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von xenia am Donnerstag 25. November 2010, 16:55
Es geht um etwas anderes: um Toleranz. Jedes Jahr bekommen die Türken einen öffentlichen Ort, einen Park etwa, zugeteilt, um ihr Kermes-Fest zu feiern. Sie kochen, spielen, tanzen, zeigen ihre eigene Kultur. Die einzigen Österreicher, die Kermes besuchen, sind Politiker auf der Jagd nach Wählerstimmen. Wählen geht trotzdem nur die Hälfte der Türken. Die Wiener schauen bei solchen Festen nicht einmal aus dem Fenster.
Ein zugeteilter Platz für das Kermesfest, so eine Sauerei. Sollen alle öffentlichen Plätze dafür bewilligt werden?
er beschwert sich, dass ein platz zugeteilt wird, wie jedem anderen, der ein fest veranstalten will ? da haben etliche MAs mitzureden, die polizei etc, wo so ein fest möglich ist. aber so seh ich das nicht. er bemerkt, dass: "Die Wiener schauen bei solchen Festen nicht einmal aus dem Fenster.". klar, der "typische" Österreicher motschkert über den lärm, bevor er sich dazusetzt, zuschaut und mitißt. darf er das nicht erwähnen ? Vielleicht sollte man dazu eine Diskussionssendung des türkischen FernsehsendersTRT aus Wien anführen, indem der türkische Botschafter Zuspruch für seine These vom „Rassismus in den Genen“ bekam: Natürlich nicht bei den Türken, sondern bei den Europäern ( © Kurt Seinitz).
wer auch immer der Kurt Seinitz ist : den gesichtsausdruck des botschafters bei diesem ausspruch hätte ich gerne gesehen. kann es sein, dass er die phänomenalen biologie-kenntnisse von Sarrazin durch den kakao gezogen hat ? Mit einigen erfolgreichen Vorzeigetürken lässt sich der Zustand nicht schönfärben.
stimmt, es gibt ein par vorzeigetürken, dann gibts allerdings noch eine vielzahl von "unauffälligen", ohne kopftuch, mit perfekten deutsch-kenntnissen, erfolgreich in den verschiedensten berufen, die einfach "übersehen" werden und bei denen sich niemand interessiert, ob sie österreichische oder türkische staatsbürger sind. aaaaber : kaum wird bekannt, dass eine/r von denen TürkIn ist, werden sie sofort abfällig behandelt, beschimpft, nicht von allen Österreichern, aber von vielen. einer von ihnen, Kurde, ein gefragter IT-fachmann, hat schon überlegt, wieder nach hause zurückzukehren, vielleicht ist er auch schon weg, trotz einem halb-österreichischen sohn hier und einer nicht grad billigen eigentumswohnung in Alt-Erlaa. er versteht nicht, warum er sich die tagtäglichen "anfeindungen" und zumindest nadelstiche gefallen lassen soll, obwohl er voll integriert ist. ein anderes beispiel - zur erinnerung : xena hat geschrieben:Hallo Xenia!
Über das Thema habe ich mit einer Freundin letztens gesprochen. Sie arbeitet mit mir gemeinsam, war türkin, besitzt schon längst die österreichische Staatsbürgerschaft, zuhause wird deutsch gesprochen. Sie hat 3 Kinder und ist sehr sozial engagiert. trägt keinen Kopftuch. (das sollte auch erwähnt werden) Sie meinte egal, wie du dich in Österreich integrierst, du bleibst für manche ein Ausländer. Für die österreichischen Freunde und Kollegen ist es kein Thema, was du bist, aber für andere wie zB. Nachbarn bleibst du ein Ausländer. Also was müsste sie noch tun, damit solche leute sie als österreicherin akzeptieren?
Liebe Grüsse forum1/topic1520.htmlder botschafter war privat viel zu höflich...
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von UnART am Donnerstag 25. November 2010, 18:17
Danke Xenia, dachte schon ich muss mir noch selbst widersprechen. Sind wir hier in unserem Forum nicht zur Diskussion im Stande, wer dann? Komme noch auf deinen Beitrag zurück.
( °) ( °) dada.
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von OHB am Donnerstag 25. November 2010, 18:42
tatsache ist auch das man als altösterreicher ned amoi in jeden dorf aufgenommen wird weil man kein eingeborener ist ausser man kommt als zahlender tourist dann darf man sich ein wenig im fremden umfeld bewegen aber nur keine wellen machen
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von majestix am Freitag 26. November 2010, 21:56
UnART hat geschrieben:Mit „Nein, ihr habt da nichts zu sagen“, setzt Tezcan dann dem Topf den Deckel auf - selbst wenn es gesetzlich korrekt ist.
Du wirst es nicht für möglich halten: Auch darin pflichte ich dem Botschafter bei. Das Kopftuch ist ein Bekleidungsstück, sonst gar nichts. Und wenn es Bekleidungsvorschriften gäbe, wie seinerzeit in China mit dem Einheitsdress, würde Dich das beruhigen? Mit welchem Recht mischt Du Dich in Bekleidungsangelegenheiten Anderer ein, was Du Dir mit Nachdruck verbitten würdest, beträfe es Dich selbst. Von mir aus kann ja auch der Kärntner- oder Steireranzug verboten werden, sind sie doch nur Ausdruck einer lokalen Kleintümelei. Und speziell der Kärntner Anzug ist keine historisch übertragene Traditionsbekleidung, sondern eher abgetragen.
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von OHB am Freitag 26. November 2010, 22:54
also ich traue mich 2011 wenn ich zum faschingsball gehe nicht mehr als mönch verkleidet zu erscheinen des könnten einige falsch auffassen 
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von UnART am Samstag 27. November 2010, 00:18
majestix hat geschrieben:UnART hat geschrieben:Mit „Nein, ihr habt da nichts zu sagen“, setzt Tezcan dann dem Topf den Deckel auf - selbst wenn es gesetzlich korrekt ist.
Du wirst es nicht für möglich halten: Auch darin pflichte ich dem Botschafter bei. Das Kopftuch ist ein Bekleidungsstück, sonst gar nichts. Und wenn es Bekleidungsvorschriften gäbe, wie seinerzeit in China mit dem Einheitsdress, würde Dich das beruhigen? Mit welchem Recht mischt Du Dich in Bekleidungsangelegenheiten Anderer ein, was Du Dir mit Nachdruck verbitten würdest, beträfe es Dich selbst. Von mir aus kann ja auch der Kärntner- oder Steireranzug verboten werden, sind sie doch nur Ausdruck einer lokalen Kleintümelei. Und speziell der Kärntner Anzug ist keine historisch übertragene Traditionsbekleidung, sondern eher abgetragen.
Geht es um Bekleidungsangelegenheiten und Freiheiten, sind wir einer Meinung. Doch wir befinden uns auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Freiheiten und Rechte sind eine Sache, auch unsere Großmütter trugen möglicherweise ein Kopftuch. Doch sehen wir weiter. Die Berufsemanze Alice Schwarzer spricht beim Kopftuch berechtigt vom Symbol der Frauenunterdrückung und dass wir mit falsch verstandener Toleranz und Humanität viele Türkinnen (Muslimia allgemein), die sich befreien möchten, im Stich lassen. Dann ist das Kopftuch noch ein Zeichen von Integrationsverweigerung durch den Vorrang mitgebrachter Tradition bei gleichzeitiger Verweigerung vorgefundener Werte des Gastlandes. Aber das Ausschlaggebende: wer darf uns zurechtweisen mit „ihr habt nichts zu sagen“? Auf keinen Fall ein ausländischer Diplomat, für den es öffentlich keine Privatmeinung gibt. Tezcans Interview war keine Aufforderung zur Diskussion, sondern ein Brandsatz der im Österreich mit türkischem Hintergrund sehr wohl verstanden wurde. Nachträgliche Äußerungen, die keine Entschuldigung sind, bestätigen Präpotenz und dass die Türkei den Botschafter nicht abberief zeigt deren Einstellung Österreich gegenüber. Integration ist ein anderes Thema, wo beiderseits einiges im Argen liegt. Leider gibt es auch bei Österreichern 'Persönlichkeiten' für die man sich schämen muss.
( °) ( °) dada.
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von majestix am Samstag 27. November 2010, 02:09
UnART hat geschrieben:Geht es um Bekleidungsangelegenheiten und Freiheiten, sind wir einer Meinung. Doch wir befinden uns auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Freiheiten und Rechte sind eine Sache, auch unsere Großmütter trugen möglicherweise ein Kopftuch. Doch sehen wir weiter. Die Berufsemanze Alice Schwarzer spricht beim Kopftuch berechtigt vom Symbol der Frauenunterdrückung und dass wir mit falsch verstandener Toleranz und Humanität viele Türkinnen (Muslimia allgemein), die sich befreien möchten, im Stich lassen. Dann ist das Kopftuch noch ein Zeichen von Integrationsverweigerung durch den Vorrang mitgebrachter Tradition bei gleichzeitiger Verweigerung vorgefundener Werte des Gastlandes. Aber das Ausschlaggebende: wer darf uns zurechtweisen mit „ihr habt nichts zu sagen“? Auf keinen Fall ein ausländischer Diplomat, für den es öffentlich keine Privatmeinung gibt. Tezcans Interview war keine Aufforderung zur Diskussion, sondern ein Brandsatz der im Österreich mit türkischem Hintergrund sehr wohl verstanden wurde. Nachträgliche Äußerungen, die keine Entschuldigung sind, bestätigen Präpotenz und dass die Türkei den Botschafter nicht abberief zeigt deren Einstellung Österreich gegenüber.
Integration ist ein anderes Thema, wo beiderseits einiges im Argen liegt. Leider gibt es auch bei Österreichern 'Persönlichkeiten' für die man sich schämen muss.
Meine Großmutter väterlicherseits hat außer Haus immer ein Kopftuch getragen, und zum Schlafen ein Haarnetz verwendet. Sie hatte böhmische Vorfahren, und war trotz Kopftuch bestens in Wien integriert. Sie war auch keine unterdrückte Frau, die sich befreien wollte, weil ihr Mann schon im WK I um´s Leben gekommen ist, und sie nie wieder geheiratet hat. Das Gelaber von Frau Schwarzer ist uninteressant. Wenn man sich die jungen, meist recht hübschen Türkinnen mit ihren kunstvoll gewickelten Kopftüchern genau ansieht, ist von Unterdrückung keine Spur.
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von UnART am Freitag 24. Dezember 2010, 15:07
Kadri Ecvet Tercan noch immer ...Über ein Monat verging seit dem Ausrutscher des Türkischen Botschafters und er ist immer noch in Amt und Würden. Der österreichische Außenminister blieb ebenfalls Außenminister und Bundespräsident Fischer heuchelt „Licht ins Dunkel“. Kadri Ecvet Tercan sollte ähnliche Aussagen mal als Botschafter in Frankreich oder Italien versuchen – seine Botschafterkarriere wäre über Nacht beendet. Die Meinung einiger 'Experten', Tercan wolle mit seinen undiplomatischen Äußerungen eine politische Laufbahn in der Türkei vorbereiten, laufen wohl ins Leere. Solche unbotmäßigen Botschaften bezeichnen eher sein Wesen. Bereits als Generalkonsul in Hamburg unterstellte er Deutschen lange vor Thilo Sarazzins Genexpertise: Ausländerfeindlichkeit liegt in den deutschen Genen. Ob er dabei seine eigenen Gene spiegelte? Aber jetzt kommt langsam doch Bewegung in die unmögliche Geschichte – nicht weil österreichischer VerTreter sich endlich auf die Hinterfüße stellten, nein, der Türkische Botschafter wurde für die europäischen Interessen der Türkei selbst untragbar, während bei uns noch einige die Aussagen Tercans rechtfertigen, sie quasi an Unter- und Nebenfronten als innenpolitisches Kleingeld verteidigen. Derweil verhalten sich Vertreter lieber leise und fördern unauffällig im Namen des Volkes die Türkei anteilig mit Milliarden, damit diese EU-Beitrittskriterinen erfüllen kann, welche sie nicht zu leisten bereit ist. Weiteres zum ThemaEinen vor über einer Woche geplanten Artikel mit folgendem Titel spare ich mir zur Zeit. Straßenbahn Demokratie"Demokratie ist wie eine Straßenbahn. Wenn du an deiner Haltestelle angekommen bist, steigst du aus." - Tayyip Erdoğan, The New York Times »The Erdogan Experiment« ( © Wikiquote) Türkische IGGÖ
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von UnART am Mittwoch 9. November 2011, 14:26
Über ein Monat verging seit dem Ausrutscher des Türkischen Botschafters und er ist immer noch in Amt und Würden., meinte ich am 24.12.2010. Heute schreiben wir den 09.11.2011. Ein Jahr musste vergehen bis der längst überfällige Wechsel des türkischen Botschafters in Österreich stattfindet. Österreich EU-Expertin ab heute neue türkische Botschafterin
Die Diplomatin Ayse Sezgin tritt heute, Mittwoch, ihren Job als türkische Botschafterin in Österreich an. Die studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaftlerin löst damit Ecvet Tecan ab, der mit seiner rüden Kritik an der hiesigen Integrationspolitik für Empörung sorgte. Sezgin war zuvor Abgesandte der Türkei in Slowenien (2008-2009) und zuletzt im Außenamt in Ankara für EU-Belange zuständig. Die 53-jährige Mutter einer Tochter (ihr Mann ist türkischer Botschafter in Moskau) ist davon überzeugt, dass ihr Heimatland noch vor ihrer Pensionierung Mitglied der EU sein wird. © Kurier.at
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von OHB am Mittwoch 9. November 2011, 14:30
UnART hat geschrieben:Über ein Monat verging seit dem Ausrutscher des Türkischen Botschafters und er ist immer noch in Amt und Würden., meinte ich am 24.12.2010. Heute schreiben wir den 09.11.2011. Ein Jahr musste vergehen bis der längst überfällige Wechsel des türkischen Botschafters in Österreich stattfindet. Österreich EU-Expertin ab heute neue türkische Botschafterin
Die Diplomatin Ayse Sezgin tritt heute, Mittwoch, ihren Job als türkische Botschafterin in Österreich an. Die studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaftlerin löst damit Ecvet Tecan ab, der mit seiner rüden Kritik an der hiesigen Integrationspolitik für Empörung sorgte. Sezgin war zuvor Abgesandte der Türkei in Slowenien (2008-2009) und zuletzt im Außenamt in Ankara für EU-Belange zuständig. Die 53-jährige Mutter einer Tochter (ihr Mann ist türkischer Botschafter in Moskau) ist davon überzeugt, dass ihr Heimatland noch vor ihrer Pensionierung Mitglied der EU sein wird. © Kurier.at
die mühlen mahlen langsam aber stetig
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