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von Gast am Freitag 18. Dezember 2009, 00:41
virginia hat geschrieben:f.art reloaded hat geschrieben:Versuchen Sie aus der heimischen Tradition "auszubrechen". Sie haben nicht nur Unverständnis in Politik und Kirche, sondern auch beim Nachbarn. Glimpflich, wenn's an der Zwangsjacke vorbeirutschen.
Da gibt es noch eine viel verdecktere Ebene. Wenn das jemand macht, ist er allein. einsam, und gehört nirgendwo mehr dazu. Denkt er zumindest. er trennt damit auch die Verbindung zu denen, die sein Leben ausgemacht haben. Denkt er. Und wenn er das macht, leidet er darunter. Und das ziemlich lange, so sehr er auch versucht, sich darüber wegzutäuschen, sich mit Arbeit einzudecken. Es ist eine Wunde, die nie heilt. Und die auch noch seine Kinder und Kindeskinder haben können.
Na geh, welchen furchtbaren Traditionsbruch hast Du denn JETZT im Auge???
Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird. Dann ist es Sport.
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von virginia am Freitag 18. Dezember 2009, 00:48
Gast hat geschrieben:virginia hat geschrieben:f.art reloaded hat geschrieben:Versuchen Sie aus der heimischen Tradition "auszubrechen". Sie haben nicht nur Unverständnis in Politik und Kirche, sondern auch beim Nachbarn. Glimpflich, wenn's an der Zwangsjacke vorbeirutschen.
Da gibt es noch eine viel verdecktere Ebene. Wenn das jemand macht, ist er allein. einsam, und gehört nirgendwo mehr dazu. Denkt er zumindest. er trennt damit auch die Verbindung zu denen, die sein Leben ausgemacht haben. Denkt er. Und wenn er das macht, leidet er darunter. Und das ziemlich lange, so sehr er auch versucht, sich darüber wegzutäuschen, sich mit Arbeit einzudecken. Es ist eine Wunde, die nie heilt. Und die auch noch seine Kinder und Kindeskinder haben können.
Na geh, welchen furchtbaren Traditionsbruch hast Du denn JETZT im Auge???
Kein Traditionsbruch. Das sind einfach Regelmäßigkeiten in Systemen, die immer wieder beschrieben wurden. Gibt eine Unmenge Literatur dazu, und auch viele Erfahrungen diesbezüglich. allerdings: in unserer westlichen Welt kommen wir damit noch nicht wirklich so zurecht  Da dürfen wir ja noch nicht wirklich eingestehen, dass wir Gefühle haben...
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virginia
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von Gast am Freitag 18. Dezember 2009, 00:49
virginia hat geschrieben:Und da können sich die Kinder nicht so leicht befreien. Das muss die Gesellschaft tun, mit ihrer Wertehaltung und ihrem Rechtssystem. sonst wird sich nichts ändern.
Naja, das wär' ja alles vorhanden. Die Behörden dürften auch die Problematik erfasst haben (so ähnlich, wie es eine Zeit lang gedauert hat, bis von gestandenen Österreichern mißhandelte Frauen entsprechende Unterstützung durch die Behörden bekommen haben). Ist alles bereit, oder muß verschärft werden?
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von Gast am Freitag 18. Dezember 2009, 00:54
virginia hat geschrieben:Kein Traditionsbruch. Das sind einfach Regelmäßigkeiten in Systemen, die immer wieder beschrieben wurden. Gibt eine Unmenge Literatur dazu, und auch viele Erfahrungen diesbezüglich. allerdings: in unserer westlichen Welt kommen wir damit noch nicht wirklich so zurecht  Da dürfen wir ja noch nicht wirklich eingestehen, dass wir Gefühle haben...
Ein System stützt, wodurch es selbst gestützt wird, und bekämpft, wodurch es sich gefährdet fühlt. Wenn ich etwas Neues mache, verliere ich manche bisherige Kontakte, knüpfe statt dessen andere.
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von virginia am Freitag 18. Dezember 2009, 01:36
Gast hat geschrieben:virginia hat geschrieben:Und da können sich die Kinder nicht so leicht befreien. Das muss die Gesellschaft tun, mit ihrer Wertehaltung und ihrem Rechtssystem. sonst wird sich nichts ändern.
Naja, das wär' ja alles vorhanden. Die Behörden dürften auch die Problematik erfasst haben (so ähnlich, wie es eine Zeit lang gedauert hat, bis von gestandenen Österreichern mißhandelte Frauen entsprechende Unterstützung durch die Behörden bekommen haben). Ist alles bereit, oder muß verschärft werden?
Ich bin mir da nicht so sicher. "Verschärfen" ist ein hartes Wort. Ich denke, dort wo es Anlässfälle gibt, müsste wirklich sehr konsequent durchgegriffen werden. Ich glaub, dass solche Systeme erst verstehen, dass das, was sie tun, nicht o.k. ist, wenn sie mit Konsequenzen rechnen müssen. Und das heißt auch: ALLE im System, die beteiligt sind, müssen diese Konsequenzen tragen. Denn sie tragen ja auch die Entscheidung über das Leben eines Menschen in ihrem System. Und die können dann noch denjenigen, der die "Strafe" auf sich nimmt, als "Helden" feiern. Da opfert sich halt noch einmal wer für das System. Und der wird entsprechend gewürdigt und hat seinen Platz. Das weiß der auch, darum geht er leicht in den Knast. Das ist eine ganz andere Welt. Und ich denk, ich versteh ziemlich gut, wie sie funktioniert. Es ist viel archaiischer als das, was wir in unserer Welt kennen. Leider halt auf eine ziemlich unglückliche Art. Vielleicht würde es ja reichen, wenn einige Exempel statuiert werden würden. Nämlich wirklich, Ausweisung des gesamten Clans, wenn so was vorkommt. Damit sie auch verstehen, dass in "unserer" Welt solche Dinge nicht akzeptiert werden und sie aus "unserem System" damit ausgeschlossen werden. Sie sind ja zu uns gekommen, weil sie hier sein möchten - warum auch immer. Wenn sie verstehen, dass sie damit aus "unserem System" rausfliegen - dann müssen sie sich entscheiden. Für ihre Art zu leben oder unsere. Gleichzeitig aber müssten eine Menge anderer Dinge passieren. Die allerdings nur möglich sind, wenn diese starren Strukturen aufgebrochen werden. Wir müssten ihnen auch das Gefühl geben, dass sie willkommen sind, dass sie zu uns gehören. Und wir sie gerne bei uns haben. Dazu müsste es aber auch Kontakt und Gelegenheit geben. Dazu sind ihre Grenzen zu starr und zu dicht. Das geht grad Mal zwischen durch. Aber nicht wirklich...
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von virginia am Freitag 18. Dezember 2009, 01:43
Gast hat geschrieben:Ein System stützt, wodurch es selbst gestützt wird, und bekämpft, wodurch es sich gefährdet fühlt.
Wenn ich etwas Neues mache, verliere ich manche bisherige Kontakte, knüpfe statt dessen andere.
Ja, tun Systeme, denn sie sind autopoietisch. Sie erzeugen sich aus sich selbst und tilgen Dinge aus der Außenwelt, wenn sie die Autopoiesis gefährden könnten. Das ist aber auch die Gefahr. Denn wenn sie zu starr werden, funktioniert der "Passungsprozess" nicht mehr. Und damit kann das System erstarren. Und dann ist keine Umweltanpassung mehr möglich. Meist werden diese Systeme dann "krank". Dh. sie können nur mehr das, was vorhanden ist, im System selbst, reproduzieren. Damit verlieren sie aber den Kontakt zur Umwelt Wenn das System flexibel ist, dann kann es sich an NEues anpassen. Wenn aber nicht, dann geht nicht Mal das. sorry, ein kleiner Ausflug in die Systemtheorie...
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von Gast am Freitag 18. Dezember 2009, 01:59
virginia hat geschrieben:Ich bin mir da nicht so sicher. "Verschärfen" ist ein hartes Wort. Ich denke, dort wo es Anlässfälle gibt, müsste wirklich sehr konsequent durchgegriffen werden. Ich glaub, dass solche Systeme erst verstehen, dass das, was sie tun, nicht o.k. ist, wenn sie mit Konsequenzen rechnen müssen. Und das heißt auch: ALLE im System, die beteiligt sind, müssen diese Konsequenzen tragen. Denn sie tragen ja auch die Entscheidung über das Leben eines Menschen in ihrem System. Und die können dann noch denjenigen, der die "Strafe" auf sich nimmt, als "Helden" feiern. Da opfert sich halt noch einmal wer für das System. Und der wird entsprechend gewürdigt und hat seinen Platz. Das weiß der auch, darum geht er leicht in den Knast. Das ist eine ganz andere Welt. Und ich denk, ich versteh ziemlich gut, wie sie funktioniert. Es ist viel archaiischer als das, was wir in unserer Welt kennen. Leider halt auf eine ziemlich unglückliche Art.
Vielleicht würde es ja reichen, wenn einige Exempel statuiert werden würden. Nämlich wirklich, Ausweisung des gesamten Clans, wenn so was vorkommt. Damit sie auch verstehen, dass in "unserer" Welt solche Dinge nicht akzeptiert werden und sie aus "unserem System" damit ausgeschlossen werden. Sie sind ja zu uns gekommen, weil sie hier sein möchten - warum auch immer. Wenn sie verstehen, dass sie damit aus "unserem System" rausfliegen - dann müssen sie sich entscheiden. Für ihre Art zu leben oder unsere.
Gleichzeitig aber müssten eine Menge anderer Dinge passieren. Die allerdings nur möglich sind, wenn diese starren Strukturen aufgebrochen werden. Wir müssten ihnen auch das Gefühl geben, dass sie willkommen sind, dass sie zu uns gehören. Und wir sie gerne bei uns haben. Dazu müsste es aber auch Kontakt und Gelegenheit geben. Dazu sind ihre Grenzen zu starr und zu dicht. Das geht grad Mal zwischen durch. Aber nicht wirklich...
virginia hat geschrieben:ALLE im System, die beteiligt sind, müssen diese Konsequenzen tragen.
" ALLE", denen etwas Strafbares nachgewiesen werden kann ... virginia hat geschrieben:Dazu sind ihre Grenzen zu starr und zu dicht.
Konsequent angewandt, sind die behördlichen Möglichkeiten auch nicht so zahnlos, wenn es darum geht, über das Wohl der Staatsbürger zu wachen (z.B. der heranwachsenden Staatsbürger: Fürsorge [Wohlfahrt], Schule [-> Integration!]; Anzeigepflicht bei Körperverletzung, Einschreiten bei Drohungen, ...) "Verschärfen" ist ein hartes Wort. Na ja ... Vielleicht würde es ja reichen, wenn einige Exempel statuiert werden würden. Na ja ... solaung net vaschärft wird 
Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird. Dann ist es Sport.
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von virginia am Freitag 18. Dezember 2009, 10:36
Gast hat geschrieben:ALLE im System, die beteiligt sind, müssen diese Konsequenzen tragen." ALLE", denen etwas Strafbares nachgewiesen werden kann ... Konsequent angewandt, sind die behördlichen Möglichkeiten auch nicht so zahnlos, wenn es darum geht, über das Wohl der Staatsbürger zu wachen (z.B. der heranwachsenden Staatsbürger: Fürsorge [Wohlfahrt], Schule [-> Integration!]; Anzeigepflicht bei Körperverletzung, Einschreiten bei Drohungen, ...) Na ja ... solaung net vaschärft wird 
Wenn der Täter seine Brüder der Mitwisserschaft bezichtigt, könnte das ein Hinweis sein, denke ich. Wenn du bei uns wissen würdest, dass ein Mord geplant ist, und du unternimmst nichts - was passiert da wohl? Allerdings: Wie kannst das nachweisen? Das "Wohl" der Staatsbürger... schau doch hin, was läuft. Dort, wo es wirklich nötig wäre, passiert selten was. Wo es passiert ist dort, wo sich die Leute noch einigermaßen an Gesetze halten. Nur dort haben die Behörden eine Chance. diejenigen, die sich außerhalb stellen, haben jede Narrenfreiheit. Wie heißt es so schön: Wo kein Kläger, da kein Richter...
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von Fuerst_11 am Freitag 21. Januar 2011, 21:20
In einer gut funktionierenden Familie findet man enge Familienbande Andere Strukturen eher asozialer Art legen den Verdacht nahe,es sei eine richtige BANDE,diese Familie...
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Fuerst_11
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