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Afghanistan und die Bundeswehr

Nabelschau und der Blick über den Tellerrand

Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon f.art reloaded am Donnerstag 26. November 2009, 12:01

Aktuell beschäftigt sich der Bundestag (→BuTaTV mit einer Verlängerung des Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan [ISAF]). Zur Zeit sind rd. deutsche 4100 Soldaten dort stationiert (Die NATO-ISAF-Strategie→*click_pdf). Gestern stellte sich heraus, dass bei der am 04. September in deutschen Auftrag bombadierten zwei Tankwagen in der Nähe von Kundus, bei dem (offiziell) 142 Menschen getötet wurden, die bekannten Stellungnahmen der Bundeswehr und des Bundesverteidigungsministeriums falsch sind. (Video auf Bild.de)

Unabhängig von weiteren fröhlichen Debatten um das Für und Wider deutscher Kriegsspielerei auf Kosten anderer, empfehle ich den sofortigen Rücktritt von Herrn General Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr, der erwiesen Parlament und Bevölkerung belogen hat und Franz-Josef Jung, ehem. Bundesverteidigungsminister.

Artikel Zeit.de

Weitere Informationen über Afghanistan
Dieses wichtige, High-Level-Dokument vom April 2009 präsentiert 26 Dias von Grafiken, Karten, Statistiken und Texte über den Krieg in Afghanistan. Das Dokument titelt "Unclassified Metrics, April 2009".
*click_pdf
(zum Vergleich 2007-2008 → *click_pdf

ISAF THEATRE STRATEGIC COMMUNICATIONS STRATEGY_pdf

NATO IN AFGHANISTAN MASTER NARRATIV E AS AT 6 October 2008_pdf



Agenda:
# ANA - Afghanistan National Army
# INS - Insurgents INS - Insurgents
# PAK - Pakistan PAK - Pakistan
# SA - Surface to Air SA - Surface to Air
# ANSF - Afghanistan National Security Forces ANSF - Afghanistan National Security Forces
# ANP - Afghanistan National Police ANP - Afghanistan National Police
# BN - Battalion BN - Bataillon
# AGE - Anti-Government Elements AGE - Anti-Government-Elemente
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon UnART am Donnerstag 26. November 2009, 12:17

Stellt sich nur die Frage: Wie wollen sie Bevölkerung und Aufständische trennen?
( °) ( °) dada.
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon contraindicatio am Donnerstag 26. November 2009, 12:18

UnART hat geschrieben:Stellt sich nur die Frage: Wie wollen sie Bevölkerung und Aufständische trennen?



Per Fragebogen?

:hmm:
*************
Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude und ein bisschen Eierkuchen!!
*************
Stellt euch vor, Sarrazin schreibt ein Buch - und keiner geht hin!!!
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon UnART am Donnerstag 26. November 2009, 12:22

Eine Trennung gibt’s ohne Fragebogen:

Nach islamischer Lehre sind alle Ungläubigen (Nicht-Moslems) unwertes Leben und können/dürfen/müssen belogen, betrogen und getötet werden bis alle ...
( °) ( °) dada.
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon f.art reloaded am Donnerstag 26. November 2009, 12:23

UnART hat geschrieben:...Die Trennung verläuft weit anders:
Nach islamischer Lehre sind alle Ungläubigen (Nicht-Moslems) unwertes Leben und können/dürfen/müssen belogen, betrogen und getötet werden bis alle ...
... bekehren ham's vergessen, werter UnART. Dann passt's auch mit der katholischen Doktrin!
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon f.art reloaded am Donnerstag 26. November 2009, 12:53

...ticker...ticken...ticker...ticken...ticker...
... der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan und der Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Peter Wichert, wurden gefeuert...

*click
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon xenia am Donnerstag 26. November 2009, 20:55

Zivile Opfer vertuscht? General tritt zurück

Neue Details über einen opferreichen Vorfall in Afghanistan kompromittieren die Bundeswehr in Deutschland und ihre Ex-Chefs.

Bild Bild : ap

http://kurier.at/nachrichten/1957981.php


Die Bundeswehr und ihre politische Führung stehen unter neuem Druck wegen eines umstrittenen Luftangriffs auf ein Taliban-Ziel. Wesentliche Elemente bei der Aufklärung vor dem Angriff und bei der Bewertung der Opferzahlen danach wurden von der Bundeswehrführung dem damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) verheimlicht - oder von dem unterschätzt.

Jung ist zwar nun Arbeitsminister, muss sich aber trotzdem gegen Rücktrittsforderungen der Opposition wegen mangelnder Durchsetzungskraft wehren. Die Bundeswehr-Spitze wurde bereits von Nachfolger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gefeuert, sie hatte offenbar Jung und die Öffentlichkeit über den Vorfall im Unklaren gelassen, was auch zu Verstimmung mit den Verbündeten, vor allem dem US-Militär, geführt hatte.

Angriff

In der Nacht zum 4. September hatte der Bundeswehr-Kommandant in Kundus den Angriff von US-Kampfbombern auf zwei volle Tanklaster angefordert, die zuvor von Taliban entführt worden waren und nun als rollende Bomben das Lager bedrohen hätten können.

Beim nächtlichen Luftangriff auf die im Gelände steckenden Laster kamen 17 bis 143 Menschen ums Leben. Die Diskrepanz ergibt sich aus der unbekannten Zahl von Zivilisten, die gerade die Tankwagen anzapften, ob freiwillig oder unter Zwang der Taliban, ist offen. Dies vorher nicht genug gecheckt zu haben, ist der Vorwurf an den deutschen Kommandeur, der andere die Leugnung der zivilen Opfer durch die Bundeswehrführung.

Die Bild-Zeitung berichtete am Donnerstag von einem Report der deutschen Militärpolizei vor Ort schon am 5. September, der die mangelnde Aufklärung und zivile Opfer benannte. Das Material wurde aber Minister Jung vorenthalten, wie er am Donnerstag im Bundestag andeutete. Er hatte in allen Erklärungen die Berichte der Bundeswehr zitiert, die den Befehl zum Angriff militärisch rechtfertigten und zivile Opfer ausschlossen.

Defensiv

Jungs Vorgehen galt schon da in der Öffentlichkeit als zu defensiv, deshalb vor allem wechselte er in der neuen Koalition das Ressort.

Sein Nachfolger Guttenberg zwang sofort nach Bekanntwerden des Berichtes den obersten Offizier der Bundeswehr, Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhahn, mit sieben Jahren längst dienender und höchst angesehener Bundeswehr-Chef, zum Rücktritt, ebenso den Staatssekretär Peter Wichert. Jung wollte später eine persönliche Erklärung im Bundestag abgeben.

Sein Rücktritt hätte Tradition: Die Mehrheit der deutschen Verteidigungsminister schied vorzeitig aus. Die Affäre kam auch an dem Tag hoch, wo der Bundestag die Fortsetzung des unpopulären Bundeswehr-Einsatzes mit 4300 Soldaten beschloss.


Afghanistan: NATO-Einsatz seit fast einem Jahrzehnt

Am NATO-geleiteten Einsatz in Afghanistan (ISAF) nehmen 43 Nationen teil. Derzeit sind rund 71.000 Soldaten vor Ort, die Hälfte davon stellen die USA. Österreich hat vier Mann im Einsatz. Seit Beginn des Militäreinsatzes im Winter 2001 starben 1530 Soldaten, 930 davon Amerikaner. Ein Drittel der US-Verluste entfiel auf 2009.


Link

* Video des Bombenangriffs (extern) http://www.youtube.com/watch?v=YXzFh_2MP8A

Artikel vom 26.11.2009 15:30 | KURIER | Reinhard Frauscher/BERLIN



Berlin beeinflusste NATO in eigener Sache

Bei dem verheerenden Luftangriff auf zwei Tanklaster soll die Verantwortung des deutschen Oberst Klein heruntergespielt worden sein.

Bild Bild: ap
Oberst Klein soll sich fehlerhaft verhalten haben.

http://kurier.at/nachrichten/1951096.php


Die deutsche Bundesregierung soll einen Untersuchungsbericht der NATO zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Die NATO soll zu einer zurückhaltenden Beurteilung des Luftangriffs in Kunduz gedrängt worden sein. Laut Spiegel gaben Regierungsvertreter dem NATO-Oberkommandierenden in Europa, Admiral James G. Stavridis, Mitte Oktober bei seinem Besuch in Berlin zu verstehen, dass eine deutliche Verurteilung des deutschen Oberst Georg Klein in dem Untersuchungsbericht der NATO in Deutschland zu juristischen Problemen führen könnte. Klein hatte am 4. September den Einsatz befohlen, bei dem neben Taliban-Kämpfern auch Zivilisten ums Leben gekommen sein sollen.

Der Inhalt des Berichts

Der Untersuchungsbericht weist auf klare Fehler in der deutschen Einsatzführung hin. Demnach hielt sich Klein nicht an das sogenannte Standard-Einsatzverfahren: So habe er die Luftunterstützung mit der Begründung angefordert, seine Truppen hätten "Feindberührung", obwohl sich keine ISAF-Soldaten in der Nähe der Tanker aufhielten. Klein habe es zudem abgelehnt, die Jagdbomber zur Abschreckung zunächst nur im Tiefflug über die Tanker fliegen zu lassen. Außerdem sei es möglich, dass es angesichts der unübersichtlichen Lage nicht ausreichend war, sich auf eine einzige menschliche Quelle und die Live-Bilder der Luftunterstützung zu verlassen.

Artikel vom 26.11.2009 11:46 | apa, ap | mn



Die Angst vor der "Afghanisierung" geht um

Während der NATO Afghanistan langsam, aber stetig um die Ohren zu fliegen droht, wächst die Sorge in den nördlichen Anrainerstaaten.

Bild
Die gesamte Region um Afghanistan ist in Gefahr.

http://kurier.at/nachrichten/1958074.php


Von einer "großen Gefahr" für die gesamte Region sprach zuletzt Kirgistans Außenminister Kadyrbek Sarbajew am Rande einer Regional-Konferenz in Bischkek. Ganz oben auf der Tagesordnung: Die Abwendung der Terrorgefahr. Denn, so der stellvertretende Leiter des Anti-Terror-Zentrums des Staatenbundes GUS: "Die Taliban-Anführer sind an einer Afghanisierung der Situation in den Ländern Zentralasiens interessiert."

Fakt ist: Die Islamisten haben ihren Aufstand auf den zuvor eher ruhigen Norden Afghanistans ausgedehnt. Beobachter sehen zwei mögliche Gründe für die Eskalation im Norden. Die optimistische Variante: Die Taliban würden durch NATO-Offensiven im Süden zurückgedrängt und in den Norden nur ausweichen.

Die pessimistische: Nachdem es den Taliban gelungen ist, den NATO-Nachschub über Pakistan massiv zu stören, nehmen sie nun Ausweichrouten gezielt ins Visier. Und die führen zunehmend über Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan.

Im Norden Afghanistans leben überwiegend Usbeken und Tadschiken. Laut afghanischen Behörden sind in der Region um Kundus heute ausländische Extremisten aus Zentralasien auch besonders aktiv.

Auf der anderen Seite der Grenze wiederum können diese Islamisten auf alte Kontakte zählen. Vor allem in Tadschikistan, wo religiöse Eiferer bis 1997 gegen die Regierung kämpften. Eine Organisation von damals ist die Islamische Bewegung Usbekistans IMU. Sie war an der Seite der Taliban und der El Kaida in Afghanistan und Pakistan aktiv und pflegt bis heute beste Kontakte zu diesen Gruppen.

Der IMU wird nachgesagt, ihren Focus wieder auf Tadschikistan und Usbekistan gelegt zu haben und alte Netzwerke neu beleben zu wollen. Zumindest werden ihr mehrere Mordanschläge in Usbekistan zugeschrieben.

Artikel vom 26.11.2009 15:38 | KURIER | Stefan Schocher
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon xenia am Donnerstag 26. November 2009, 23:40

ein kommentar vom 26.11.2009 16:02 | KURIER | Konrad Kramar

Die Generäle gehen, die Soldaten werden folgen

Der Rücktritt führender Militärs ist Symptom einer Afghanistan-Strategiekrise.

http://kurier.at/interaktiv/kommentare/1958099.php


Kein Einzelfall. So wie jetzt Deutschlands ranghöchster General haben in den vergangenen Monaten bereits führende US- und britische Militärs ihren Hut nehmen müssen - und kürzlich hat der US-Oberbefehlshaber in Afghanistan mit Rücktritt gedroht. Der Hintergrund: Grundlegende Differenzen über die Strategie des Krieges in Afghanistan.

Als "Krieg gegen den Terror" war dieser Konflikt losgetreten worden. Getragen von der Überzeugung, dass die Antwort auf den "Angriff auf Amerika" nur eine militärische sein konnte. Acht Jahre später hat er sich in den Weiten eines Landes verlaufen, das schon viele fremde Armeen untergehen gesehen hat.

Erst jetzt werden jene Fragen gestellt, die so lange mit hohl tönender Ideologie verscheucht worden waren: Am Hindukusch müsse die westliche Welt verteidigt werden. Mag sein, doch mit Soldaten allein wird das nicht klappen, egal wie viele noch dorthin geschickt werden. Eine militärische Besatzung braucht einen Auftrag, ein Ziel und ein Ende. Nichts davon ist in diesem seltsamen Gewirr aus Terrorkampf, Friedensmission und Aufbau eines Staates klar zu erkennen.

Wie sollen Menschen unsere Botschaft von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten glauben, wenn das, was wir ihnen bisher gebracht haben, Soldaten, Bomben, eine korrupte Regierung sind? Dass immer mehr Afghanen sich den Taliban und ihrem Ideal eines mittelalterlichen Gottesstaates anvertrauen, ist der wohl bitterste Ausdruck unserer auch moralischen Niederlage.
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon f.art reloaded am Freitag 27. November 2009, 01:11

...*malsodazwischenwerfe...
Wieviel Krieg braucht der Frieden ?
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon xenia am Freitag 27. November 2009, 01:38

f.art reloaded hat geschrieben:...*malsodazwischenwerfe...
Wieviel Krieg braucht der Frieden ?


eine der perversen fragen der menschheit...
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon f.art reloaded am Freitag 27. November 2009, 17:07

...ticker...ticken...ticker...ticken...ticker...
Ende des überforderten Ministers

Rückzug, scheibchenweise: Nachdem er sich gestern noch dagegen gewehrt hatte, ist Arbeitsminister Franz Josef Jung nun zurückgetreten. Dies hatten seien Gegner fast seine komplette Amtszeit als Verteidigungsminister gefordert: Sie hatten ihm vor allem seine "Salami"-Taktik vorgeworfen: Information scheibchenweise. ...
© tageschau.de
Nu isser weg, der Herr Jung → *click
Zuletzt geändert von f.art reloaded am Freitag 27. November 2009, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon xenia am Freitag 27. November 2009, 17:07

Afghanistan kostet Minister Jung den Job

Der deutsche Arbeits- und Sozialminister Jung tritt zurück. Er soll Informationen über den Luftangriff nahe Kunduz zurückgehalten haben.

Deutschlands Arbeits- und Sozialminister Franz Josef Jung hat am Freitag in Berlin seinen Rücktritt bekanntgegeben. Er übernehme die volle Verantwortung für die "Informationspannen" hinsichtlich des NATO-Luftangriffs in Afghanistan vom September und stelle sein Amt zur Verfügung, erklärte der CDU-Politiker. Dem früheren Verteidigungsminister wird vorgeworfen, Informationen zu dem Angriff auf Tanklaster nahe Kunduz in Nordafghanistan nicht gelesen oder zurückgehalten zu haben. Die Oppositionsfraktionen im Bundestag verlangen die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

"Ich übernehme damit die politische Verantwortung für die interne Informationspolitik des Bundesverteidigungsministeriums gegenüber dem Minister bezüglich der Ereignisse am 4. September in Kunduz", sagte Minister Jung in seiner kurzen persönlichen Erklärung. Damit wolle er einen Beitrag dazu leisten, dass die Bundesregierung ihre erfolgreiche Arbeit ungehindert fortsetzen könne. Zugleich wolle er damit "Schaden von der Bundeswehr abwenden". Der CDU-Politiker war erst vor vier Wochen im Rahmen der Bildung der neuen schwarz-gelben Bundesregierung vom Verteidigungs- in das Arbeitsressort gewechselt.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) räumte die Unregelmäßigkeiten am Donnerstag vor dem Bundestag ein und gab als erste Konsequenz die Entlassung von Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und Staatssekretär Peter Wichert bekannt. Beide übernähmen die Verantwortung dafür, dass ihm bei der Amtsübernahme ein geheimer Untersuchungsbericht zu dem von der Bundeswehr angeforderten Bombardement mit vielen zivilen Opfern nicht vorgelegt worden sei.

Zivile Opfer

Der verheerende Luftangriff auf zwei von Taliban entführte Tanklastwagen nahe Kunduz in Nordafghanistan war von einem deutschen Oberst befohlen worden. Nach einer Untersuchung der NATO waren bei dem Angriff bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden. Das deutsche Verteidigungsministerium hatte bis zum Vorliegen eines NATO-Berichtes offen gelassen, inwiefern Zivilisten Opfer des Angriffs wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Rücktrittsforderungen an Jung wegen der neuen Erkenntnisse über die Bombardierung zunächst zurückweisen lassen. Merkel habe "das Vertrauen in Jung, dass er im Geiste der Verantwortung und dem Gebot der Transparenz handelt", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin.

Artikel vom 27.11.2009 14:13 | apa, dpa | ps



f.art reloaded hat geschrieben:Unabhängig von weiteren fröhlichen Debatten um das Für und Wider deutscher Kriegsspielerei auf Kosten anderer, empfehle ich den sofortigen Rücktritt von Herrn General Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr, der erwiesen Parlament und Bevölkerung belogen hat und Franz-Josef Jung, ehem. Bundesverteidigungsminister.
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon f.art reloaded am Freitag 27. November 2009, 17:09

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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon xenia am Freitag 27. November 2009, 17:12

f.art reloaded empfiehlt im UnART-forum, die deutsche bundesregierung liest mit gehorcht. so schauz aus...

; - )))
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Re: Afghanistan und die Bundeswehr

Beitragvon Gast am Dienstag 26. Januar 2010, 18:06

Oberst Klein gibt gezielte Falschinformationen zu - Luftangriff in Kunduz - derStandard.at › International:
"NATO-Luftangriff in Kunduz
Oberst Klein gibt gezielte Falschinformationen zu
16. Jänner 2010, 13:24
Laut vollständigem Nato-Bericht: Verantwortliche Bundeswehroberst hat gezielt die Unwahrheit gesagt, um US-Piloten zu dem Bombenabwurf zu bewegen
"

"Der für den Angriff auf zwei Tanklaster bei Kunduz in Nord-Afghanistan am 4. September vergangenen Jahres verantwortliche Bundeswehroberst hat gezielt die Unwahrheit gesagt, um US-Piloten zu dem Bombenabwurf zu bewegen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel, dem der geheime Nato-Bericht zu dem Vorfall vorliegt, am Samstag. Bisher waren nur Auszüge aus dem rund 500 Seiten langen Untersuchungsbericht bekannt gewesen."

"Die beiden am Luftschlag in Kundus beteiligten US-Piloten sind nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wenige Tage nach dem Vorfall vom Einsatz abberufen und strafversetzt worden. Damit reagierte Isaf-Kommandeur Stanley McChrystal auf die Verletzung von Einsatzregeln. McChrystal hatte auch die Abberufung von Oberst Klein gefordert, war dabei aber am Widerstand des deutschen Verteidigungsministeriums gescheitert."

"Nach "Spiegel"-Informationen zeigen Auszüge des Funkverkehrs zwischen dem US-Piloten "Dude" und dem deutschen Fliegerleitoffizier "Red Baron", dass die Besatzung insgesamt fünfmal Tiefflüge als Warnung vorschlug. Doch "Red Baron" antwortete demnach: "Negativ. Das Ziel soll angegriffen werden.""

"Kein Verfahren gegen Klein"

"In dieser Rechtskategorie (humanitäres Völkerrecht, Anm.) ist ein militärischer Schlag gegen Konfliktgegner zulässig. Zivilisten verlieren ihren Schutzanspruch vorübergehend, wenn sie sich - wie beim Tanklastzug - in eine Konfliktsituation begeben. (fin, derStandard.at, 16.1.2010)"


s.a.:

Merkel schickt 500 weitere Soldaten nach Afghanistan - Luftangriff in Kunduz - derStandard.at › International:
"Vor Afghanistan-Konferenz
Merkel schickt 500 weitere Soldaten nach Afghanistan
26. Jänner 2010, 11:11
Zudem sollen 350 Soldaten als flexible Reserve etwa für die Absicherung der Parlamentswahlen zur Verfügung stehen
"


Kunduz-Affäre holt Guttenberg ein


Steinmeier und Gabriel für Afghanistan-Abzug bis 2015


Und:

"Taliban müssen wieder in die Regierung"
"Matthew Hoh war Marineinfanterist im Irak und US-Zivilbeamter in Afghanistan - Im Herbst trat er zurück, weil er im Krieg keinen Sinn mehr sieht"


Alliierte gehen vorsichtig auf Taliban zu
"General McChrystal will Taliban bis zur Gesprächsbereitschaft schwächen"


Zu irgendwas müssen die Bomben doch gut sein.
Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird.
Dann ist es Sport.
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