Gast hat geschrieben:Hätte ihm keinen Anlaß zum Selbstmord gegebenOHB hat geschrieben:WÜRDE IHN LEIDER AUCH NICHT LEBEND MACHEN
ich protestiere das stimmt ned
er hat sich schon vor meiner meldung umgebracht
HauptmenüUsermenüWer ist online?Insgesamt ist 1 Besucher online :: 0 registrierte, 1 GastDer Besucherrekord liegt bei 237 Besuchern, die am Montag 5. März 2012, 17:15 zeitgleich online waren. Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast basierend auf den in den letzten 5 Minuten aktiven Besuchern Statistik25 BeiträgeGeburtstageHeute hat kein Mitglied GeburtstagNeuestes öffentliches Bild
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die buch-empfehlung der woche
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ich protestiere das stimmt ned er hat sich schon vor meiner meldung umgebracht ![]()
Re: die buch-empfehlung der wocheDann nehme ich meine Behauptung mit dem Ausdruck von tiefem Bedauern mit einer ehrlichen Entschuldigung zurück. (Schade. Ich war gerade im Begriff, Dir eine Liste zu übermitteln) Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird. Dann ist es Sport.
Re: die buch-empfehlung der woche![]() Täglich verhungern in den Ländern der Dritten Welt zehntausende Kinder. Hunger und Umweltzerstörung nehmen stetig zu. Eine gewaltige Schuldenmasse erdrückt die ärmsten Länder, sie zahlen astronomisch hohe Zinsen. Viele Menschen wandern in reiche Industriestaaten aus. Mit den Problemen der Dritten Welt sind die Autoren eng vertraut. Gemeinsam fordern sie einen Aktionsplan für Kooperation und Mitmenschlichkeit. Franz Alt, Rosi Gollmann, Rupert Neudeck Eine bessere Welt ist möglich Ein Marschallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit Goldmann Verlag 2007 320 Seiten ISBN: 978-3-442-15452-4 Preis: EURO 9,20 ![]()
Re: die buch-empfehlung der woche![]() "Friede braucht Bewegung" Analysen und Perspektiven der Friedensbewegung in Österreich Andreas Pecha, Thomas Roithner, Thomas Walter (Hrsg.) Die Friedensbewegung in Österreich sieht sich schwierigen Aufgaben gegenüber. Das macht es notwendig, einen Sammlungsprozess in Gang zu setzen, der zu einer verstärkten Zusammenarbeit der Friedenskräfte in Österreich führt. In den Bereichen kirchliche Friedensarbeit, Sicherheitspolitik und Neutralität, Neue Weltordnung, Gewaltfreiheit, Friedenserziehung, Abrüstung, neoliberale Globalisierung und zivilgesellschaftliche Perspektiven soll versucht werden, die Friedensbewegung in Österreich zu verorten beziehungsweise Möglichkeiten und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Mit Beiträgen von: Christian Apl (Visionale - Messe der Zivilgesellschaft), Erwin Bader (Friedensforscher), Ljubomir Bratic (Netzwerk gegen Rassismus), Erika Danneberg (Autorin, Friedensinitiative 14/15), Irmgard Ehrenberger (Internationaler Versöhnungsbund), Lorenz Glatz (Bewegung gegen den Krieg), Hildegard Goss-Mayr (Ehrenvorsitzende Internationaler Versöhnungsbund), Judith Grandits (Pädagogin), Hans Peter Graß (Friedensbüro Salzburg), Manfred Hainzl (Friedensmuseum Schlaining), Pete Hämmerle (Österreichische Friedensdienste), Klaus Heidegger (Pax Christi), Bernhard Heitz (Bischof, Altkatholische Kirche), Thomas Hennefeld (Pfarrer, Evangelische Kirche), Hans Holzinger (Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen), Helga Köcher (Brücken für den Frieden - raison d'agir), Andreas Kollross (Sozialistische Jugend Österreichs), Rosi Krenn (ARGE Wehrdienstverweigerung Salzburg), Martina Krichmayr (VÖGB), Claudia Krieglsteiner (Wiener Friedensbewegung, KPÖ), Karl A. Kumpfmüller (Friedensbüro Graz), Erwin Lanc (Bundesminister a. D., Internationales Institut für den Frieden), Willi Langthaler (Jugoslawisch-Österreichische Solidaritätsbewegung), Gerald Mader (Friedenszentrum Schlaining), Christian Mokricky (ARGE Wehrdienstverweigerung Wien), Balázs Németh (Pfarrer), Gerald Oberansmayr (Friedenswerkstatt Linz), Andreas Pecha (Wiener Friedensbewegung), Matthias Reichl (Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit), Alois Reisenbichler (Friedensarbeiter), Elke Renner (LehrerInnen für den Frieden), Thomas Roithner (Friedenszentrum Schlaining), Manfred Sauer (IPPNW, ChristInnen für die Friedensbewegung), Richard Schadauer (Arge ChristInnentum und Sozialdemokratie), Peter Schmidt (Journalist), Thomas Schönfeld (Österreichischer Friedensrat), Walther Schütz (ÖIE Kärnten), Franz Sieder (Kaplan), Irmela Steinert (IPPNW), Reiner Steinweg (Friedensforscher), Peter Steyrer (Grüner Klub), Ernst Toman (Friedensinitiative Wien-Donaustadt), Thomas Walter (Personenkomitee für Neutralität) und Werner Wintersteiner (Universität Klagenfurt). 327 Seiten - ISBN 3-9502098-1-6; Preis EUR 7/ATS 100,- zuzüglich Porto Bestellungen bei: Thomas Roithner, c/o ÖSFK Wien, Rennweg 16, 1030 Wien thomasroithner@yahoo.com ![]()
Re: die buch-empfehlung der woche![]() Die Teufelsbibel ISBN 978-3-431-03718-0 Böhmen, 1572: In einem halb verfallenen Kloster wird der kleine Andrej Zeuge eines Massakers: zehn Menschen werden von einem Wahnsinnigen ermordet. Andrejs Eltern sind unter den Opfern. Selbst das Kind, das eine der Frauen sterbend zur Welt bringt, wird vom Prior des Klosters zum Tod verdammt. Allein Andrej kann fliehen – und nimmt das Wissen um ein Geheimnis mit sich, das seit Jahrhunderten von der verschworenen Mönchsgesellschaft gehütet wird. Es ist ein Geheimnis, das der mächtigste Kaiser des Heiligen Römischen Reichs einst in einem abgelegenen Verlies verbergen ließ, das drei Päpste das Leben kosten soll und das diejenigen ruft, in deren Seelen die Stimme des Verderbens Widerhall findet. Es ist die Teufelsbibel, der Codex Gigas, geschrieben vom Teufel selbst in der Zelle eines zum Tode verurteilten Mönchs, der dafür seine Seele verkaufte. Sieben schwarze Mönche behüten den Codex vor der Welt – oder die Welt vor ihm; ein Menschenleben ist ihnen ein geringer Preis, wenn es um den Fortbestand ihres Geheimnisses geht. Doch die Welt ist gespalten, der Christenheit droht der Untergang, vielen scheint es, dass das Jüngste Gericht bevorsteht, und es gibt einige, die verzweifelt nach einer Waffe suchen, um sich in diesem Kampf zu behaupten. Welche größere Waffe gäbe es als das Wissen, und welches größere Wissen könnte es geben als das des Teufels selbst ...? http://www.teufelsbibel.de passt so richtig zum wetter draussen ![]()
Re: die buch-empfehlung der wocheWo Siegfried starb und Krimhild liebte
Autor(en): Walter Hansen Verlag: Deutscher Taschenbuch-Verlag Preis: 19.50 ISBN: 3-423-34098-3 Erschienen: Mai 2004 Buchauszug: "Er wollte ihre Liebe erzwingen und zerriss ihr das Hemd. Da griff die herrliche Jungfrau nach einem Gürtel aus starkem, verziertem Stoff, den sie um die Taille gebunden trug. Und damit tat sie dem König die größte Schmach an. Die Füsse und auch die Hände band sie ihm zusammen, sie trug ihn zu einem Nagel und hängte ihn an die Wand, da er sie im Schlf gestört hatte. Sie verweigerte ihm die Liebe. Führwahr, ihre Kräfte hätten ihm beinahe den Tod gebracht." .... Also probiert Siegfried in der Dunkelheit der Wormser Nacht, die Walküre Brunhild zu vergewaltigen, damit sein König Gunther, mit dem sie ja verheiratet war, endlich zu seinem Sex kam: "Siegfried tat so, als sei er der mächtige König Gunther. Er umklammerte die vielgepriesene Jungfrau mit seinen Armen. Sie warf ihn jäh aus dem Bett auf eine Bank, so dass sein Kopf laut an einem Schemel dröhnte." Erst nach vielen weiteren Versuchen, hatte der "Held" Erfolg: "Sie presste seine Hände mit solcher Gewalt, dass ihm das Blut aus den Nägeln spritzte. Der Held hatte große Schmerzen. Doch gleich brachte er die wunderbare Jungfrau zum Widerruf ... Er presste sie ins Bett, so dass sie laut schrie, seine Kräfte fügten ihr große Schmerzen zu." ![]()
Re: die buch-empfehlung der woche
war auch meine bescheidene absicht ![]()
Re: die buch-empfehlung der woche"Wörterbuch der 'Vergangenheitsbewältigung'"
![]() Das Wörterbuch behandelt ein heikles und strittiges Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte. Es zeichnet anhand detaillierter Wort- und Diskursgeschichten den Umgang mit der NS-Vergangenheit im Sprachgebrauch der Gegenwart nach. Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich verschiedene gesellschaftliche Gruppen diese in wörtlichem Sinne fragwürdige nationale Geschichte betrachten. Vorherrschend ist die Instrumentalisierung des „belasteten“ Vokabulars der NS-Vergangenheit zum Zweck der jeweils aktuellen politischen Auseinandersetzung, d.h. das Streitthema Vergangenheitsbewältigung wird im politischen Geschäft der „Bewältigung der Gegenwart“ ausgenutzt. Dabei werden in NS-Vergleichen genau die Geschichtsereignisse am häufigsten relativiert, die andererseits in der öffentlichen Diskussion als einzigartig deklariert werden. Hier zeigt sich - zum Teil bei den gleichen Sprechergruppen - das Auseinanderfallen von öffentlich vertretener Norm und tatsächlichem Sprachverhalten. So spiegelt sich in den analysierten Vokabeln dieses neuartigen Problemfeld-Wörterbuchs die Vergangenheit in der Sprache der Gegenwart wie in einem in viele Facetten zersprungenen Spiegel.Das Wörterbuch zeigt die Verwendung und Funktion von über 1000 diskursrelevanten Vokabeln innerhalb von 40 Themenbereichen. Ein Ergänzungsband mit ca. 20 weiteren Vokabeln wird 2008 erscheinen. Eitz, Thorsten, Stötzel, Georg ISBN13: 978-3-487-13377-5 ![]()
Re: die buch-empfehlung der wocheVandana Shiva Erd-Demokratie Alternativen zur neoliberalen Globalisierung Zürich 2006 (Rotpunktverlag); 292 Seiten; ISBN-10: 3858693278, ISBN-13: 978-3858693273 ![]() Als der koreanische Bauer Lee Kyung Hae sich 2003 am WTO-Ministertreffen von Cancún vor den Augen der Konferenzteilnehmer erstach, trug er ein Schild mit der Aufschrift »Die WTO tötet Bauern«. Sein Suizid ist lediglich der sichtbarste unter Zehntausenden: In Indien etwa sind allein im letzten Jahrzehnt 30 000 Bauern durch die Globalisierungspolitik getötet worden. Die wirtschaftsorientierten Handelsregeln der WTO entziehen den Kleinbauern auf der ganzen Welt die Existenzgrundlage und treiben sie in die Verzweiflung. Die indische Ökofeministin und Trägerin des Alternativen Friedensnobelpreises Vandana Shiva nennt ihre Vision einer gerechten Weltordnung »Erd-Demokratie«: eine Demokratie, die lokal und regional verankert ist – aber auf zentralen, universell gültigen Werten gründet. Eine Demokratie, die niemanden ausschließt von der Teilhabe an den Schätzen der Natur. Eine weltumspannende Demokratie, in der nicht die Interessen der Wirtschaft, sondern die Menschen und der nachhaltige Umgang mit der Natur im Zentrum stehen. Das Buch ist die Quintessenz der jahrelangen Forschungsarbeit Vandana Shivas zu ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen – mit der »Erd-Demokratie« vereint sie ihre Einsichten in einer großen Leitidee. Vandana Shiva Prof. Dr., geboren 1952 in Indien, Physikerin und Philosophin, zählt zu den herausragenden Denkerinnen unserer Zeit, wenn es um die Themen Umwelt, Frauenrechte und dezentralisierte Ökonomie geht. Im Laufe ihrer Arbeit hat sie den Begriff des »Ökofeminismus« geprägt: »Frauen und Natur wurden durch die industrielle Revolution auf ihre Rolle als Lieferanten von menschlichem und natürlichem Rohmaterial reduziert.« Daneben gilt ihr Engagement insbesondere dem Kampf um Biodiversität und gegen Biopatente. 1982 gründete sie die Research Foundation for Science, Technology and Ecology. Sie berät die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen der Vereinten Nationen (FAO) und ist Mitglied des Third World Networks. Die von Vandana Shiva ins Leben gerufene Organisation »Navdanja« (neun Saaten) gilt als Pionier einer Bewegung zur Sicherung von Saatgut traditioneller Nahrungspflanzen. Vandana Shiva ist Mitglied des Club of Rome, des Exekutivkomitees des Weltzukunftrates und Vizepräsidention von Slow Food International. Ihr Wirken als Wissenschaftlerin und Aktivistin wurde durch verschiedene Preise gewürdigt, u.a. den Alternativen Nobelpreis (1993), den Global 500 Award des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen und zuletzt den Save the World Award (2009). 2010 wurde ihr der Sydney Peace Prize verliehen. – Im Rotpunktverlag erschienen: Der Kampf um das blaue Gold. Ursachen und Folgen der Wasserverknappung (2003), Geraubte Ernte. Biodiversität und Ernährungspolitik (2004); Erd-Demokratie. Alternativen zur neoliberalen Globalisierung (2006), Leben ohne Erdöl. Eine Wirtschaft von unten gegen die Krise von oben (2009). Leseprobe Einleitung Die Erde gehört nicht dem Menschen Erd-Demokratie ist sowohl eine uralte Weltanschauung als auch eine neu entstehende politische Bewegung für Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit: Erd-Demokratie verbindet das Besondere mit dem Allgemeinen, das Verschiedenartige mit dem, was wir alle gemein haben, und das Lokale mit dem Globalen. Sie beinhaltet das, was wir in Indien vasudhaiva kutumbkam (»Erdfamille«) nennen – die Gemeinschaft aller Lebewesen, die von der Erde getragen und genährt werden. Seit je haben die amerikanischen Ureinwohner und die indigenen Kulturen auf der ganzen Welt das Leben als ein Kontinuum zwischen Menschen und anderen Spezies sowie zwischen gegenwärtigen, vergangenen und zukünftigen Generationen erlebt und verstanden. Eine Rede aus dem 19. Jahrhundert, welche Häuptling Seattle zugeschrieben wird, beschreibt das Kontinuum des Lebens so: »Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen – wie könnt ihr sie von uns kaufen? Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glänzende Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes. [...] Denn das wissen wir, die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde – das wissen wir: Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden.« (Seattle 1997, 8-26) Erd-Demokratie steht für das Bewusstsein dieser Verbindungen und der Rechte und Pflichten, welche daraus erwachsen. Häuptling Seattles Protest – »die Erde gehört nicht dem Menschen« – findet Widerhall in der ganzen Welt, wenn Menschen sich gegen die Vermarktung ihrer Nahrung, ihres Wassers, ihres Saatgutes und ihrer Diversität wehren. Dieser Widerstand gegen die Privatisierung im Namen der unsinnigen Ideologie, die sich Wirtschaftsglobalisierung nennt, ist ein Grundstein der Erd-Demokratie. Die Wirtschaftsglobalisierer sehen die Welt als etwas, das man besitzen kann, und nutzen den Markt als reine Profitmaschine. Demgegenüber beschlossen 1993 in Bangalore eine halbe Million indischer Bauern, sich der Klassifikation von Saatgut als Privateigentum zu widersetzen, welche von den TRIPS (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) verlangt wurde, dem Abkommen der Welthandelsorganisation WTO über handelsbezogene Rechte an geistigem Eigentum. 1993 in Seattle und 2003 in Cancún stoppten Proteste die Ministertreffen der Welthandelsorganisation. Millionen von Menschen haben kreativ, fantasievoll und mutig auf die Pläne der Wirtschaftsglobalisierer reagiert, weil sie die Erde als Familie sehen, als Gemeinschaft aller Lebewesen und als Gemeinschaft von Menschen aller Hautfarben, Glauben, Klassen und Länder. Global operierende Konzerne wollen sich die Welt als Privatbesitz aneignen. Im Gegensatz dazu verteidigen soziale Bewegungen auf lokalem wie globalem Niveau den Planeten als Gemeingut. Privatunternehmen verstehen die Welt als globalen Supermarkt , in dem Güter und Dienstleistungen mit hohen – aber externallsierten – ökologischen, sozialen und ökonomischen Kosten produziert und zu lächerlich tiefen Preisen verkauft werden. Im Gegensatz dazu wehren sich Kulturen und Gemeinschaften überall gegen die Zerstörung ihrer biologischen und kulturellen Diversität, ihrer Lebensweisen und ihres Lebensunterhaltes. Die selbstmörderische globalisierte freie Marktwirtschaft beutet die lebenswichtigen Ressourcen der Erde aus. Sie übernutzt und verschmutzt die Umwelt und marginalisiert Millionen von Bäuerinnen, Handwerkern und Arbeitern. Im Gegenzug verteidigen und entwickeln viele Gemeinschaften resolut eine lebendige Wirtschaft, welche das Leben auf dieser Erde schützt und der Kreativität förderlich ist. Die Globalisierung der Wirtschaft bedingt neue Einhegungen der Allmende; Zäune und Mauern, welche Menschen ausgrenzen, wo nötig mit Gewalt. Statt einer Kultur der Fülle schafft die profitgetriebene Globalisierung eine Kultur des Ausschlusses, der Enteignung und der Knappheit. Wenn die Globalisierung alle Lebewesen und Ressourcen in Waren verwandelt, besetzt sie in Wirklichkeit die ökologischen, kulturellen, ökonomischen und politischen Räume, auf die alle einen Anspruch haben. Das »Eigentum« der Reichen ist in der Enteignung der Armen begründet – es sind die gemeinschaftlichen, öffentlichen Ressourcen der Armen, die privatisiert, und die Armen selbst, die wirtschaftlich, politisch und kulturell enteignet werden. Patente auf Leben und die Rhetorik der »Eigentümer-Gesellschaft« (ownership society), in welcher alles – Wasser, Biodiversität, Zellen, Gene, Tiere, Pflanzen – zum Besitz wird, sind Ausdruck einer Weltsicht, in der Lebensformen keinen inneren Wert und keinen eigenen Status haben. Es ist eine Weltsicht, in welcher das Recht der Bauern zu säen, das Recht der Patienten auf erschwingliche Medizin und das Recht der Produzenten auf einen fairen Anteil an den Naturressourcen ohne weiteres verletzt werden können. Der Begriff »Eigentümer-Gesellschaft« beschönigt die lebensfeindliche Philosophie derer, die – auch wenn sie »ja zum Leben!« schreien – alle Gaben dieser Erde und alle menschliche Kreativität zu kontrollieren und zu monopolisieren suchen. Die Einhegungen der Allmenden, welche in England begannen, haben Millionen von überflüssigen Menschen geschaffen. Während mit diesen ersten Einzäunungen bloß Land gestohlen wurde, werden heute alle Aspekte des Lebens eingehegt – Wissen, Kultur, Wasser, Biodiversität und öffentliche Dienste wie das Gesundheits- und das Bildungswesen. Dabei sind Gemeingüter der höchste Ausdruck einer ökonomischen Demokratie. Die Privatisierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen und die Monetarisierung und Kommerzialisierung der lebenswichtigen Netze der Armen ist ein doppelter Diebstahl, welcher die Menschen sowohl ihrer wirtschaftlichen wie auch ihrer kulturellen Sicherheit beraubt. Millionen, die ihre sichere Existenz und ihre Identität verlieren, werden in die Arme von extremen, terroristischen und fundamentalistischen Bewegungen getrieben. Diese Bewegungen identifizieren den anderen als Feind und konstruieren gleichzeitig exklusive, abschottende Identitäten, um sich von denen abzugrenzen, mit denen sie in Wirklichkeit ökologisch, kulturell und ökonomisch verbunden sind. Diese falschen Abspaltungen bewirken ein feindseliges und gleichsam kannibalistisches Verhalten. Der Aufstieg des Extremismus und Terrorismus ist eine Antwort auf die Grenzziehungen und die wirtschaftliche Kolonisation im Rahmen der Globalisierung. Unter agroindustriell gehaltenen Tieren hört der Kannibalismus auf, sobald Hühner und Schweine ins Freie gelassen werden. Auch Terrorismus, Extremismus, ethnische Säuberungen und religiöse Intoleranz sind unnatürliche Zustände, verursacht durch die Globalisierung; sie haben keinen Platz in der Erd-Demokratie. Einhegungen schaffen Ausgrenzungen, und ebendiese Ausgrenzungen machen die versteckten Kosten der Wirtschaftsglobalisierung aus. Unsere erfolgreichen Bewegungen gegen die Biopiraterie von Neem, Basmati und Weizen hatten alle ein Ziel: Wir verlangten unser kollektives biologisches und intellektuelles Erbe als Gemeingut zurück. Bewegungen wie der schließlich siegreiche Kampf, den ein paar einheimische Frauen zunächst in einem winzigen Weiler namens Plachimada im indischen Staat Kerala gegen einen der weltgrößten Konzerne, Coca-Cola, aufgenommen hatten, bilden den Kern der entstehenden Erd-Demokratie. Neue handelsbezogene Rechte des geistigen Eigentums stecken heute die biologischen, intellektuellen und digitalen Allmenden ab. Die Privatisierung schränkt beispielsweise Wasserrechte ein. Die Einhegung jedes dieser Allgemeingüter vertreibt und entrechtet Menschen. Für die meisten bedeutet das Mangel und Entbehrung. Bloß ein paar wenigen bringt es »Wachstum«. Aus marginalisierten Menschen werden überflüssige; in der schlimmsten Form führt die herbeigeführte Knappheit von lebenswichtigen Gütern zur Aberkennung der Existenzberechtigung selbst. Wenn der Gebrauch von genetisch modifiziertem Saatgut und die Praxis der geschlechtsbedingten Abtreibungen zunehmen, verschwinden ganze Gruppen von Menschen – zuerst die Frauen und Kleinbauern. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Verschwindens sind proportional zum »ökonomischen Wachstum« unter dem Diktat der neoliberalen Wirtschaftsglobalisierung. Auf den Straßen von Seattle und Cancún, in Häusern und auf Höfen der ganzen Welt wird in diesem Moment eine ganz andere menschliche Zukunft geboren. Eine Zukunft, die auf Einbezug, nicht auf Ausgrenzung basiert; auf Gewaltlosigkeit, nicht auf Gewalt; auf der Rückeroberung der Allmenden, nicht auf ihrer fortschreitenden Einhegung; darauf, dass wir die Schätze der Erde freigiebig teilen und sie nicht monopolisieren und privatisieren. Weltentwürfe wie das militaristische rechtskonservative »Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert« (Project for the New American Century) werden von engstirnigen Menschen hinter geschlossenen Türen ausgebrütet. Demgegenüber entfaltet sich das Volksprojekt, das ich Erd-Demokratie nenne, in einer Atmosphäre des Dialogs und der Vielfalt, des Pluralismus und der Partnerschaft, des Teilens und der Solidarität. Dank unseren Fähigkeiten zur Selbstverwaltung, unserer mannigfachen Verbundenheit mit der Erde und unserer Vielzahl und Vielfalt betrifft der Erfolg der Erd-Demokratie nicht bloß das Schicksal und Wohlergehen aller Menschen, sondern aller Lebewesen überhaupt. Erd-Demokratie handelt nicht bloß vom nächsten Protest oder vom nächsten World Social Forum; es geht auch darum, was wir in der Zwischenzeit tun. Erd-Demokratie spricht das Globale in unserem Alltag und in unserer alltäglichen Wirklichkeit an und schafft globalen Wandel, durch lokale Veränderungen. Diese Eingriffe mögen klein scheinen, aber ihr Einfluss ist weit reichend – sie betreffen die Evolution der Natur und unser menschliches Potenzial. Mit diesen Veränderungen brechen wir den Teufelskreis der Gewalt, in dem eine selbstmörderische Gesellschaft, eine selbstmörderische Wirtschaft und eine selbstmörderische Politik sich gegenseitig füttern. Erd-Demokratie führt uns hin zu einem positiven Kreis der kreativen Gewaltlosigkeit, in welchem eine lebendige Kultur eine lebendige Demokratie und eine lebendige Wirtschaft nährt..................................... http://www.langelieder.de/lit-vshiva06.html ![]()
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