Wer ist online?

Insgesamt sind 2 Besucher online :: 0 registrierte, 2 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 237 Besuchern, die am Montag 5. März 2012, 17:15 zeitgleich online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

basierend auf den in den letzten 5 Minuten aktiven Besuchern

Statistik

153 Beiträge


Geburtstage

Heute hat kein Mitglied Geburtstag

Neuestes öffentliches Bild


Das neuste Usergaleriebild
Bewertung: Nicht bewertet
Kommentare: 0

Kalender

<< Mai 2012 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31

Fest u. Feiertage Kalender-Ereignisse
01.05. - 1. Mai
13.05. - Muttertag
17.05. - Christi Himmelfahrt
27.05. - Pfingstsonntag
28.05. - Pfingstmontag

Zwei-Klassen-Medizin

Aktuelles brisant verpackt.

Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon UnART am Freitag 29. Oktober 2010, 19:24

Im gestrigen Servicejournal „Konkret“ (ORF) moderierte ein blonder „Dancing Star“ das Thema „Zwei-Klassen-Medizin“. Der Vorwurf verursachte eine „Mords“-Aufregung.

Es wird doch kein Mensch annehmen, dass Sonderklasse-Versicherte hunderte bis tausende Euro jährlich zahlen, um im Fall eines notwendigen Krankenhausaufenthalts ein Menue zu wählen oder nicht an Besuchszeiten gebunden zu sein? Zweibett-Zimmer statt Mehrbett, oder eine etwas bessere Ausstattung ist angenehm, aber wird wohl ebenfalls nicht den Ausschlag geben. Dennoch gehört diese Art von Versorgung und Betreuung bereits in den Bereich der „Zwei-Klassen-Medizin“.
Freie Arztwahl - Medizinisch gesehen beginnt „Zwei-Klassen-Medizin“ mit freier Arztwahl. Selbst wenn eine anerkannte Koryphäe nicht unbedingt besser sein muss als ein couragierter Anfänger, bietet es in der Regel bessere Erfolgsaussichten.
Behandlungstermin – In der Sonderklasse sind freie Betten wahrscheinlicher. Sollten diese in Allgemeinen Krankenhäusern belegt sein, findet der Wahlarzt sicher eines in einem Sanatorium, falls er dort nicht bereits durchgehend mehrere gemietet hat. Die Behandlung kann umgehend beginnen.
Alternative Behandlungsmethoden und Medikamente – Viele Sonderklasse-Tarife umfassen über die Sozialvesicherung hinausgehende Alternative Behandlungsmethoden und Medikamente.

Leute die sich über „Zwei-Klassen-Medizin“ echauffieren wissen nicht über Leistungen Bescheid, welche Sonderklasse-Patienten zur allgemeinen medizinischen Versorgung beitragen.
Kosten pro Krankenhaustag – Sozialversicherungen zahlen Krankenhäusern, je nach Bundesland unterschiedliche pauschale Verpflegungssätze pro Tag. Allgemein umfassen sie nicht mal 50 Prozent der Kosten für Sonderklasse-Versicherte.
Operationskosten – Über finanzielle Leistungen der Sozialversicherungen hinaus, gelten Privatversicheungen Kosten, in der Höhe variabel, nach Operationsgruppen ab.

Ohne die Einnahmen von Sonderklasse-Versicherten könnten Krankenhauserhalter ihren Standard nicht halten. Das betrifft medizinische Geräte, allgemeine Infrastruktur und hochwertige medizinische Betreuung bzw. der Erhalter muss Sozialversicherungen höhere Pauschalen abverlangen. Mehrkosten schlagen sich entweder in höherem Bundeszuschuss (Steuergeld) nieder oder Sozialversicherungsbeiträge sind zu erhöhen. Leistungsreduzierung oder Beitragserhöhung, eventuell ein Mix davon, bleibt zur Wahl. Wer Einheitsmedizin fordert, muss sie sich auch leisten können!
---

Zwei-Klassen-Medizin ist ein negativ besetztes politisches Schlagwort. Es bezeichnet ein Gesundheitssystem, in dem die Güte der medizinischen Versorgung von ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Klassen-Medizin

So funktioniert die Zwei-Klassen-Medizin « DiePresse.com
12. Dez. 2007 ... Eine ehemalige Krankenhaus-Angestellte erhebt massive Korruptionsvorwürfe gegen Ärzte. Experten kritisieren das System, Ärzte die Kritiker.
diepresse.com/home/panorama/.../index.do - Im Cache - Ähnliche Seiten
Mediziner: "Zweiklassenmedizin" keine Lüge - oesterreich.ORF.at
Er müsse lügen, wenn er sage, dass es keine Zweiklassenmedizin in Österreich gebe, so Franz Stöger vom Berufsverband der Chirurgen. ...
wien.orf.at/stories/242322/ - Im Cache - Ähnliche Seiten
Warnung vor Zwei-Klassen-Medizin - oesterreich.ORF.at
Vor einer drohenden Zwei-Klassen-Medizin warnt der Obmann der Wiener ...
wien.orf.at/stories/53929/ - Im Cache - Ähnliche Seiten
Weitere Ergebnisse anzeigen von orf.at

News zu Zwei-Klassen-Medizin
Zweiklassenmedizin ist für Grüne Realität‎ - vor 12 Stunden gefunden
Die Zweiklassenmedizin, wo Patienten, die es sich leisten können, schneller zu einer Behandlung kommen, sei bereits Alltag, sagen die Grünen. ...
ORF.at
Zwei-Klassen-Medizin - Opfer klagen: "Nicht jeder bekommt die ...‎ - Krone.at
Grüne kritisieren "Zwei-Klassen-Medizin" bei Kindertherapien‎ - derStandard.at - 3 weitere Artikel
Skandal um 2-Klassen-Medizin in Österreich
12. Dez. 2007 ... Skandal um 2-Klassen-Medizin in Österreich. Die Zweiklassen-Medizin existiert wie nie zuvor - das bestätigen ÖSTERREICH-Recherchen. ...
http://www.oe24.at/oesterreich/...um... ... .../211965 - Im Cache
Grüne kritisieren „Zwei-Klassen-Medizin“ bei Kindertherapien ...
28. Okt. 2010 ... Die aktuellen Defizite würden sich in heute nicht absehbaren Folgekosten
( °) ( °) dada.
Benutzeravatar
UnART
Site Admin
 
Beiträge: 14310
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 05:33
Wohnort: Trg, diazezet da vare impalaeriezh Roma, a zo ur gêr a gKarintia, Aostria. Lec'hiet eo war ribloù

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon xenia am Freitag 29. Oktober 2010, 20:59

ergänzend (Mediziner der Plattform "Politische Kindermedizin" und die Grünen) :

Zwei Klassen von der Wiege an

Therapien für Kinder: Mediziner schlagen Alarm: Kinder müssen bis zu 24 Monate auf einen kassenfinanzierten Therapieplatz warten.

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/2045460.php
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Bild
Benutzeravatar
xenia
Triumphator im UnART-Universum
 
Beiträge: 34183
Registriert: Montag 20. Februar 2006, 02:16

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon kaleidoskop am Freitag 29. Oktober 2010, 23:11

Es gibt die Zweiklassenmedizin, darum heißt es heute noch in manchen Krankenhäusern:
!.Klasse
2.Klasse
3.Klasse

Ich leiste mir seit vielen Jahren eine Zusatzversicherung, sie ist keine Gruppenversicherung , sondern ein Einzelvertrag und daher teuer.
In Oberösterreich sind z.B. Lehrer und Landesbeamte automatisch zusatzversichert, was ich als ungerecht empfinde.

Auf der Sonderklasse kann ich mir die Ärzte aussuchen, die mich behandeln sollen, das muß nicht immer der Chefarzt sein.
Ich bekomme auf Wunsch ein Einbettzimmer und habe praktisch meine Ruhe bei Internet und Fernsehen, falls ich nicht gerade bei Untersuchungen oder Behandlungen bin.

Essen bekomme ich, was ich mir wünsche, natürlich auch Diät.

Die Patienten auf der allgemeinen Klasse müssen mit Mehrbettzimmern zufrieden sein und mit den Ärzten, die halt gerade des Weges kommen.
In Wien gab es früher die Sitte, dass Patienten einfach den Chefarzt privat bezahlten für die OP , aber sonst auf der allgemeinen Klasse liegen konnten.
Ich glaube , diese Sitte wurde aber abgestellt.
Ich wurde in Wien in der neuen Wiener Privatklinik operiert, vom besten Chirurgen und Anästhesisten, den man kriegen konnte.

Diese Ärzte hatten eine hohe Moral und waren Tag - und Nacht erreichbar.

In Frankreich stellte ich fest, dass es dort egal ist, ob man privat ist, oder versichert ist
Wenn man sich mit dem gewünschten Arzt einig ist und einen Termin hat, läuft das so, oder so.

.
Vor die Tugend haben die Götter den Schweiß gesetzt
Benutzeravatar
kaleidoskop
Professor honoris UnART
 
Beiträge: 1322
Registriert: Donnerstag 2. August 2007, 18:00

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon Integrator am Samstag 30. Oktober 2010, 14:04

Die Fratze der Medizin
Italien: Ärzte der „Klinik des Grauens“ verurteilt
Drei Chirurgen „aus der Klinik des Grauens“ sind in Italien wegen der Durchführung unnötiger Operationen am Freitag zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten unter anderem gesunde Körperteile amputiert. © 30.10.2010 KURIER

Bild „Klinik des Grauens“ © kurzfilmverleih.com
integrare (heil, unversehrt machen, ergänzen)
integratio (Wiederherstellung eines Ganzen)
Integrator
Träger der UnART-Tapferkeitsmedaille
 
Beiträge: 144
Registriert: Montag 8. Mai 2006, 21:10

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon UnART am Samstag 30. Oktober 2010, 17:35

kaleidoskop hat geschrieben:Es gibt die Zweiklassenmedizin, darum heißt es heute noch in manchen Krankenhäusern:
!.Klasse
2.Klasse
3.Klasse
...
Diese Ärzte hatten eine hohe Moral und waren Tag - und Nacht erreichbar.

Wie du schreibst gibt es Unterschiede, die sich nicht nur auf eine Zweiklassenmedizin beschränken. Allein bei Krankenhäusern sind es schon drei: Allgemeine Gebührenklasse, Sonderklasse-Zweibettzimmer und 1. Klasse (meist Sanatorien). Dazu kommen noch unterschiedliche Sozialversicherungen. Und dort splitten sich noch die Tarife, wie bei der Gewerblichen Krankenkasse. Die trennt Versicherte nach Einkommen (Beiträge) in Sach- und Geldleistungsbezieher. Geldleister sind für den Arzt Privatpatienten. Sie zahlen bar voraus und bekommen von der Versicherung eine mit dem Arzt vereinbarte Pauschale zurückerstattet, welche zwischen 50 bis 80 Prozent der gestellten Rechnung beträgt. Von Sachleistungsbeziehern wird von der Versicherung 20 Prozent Selbstbehalt zurückgefordert.
Aber auch bei den verschiedenen Versicherungen (Beamten, Bauern, 9 x GKK etc.) gibt es große Leistungsunterschiede – auch im Bereich Heilbehelfe, Zahnbehandlung, alternative Methoden, Medikamente usw..
PS: Die hohe Moral kann ich für „meine“ Ärzten bestätigen.
( °) ( °) dada.
Benutzeravatar
UnART
Site Admin
 
Beiträge: 14310
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 05:33
Wohnort: Trg, diazezet da vare impalaeriezh Roma, a zo ur gêr a gKarintia, Aostria. Lec'hiet eo war ribloù

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon majestix am Sonntag 31. Oktober 2010, 03:05

kaleidoskop hat geschrieben:Auf der Sonderklasse kann ich mir die Ärzte aussuchen, die mich behandeln sollen, das muß nicht immer der Chefarzt sein.
Ich bekomme auf Wunsch ein Einbettzimmer und habe praktisch meine Ruhe bei Internet und Fernsehen, falls ich nicht gerade bei Untersuchungen oder Behandlungen bin.

Essen bekomme ich, was ich mir wünsche, natürlich auch Diät.
....
Ich wurde in Wien in der neuen Wiener Privatklinik operiert, vom besten Chirurgen und Anästhesisten, den man kriegen konnte.

Diese Ärzte hatten eine hohe Moral und waren Tag - und Nacht erreichbar.



Ich darf, wenn Du gestattest, Deine Behauptungen ein wenig korrigieren:
Die Wiener Privatklinik ist - wie der Name schon ausdrückt - ein privates Krankenhaus. Private Krankenanstalten dürfen gewinnorientiert betrieben werden, im Gegensatz zu Allgemein Öffentlichen Krankenanstalten.
Nun gibt es auch in A.Ö.KHs mehrere Menüs zur Auswahl, aber nicht einmal im Privat - KH bekommst Du das Essen a la card.

Die freie Ärztewahl ist relativ, weil nicht der einzelne Arzt entscheidet, in welchem privaten Krankenhaus er tätig werden darf, sondern der Rechtsträger und die Ärztliche Leitung des jeweiligen Krankenhauses. Aus gutem Grund. Private KH müssen sich einen exzellenten Ruf erarbeiten und erhalten, der durch einen einzigen Kunstfehler eines externen Belegarztes ruiniert werden kann. In Privat-KHs dürfen daher nur die wirklich Besten ihres Faches tätig werden. Die sind aber auf Sozialversicherungsverträge nicht angewiesen (Top-Manager pfeifen ja auch auf Kollektivverträge), und legen eigene Honorarnoten.

A.Ö. KHs haben einen breiten Rücken, falls einmal etwas passiert. Den Schaden begleicht ohnehin der Steuerzahler.

Auch die Frage der Zwei-Klassen-Medizin ist nur eine relative. Die wirklich besten ihres Faches wissen und können mehr als der Durchschnitt, was auch seinen Preis hat. Bei Autos gibt es ja auch Preis- und Qualitätsunterschiede, und das stört niemanden. Ist doch eigenartig.

Das Krankheitswesen leidet an einer allgemeinen Fehleinschätzung:
Ich tu zwar nichts für meine Gesundheit und zahle meinen SV-Beitrag, aber wenn ich einmal krank bin, fordere ich die weltweit bestmögliche ärztliche Behandlung.
Im Vergleich mit Autos heißt das, man zahlt für einen Kleinwagen und will dafür ein Luxusauto

Allerdings kochen die wirklich Besten ihres Faches manchmal auch nur mit Wasser, wie alle anderen auch. Weil für den Patienten keine Heilungschancen mehr bestehen.
Und für diese Menschen gibt es ein breites Angebot von obskuren und wirkungslosen Alternativtherapien, für die exorbitante Honorare verlangt und bezahlt werden. Zumeist im Ausland.
Und nach der unseriösen Abzocke stirbt man, wie vorhergesehen.

Das Leben ist endlich, nicht unendlich, und nicht verlängerbar. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Potential an Lebenenergie, das der eine früher, der andere später verbraucht hat.
Das Leben ist ziemlich lebensgefährlich - Wer gesund stirbt, ist auch tot.
Benutzeravatar
majestix
Träger des 1. Dan im UnART-Aikido
 
Beiträge: 7749
Registriert: Dienstag 28. Februar 2006, 19:56
Wohnort: Kleines Dorf in Gallien

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon majestix am Sonntag 31. Oktober 2010, 03:55

UnART hat geschrieben:Wie du schreibst gibt es Unterschiede, die sich nicht nur auf eine Zweiklassenmedizin beschränken. Allein bei Krankenhäusern sind es schon drei: Allgemeine Gebührenklasse, Sonderklasse-Zweibettzimmer und 1. Klasse (meist Sanatorien). Dazu kommen noch unterschiedliche Sozialversicherungen. Und dort splitten sich noch die Tarife, wie bei der Gewerblichen Krankenkasse. Die trennt Versicherte nach Einkommen (Beiträge) in Sach- und Geldleistungsbezieher. Geldleister sind für den Arzt Privatpatienten. Sie zahlen bar voraus und bekommen von der Versicherung eine mit dem Arzt vereinbarte Pauschale zurückerstattet, welche zwischen 50 bis 80 Prozent der gestellten Rechnung beträgt. Von Sachleistungsbeziehern wird von der Versicherung 20 Prozent Selbstbehalt zurückgefordert.
Aber auch bei den verschiedenen Versicherungen (Beamten, Bauern, 9 x GKK etc.) gibt es große Leistungsunterschiede – auch im Bereich Heilbehelfe, Zahnbehandlung, alternative Methoden, Medikamente usw..
PS: Die hohe Moral kann ich für „meine“ Ärzten bestätigen.


In A.Ö. Krankenhäüsern gibt es nur 2 Kategorien der Unterbringung, nämlich allgemeine und Sonderklasse. Und es gibt - entgegen der Werbung der privaten Krankenversicherer - in A.Ö. Krankenanstalten keine freie Arztwahl. Freie Arztwahl bedeutet nämlich, während des gesamten KH-Aufenthaltes nur vom meinem auserwählten Arzt betreut, und nicht von famulierenden Medizinstudenten oder Turnusärzten als Versuchsobjekt für Blutabnahmen mißbraucht zu werden.

Was Du als Sanatorien bezeichnest, sind wahrscheinlich private Krankenanstalten, die im Wesentlichen das gleiche Leistungsspekrum abdecken, wie die A.Ö.KH, aber mit relativ freier Arztwahl und besserer Hotelkomponente.

Wir haben keine 2-Klassen-Medizin, wir haben eine mindestens 30-Klassen-Finanzierung regional unterschiedlicher Leistungsbeurteilung. Ein Herzinfarkt wird in Vorarlberg finanziell anders bewertet als im Burgenland.
Dank der Föderation Restösterreich nach der KuK Monarchie.
Das Leben ist ziemlich lebensgefährlich - Wer gesund stirbt, ist auch tot.
Benutzeravatar
majestix
Träger des 1. Dan im UnART-Aikido
 
Beiträge: 7749
Registriert: Dienstag 28. Februar 2006, 19:56
Wohnort: Kleines Dorf in Gallien

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon kaleidoskop am Sonntag 31. Oktober 2010, 13:29

Die Gebietskrankenkassen mögen in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Tarife haben.
Allerdings wird pro Tag nur ein gewisser Betrag bezahlt, damit muß das Krankenhaus auskommen, egal wieviel der Patient braucht.
Leben tun die Spitäler von den Zusatzversicherten, wo sie fast jedes Kinkerlitzchen extra bezahlt bekommen.
Wenn man weiß, was z.B. ein CD oder ein MR kostet, dann wundert einem nicht mehr, wenn die Spitäler pleite sind.
Bei uns gibt es ein einziges privates Krankenhaus, das Diakonissenkrankenhaus, das hat nur Sonderklasse und keine allgemeine Klasse.
Aber in dem Krankenhaus,in dem ich bin, sollte ich krank sein, einem Ordenskrankenhaus, kann ich jeden Arzt frei wählen.
Ich habe auf Wunsch ein Einbettzimmer, weil ich dafür auch versichert bin.
Dass sich der Chefarzt nicht mehr mit Blutabnehmen abgibt ist einsichtig, vielleicht ist er auch nicht mehr so in Übung.
Aber ich kenne Oberärzte, die das machen, von einem Famulanten würde ich mich ohnehin nicht stechen lassen.
Die Turnusärzte stechen in der Regel gut.
Sollte einer da ewig herumbohren und keine Vene treffen, dann nehme ich mir das Recht heraus, den wegzuschicken und es wird eben jemand anderer geholt.

Was den Ersatz von Zahnbehandlungen anbelangt ist die Gebietskrankenkasse wohl hinten nach, da bleibt einem fast nichts anderes übrig, als einen privaten Zahnarzt aufzusuchen.
Vor die Tugend haben die Götter den Schweiß gesetzt
Benutzeravatar
kaleidoskop
Professor honoris UnART
 
Beiträge: 1322
Registriert: Donnerstag 2. August 2007, 18:00

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon UnART am Montag 1. November 2010, 13:44

An meinen tiefliegenden Venen murkste mal ein Anfänger herum. Er traf die Vene mit der Nadel nicht richtig, beim zweiten Mal durchstach er sie. Wegen meiner Blutverdünner sah ich aus wie ein Junkie. Als ich ruhig fragte ob er mir mit dem Kontrastmittel die Luftblase auch in die Vene spritzen will, zog er verschreckt ruckartig die Nadel heraus. Das Blut verteilte sich über die Hose. Die Reinigung bot er an über die Versicherung abzuwickeln. "Danke, das reinige ich schon selbst", sagte ich ihm und: „Verschwinden sie endlich, schicken sie wen vorbei, der das kann!“
Mit leitenden Ärzten will ich bei Venenstichen und Flyer-Setzung ebenfalls nichts zu tun haben und verlange nach Schwestern, die selbst wenn sie laut Verordnung nicht dürfen, dies erfahrungsgemäß besser können.
( °) ( °) dada.
Benutzeravatar
UnART
Site Admin
 
Beiträge: 14310
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 05:33
Wohnort: Trg, diazezet da vare impalaeriezh Roma, a zo ur gêr a gKarintia, Aostria. Lec'hiet eo war ribloù

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon OHB am Montag 1. November 2010, 13:55

UnART hat geschrieben:An meinen tiefliegenden Venen murkste mal ein Anfänger herum. Er traf die Vene mit der Nadel nicht richtig, beim zweiten Mal durchstach er sie. Wegen meiner Blutverdünner sah ich aus wie ein Junkie. Als ich ruhig fragte ob er mir mit dem Kontrastmittel die Luftblase auch in die Vene spritzen will, zog er verschreckt ruckartig die Nadel heraus. Das Blut verteilte sich über die Hose. Die Reinigung bot er an über die Versicherung abzuwickeln. "Danke, das reinige ich schon selbst", sagte ich ihm und: „Verschwinden sie endlich, schicken sie wen vorbei, der das kann!“
Mit leitenden Ärzten will ich bei Venenstichen und Flyer-Setzung ebenfalls nichts zu tun haben und verlange nach Schwestern, die selbst wenn sie laut Verordnung nicht dürfen, dies erfahrungsgemäß besser können.


mir wird die tropfnadel schon seit immer von einer krankenschwester gesetzt
die lieben ärzte haben laut der krankenschwester keine zeit für so etwas denn die sind im stress
habe eigentlich auch noch nie eine negative erfahrung mit einer nadelstechschwester erlebt
Bild
Benutzeravatar
OHB
Triumphator im UnART-Universum
 
Beiträge: 42959
Registriert: Sonntag 19. Februar 2006, 17:47
Wohnort: vindobona fenum horreum aqua litus

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon xenia am Montag 1. November 2010, 15:21

vor langer zeit wurde ich um 7h früh zur blutabnahme in ein ambulatorium der WGKk bestellt, gleichzeitig noch ca. 30 andere patienten. die uralte ärztin erschien aufgedonnert und bemalt wie für eine opernbühne und einen schwall maiglöckchendurft verbreitend um 8h, da wurde dann auch dem letzten schlecht. erst wollte sie mir mit einer frei herumliegenden nadel blut abnehmen, "sie ist doch eh sauber", erst nach einiger zeit und lautstarken protesten meinerseits bequemte sie sich, eine verpackte zu nehmen. dann stocherte sie in meiner ellenbeuge herum, ich weiß nicht mehr, wie oft, obwohl ich sonst ausgezeichnet "zu stechen" bin. den letzten einstich kann man noch heute bewundern, der riesen-bluterguss bis zum handgelenk verschwand schon nach ein paar wochen.

jahre später, ein junger krankenhausarzt, transpirierend und zitternd, setzte mir eine infusion, auch beim x-ten versuch leider nicht in die vene, sondern irgendwo daneben. erfolg : ein riesen-"mugel" voller infusionsflüssigkeit in der ellenbeuge. von da an ließ ich mich nur mehr von schwestern stechen, komplikations- und nahezu schmerzlos.

und nein, ich habe und hatte keine zusatzversicherung, aber ich weiß, was mich im fall des falles erwartet (z.b. Cordon bleu mit bratkartoffeln bei freiwilliger galle-diät) und stelle mich darauf ein...

; - )))
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Bild
Benutzeravatar
xenia
Triumphator im UnART-Universum
 
Beiträge: 34183
Registriert: Montag 20. Februar 2006, 02:16

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon majestix am Mittwoch 3. November 2010, 02:46

xenia hat geschrieben:vor langer zeit.........................


Mich würde schon interessieren, wie angehende ÄrztInnen damals wie heute die Kunst der Venenpunktion lernen sollen, wenn nicht am lebenden Objekt?
Es ist einfach Blödsinn, Schwestern und Pfleger diesbezüglich als grundsätzlich besser zu betrachten. Übung macht den Meister, und wo soll eine 20-jährige Krankenschwester die Übung erworben haben? Am Gartenschlauch?

Ich weiß, daß StudentInnen wie auch Schwestern und Pfleger, MTA, MTF und RTA sich einander gegenseitig als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen.

Es macht auch einen Unterschied, welches Punktionsbesteck verwendet wird, aber das kann man in der Theorie eben nicht lernen.

Noch eine kurze Anmerkung zur rechtlichen Situation: Diplomiertes Personal darf Medikamente nur dann applizieren, wenn ein(e) Arzt/Ärztin einen venösen Dauerzugang gesetzt hat. Alles andere ist strafbar, und wird selbst von den KH-Betreibern mittlerweile sanktioniert.
Das Leben ist ziemlich lebensgefährlich - Wer gesund stirbt, ist auch tot.
Benutzeravatar
majestix
Träger des 1. Dan im UnART-Aikido
 
Beiträge: 7749
Registriert: Dienstag 28. Februar 2006, 19:56
Wohnort: Kleines Dorf in Gallien

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon kaleidoskop am Mittwoch 3. November 2010, 03:16

Die besten Stecher wären die Narkoseärzte, aber jetzt werden ja die Dauerzugänge schon vorher gelegt.
Vor die Tugend haben die Götter den Schweiß gesetzt
Benutzeravatar
kaleidoskop
Professor honoris UnART
 
Beiträge: 1322
Registriert: Donnerstag 2. August 2007, 18:00

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon xenia am Mittwoch 3. November 2010, 03:17

hab ich "grundsätzlich" geschrieben ? gerade mal 2 beispiele hab ich gebracht, davon eines von einer uralten ärztin, die man aus welchen gründen auch immer genau zum blut-abnehmen einteilt, obwohl sie es anscheinend nie genug geübt hat.

mich haben schon viele ärzte und ärztinnen gestochen, junge und alte, und außer den beiden konnte ich bei keinem und keiner auch nur einen leisen schmerzensschrei loslassen, hatte keinen bluterguß oder einen "mugel", kurz, sie alle konnten stechen, wie auch alle in div. laboratorien (sind das dipl. schwestern ? oder MTAs ? oder ärztinnen ? oder spezielle labor"kräfte" ?), sei es bei der blutabnahme zur vorbereitung für eine operation oder eine blutuntersuchung.

kurz : sehr viele könnens, und einzelne lernens nie...

; - )))
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Bild
Benutzeravatar
xenia
Triumphator im UnART-Universum
 
Beiträge: 34183
Registriert: Montag 20. Februar 2006, 02:16

Re: Zwei-Klassen-Medizin

Beitragvon ehklor am Mittwoch 3. November 2010, 08:59

Wunderschönen Guten Morgen

Muste mal wieder vorbeischauen.

Ja die 2 Klassenmedizin die gab es doch eh schon immer. Nun spricht man wenigsten darüber!
Lg ehklor
Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.
Benutzeravatar
ehklor
Orden für Verdienste ums UnART-Forum
 
Beiträge: 1556
Registriert: Montag 20. Februar 2006, 07:12
Wohnort: Krems.a.d.Donau

Nächste

Zurück zu GLOSSEN

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste