"Aus Religionsfreiheit darf nicht Religionsgleichheit werden."
„Christlicher Fundamentalismus in den Unionsparteien”:
"„Die Rede des Bundespräsidenten Christian Wulff zur Feier der 20-jährigen Einheit Deutschlands wurde zunächst allseits positiv beurteilt. Als eine Blitzumfrage feststellte, dass zwei Drittel der Bevölkerung den Teil seiner Rede nicht so gut fanden, in dem er heute den Islam auch als Teil der deutschen Kultur bezeichnete, genierten sich vor allem CSU-Politiker nicht, populistisch seine Rede zu kritisieren. Dabei machten sie nahezu christlich-fundamentalistische Aussagen, die der Bund für Geistesfreiheit (bfg) in Bayern energisch zurück weist.
So meint zum Beispiel der Landesgruppenchef der CSU im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, alle hätten sich in die christlich-abendländische Kultur mit jüdischen Wurzeln zu integrieren. Abgesehen davon, dass er damit die 2000-jährige Judenfeindlichkeit des Christentums ausblendet, bedeutet diese Aussage, dass alle Menschen in Deutschland, also auch bloße Taufscheinchristen, Atheisten, Angehörige anderer Glaubensrichtungen und Konfessionslose, letztere sind heute in Deutschland die stärkste weltanschauliche Gruppe ! – so zu leben hätten, wie sich dies die beiden christlichen Kirchen vorstellen; wobei sich die meist selber nicht einig sind.
Das betrifft ihre Moralvorstellungen, die sie möglichst gesetzlich verankert wissen wollen; es betrifft aber auch ihre ganz profanen finanziellen Vorrechte. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer meint: Aus Religionsfreiheit darf nicht Religionsgleichheit werden! Sie will also die Kirchenprivilegien schützen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag Christian Ruck (CSU) meint, dass unsere Werte maßgeblich sein müssten. Damit meint er speziell die so genannten christlichen Werte, die er verallgemeinernd als unsere Werte bezeichnet. Niemand weiß, was genau damit gemeint ist. Wer die Bibel als Grundlage nimmt, findet dort auch Werte, die an Intoleranz und Frauenfeindlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen.
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Der Bund für Geistesfreiheit ist eine laut wikipedia freigeistig orientierte Körperschaft des öffentlichen Rechts in Bayern. Das erklärte Ziel des bfg sei die Interessenvertretung der konfessionsfreien Bürger, also Menschen, die keiner Kirche angehören. Diese machen rund 22 Prozent der Bevölkerung Bayerns aus. Insbesondere vertritt er Menschen mit freigeistiger, agnostischer, humanistischer oder atheistischer Weltanschauung.
Liebe Leser, wir freuen uns auf Ihre Diskussionsbeiträge."
Religionsgleichheit - so ein Unsinn. Woher nehmen wir dann den billigen Treibstoff für "bewaffnete Konflikte"? (Umgangssprachlich kann man schon "Krieg" sagen; Karl Theodor zu Guttenberg. "Papi, bewaffneter Konflikt ich ein Eis?" (c) Titanic)



