir fern weinerlich zu wirken – warum auch, wenn einige Frauen glauben sich erst emanzipieren zu müssen?

Du wirkst auf mich aber so.
Das Werden zum vollwertigen Menschen :-), Kind darf sich selbstverständlich "emanzipieren", soll es sogar .... aber doch bitte nicht die Weiblichen :-)
Meine Güte Heinz.



Zum Zustand selbst ist allerdings noch viel zu wenig gequatscht.


Ja - eindeutig.
Zu Tränen rührt mehr wie Emanzipation heute betrieben wird. Sie ist noch nicht aus den Kinderschuhen entwachsen, hat sich kaum entwickelt und sieht Feindbilder dort, wo sich längst Partner anbieten.


>>Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipare: einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus dem mancipium, der „feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit zu entlassen. (c)wikipedia<<

was kann man dir darauf noch mehr antworten?
Gemeinsam ist ein größerer Begriff von Emanzipation zu bewältigen, der im Beitrag mit notwendigem Wertewandel angesprochen ist. Ohne das Gesamtpaket bleibt die Frauenemanzipation Illusion bzw. nur blödsinniger Geschlechterkampf.


Illusion? Für dich vielleicht, weil es dich als mögliche Illusion zu beruhigen scheint.
Was sollen die veralteten Ideologien?


Erkläre mir das bitte genauer! Was bedeutet dir Ideologie bei Emanzipation von Menschen?
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Dienstag 23. Juni 2009, 20:54

xenia hat geschrieben:ein "neben-aspekt", der aber viele frauen betrifft. nicht alle teilzeit-beschäftigte haben kleine kinder, die dann auch noch mehr oder weniger "unterversorgt" sind :

Teilzeitjob macht Frauen unzufrieden

Laut einer Studie wünschen sich Männer kürzere Arbeitszeiten. Teilzeitbeschäftigte Frauen würden hingegen gerne länger arbeiten.

http://kurier.at/karrieren/berufsleben/1917711.php

Männer wie Frauen sind mit ihren Arbeitszeiten einer Studie zufolge unzufrieden. Die Wünsche sind dabei aber unterschiedlich, wie eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergab. Vollzeitbeschäftigte Männer arbeiteten 2007 demnach im Schnitt 43 Stunden pro Woche - tatsächlich wünschten sie sich aber eine um mindestens vier Stunden niedrigere Arbeitszeit. Gut die Hälfte der Männer arbeitete demnach mehr als 40 Wochenstunden, obwohl dies nur ein Fünftel auch wollte.

Frauen hingegen wünschten sich der Untersuchung des DIW zufolge häufig eine höhere Arbeitszeit, besonders wenn sie in Teilzeit arbeiten. Dieser Wunsch von Frauen in Teilzeitbeschäftigung nach mehr Arbeit ist demnach besonders in Ostdeutschland deutlich ausgeprägt: Laut DIW wünschen sich dort 60 Prozent der Betroffenen eine Vollzeitstelle oder eine Arbeit auf hohem Teilzeitniveau. Wie schon in den vergangenen zehn Jahren habe sich eine deutliche Unzufriedenheit der Frauen mit ihrem Teilzeitjob gezeigt, schrieben die DIW-Forscher.


40% der frauen mit teilzeitjobs und kindern, die versorgt werden müssen, das kann man meiner meinung nach auch auf Österreich umlegen. bleiben die 60%, die gerne mehr arbeiten können und wollen, aber nur zwischen kurzarbeit oder gar keiner wählen müssen.

frauen ohne kinder fallen in diese 60%, frauen mit bereits erwachsenen kindern, mit kindern bei tagesmüttern, im kindergarten/hort mit langen öffnungszeiten. nur bei den wenigen alleinerziehenden vätern stellt sich diese frage, alle anderen väter sind genau wie nicht-väter mit dieser frage gar nicht konfrontiert, obwohl sie genau so gut ihre kinder abholen können, ihnen essen zubereiten/wärmen, spielen oder mit ihnen lernen.

warum eigentlich ?


Das ist natürlich ein Aspekt davon.
Der wirtschaftskonservativen Politik, der ist das typisch konservative "Weibliche" nur 'Recht :-) Es ist allemal effektiver sich mit einer Person auseinanderzusetzen, als mit beiden eines "Teams". :lol:
Die zweite Person soll ruhig nur weiterhin dieser ersten Größe gratis - für alle davon Profitierenden - die Hände freihalten, sozusagen den gesellschaftlichen "Dreck" aus dem Weg räumen und dabei jede Minute ihres Lebens die gefällige Vollblutfrau präsentieren, zwecks Eigengebrauch und Voyeurismus (Darstellung für andere, deren Bewunderung und Neid mancher Mann scheinbar permanent braucht)- krank.

Nicht selten, dreht diese erste Größe dann einmal durch - wem wundert es? Typen wie der "Rathaus-Hacken-Mann" lassen grüssen. Schlau muss man halt sein und viel Glück haben dazu .... hat man das nicht, ist es auch niemanden zuzumuten das es auszuhalten. Lieber sterben... oder wo hinlangen wo man nichts zusuchen hat, wenn niemand hinsieht...

Ist ja nicht wirklich leicht "kostendeckend" so manchen Ansprüchen zu genügen. Kinder müssen Gymnasien besuchen, sonst haben sie keine Zukunft - Nachhilfe für überforderte Kinder kostet aber viel Geld, ein Studium in Rekordzeit zu absolvieren, unterbindet nebenbei selbst etwas das Familieneinkommen zu entlasten - aber hilft der Allgemeinheit Geld (Steuern) zu sparen. Das eigene Haus muss sein, sonst schaut man in den Augen der Nachbarn ziemlich alt aus und die Mama sollte auch ihr Glück weitergeben können, in dem sie weitere "Arbeitsplätze" in Form von Putzhilfen, Pflege der Alten usw. auch noch zur Verfügung stellt - der/dieser Dienstleistungsbereich feiert heute seine Blütezeit - am Besten ohne Steuern und andere Abgaben zu zahlen ... dann hat man wenigstens noch das zusätzliche Gefühl sich etwas erspart zu haben.

Kriege werden und wurden fast nur von Männern gemacht, aber es waren immer die schwachen Frauen die daheim das Überleben sicherten, während ihre Männer unnötig - aber als Helden - starben wie die Fliegen. Das nennt man vernünftige Arbeitsteilung, von - hauptsächlich - Männern geplant.

Gehts nicht einmal anders?

Papa und Mama teilen sich die Arbeit, auch außerhalb der eigenen vier Wänden. Das minimiert Überforderung, schafft mehr Qualität fürs Leben.... und federt zusätzlich auch das Risiko von Jobverlust einer der beteiligten Personen ab, beide zur gleichen Zeit wirds wohl eher seltener treffen.

Bezahlte Arbeit wird weniger, das ist Fakt ... und das wird auch Akademiker, also gut ausgebildete Menschen betreffen ... wohl weniger anfangs .. also nicht gleich heute ... aber das Morgen kommt sicher.
Die erwerbsfähige Bevölkerung aber in männlich und weiblich zu teilen, Mann besetzt außerhäuslichen Arbeitsplatz, Frau bedient innerfamiläre und gesellschaftliche Gratisarbeit, rutscht zurück in Abhängigkeit - nein das kanns nicht geben, auch wenn Mädels wieder zu einer solchen Willigkeit erzogen werden sollten.

Das alles natürlich, nachdem die bösen ausländischen Arbeitsplatzbesetzer und "behinderte" Unbrauchbare erfolgreich entfernt wurden....

Natürlich hat die Politik die Pflicht hier systemisch entgegenzusteuern. Die Konservativen werdens nicht tun, die Leben ja davon. Die Sozialisten werdens auch nicht tun, die sind ihren eigenen Systemanimierten verpflichtet und leben auch ganz gut vom Vorhandenen, die "Rechten", denen geht es um Macht und Revanche, also ebenso um höchst persönliche Belange... solltens Glück haben, werdens halt improvisieren, irgendwie...

Also welche "Ideologie" macht das Rennen in dieser zerrissenen Gesellschaft? Welche Ideologie zieht uns denn aus den Gatsch?

Ich kann den Begriff "Ideologie" schon gar nicht mehr hören, genauso wenig wie "Emanzen" .... für mich gibts nur Menschen die sich willig schlachten lassen, sich sogar selbst gerne disziplinieren .... und Menschen die sich etwas ändern trauen, wenns nicht passt.
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Donnerstag 25. Juni 2009, 21:58

Vielleicht wären "Quoten" doch die bessere Lösung, denn.. "Nicht wenige Männer zittern da sogar schon um ihre Löhne, weil sie befürchten, dass ihnen bald zugunsten der Kolleginnen etwas weggenommen wird."

Eh ein logischer Schluß. Aber lieber streiten alle wegen "Quoten" .... bis keiner mehr etwas hat, außer der lachende Dritte - wie überall halt.


Gleichbehandlungsanwältin
Männer müssen künftig um Gehälter zittern
25. Juni 2009, 18:47

Unterbezahlte Frauen, Firma ertappt: Bisher wurden in solchen Fällen ihre Gehälter an jene der Herren angepasst - In Krisenzeiten könnte sich das jetzt ändern, meint Ingrid Nikolay-Leitner.
http://diestandard.at/1245820089216/Gle ... er-zittern
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon xenia am Donnerstag 25. Juni 2009, 22:19

auch interessant zum thema die beiden u.a. artikel :

Das "explosive" Risiko einer Beschwerde [31.05.06]

Klage endet oft in der Kündigung - Bilanz von 15 Jahren Gleichbehandlung
Wien - Frau A. und Herr B. arbeiten drei Jahre lang in derselben Abteilung an denselben Aufgaben. Er wird in einer höher bewertete Abteilung versetzt, sie auch. In ihrer Arbeit gibt es keinen Unterschied. Bloß: Er verdient um 800 Euro mehr als sie.
mehr...

http://diestandard.at/fs/2463660


und


"Zu alt, zu teuer und weiblich" [09.03.07]

Gleichbehandlungs­anwältin Ingrid Nikolay-Leitner im STANDARD-Interview über Frauendiskriminierung und Gerechtigkeit beim Friseur
Bei Frauendiskriminierung – etwa in Sachen Löhne oder Alter – werde immer noch gern weggeschaut, kritisiert Gleichbehandlungsanwältin Ingrid Nikolay-Leitner. Im Gespräch mit Irene Brickner fordert sie darüber hinaus Gender-Gerechtigkeit beim Friseur ein.
mehr...

http://diestandard.at/fs/2796207
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Donnerstag 25. Juni 2009, 22:52

Stimmt alles, systemische Ungleichheit und Diskriminierung trifft auch Alter und vieles andere mehr. ...

Ich wollte mit meinem Standard-Artikel speziell darauf hinweisen, dass das "typische" männliche Verständnis einiger, sich schon wieder in Kleinkram verliert ... beim Begriff "die bösen Emanzen" hören sie auf weiterzudenken. :lol: Da hängen die sich schon gedanklich auf.... da ist bereits ihre persönliche "Endstation".

Dieser Geschlechter-SpielKampfTrieb lässt diese Männer übersehen, dass die derzeitige Gesetzeslage "Gender-Gleichheit" explizit anstrebt - und das ist gut, das bestreiten sie als "gute Demokraten" meistens selbst auch nicht, aber...

Sie übersehen dabei halt wieder einmal einiges, bei ihren Ringeleien mit ihren Hormonen ... nämlich, das nicht das "Weibliche" sie akut bedroht :-) sondern, wenn sie nicht aufpassen, sie selbst "hinuntergeschraubt" werden - aber nicht von "Emanzen" unserer Gesellschaft. Statt hierbei gegen aufzutreten, verlieren die sich lieber in ihrer geliebten "Emanzen-Raunzerei".

So dämlich musst einmal sein *kopfschüttel*. Ich würde lachen, wenn grad die verhasste "Frauen-Politik" es schafft - auch möglicherweise mit Quoten - , das zu verhindern :lol: :lol: :lol:
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon xenia am Donnerstag 25. Juni 2009, 23:00

ein ähnliches "vorbild" gibts ja schon : vor etlichen jahren wurde posaunt, die ASVG- und beamtenpensionen würden nun "angeglichen". aber statt die ASVG-pensionen auf einen höheren prozentsatz zu schrauben, gings dann nur mehr darum, die beamtenpensionen zu verringern...

; - )))
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Re: Emanzipatorische Quoten

Beitragvon M. am Donnerstag 25. Juni 2009, 23:10

xenia hat geschrieben:ein ähnliches "vorbild" gibts ja schon : vor etlichen jahren wurde posaunt, die ASVG- und beamtenpensionen würden nun "angeglichen". aber statt die ASVG-pensionen auf einen höheren prozentsatz zu schrauben, gings dann nur mehr darum, die beamtenpensionen zu verringern...

; - )))


Ja so ist es immer :)

Aber so lange man einen "Sündenbock" vorgesetzt bekommt, einen Knochen an dem man seine Zähnchen schärfen kann ... passts für die meisten Kleingeister, da werden auch Rückschritte schmackhaft, man hat ja jemand der "schuld hat" zum Spielen :-)

Alte, Behinderte, Ausländer, "unangepasste Frauen" :-), kreativ geschlechtlich Orientierte ...wurscht...

Apropos Pensionen ... kennst die neue OECD-Studie?
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