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"Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!
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"Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!Liebe Unartige,
bevor Herr Fuchs auf Schüler losgelassen wird, muss er zuerst immer in ein Trainingslager; böse Zungen nennen es auch Boot-Camp. Was Herr Fuchs dort unlängst erfahren hat, findet er so erstaunlich, dass er es Ihnen mitteilen möchte: Zum Thema Briefgestaltung war ich mir bisher recht sicher, dass man mit den Floskeln "sehr geehrte(r)" und "Mit freundlichen Grüßen" nichts falsch machen kann. Nun wurde ich eines Besseren belehrt. "Nein, Herr Fuchs, das dürfen Sie doch nicht mehr verwenden, wenn Ihre Schüler das in ihren Bewerbungen schreiben, werden diese sofort in den Müll geworfen, diese Floskeln deuten auf mangelnde Kreativität hin, sie heben sich dadurch nicht von der Masse ab usw." Ich war erstaunt. Stimmt das? Gilt man heute als unkreativ und nicht mehr zeitgemäß, sobald man sich höflicher Standardformulierungen befleißigt? Muss man einen Personalchef heute mit "Servus, Herr Pumpelmeyer" ansprechen, damit man noch "in" ist? Mit SEHR vielen freundlichen Grüßen Herr Fuchs Als Herr Fuchs Zuletzt geändert von Herr Fuchs am Samstag 4. Juni 2011, 12:09, insgesamt 2-mal geändert.
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!Ein prätentiöses Werter in Verbindung mit dem Namen des Zieles der Begierde kann hier Wunder wirken.
Oder auch nicht. Je nach dem, gebe zu bedenken, halte zu Gnaden. Gast P.S.: Werden Sie nicht smART, auch wenn solches derzeit immer häufiger gefordert wird. Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird. Dann ist es Sport.
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!smart ist doch ebenfalls längst zur floskel verkommen.
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!In dem Fall schreibe ich nicht mehr werter Herr Fuchs!
Ob Atribute des Reineke passend sind? Unverfänglich ist: Herr Rotfuchs! Blaue, Gelbe oder Schwarze soll es ja nicht geben. Und Braunfuchs wäre für sie eine Beleidigung. ( °) ( °) dada.
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!Hochverehrter Herr UnART,
sofern Sie Herrn Fuchs nicht als "Grünfuchs" beschimpfen, soll es mir recht sein. Mit wertvollen Grüßen Herr Fuchs
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!
Was auch immer hinter ihren Ohren ist, NIE würde ich annehmen, sie sind dort noch GRÜN. Übrigens: Österreich ehren ihre Ansprechpartner nicht sehr. „Meine Verehrung Herr Fuchs“ ( °) ( °) dada.
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!
Als Experte muß ich dem zustimmen. Doch um den Effekt genauer betrachten zu können, ist eine Überhöhung dieser neuen Technik von Vorteil. Daraus ergibt sich notwendigerweise folgende Form der Anrede : Personalchef Maier, Sie elendes Miststück Das ist Kreativität in höchster Vollendung. Das Bewerbungsschreiben wird mit Sicherheit nicht auf den Müll geworfen und dieses Schreiben hebt sie deutlich aus der Masse hervor. Doch nicht nur das. Ein persönlicher Anruf beim Personalchef Maier wird die ungeheure Kraft dieser Anrede bestätigen. Der Name des Bewerbers hat sich förmlich in das Gehirn des Personalchefs gebrannt, das Bewerbungsschreiben wurde mehrfach kopiert und wahrscheinlich sogar dem Anwalt des Personalchefs zugefaxt, was wiederum den Bekanntheitsgrad des Bewerbers steigert. Weiters darf davon ausgegangen werden, dass sich der Name des Bewerbers bereits vor einer persönlichen Vorstellung in der Firma herumspricht, was natürlich den Wiedererkennungswert stärkt. Zusammenfassend darf gesagt werden, dass diese Anrede alle Anforderungen erfüllt, ja, sie ist ein Meisterstück der modernen Bewerbungstechnik. also, Experte mit genageltem Schuhwerk und Unterhosen von Joop Click here to exit anonymity
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert! Click here to exit anonymity
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!Guten Tag, werte Unartige,
was ich jetzt schon des Öfteren gelesen habe sind Anreden wie: Hallo Herr Fuchs, Guten Tag, Herr Fuchs, (OBACHT: Nach dem "Guten Tag" und nach "Herr Fuchs" muss ein Komma gesetzt werden.) Es grüßt Sie freundlich Mit den besten Wünschen Diese Floskeln scheinen mittlerweile akzeptiert zu sein. Mit den besten Wünschen Herr Fuchs
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!
Ist 'den' das Demonstrativpronom für das Substantiv? Oder könnte es ein solches sein? Dann sollte oder dürfte es lauten im Sinn der Enumeration Mit den, besten Wünschen ? In Orthographie war ich schon immer ein Experte, bin also ziemlich ahnungslos also Click here to exit anonymity
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!Guten Tag, Also,
"den" ist in diesem Fall ein Artikel (kein Demonstrativpronomen) und "besten" ist der Superlativ von gut; also ein Adjektiv. Den Begriff "Enumeratio" kenne ich nicht. Dass "den" hier ein Demonstrativpronomen sein könnte, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich, was ich mir aber vorstellen könnte, wäre ein Kontext, der da lautet: Mit DIESEN besten Grüßen, verärgerst Du nur die Leute. (Der Sprecher würde hierbei auf ein Objekt referieren, das dem Hörer bereits bekannt ist, vielleicht zeigt er auf einen Blumenstrauß, der die Blütenblätter verliert und, dann hätten wir ein Demonstrativpronomen.) Es grüßt freundlich Herr Fuchs
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!
Aha. Mit Enumeration meinte ich die Aufzählung und deshalb Trennung mit Komma. Wenn 'den' ein Demonstrativpronomen wäre, also gleichzusetzen mit 'diesen', dann müßte es doch geschrieben werden wie Mit den, besten Grüßen bzw. Mit diesen, besten Grüßen. So war meine Meinung bzw. fand es logisch korrekt. Wie auch immer, all das was ich nicht berechnen kann, bleibt mir verborgen. Besten Dank also Click here to exit anonymity
Re: "Sehr geehrt" ist nichts mehr wert!Guten Abend, Also,
es ist natürlich möglich, dass ich mich irre, das will ich nicht ausschließen, aber ich glaube, den demonstrativen Charakter des Pronomens in diesem Falle ausschließen zu können. Mit den besten Wünschen Herr Fuchs
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