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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 02:40
Allerheiligen Viel Neues in den Gärten der ewigen Erinnerung! Schlicht, grün und pflegeleicht:Die Zeit der Menschen für die Friedhofspflege ist weniger geworden. Sind es die letzten Rosenblüten, die Hagebutten, der immergrüne Efeu oder doch eher die kräftigen Farben von Chrysanthemen oder Eriken? Bei der Gestaltung der Gräber hat sich in den vergangenen Jahren vieles getan. Wer auf Gartenschauen – vor allem in Deutschland – die Musterbepflanzungen von Gräbern ansieht, der kann erkennen, wie groß die Möglichkeiten geworden sind, diese „letzten Gärten“ zu gestalten. Zwar hat sich auch im Umgang mit dem Grab vieles getan – die Gräber sind nun oft Urnengräber und damit kleiner. Denn die Zeit, auf den Friedhof für die Pflege zu gehen, ist geringer geworden und auch die Vorliebe für bestimmte Pflanzen hat sich verändert. Zu Hunderttausenden wurden noch vor zehn Jahren die Ballenchrysanthemen zu Allerheiligen verkauft – heute ist es nur noch ein Bruchteil, denn die typischen Friedhofspflanzen haben Konkurrenz bekommen. Einerseits durch eine Vielzahl von Grabgestecken, die wirklich überall erhältlich sind, anderers durch die neuen Chrysanthemenbüsche mit Hunderten kleinen Blüten. Auch das ganze Jahr über sind die Gräber heutzutage anders geschmückt als früher. Wer „den Garten der Erinnerung“ oft besuchen kann, der wählt intensiv zu pflegende Blüten. Im Spätherbst zum Beispiel neuerdings die Alpenveilchen, die auch einige Minus-Grade vertragen. Oder die Hornveilchen, also die kleinblütigen Stiefmütterchen, die besonders robust, vielblütig und letztlich sogar duftend sind. Grün und bunt – das ist ein Trend, der sich bei der Bepflanzung mit Blattschmuckpflanzen herauskristallisiert: Die Chamäleonpflanze (Houttuynia cordata), manchmal mit einem zu großen Ausdehnungsdrang und ihren rot-gelb-grünen Blattzeichnungen, oder der rote kriechende Günsel, der Lavendel oder das Currykraut. Bei den Immergrünen beginnt sich gerade in den letzten Jahren ein neuer Trend abzuzeichnen. Da sich auf vielen Friedhöfen der Buchspilz und der Buchsbaumzünsler breitgemacht haben, sucht man nach alternativen Gehölzen. Der kleinblättrige Ilex ist so einer, aber auch kleinwüchsige Eiben oder bonsaiartige Thujen. Begleitet werden diese grünen Umrahmungen aber von vielen Blüten, vor allem dann im Frühjahr. Wer jetzt schon Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen auf die Gräber pflanzt, wird im kommenden Frühjahr ein prachtvolles Arrangement vorfinden http://www.nachrichten.at/ratgeber/haus ... 123,494788Für viele Leute sind die Gräber das einzige kleine Gärtchen, das sie haben. Auf unserem Friedhof sind die meisten Gräber immer schön bepflanzt. Nach getaner Arbeit sitzen die Leute, die Zeit haben auf den Ruhebänken und unterhalten sich. So wurden schon mancherlei neue Beziehungen geknüpft. In den vielen Bäumen befinden sich Nistkästen von Vögeln und die Piepmätze laben sich an einem Springbrunnen. Manchmal hoppelt ein Hase vorbei, er wird von allen Hansi gerufen und ist gar nicht scheu.
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von UnART am Samstag 30. Oktober 2010, 13:16
Die Grabpflege erledigt mein Bruder für mich. Wenn es nicht unbedingt sein muss, meide ich Friedhöfe. Sie sind Heuchelei. Fanden Verstorbene nicht im Herzen Platz, wird man sie auch am Totenacker nicht finden. Link zum Thema auf UnART: Tag der Toten
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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 13:40
Ich finde nicht, dass ein Friedhof Heuchelei ist. Vielleicht bei irgendwelchen Bonzengräbern. Ich sehe immer wieder, wie die meisten Leute mit Hingabe ihr Grab pflegen, nachher dort stehen und andächtig beten. Sie haben nichts anderes, man sollte sie nicht als Heuchler abtun. Wer die Ruhe und den Frieden zu schätzen weiß und selber kein Gärtchen hat oder nicht mehr so gut zu Fuß ist um Wanderungen zu unternehmen, wird die Schönheit und die Lebendigkeit eines Friedhofes, der soviel zu erzählen weiß, zu schätzen wissen.
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von xenia am Samstag 30. Oktober 2010, 13:41
UnART hat geschrieben:Die Grabpflege erledigt mein Bruder für mich. Wenn es nicht unbedingt sein muss, meide ich Friedhöfe. Sie sind Heuchelei. Fanden Verstorbene nicht im Herzen Platz, wird man sie auch am Totenacker nicht finden. Link zum Thema auf UnART: Tag der Toten
ganz deiner meinung. da ich keinen bruder habe und meiner mutter der weg zum friedhof schon zu anstregend ist, schau ich 2x pro jahr am grab vorbei, ob der gärtner alles in ordnung gehalten hat. das mach ich aber auf keinen fall zu Allerheiligen (bei meinen ahnen waren keine heilige). dafür denke ich sehr oft an sie alle, die auf etlichen friedhöfen verteilt liegen, auch an meine großtante, deren grab schon aufgelassen ist. aber jeder soll es halten, wie er will...
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von UnART am Samstag 30. Oktober 2010, 14:29
kaleidoskop hat geschrieben:Ich finde nicht, dass ein Friedhof Heuchelei ist. Vielleicht bei irgendwelchen Bonzengräbern. Ich sehe immer wieder, wie die meisten Leute mit Hingabe ihr Grab pflegen, nachher dort stehen und andächtig beten. Sie haben nichts anderes, man sollte sie nicht als Heuchler abtun. Wer die Ruhe und den Frieden zu schätzen weiß und selber kein Gärtchen hat oder nicht mehr so gut zu Fuß ist um Wanderungen zu unternehmen, wird die Schönheit und die Lebendigkeit eines Friedhofes, der soviel zu erzählen weiß, zu schätzen wissen.
Meine Rede geht weniger um Leute die von nahen Angehörigen alleingelassen wurden, denen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Oft vereinsamt vermissen sie den Kontakt mit verstorbenen Angehörigen und kompensieren mit Fürsorge (Grabpflege). Leider scheint es viele davon zu geben, wenn der Friedhof so lebendig ist. Gemeint sind Heuchler, welche Gräber aus Tradition oder wegen der Meinung Anderer pflegen und zu „Pflichtanlässen“ wie Allerheiligen auch von weit her antanzen um sich vorzuführen. Na gut! - wenigstens kommt es zu Familientreffen, die allerdings nicht immer unter einem guten Stern stehen.
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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 14:33
Ich habe in Paris den Friedhof Mont Martre besichtigt, wo viele bekannte Künstler begraben sind, unter anderem auch die Kameliendame.
Es war ein wundervolles Gefühl an den Gräbern zu stehen und an mir vorbeiziehen zu lassen, was ich über die Toten wußte und ihrer zu gedenken. Die Wiener, die ein Kleinod, wie den Zentralfriedhof haben, sollten diesen ab und zu besuchen, um ihr Wissen aufzufrischen. Es gibt kleine Friedhöfe in den Alpen, die eine Pracht sind. Dass man die Toten der Familie im Herzen trägt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Es gibt aber noch andere Tote, an die man nicht immer denkt, wo man aber am Grab stehen bleibt und dann sich wieder erinnert. Es ist unsere Kultur Friedhöfe zu haben, aber jedem das Seine. Ich hatte als Kind auch Angst vor Friedhöfen und bin mit einer gewissen Ehrfurcht eben mitgegangen. Ich komme auch nicht mehr oft auf den Friedhof, aber wenn, dann beobachte ich und wenn ein Vogel mir zu den Füßen hüpft und um Wasser bittet, erfülle ich diesen Wunsch. Auf unserem Friedhof sind z.B. Adalbert Stifter und Enrica von Handel-Mazetti begraben und viele andere mehr, die uns viel hinterlassen haben. Warum sollte man ihnen nicht ab und zu ein Kerzerl anzünden?
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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 14:42
@Unart Ich meine , die Heuchler sieht man gar nicht auf dem Friedhof, die lassen ihre Gräber von Gärtnereien pflegen. Ich gehe nie am Allerheiligentag auf den Friedhof, denn das Gewurl dort interessiert mich nicht. Am Allerseelentag gibt es am Heldenfriehof eine Feldmesse, die habe ich früher öfters besucht, es gibt dort Denkmäler für Soldaten, Widerstandskämpfer und vieles mehr. Dort kann man zum Gedenken auch eine Kerze anzünden. Berühmt ist Hallstatt in Oberösterreich, dort gibt es keinen Friedhof, weil kein Platz vorhanden ist, nur ein Beinhaus. http://www.sagen.at/fotos/showphoto.php/photo/237
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von xenia am Samstag 30. Oktober 2010, 15:05
für mich ist einer der schönsten friedhöfe der Petersfriedhof in Salzburg ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Petersfriedhof ), wobei mir bei "fremden" friedhöfen nicht wichtig ist, ob ich dort "berühmtheiten" finden kann. es gibt auch wunderschöne kleine friedhöfe in winzigen ortschaften, die ich bei urlaubsfahrten gerne besuche, wenn sie nicht versperrt sind...
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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 15:34
Meine Rede, wenn natürlich dort berühmte Persönlichkeiten begraben sind, noch besser, es sind meist wunderschöne alte Denkmäler, Petersfriedhof in Salzburg, einer der Schönsten. Ich erinnere an meine Heimatstadt Bad Ischl. Franz Lehar, Thurn und Taxis,der Adel aus der Kaiserzeit , Konditorei Zauner und viele andere mehr. Im Hintergrund die Kathrin, da vergisst man den Tod. 
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von OHB am Samstag 30. Oktober 2010, 19:37
Berühmt ist Hallstatt in Oberösterreich, dort gibt es keinen Friedhof, weil kein Platz vorhanden ist, nur ein Beinhaus.
sorry das ich wiederschreibe es gibt sehr wohl einen friedhof in hallstatt 
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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 20:39
Du hast mich erwischt! Ich war noch in dem alten Denken verfangen, bin ja auch schon eine Weile weg. Friedhof Ewige Ruhe zwischen Fels und See. Der Friedhof in Hallstatt wurde auf Felsterrassen um die Pfarrkirche angelegt. Der Teil vor dem weltberühmten Beinhaus ist den evangelischen Christen zugeteilt. Nach der Friedhofsordnung gibt es keine Familiengräber. Nach zehn Jahren kann ein Grab neu belegt werden. Die Toten werden in horizontaler Lage bestattet, die Grabeinfassung bedeckt nur einen kleinen Teil des Grabes. Über den Gräbern befindet sich das Christuszeichen - das Kreuz - gefertigt aus Holz oder Schmiedeeisen. http://www.hallstatt.net/publisher/arti ... iso-8859-1http://de.wikipedia.org/wiki/Hallstatt
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von OHB am Samstag 30. Oktober 2010, 21:35
kaleidoskop hat geschrieben:Du hast mich erwischt! Ich war noch in dem alten Denken verfangen, bin ja auch schon eine Weile weg. Friedhof Ewige Ruhe zwischen Fels und See. Der Friedhof in Hallstatt wurde auf Felsterrassen um die Pfarrkirche angelegt. Der Teil vor dem weltberühmten Beinhaus ist den evangelischen Christen zugeteilt. Nach der Friedhofsordnung gibt es keine Familiengräber. Nach zehn Jahren kann ein Grab neu belegt werden. Die Toten werden in horizontaler Lage bestattet, die Grabeinfassung bedeckt nur einen kleinen Teil des Grabes. Über den Gräbern befindet sich das Christuszeichen - das Kreuz - gefertigt aus Holz oder Schmiedeeisen. http://www.hallstatt.net/publisher/arti ... iso-8859-1http://de.wikipedia.org/wiki/Hallstatt
gebürtige hallstätterin oder lahn oder gar einmal zugeheiratet?
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von kaleidoskop am Samstag 30. Oktober 2010, 22:22
Gebürtige Bad Ischlerin, aber Hallstatt ist ja nicht weit weg. Als ich ein Kind war, fuhren wir mit der Salzkammergutbahn und dann mit dem Schiff über den See nach Hallstatt. Meine Großeltern holten von dort zu Weihnachten immer geräucherte Reinanken .
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von OHB am Sonntag 31. Oktober 2010, 18:56
kaleidoskop hat geschrieben:Gebürtige Bad Ischlerin, aber Hallstatt ist ja nicht weit weg. Als ich ein Kind war, fuhren wir mit der Salzkammergutbahn und dann mit dem Schiff über den See nach Hallstatt. Meine Großeltern holten von dort zu Weihnachten immer geräucherte Reinanken .
ja der geräucherte hallstattsee lachs hats auch mir angetan als ich längere zeit dort lebte
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von smART am Sonntag 31. Oktober 2010, 19:24
OHB hat geschrieben: ja der geräucherte hallstattsee lachs hats auch mir angetan als ich längere zeit dort lebte Noch leckerer als Bodensee-Felchen? Undenkbar!
Aktueller Ignotonneninhalt : contraindicatio, OHB, trebbiatore, f-art reloaded;
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