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MIGRANTENGEWALTig

MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon f.art reloaded am Samstag 23. Januar 2010, 13:42

Der werte OHB findet das Wort Migrantengewalt für den Faden 'Seltsame Wörter' würdig. Ich für eine Diskussion!
Ist das Wort unwürdig? Was soll es beschreiben? Wer (ausser den Schweizern) hat es erfunden? Wird es nur für die Gewalt (Türke vs. Türkin) verwendet? Darf ich dann das Wort Grandengewalt kreieren, weil deutsche und österreichische Männer im Vergleich öfter zuschlagen (und mehr)?
Was ist Tabu? Die kokett aufgeschwollende Formulierung für den Ausländer, das unbekannte Wesen oder die gesellschaftliche Verschwiegenheit frauenschlagender/mordender Nachbarn?
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f.art reloaded
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon OHB am Samstag 23. Januar 2010, 14:14

f.art reloaded hat geschrieben:Der werte OHB findet das Wort Migrantengewalt für den Faden 'Seltsame Wörter' würdig. Ich für eine Diskussion!
Ist das Wort unwürdig? Was soll es beschreiben? Wer (ausser den Schweizern) hat es erfunden? Wird es nur für die Gewalt (Türke vs. Türkin) verwendet? Darf ich dann das Wort Grandengewalt kreieren, weil deutsche und österreichische Männer im Vergleich öfter zuschlagen (und mehr)?
Was ist Tabu? Die kokett aufgeschwollende Formulierung für den Ausländer, das unbekannte Wesen oder die gesellschaftliche Verschwiegenheit frauenschlagender/mordender Nachbarn?


eher das tabu der schlagenden nachbarn
würd ich mal meinen
aber mediengeiler ist natürlich das andere gesock
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon xenia am Samstag 23. Januar 2010, 14:50

wie in den insgesamt 3 Presse-artikeln geschrieben, es gibt keine österreichische statistik zu diesem thema. auch auf die zahlen der frauenhäuser kann man nur bedingt zurückgreifen, da einheimische meist auf ein hilfsbereites netz von angehörigen und freunden zurückgreifen können, sie sehen das frauenhaus wirklich nur als allerletzte hilfe, wenn sie sonst niemand aufnehmen kann.

andererseits muss schon sehr viel passieren, dass eine "ausländerin" in ein frauenhaus flüchtet, sie ist viel abhängiger von ihrem ehemann, weil an ihn ihre aufenthalts-/arbeitsbewilligung gekoppelt ist.

Christian Pfeiffer und Peter Wetzels haben in D für eine studie 45.000 jugendliche nach ihren erfahrungen mit häuslicher gewalt befragt. u.a. kam dabei heraus, dass der bildungsgrad des "gewalttätigen" eine große rolle spielt : je weniger bildung, desto mehr/häufiger wird zugeschlagen. z.b. Iraner sind am wenigsten gewalttätig, sie haben einen vergleichsweise hohen bildungsgrad. das hindert aber nicht einmal einheimische akademiker, auch ein- oder mehrmals zuzuschlagen.

zu klären bliebe endlich auch, wie lange man die bezeichnung als/den status eines migranten behält. geht das nach jahren? nach generationen ? sind z.b. die polen-/tschechen-/ungarnflüchtlinge noch alle migranten ? die zwangsumgesiedelten siebenbürgen-deutschen ? die (schon fast ausgestorbenen) alten menschen, die bis zu ihrem tod "behmakeln" ? werden menschen, die bereits die österreichische staatsbürgerschaft haben, auch noch zu den migranten gezählt, wie auch die bereits in Österreich geborenen, die womöglich noch nie in ihrem "heimatland" waren ? gibt es einen unterschied zwischen migranten und immigranten ? sind ehemalige emigranten, die wieder zurückkommen, immigranten oder nur migranten ?

wieder einmal fragen über fragen über eine bezeichnung, die sich in den alltäglichen wortschatz geschlichen hat, und jeder versteht was anderes darunter...
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon trebbiatore am Samstag 23. Januar 2010, 20:20

f.art reloaded hat geschrieben:Der werte OHB findet das Wort Migrantengewalt für den Faden 'Seltsame Wörter' würdig. Ich für eine Diskussion!
Ist das Wort unwürdig? Was soll es beschreiben? Wer (ausser den Schweizern) hat es erfunden? Wird es nur für die Gewalt (Türke vs. Türkin) verwendet? Darf ich dann das Wort Grandengewalt kreieren, weil deutsche und österreichische Männer im Vergleich öfter zuschlagen (und mehr)?
Was ist Tabu? Die kokett aufgeschwollende Formulierung für den Ausländer, das unbekannte Wesen oder die gesellschaftliche Verschwiegenheit frauenschlagender/mordender Nachbarn?

die migrantengewalt....hm...wenn damit gemeint ist dass migranten gewalt ausüben, dann stimmt das mit sicherheit.
warum sollte es unter migranten KEINE gewalt geben?
oder was will man mit dem wort kolportieren?
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon calimero am Sonntag 24. Januar 2010, 11:23

Hm, wie lange man "Migrant" ist? Sicher die erste Generation. Diejenigen, die dann die österreichische Staatsbürgerschaft erwerben, haben "Migrationshintergrund".
Wie lange? Ich denke, das hängt auch viel mit der Sprache zusammen. Solange noch in der fremden Sprache die Hauptunterhaltung stattfindet, wird "Migrant" oder "Migrantenhintergrund" anzuwenden sein. Erst mit der wirklichen Übernahme der Sprache des Einwanderungslandes gilt das dann nicht mehr.
Das heißt jetzt nicht, dass Zweisprachigkeit unmöglich wäre. Aber das Denken und, wie mir unser englischer Lehrer so treffend erklärte, das Träumen, ist da ausschlaggebend.
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon calimero am Sonntag 24. Januar 2010, 11:29

Zum Wort "Migrantengewalt".....das soll wohl beschreiben, dass viele Migranten aufgrund ihres Hintergrundes (Kriegsgräuel) möglicherweise eher gewaltbereit sind. (siehe Serben) Aber auch Gruppen in einer Gesellschaft, wo das Faustrecht noch gilt, werden bei Immigration das weiter beibehalten. Dass gerade hauptsächlich diese Gruppen aus dem Heimatland emigrieren, mag auch damit zusammenhängen. Ich denke hier an Blutrache usw. (Tschetschenen, usw.)
Diese Menschen sind an Gewalt gewöhnt, schon von der Kindheit an. Sie sind daran gewöhnt, dass man Probleme mit Gewalt löst. Wenn sie nun zu uns kommen, sind sie ad hoc sicher nicht fähig, anfallende Probleme anders zu lösen, als sie es von Haus aus kannten.
Bei uns wird vom Kindergarten an Problemlösung ohne Gewalt trainiert. Aber dort?
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon f.art reloaded am Sonntag 24. Januar 2010, 12:04

calimero hat geschrieben:Aber das Denken und, wie mir unser englischer Lehrer so treffend erklärte, das Träumen, ist da ausschlaggebend.
Ich träume ab und an vom prallen Möpsen einer ungarischen Bardame. Bin ich migrationsresistent?
calimero hat geschrieben:.....das soll wohl beschreiben, dass viele Migranten aufgrund ihres Hintergrundes (Kriegsgräuel) möglicherweise eher gewaltbereit sind. (siehe Serben) Aber auch Gruppen in einer Gesellschaft, wo das Faustrecht noch gilt, werden bei Immigration das weiter beibehalten.
Sie meinen, werte calimero, messerschwingende Typen (siehe österreichische Hobbyköche) neigen zu Gewalt? Aber auch Polizisten?
calimero hat geschrieben:Ich denke hier an Blutrache usw. (Tschetschenen, usw.)
Denken sie kürzer. Fahren Sie über Ihre südliche Grenze!
calimero hat geschrieben:Bei uns wird vom Kindergarten an Problemlösung ohne Gewalt trainiert.
Offensichtlich mit hoher Fehlerquote.

:hmm:
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon xenia am Sonntag 24. Januar 2010, 14:54

Migration, Wanderung ist in der Soziologie und Soziogeographie ein unterschiedlich gefasster Begriff für den dauerhaften Wechsel des Lebensumfeldes einer Person, einer Gruppe oder einer Gesellschaft im geographischen und sozialen Raum.

http://de.wikipedia.org/wiki/Migration_%28Soziologie%29

dafür diene ich als beispiel : mit 4 jahren bin ich aus Wien emigriert, ins Burgenland immigriert. dort verstand ich kein einziges wort, musste mühsam die sprache lernen, damit ich wenigstens mit anderen kindern spielen konnte. auch die dortigen sitten und gebräuche musste ich kennen lernen, z.b. dass man ins gras steigen darf, auf bäume klettern, ohne begleitung auf der straße spielen/rodeln und nur kurz unterbrechen, wenn sich ein fahrzeug näherte, vom fensterbrett aus die beine hinaus baumeln lassen, usw. usf., lauter in Wien verbotene dinge. dafür sollte ich keine hosen mehr tragen, jeden menschen auf der gasse grüßen, alleine kleinigkeiten einkaufen oder milch vom bauern holen gehen.

nach 5 jahren kaum halbwegs integriert (aber nicht assimiliert) emigrierte ich nach Eisenstadt, wieder eine andere sprache, allerdings verständlicher, da meine eltern nie die "neue" sprache gesprochen haben, mit der zeit lernten sie, sie zu verstehen. völlig neue sitten und gebräuche im internat, z.b. strengstes hosenverbot, nicht alleine auf die straße etc.

von dort emigrierte ich nach 8 jahren wieder, immigrierte in Wien, wo ich den vorteil hatte, die "Wiener regeln" aus meinem gedächtnis holen zu können. das einzige, was ich nie lernte, war die sprache meines geburtsortes : Ottakring.

das bedeutet, ich habe mehr migrationshintergrund als z.b. Arigona, die nur einmal aus dem Kosovo emigriert und in O.Ö. immigriert ist.

wer hat keinen migrationshintergrund und wohnt noch an dem ort, wo er geboren ist, ist nicht einmal in ein anderes haus, und sei es ins nachbarhaus mit anderen mitbewohnern und dadurch anderen "sitten und gebräuchen", gewandert ? und bin ich oftmals migrierte deshalb gewaltbereiter ?
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon f.art reloaded am Sonntag 24. Januar 2010, 16:50

xenia hat geschrieben:... dafür diene ich als beispiel : mit 4 jahren ... sollte ich keine hosen mehr tragen, ...bin ich oftmals migrierte deshalb gewaltbereiter ?
Pièce d'identité: Entgegen Ihrer leidvollen Wanderschaft durften Hammer und Sichel nicht nur rot, sondern auch weiss gefärbt bleiben?
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon xenia am Sonntag 24. Januar 2010, 17:27

naja, die farben meiner großeltern waren gelb und blau Bild, die meiner mutter rot und weißBild. meine waren zeitweise rot und goldBild. in meinen ersten lebensjahren dominierte allerdings Bild
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon trebbiatore am Sonntag 24. Januar 2010, 21:40

xenia hat geschrieben:naja, die farben meiner großeltern waren gelb und blau Bild, die meiner mutter rot und weißBild. meine waren zeitweise rot und goldBild. in meinen ersten lebensjahren dominierte allerdings Bild

http://padova.blogolandia.it/files/2009 ... _rosse.jpg
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon f.art reloaded am Sonntag 24. Januar 2010, 23:32

NIx Fähnchen, den da ↓ meine ich...
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon xenia am Sonntag 24. Januar 2010, 23:50

abgesehen davon, dass ich anfangs mit einer schwarz-weiß-version leben musste, konnte man von bananen und palmen nur träumen...

; - )))
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon f.art reloaded am Sonntag 24. Januar 2010, 23:56

xenia hat geschrieben:abgesehen davon, dass ich anfangs mit einer schwarz-weiß-version leben musste, konnte man von bananen und palmen nur träumen...

; - )))
Die "Bananen" haben's nu zuhauf, werte xenia. Die Profiteure leben jetzt unter Palmen.... :lol:
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Re: MIGRANTENGEWALTig

Beitragvon xenia am Montag 25. Januar 2010, 00:42

Harald Schume schreibt im Kurier einen lesenswerten kommentar über die Mongolei, die 20.000 türkische immigranten sucht, um den herrschenden männermangel (6 frauen - 1 mann) auszugleichen und die geburtenrate mit "mongolürken" zu erhöhen...

; - )))
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