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von M. am Mittwoch 26. November 2008, 00:51
smilla hat geschrieben:M. hat geschrieben:smilla hat geschrieben:Der Vergleich stammt ursprünglich nicht von mir, ich habe darauf nur reagiert. Aber die Motivation solcher Bräuche zu hinterfragen ist sicher interessant. Wenn man noch irgendwie nachvollziehen kann, dass dieses "Mästen" früher einmal vielleicht/eventuell/unter Umständen irgendeinen Sinn hatte, so fehlt das bei der Beschneidung völlig (ausser man ist der Meinung, die Befindlichkeit der Männer dieser Regionen rechtfertigen solche Eingriffe).
Smilla eine Frage an dich! Warum sind es - überall auf der Welt - vor allem die Frauen, die auf eine strenge Einhaltung der - speziell Frauen betreffenden - "Gebote" achten? Kannst du mir das beantworten?
Ich weiss es nicht. Möglicherweise aus Gehorsam und Rollenerfüllung, da sonst Ächtung (gesellschaftliche Zwänge). Auch den leisen Verdacht, dass die Frau der grösste Feind anderer Frauen ist (selbst wenn es sich um die eigenen Töchter handelt), habe ich. Speziell bei der Beschneidung halte ich das für möglich. Und das allerwichtigste: der Machtfaktor. Über die Männer haben sie meist keine Macht, also üben sie sie innerhalb ihrer Möglickeiten aus. Das ist die Wahrung der Tradition. Ich weiss nicht weshalb mir da jetzt die Kz´s einfallen. Ich habe mal gelesen, dass sie die Insassen zu einem grossen Teil auch selbst verwaltet haben, also selbst mitgeholfen haben, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Diese Gedanken gehen mir dazu durch den Kopf. Ich möchte aber keine KZ-Diskussion beginnen.
Das deckt sich ziemlich mit meinen Gedanken ... inkl. der Parallele zu den KZ-Insassen. Danke für deinen Beitrag 
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. - Erich Fried
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M.
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von maria am Mittwoch 26. November 2008, 01:15
M. hat geschrieben:smilla hat geschrieben:M. hat geschrieben: Ich weiss es nicht. Möglicherweise aus Gehorsam und Rollenerfüllung, da sonst Ächtung (gesellschaftliche Zwänge). Auch den leisen Verdacht, dass die Frau der grösste Feind anderer Frauen ist (selbst wenn es sich um die eigenen Töchter handelt), habe ich. Speziell bei der Beschneidung halte ich das für möglich. Und das allerwichtigste: der Machtfaktor. Über die Männer haben sie meist keine Macht, also üben sie sie innerhalb ihrer Möglickeiten aus. Das ist die Wahrung der Tradition. Ich weiss nicht weshalb mir da jetzt die Kz´s einfallen. Ich habe mal gelesen, dass sie die Insassen zu einem grossen Teil auch selbst verwaltet haben, also selbst mitgeholfen haben, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Diese Gedanken gehen mir dazu durch den Kopf. Ich möchte aber keine KZ-Diskussion beginnen.
Das deckt sich ziemlich mit meinen Gedanken ... inkl. der Parallele zu den KZ-Insassen. Danke für deinen Beitrag 
* Und in der Skala von 1 bis 10, wenn man schon Vergleiche zieht. Wo steht die Mästung und wo die Beschneidung?
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von M. am Mittwoch 26. November 2008, 08:16
* Und in der Skala von 1 bis 10, wenn man schon Vergleiche zieht. Wo steht die Mästung und wo die Beschneidung?
Für mich brauchts hier keinen Skalenplatz, beides sind grässliche Symptome der selben Krankheit ... und es wird um nichts akzeptabler, wenn man daran "eher" nicht stirbt.
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von calimero am Mittwoch 26. November 2008, 11:09
Smilla, der Vergleich mit den KZ Insassen ist nicht richtig! Diese Menschen wurden gezwungen, dies zu tun, anderenfalls wären sie selbst gestorben! Hast du "Sonderbehandlung" von Filip Müller gelesen? Wenn nicht, dann tue es! Das war kein vorauseilender Gehorsam, auch keine, wie immer geartete, Tradition. Das war schlicht und einfach der brutale, nackte Kampf ums Überleben.
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von calimero am Mittwoch 26. November 2008, 11:13
Noch dazu: Ich habe mal gelesen, dass sie die Insassen zu einem grossen Teil auch selbst verwaltet haben, also selbst mitgeholfen haben, den Status Quo aufrechtzuerhalten.
Wenn du hier die Ghettos ansprichst...das war auch ein gewisser Schutz. Schutz nach außen hin. Der Versuch, innerhalb der Ghettos sowas wie eine gewisse Art von "Normalität" zu erhalten. Auch hier...kein Vergleich mit Beschneidung von Mädchen oder Mästung. Was aber recht wohl dazupasst...die Körperverstümmelungen (in unserem Sinne), wo z.B. Mädchen eine Platte in die Unterlippe bekommen, so lange, bis die Unterlippe Tellergröße annimmt. Dort gilt es als "schön", wir sind entsetzt über so viel Brutalität.
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von M. am Mittwoch 26. November 2008, 11:36
im KZ - 5 Bewacher für 100Menschen oder mehr..... , und....die Einwohner ganzer Städte sahen zu wenn einmal hier 10Menschen, einmal dort 5 abgeholt wurden...
Vom Grössenverhältnis her, waren alle "Opfer" den Tätern (damit meine ich auch die normale Bevölkerung, nicht nur die tatsächlichen Opfer) zahlenmässig weit überlegen...
Sie wurden alle gezwungen ..... ist ein überoberflächlicher ....Schmarrn. Warum so etwas funktioniert, ist eher in der Psychologie angesiedelt ....
Die größte Gefahr ist nicht ein "MöchtegernTäter", sondern das was in den Köpfen zu vieler angeblich "normaler" Menschen herumgeistert.... denn ohne williger ErfüllungsgehilfenOpfer würde das alles nicht funktionieren.
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von OHB am Mittwoch 26. November 2008, 13:02
M. hat geschrieben:im KZ - 5 Bewacher für 100Menschen oder mehr..... , und....die Einwohner ganzer Städte sahen zu wenn einmal hier 10Menschen, einmal dort 5 abgeholt wurden...
Vom Grössenverhältnis her, waren alle "Opfer" den Tätern (damit meine ich auch die normale Bevölkerung, nicht nur die tatsächlichen Opfer) zahlenmässig weit überlegen...
Sie wurden alle gezwungen ..... ist ein überoberflächlicher ....Schmarrn. Warum so etwas funktioniert, ist eher in der Psychologie angesiedelt ....
Die größte Gefahr ist nicht ein "MöchtegernTäter", sondern das was in den Köpfen zu vieler angeblich "normaler" Menschen herumgeistert.... denn ohne williger ErfüllungsgehilfenOpfer würde das alles nicht funktionieren.
da die mehrheit der menschen sich selbst am nächsten steht sind sie auch eine gefährliche waffe 
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von smilla am Mittwoch 26. November 2008, 23:17
Calimero
Ich glaube du hast mich falsch verstanden, oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Dass sich KZ-Insassen teilweise selbst verwaltet haben (Aufseher oder Gruppenverantwortliche/Aufgaben die sie übernehmen mussten - es wird sicher wen geben, der sich da besser auskennt als ich), sollte kein Vorwurf sein, sondern nur aufzeigen unter welch grotesken Umständen, solche Sachen manchmal funktionieren.
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von maria am Donnerstag 27. November 2008, 01:21
smilla hat geschrieben:Calimero
Ich glaube du hast mich falsch verstanden, oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Dass sich KZ-Insassen teilweise selbst verwaltet haben (Aufseher oder Gruppenverantwortliche/Aufgaben die sie übernehmen mussten - es wird sicher wen geben, der sich da besser auskennt als ich), sollte kein Vorwurf sein, sondern nur aufzeigen unter welch grotesken Umständen, solche Sachen manchmal funktionieren. * Bezugnehmend auf diese Zeiten, würde ich nicht von grotesk schreiben und schon gar nicht davon, dass es sich um Sitten und Gebräuche handelte. Krieg, Leid, Not, keine Chance, etwas zu verändern zu können. xxxxx!
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von smART am Donnerstag 27. November 2008, 09:12
calimero hat geschrieben: Was aber recht wohl dazupasst...die Körperverstümmelungen (in unserem Sinne), wo z.B. Mädchen eine Platte in die Unterlippe bekommen, so lange, bis die Unterlippe Tellergröße annimmt. Dort gilt es als "schön", wir sind entsetzt über so viel Brutalität. Schon, aber wer hat die, nicht an Zahl geringen Trampeln denn gezwungen durch "high heels" geformte Zechn, oder im Winter durch halb freiliegende Nierengegendbereiche mittelfristig Folgeschäden zu bekommen? Von Tatoos und Pircing an den unmöglichsten Stellen gar nicht zu reden......? Und dann noch diese Stopfgänse die Hineingemampftes gleich wieder speien müssen, nur um blöd am Laufsteg mit dumpfer Mimik staken zu dürfen. Denn sie wollen nur SICH gefallen und all vermutlichen Warmen dieser Branch knabennformige Körper präsentieren.........Soviel zu Entsetzen und Brutalität! 
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von contraindicatio am Donnerstag 27. November 2008, 09:31
maria hat geschrieben:smilla hat geschrieben:Calimero
Ich glaube du hast mich falsch verstanden, oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Dass sich KZ-Insassen teilweise selbst verwaltet haben (Aufseher oder Gruppenverantwortliche/Aufgaben die sie übernehmen mussten - es wird sicher wen geben, der sich da besser auskennt als ich), sollte kein Vorwurf sein, sondern nur aufzeigen unter welch grotesken Umständen, solche Sachen manchmal funktionieren. * Bezugnehmend auf diese Zeiten, würde ich nicht von grotesk schreiben und schon gar nicht davon, dass es sich um Sitten und Gebräuche handelte. Krieg, Leid, Not, keine Chance, etwas zu verändern zu können. xxxxx!
Barbarisch, unmenschlich... Aber grotesk beschreibt die Tatsache, dass Lagerinsaßen ihre Leidensgenossen überwachen (müssen), um die eigene Haut (unter Umständen) kurze Zeit länger tragen zu dürfen, doch recht gut.  Genauso grotesk mag es auf den ersten Blick auch erscheinen, dass Frauen bei der Verstümmelung und Misshandlung anderer Frauen mitzumachen bereit sind.
************* Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude und ein bisschen Eierkuchen!! ************* Stellt euch vor, Sarrazin schreibt ein Buch - und keiner geht hin!!!
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von M. am Donnerstag 27. November 2008, 09:35
* Bezugnehmend auf diese Zeiten, würde ich nicht von grotesk schreiben und schon gar nicht davon, dass es sich um Sitten und Gebräuche handelte. Krieg, Leid, Not, keine Chance, etwas zu verändern zu können. xxxxx!
Doch Maria, das Kapo-System war schon grotesk. Ausgewählte Gefangene die ihre Mitgefangenen teilweise allein bewachen und auch freiwillig.. und vor allem bereitwillig.. Regelverstösse melden, die dann die schlimmsten Strafen nach sich zogen.... bis sie letztendlich auch ausgetauscht und umgebracht wurden. Aber soetwas hat natürlich nicht nur im KZs funktioniert, sieh dir die Bügerkriegsgebiete in Afrika unter diesem Aspekt einmal genauer an ... oder eben .. bis zu den brutalsten "Traditionen" (auf der ganzen Welt), die zum Großteil von den Opfern selbst am Leben erhalten werden..... das funktioniert alles nach sich ähnelten Muster.
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von OHB am Donnerstag 27. November 2008, 10:52
verstümmelung wird von den unterschiedlichen völkern auf verschiedenen arten ausgelebt auch die sogenannte zivilisierte welt kennt verstümmelungspraktiken 
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von Pepperona am Samstag 19. Juni 2010, 12:22
Weiß jemand, wie es der vor 2 Jahren gefilmten Sheila heute geht?
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