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Kirche - quo vadis?

Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon kaleidoskop am Sonntag 21. Juni 2009, 03:41

Friedl bestätigt Rückkehr zum Zölibat nicht

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LINZ. "Man muss mich zuerst informieren. Ich warte auf einen Anruf des Bischofs." Das sagte der in Oberösterreich umstrittene Pfarrer von Ungenach, Josef Friedl, zur Zölibats-Debatte rund um seine Person. Auch das angebliche Schreiben, in dem der Geistliche Bischof Ludwig Schwarz mitgeteilt haben soll, seine langjährige Beziehung zugunsten seines Priesteramtes aufzugeben, wollte er vorerst nicht bestätigen.

"Ich bin gerade erst aus Israel zurückgekommen, habe schon Begräbnisse halten müssen und Taufgespräche und weiß noch gar nicht, um was es genau geht", so seine Begründung für die Wortkargheit. Dass er eine langjährige Beziehung zu einer Frau unterhalte, bestätigte Friedl abermals. Zur Frage, ob er sein Priesteramt über die Beziehung stellen und diese damit beenden würde, wollte er jedoch nichts sagen.

Auch von besagtem Schreiben an den Bischof, oder dass seine Causa vergangene Woche Teil eines Gesprächs der österreichischen Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. gewesen sei, wisse er nur aus den Medien. "Davon weiß ich nichts, ich warte auf Informationen", so der Geistliche, der sich eine Kontaktaufnahme seitens der Diözese wünschen würde. Erst nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Bischof wolle er dazu Stellung nehmen: "Ich will jetzt auch gar nichts sagen, weil ich einem etwaigen Gespräch (mit Bischof Ludwig Schwarz, Anm.) nichts vorwegnehmen will."

http://www.nachrichten.at/nachrichten/p ... 383,206089
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon smART am Sonntag 21. Juni 2009, 09:22

Wen immer es da betrifft, darf ich daran erinnern:

"Du sollst nicht lügen!"

Das gilt (angeblich) auch dort, woher Hr. Friedl unlängst zurückgekommen ist.


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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon UnART am Sonntag 21. Juni 2009, 10:21

Wer oder was ist Zölibat? Ein Rang in der kirchlichen Hierarchie?
Sicher ein ganz hoher, weil soviel davon die Rede ist. ;)
Laut Schumacher ist es eine Konkurrenzklausel und nach Qudbeck-Seeger ist's gegen die Evolution gerichtet. - Vielleicht gehört's zum „Intelligent Design“?

Das Zölibat ist die Konkurrenzklausel der Kirche.
© Peter E. Schumacher

Zölibat: Entschluß zum evolutionären Ausstieg
© Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon xenia am Sonntag 21. Juni 2009, 20:49

Verwirrung um Pfarrer Friedl geht weiter

Nach dem Brief, in dem Friedl seine Rückkehr zum Zölibat angeblich ankündigte, geht es nun um ein Gespräch, das offenbar nie stattfand.

http://www.kurier.at/nachrichten/1917393.php

daraus :

Auch am Sonntag herrschte weiter Verwirrung um den oberösterreichischen Pfarrer Josef Friedl und um die Zölibats-Diskussion rund um seine Person. Am Samstag hatte der Pfarrer von Ungenach erklärt, dass er ein Gespräch mit Bischof Ludwig Schwarz wünsche, nachdem bekannt wurde, dass sein Fall Gegenstand eines Gesprächs der österreichischen Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. in Rom war. Dieses Gespräch soll laut offizieller Mitteilung der Diözese mittlerweile erfolgt sein. Friedl wollte abermals nichts davon wissen.

Bereits am Freitag gab es ähnliche Verwirrung: In Zuge des Treffens der Bischöfe mit dem Papst soll Schwarz dem Heiligen Vater einen Brief Friedls überreicht haben, in dem dieser angeblich schrieb, seine öffentlich bekannte Beziehung zu einer Frau zugunsten seines Zölibatsgelübdes aufgeben zu wollen. Das teilte der Linzer Diözesanbischof auch bei einer Pressekonferenz am Freitag in Linz mit. Gegenüber den Medien bestritt allerdings Friedl am Freitag, von einem Schreiben an den Papst oder vom Papst zu wissen. Er forderte weiters, dass er vorher mit dem Diözesanbischof reden wolle.

...

Wie Diözesansprecher Ferdinand Kaineder am Sonntag mitteile, sei dieses von Friedl geforderte Gespräch mittlerweile erfolgt. "Der Bischof hat mit Friedl gesprochen", so Kaineder. Über den genauen Inhalt des Gesprächs sei ihm aber bis dato noch nichts bekannt. Abermals mit dieser Aussage konfrontiert, wollte Pfarrer Friedl wieder nichts von den neuen Entwicklungen in seinem Fall wissen. "Ich hab mit dem Bischof noch nicht gesprochen, weder heute noch gestern. Es kann sein, dass er versucht hat, mich anzurufen, das weiß ich allerdings nicht", so der Pfarrer.

Versöhnung ohne Wagner und Friedl

Rund 400 Gläubige sind am Sonntagnachmittag in den Linzer Mariendom zum angekündigten Versöhnungsgottesdienst gekommen, der einen Schlussstrich unter die Querelen der vergangenen Monate ziehen sollte. Der Diözesanbischof betonte die Notwendigkeit der Einheit. Die Galionsfiguren des konservativen und des liberalen Flügels - der verhinderte Weihbischof Gerhard Maria Wagner und der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl - fehlten jedoch.

"Die Einheit der Diözese ist mir nach den Geschehnissen der Wintermonate ein Herzensanliegen" begrüßte Schwarz, der gemeinsam mit den diözesanen Räten zu dem Gottesdienst geladen hatte, die Gläubigen. Nach der Ernennung eines Weihbischofs - der Ernannte, Wagner, war nach Protesten noch vor der Weihe von seinem Amt zurückgetreten - sei es in Linz zu "Spannungen und Polarisierungen" gekommen, "Risse in der Diözese" seien aufgetreten, so Schwarz. Auch die Entscheidung des Papstes hinsichtlich der Lefebvrianer "brachte Unruhe". Hinzu seien "wenig erleuchtete Diskussionen über den Zölibat" geführt worden. "Möge doch die Lagerbildung in der Kirche aufhören", betete Schwarz, bekannte aber gleichzeitig, dass Versöhnung "harte Arbeit" sei. Wagner selbst war jedoch nicht anwesend. Er sei über die Verwendung einer modernen Monstranz mit einem Fladenbrot als Leib Christi bei eine Linzer Fronleichnamsprozession empört, ließ er als Begründung wissen.

Auch Josef Friedl war nicht anwesend. Der Geistliche, der auch als Fürsprecher von Arigona Zogaj bekanntwurde, gab Terminschwierigkeiten als Entschuldigung an. "Bitten wir Gott, dass er die Wogen glättet", appellierte Schwarz an die Gläubigen, einander die Hand zu reichen und Lagerkämpfe zu vermeiden. Diese hätten zur Folge, "dass wir nicht mehr miteinander reden und nicht mehr miteinander beten".

...
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon kaleidoskop am Sonntag 21. Juni 2009, 21:23

Wenn`s nimmer aus-und ein wissen flüchten sie in das Gebet!
Da kann man sich dann auf Gott ausreden, wenn es nicht klappt!
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon OHB am Sonntag 21. Juni 2009, 21:26

zuerst hält man zur familie
dann kann man sich dem hobby widmen
:twink:
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon xenia am Dienstag 23. Juni 2009, 14:00

Geheimes Treffen in der Diözese
Nicht verraten wird der Termin, an dem sich Diözesenbischof Ludwig Schwarz und der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl über dessen wilde Ehe aussprechen wollen.

http://ooe.orf.at/stories/370334/


Aussprache
Anlass für die Aussprache ist ein angeblicher Brief Friedls, den Bischof Schwarz kürzlich in Rom präsentiert hat. In diesem Brief soll der Pfarrer die Rückkehr zum zölibatären Leben ankündigen. Friedl selbst sagte allerdings hinterher, davon nichts zu wissen.


Viel Stoff für Missverständnisse
Möglicherweise, so wurde diese Aussage von der Diözese danach interpretiert, könnte Friedl damit ein Antwortschreiben aus Rom gemeint haben. Für Missverständnisse jedenfalls jede Menge Stoff, die in einem persönlichen Gespräch zwischen Friedl und Schwarz ausgeräumt werden sollen.

Beide Seiten halten den bereits fixierten Termin dafür geheim. Er soll aber noch in dieser Woche über die Bühne gehen.


Der Friedl-Kuli
Von Pfarrer Friedl sind inzwischen übrigens sogar Kugelschreiber in Umlauf, die er selbst gerne verteilt.

Es sind Plastikschreiber, wie sie auch Firmen oder Politiker gerne als Werbegeschenke verteilen. Die Aufschrift: "Josef Friedl, Pfarrer" und dazu die Adresse und die Telefonnummer des Geistlichen.
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon smART am Dienstag 23. Juni 2009, 15:42

OHB hat geschrieben:zuerst hält man zur familie
dann kann man sich dem hobby widmen
:twink:


:shock: Du meinst doch hoffentlich nicht Arigona damit ? :shock:


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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon kaleidoskop am Freitag 26. Juni 2009, 00:27

Leserbrief eines ehemaligen Priesters

Zweierlei Maß

Pfarrer Friedl und ich waren gemeinsam im Internat im Coll. Petrinum, er ist ein Jahr älter, wir haben ein paar Jahre miteinander studiert: Ich habe mich als Priester 1992 zu meiner Frau bekannt, ich bin aus dem kirchlichen Dienst entlassen worden und mit 48 Jahren auf der Straße gestanden, ebenso meine Frau. Beide mussten wir eine neue Berufsausbildung machen, ich studierte an der PH Sonderpädagogik, meine Frau an der Uni ein zweites Lehrfach statt Religion. Das war eine Zumutung, eine Ungerechtigkeit, die niemandem geholfen hat. Friedl Sepp durfte bleiben wie viele andere auch. Für unseren aufrechten Gang sind wir bestraft worden und waren die Blöden!

So wie uns erging es ca. 120 Kollegen. Diese Ungerechtigkeit, dieses messen mit zweierlei Maß ,interessiert niemanden. Die Bischöfe warten, bis sich das Problem biologisch erledigt hat (Aussterben der Rasse). Einer von diesen 120 würde es verdienen, Kopf des Tages zu sein, denn mit uns ist man nicht bloß verbal ein bisschen herumgesprungen, sondern wir wurden einfach entlassen.


http://www.nachrichten.at/nachrichten/m ... 086,209197
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon xenia am Freitag 26. Juni 2009, 00:32

"Kurier" vom 25.06.2009
Ressort: Innenpolitik
Seite: 2
Ausgabe: Wi,Abend,Länder,N.Ö.,Morgen



überblick

Kirche: Friedl will sich mit Zölibat Zeit lassen


Der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl, der sich zu seiner Lebensgefährtin bekannt hat, will sich mit seiner angeblichen Festlegung auf eine Rückkehr zum Zölibat Zeit lassen: "Ich lasse mich jetzt nicht drängen." Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz hatte vergangene Woche von einer schriftlichen Erklärung Friedls pro Zölibat gesprochen.

...

Copyrighthinweis: © Kurier - Wien, 2009
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon UnART am Freitag 26. Juni 2009, 12:12

xenia hat geschrieben: Friedl will sich mit Zölibat Zeit lassen[/size]

Recht hat er! Wenn nix mehr geht, ist noch immer früh genug. :)
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon xenia am Freitag 2. Oktober 2009, 20:15

Laien drohen mit Ungehorsam

Die von Ex-ÖVP-Politikern mitbegründete Laieninitiative geht auf Konfrontation zur Amtskirche.

Bild Bild: ap
Reformeifer: "Wir lassen uns von der Amtskirche nicht immer auf der Nase herumtanzen", sagen Kohlmaier und Co.

http://kurier.at/nachrichten/1943746.php


Fast 12.000 Unterstützungserklärungen wurden gesammelt, den heimischen Bischöfen überreicht und nach Rom weitergeleitet. Reaktion: keine. Das bringt selbst ehemalige Politiker, die gewohnt sind, dass Entscheidungsprozesse Zeit brauchen, auf die Palme. Ex-Volksanwalt Herbert Kohlmaier droht mit "loyalem Ungehorsam" gegenüber der Amtskirche, sollte weiter nichts gegen den "Seelsorge-Notstand" unternommen werden.

Wie der Protest genau aussehen wird, bleibt offen. Im Raum steht ein Kirchenbeitragsboykott, allerdings als letzter Ausweg. Vorerst will man sich vor allem Gehör verschaffen. Die Botschaft: "Dieses System ist den Katholiken nicht mehr zumutbar." Man wolle die Kirchenführung nicht zu sehr reizen, betont Heribert Köck, Dekan der juristischen Fakultät Linz: "Aber wir lassen uns nicht immer auf der Nase herumtanzen."

Die Laieninitiative, zu der auch Ex-ÖVP-Chef Erhard Busek und Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol gehören, fordert Maßnahmen gegen den Priestermangel - Abschaffung des Pflichtzölibats, Weihe von Frauen zu Diakoninnen und Reaktivierung der wegen Heirat aus dem Amt entfernten Priester. Die Forderungen wurden im Jänner präsentiert. Passiert ist bisher nichts. Einer Antwort aus Rom "waren wir nicht würdig", sagt Kohlmaier.

Gemeinsam

Jetzt hat sich die Laieninitative mit anderen kritischen Gruppen innerhalb der Kirche zusammengetan, um die "unerträglichen Mängel im klerikalen System" sichtbar zu machen. Das sind die "Pfarrerinitiative" von Helmut Schüller, die Organisation "Priester ohne Amt" und die Plattform "Wir sind Kirche", die einst das Kirchenvolks-Begehren organisierte.

Schüller ist überzeugt, dass die Forderungen "maßvoll, vernünftig und theologisch einwandfrei begründbar sind". Richard Picker, selbst Priester ohne Amt, betont, dass viele seiner "Kollegen" bereit wären, wieder als Priester zu arbeiten. Viele würden das inoffiziell ohnehin tun.

Im November veranstalten die Kirchenreformer eine Enquete, um aufzuzeigen, warum eine neue Kirchenordnung notwendig ist.

Link

* http://www.laieninitative.at (extern)

Artikel vom 02.10.2009 17:42 | KURIER | Magdalena Rauscher-Weber
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon virginia am Freitag 2. Oktober 2009, 21:58

Ich hab gestern einen Beitrag gesehen, in dem es darum ging, Änderungen bzgl. Kirchenbeitrag in Erwägung zu ziehen. Die klerikale Machtgemeinde ist natürlich dagegen - so viel einklagbares Geld zu riskieren - wie können die sich dann weiter erhalten?

Spannend auch, dass damals, als der verpflichtende Kirchenbeitrag von Hitler eingeführt wurde, sich eigentlich alle dagegen wandten. Welch ein Gesinnungswandel??
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon xenia am Freitag 25. Dezember 2009, 22:23

Immer mehr irische Bischöfe treten zurück

Nach Bekanntwerden des Missbrauchs tausender Kinder steckt die irische Kirche in einer tiefen Krise. Nun traten weitere Kleriker ab.

Bild Bild : ap
Donal Murray war einer der ersten, die im Zuge des Skandals zurücktraten.

http://kurier.at/nachrichten/1965575.php


So hatte sich die römisch-katholische Kirche in Irland Weihnachten nicht vorgestellt: Nach dem Skandal um den sexuellen Missbrauch tausender Kinder durch Angehörige der Geistlichkeit traten nun zwei weitere Bischöfe zurück. Eamonn Walsh und Raymond Field, Weihbischöfe der Erzdiözese Dublin, kündigten am Heiligen Abend an, nach wochenlanger Kritik und steigendem Druck ihre Ämter niederzulegen. Ein Bericht hatte dokumentiert, dass mehr als 300 Kinder in den Jahren 1975 bis 2004 von Priestern der Erzdiözese sexuell missbraucht wurden. Die Verantwortlichen haben dies laut dem Bericht vertuscht. Die beiden Weihbischöfe Walsh und Field entschuldigten sich in einer gemeinsamen Erklärung bei den Missbrauchsopfern.

Zuvor hatten der Bischof von Limerick, Donal Murray (Bild), und der Bischof von Kildare und Leighlin, James Moriarty, ihren Rücktritt eingereicht. Auch mehrere Priester und Diakone baten nach der Veröffentlichung des Berichts um Entbindung von ihren Aufgaben. Der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, rief führende Geistliche dazu auf, ihr Handeln zu überdenken. "Die Diözese enttäuschte ihre verletzlichsten Mitglieder. Die Erzdiözese enttäuschte bei dem Eingeständnis, was zu tun gewesen wäre", kritisierte Martin. 2009 sei für die irischen Katholiken ein "schmerzliches Jahr" gewesen.

Vertuschung

Papst Benedikt XVI. hatte vor zwei Wochen mit Bestürzung auf den jüngsten Bericht über Missbrauchsfälle in der irischen Kirche reagiert. "Der Heilige Vater teilt die Empörung, das Gefühl des Verrats und die Scham, die so viele Gläubige in Irland empfinden", hieß es in einer offiziellen Vatikan-Erklärung. Es folgte ein Treffen mit dem Präsidenten der irischen Bischofskonferenz, Kardinal Sean Brady, und Dublins Erzbischof in Rom. Der Pontifex sprach mit ihnen und hohen Mitgliedern der Kurie über die Missbrauchsfälle. Er erklärte sich über den Inhalt des Berichts der sogenannten Murphy-Kommission über die Missbrauchsfälle in Irland "erschüttert" und versprach seinen vollen Einsatz, um zu klären, wie sich diese "schändlichen Fälle" ereignen konnten.

Der Ende November im Auftrag der irischen Regierung veröffentlichte Murphy-Bericht hatte aufgedeckt, dass vier frühere Erzbischöfe von Dublin systematisch Priester schützten, die sich des Kindermissbrauchs schuldig gemacht hatten. Bereits im Mai hatte der sogenannte Ryan-Bericht über die Qualen von Mädchen und Buben in Schulen, Kinderheimen und anderen Einrichtungen der katholischen Kirche das Land erschüttert. In den Häusern waren demnach seit den 30er Jahren Prügel und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung.

Artikel vom 25.12.2009 16:10 | apa | csm
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Re: Kirche - quo vadis?

Neuer Beitragvon virginia am Freitag 25. Dezember 2009, 22:31

xenia hat geschrieben:
Papst Benedikt XVI. hatte vor zwei Wochen mit Bestürzung auf den jüngsten Bericht über Missbrauchsfälle in der irischen Kirche reagiert. "... In den Häusern waren demnach seit den 30er Jahren Prügel und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung.

Artikel vom 25.12.2009 16:10 | apa | csm
[/quote]

Bei der Hypo in Bayern müsste man jetzt zurück treten. Ob das für den Papst auch gilt? Schließlich ist er ja auch Deutscher...
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