Wer ist online?

Insgesamt sind 2 Besucher online :: 0 registrierte, 2 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 104 Besuchern, die am Samstag 18. Dezember 2010, 22:37 zeitgleich online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

basierend auf den in den letzten 5 Minuten aktiven Besuchern

Statistik

1 Beitrag


Geburtstage

Heute hat kein Mitglied Geburtstag

Neuestes öffentliches Bild

  • Bild Titel: :
    Autor: OHB
    Hochgeladen am: Mittwoch 1. Februar 2012, 10:25
    Betrachtet: 8
    Bewertung: Nicht bewertet
    Kommentare: 0

Das neuste Usergaleriebild
Bewertung: Nicht bewertet
Kommentare: 0

Kalender

<< Februar 2012 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29

Fest u. Feiertage Kalender-Ereignisse
02.02. - Mariä Lichtmess
14.02. - Valentinstag
16.02. - Weiberfastnacht
20.02. - Rosenmontag
22.02. - Aschermittwoch

UnARTige Sonntagpredigt - Wer sich erniedrigt ...

Aktuelles brisant verpackt.

UnARTige Sonntagpredigt - Wer sich erniedrigt ...

Beitragvon UnART am Sonntag 29. August 2010, 14:49

Mathäus kommentiert die Bergpredigt (Worte gegen die Lehrer und Väter):
Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 23, 8-12)
Lukas hängt dem Gleichnis vom betenden Pharisäer und vom Zöllner (*1) diesen verhängnisvollen Satz an: Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. (Lukas 18, 9-14)

Beinahe 2 Jahrtausende diente dieser Satz dem Allotria-Treiben (*2) Herrschender. Erniedrigten blieb die Hoffnung aufs Paradies, Gläubigen die Gewissheit der kommenden Erhöhung. Religion spendet Trost im Jammertal, mit rachsüchtiger Vorfreude auf Erniedrigung Hochgestellter, mit Aussicht auf künftige Umkehrung des Status. Das Leiden im Hier und Jetzt bekommt einen Sinn, denn der „Liebe Herrgott“ wird’s schon noch richten. Untertane Demut führt zu kommender Größe.
Bei Jakobus (4:10) heißt es: „Demütiget euch vor Gott (dem „urbi et orbi“ seiner Vertreter), so wird er euch erhöhen.“
Jakobus (1:9) stärkt das Selbstverständnis Erniedrigter auf Erden: „Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Höhe;“

Mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ (Schwesterlichkeit), forderte die Französische Revolution jenseits der Religion zur Erniedrigung der Erhöhten auf. Doch der Umsturz fraß seine Kinder und schuf eigene Machtstrukturen.
Der Sozialismus versucht dann nach Marx und Engels den Himmel auf Erden zu holen. Damit wurden Religion und Sozialismus zwei sich verbittert bekämpfende Systeme um die allein selig machende Wahrheit. Im Hintergrund standen (stehen) Schlagworte der Französischen Revolution. Der Versuch des gelebten Sozialismus, im Kommunismus, blieb von den Schlagworten noch die Gleichheit und das nur für die Kollektivwirtschaft, den Kolchose genannten Arbeitsgemeinschaften. Südlicher am Mittelmeer versuchten Israeli, fern des Kommunismus, in Kibbuz genannten Arbeitsgemeinschaften, Gleiche unter Gleichen zur Leistung zu bringen. Allgemein verblieb die Gleichheit nur im Arbeitsbereich, von Freiheit und Brüderlichkeit ist weit und breit keine Spur. Die Macht der Arbeiterpartei führte bis in private Wohnzimmer und verstorbene Führer vergötterte man in Mausoleen. Egalité reduzierte sich zu egal. Zwangsbeglückung kann Menschen nicht beflügeln. Aber „der dümmste Bauer hat die größten Erdäpfel,“ wenn die Motivation stimmt.

Heute gibt es andere Formen der Zwangsbeglückung. Nach dem II. Weltkrieg versuchte man eine Weltregierung in Form der UNO – ein Friedensprojekt das mit Gleichheit nie funktionieren kann (Blöcke, Israel/Palästinenser etc.), stattdessen mutierte die UNO zum Handlanger des amerikanischen Traums. Ausgerechnet der Freimaurer und Kriegstreiber Roosevelt war ein Kreator der UNO. In seiner Kongressrede 1941 erläuterte er sein Konzept der „Vier Freiheiten“ (*3). Ohne auf diese und ihre Erfüllung einzugehen, kommt Ihnen Freiheiten bekannt vor?
Die EU, ein weiteres „Friedensprojekt“ bestimmt Freiheiten mit denen Nationen und Bürger so ihre Not haben. Wie im Kommunismus gibt es eine Machtstruktur der Herrschenden und wie in der Religion die Bevormundung der Niedrigen.

Den Heiland kann man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten – als Mensch; als König der Juden; als Gott, zu dem ihn erst der christliche Klerus machte; aber auch als Mensch auf seinem schweren spirituell esoterischen Weg zur Erlösung – wofür seine Worte zeugen: „Und wenige werden mir folgen können.“ Suchte Jesus die Erlösung auf Erden, war er der erste Sozialist? Hätte er etwas weiter nach Osten geblickt, wäre er dem Leben gelassener gegenübergestanden. Paradiese gelten nur für Tote. Das Substrat für Leben und Entwicklung ist der Unterschied, der Gegensatz, "Yin und Yang", oder wie wir es sonst nennen. Liberté, égalité, fraternité, an sich bewundernswerte Ideale, sind einschläfernde Utopie, welche freiwillig real nicht mal im eigenen Haus funktioniert, falls ein Mitglied es nicht will. Politische Systeme müssen sich für den Frieden den sie meinen der Form eines Regimes bedienen, aber das ist nicht der Frieden den ich (wir) meine(n).

"Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt", sagt Jesus einmal (Mt 19,24). „Der Friede beginnt im eigenen Haus“ (Kirchschläger), war es das, was Christus vermitteln wollte? Dann macht mein Haus Menschen, die durch dessen enge Pforte hereinkommen klassenlos.
100829 © http://www.unart-forum.com
(*1) 9 Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis:
10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
11 Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner.
12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.
13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!
14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener.
(*2) Allotria (von griechisch allotrios = fremdartig, nicht zur Sache gehörig
(*3) Vier Freiheiten nach Rooseveld:
„In künftigen Tagen, um deren Sicherheit wir uns bemühen, sehen wir freudig einer Welt entgegen, die gegründet ist auf vier wesentliche Freiheiten des Menschen.
Die erste dieser Freiheiten ist die der Rede und des Ausdrucks – überall auf der Welt.
Die zweite dieser Freiheiten ist die jeder Person, Gott auf ihre Weise zu verehren – überall auf der Welt.
Die dritte dieser Freiheiten ist die Freiheit von Not. Das bedeutet, weltweit gesehen, wirtschaftliche Verständigung, die jeder Nation gesunde Friedensverhältnisse für ihre Einwohner gewährt – überall auf der Welt.
Die vierte Freiheit aber ist die von Furcht. Das bedeutet, weltweit gesehen, eine globale Abrüstung, so gründlich und so lange durchgeführt, bis kein Staat mehr in der Lage ist, seinen Nachbarn mit Waffengewalt anzugreifen – überall auf der Welt." (Wiki)
( °) ( °) dada.
Benutzeravatar
UnART
Site Admin
 
Beiträge: 14077
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 05:33
Wohnort: Trg, diazezet da vare impalaeriezh Roma, a zo ur gêr a gKarintia, Aostria. Lec'hiet eo war ribloù

Zurück zu GLOSSEN

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste