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AMS-Kurse für ArbeitsloseAMS-Kurse für ArbeitsloseEmpörung über seltsame AMS-Kurse für Arbeitslose
Internet-Schulung für Computer-Profi Der Heute-Bericht über Kurse des AMS, bei denen Eierwurf-Maschinen gebastelt und Sex-Themen besprochen werden, hat für Aufsehen gesorgt. Leser schickten weitere Beispiele für ihrer Meinung nach sinnlose Schulungen. Widerstand ist zwecklos: Wer die Kurse nicht besucht, erhält keine Arbeitslosenunterstützung. Meine Tochter musste auch eine Eierwurf-Maschine konstruieren. Ich habe genug psychologisches Wissen, dass ich den Sinn eines solchen Kurses sehr in Frage stellen muss, schreibt eine verärgerte Heute-Leserin aus Wien. Ein anderer Leser empört sich darüber, dass er als Computer-Profi einen Kurs zum Thema e-Learning machen muss. Ein Deppenkurs, und das AMS konnte mir nicht einmal genau sagen, worum es da geht, klagt der Leser. In einem weiteren Fall sollte einem Arbeitssuchenden, der seit Jahren am Computer arbeitet, erklärt werden, wie man den PC ausschaltet. Das AMS weist die Kritik an der Sinnlosigkeit der Kurse stets zurück. Sie seien notwendig, um Jobsuchende auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dass es nur um die Statistik geht, wird natürlich vereint: Wer in den Kursen ist, scheint nicht als arbeitslos auf. Derzeit sitzen 50.000 Arbeitslose in Schulungen. ______________________________________________ AMS-Förderungen für Urlaubsvertretungen ohne Perspektive, Jobzuweisungen an Mütter kleiner Kinder ohne Betreuungsplätze, sinnlose Schulungen. http://tinyurl.com/ggodu WÄRE ES NICHT ANGEBRACHT DAS DAS AMS ARBEITSPLÄTZE VERMITTELT UND NICHT SO EINEN HUMBUG BETREIBT ? WER VERDIENT DA SCHON WIEDER DARAN ? ![]()
Re: AMS-Kurse für Arbeitslose[quote="OHB"]
hm... auch da gibt es viele unterschiedliche Sichtweisen. Worum es - wenn diese Meldungen so stimmen - hier offensichtlich ging, ist, dass die Trainer es nicht verstanden haben, den Sinn dessen, was die TeilnehmerInnen machen sollten, zu vermitteln (wenn es um die komische Eierbastelgeschichte ging). Zum Computerexperten. Die Kursgruppen sind extrem heterogen. Dh. du hast in einem Kurs - was immer das Thema sein mag - ein breites Spektrum von TeilnehmerInnen. Vom Diplomingenieur über Spezialisten bis zu der nicht deutschsprachigen Asylwerberin. Das ist für TrainerInnen eine riesige Herausforderung. Offensichtlich ist das eine Situation, die das AMS nicht in den Griff bekommt - warum auch immer. Im Moment ist es leider nicht so, dass an den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen gearbeitet wird - was allerdings NICHT die Verantwortung des AMS ist sondern an den Vorgaben des Ministeriums liegt. Die letzte der menschlichen Freiheiten ist es, in jeder Situation eine selbst gewählte Haltung einzunehmen
es gibt da gewisse institute, die diese kurse durchführen. interessant wäre es, der eigentümerstruktur dieser institute nachzugehen. ich kenne einen fall, in welchem ein kaufmännisch versierter arbeitsloser von einem der institutsleiter händeringend gebeten wurde, auf basis eines werkvertrages solche kurse zu gestalten - "wir müssen unser angebot verbreitern, wir könnten noch viel mehr kurse anbieten".
vielleicht sticht einmal ein ausgefuchster journalist in diesen ameisenhaufen und macht die verdächtigen strukturen transparent - vermutungen gibts ja schon einige - fehlen nur mehr die beweise ![]()
verdienen tut keiner! die Arbeitslosenquote wird dadurch nur verschönert!
verdienen tut keiner - na glaubst das die kursbereitsteller es aus caritative zwecke durchführen - die lassen sich den blödsinn ganz gut aus dem steuertopf bezahlen ![]()
[quote="catusse"]
Die Institute, die diese Kurse durchführen, sind kein Geheimnis. Das WIFI, BFI, der WAFF, das ABZ sind die größten. Wer dort die Eigentümer sind, ist - glaub ich - bekannt. Die Institute, die Kurse anbieten, bieten auch am gesamten Markt an. Je nach Angebot wird von - ich glaub sogar - dem Minister festgelegt, welche Institute wie viele zu Schulende zugewiesen bekommen, und auch, für welchen Sektor. Z.B. Qualifizierung oder Aktivierung. Und selbstverständlich bekommen die Institute für die Abhaltung der Kurse bezahlt - wie auch Private für Kurse bezahlen müssen. Aber, mal eine andere Sichtweise: Viele dieser Kurse sind qualitativ hochwertig. Ich selbst habe für meine diversen Ausbildungen 350.000,-- S bezahlt. Alles aus eigener Tasche. Und ich hab sie in meinem Urlaub gemacht, weil mein Dienstgeber sie mir nicht bezahlte bzw. es als mein Privatvergrügen ansah, obwohl ich die Ausbildungen sehr wohl im Beruf brauchte... Das ist die andere Seite... Die letzte der menschlichen Freiheiten ist es, in jeder Situation eine selbst gewählte Haltung einzunehmen
[quote="catusse"]
Das halte ich durchaus für denkbar. Voriges Jahr wurde - auf Grund der aktuellen Arbeitsmarktsituation - eine Menge Geld in die Ausbildungen gesteckt. Alle Institute mussten zusätzliche Ressourcen aufbringen, um die Aufträge abarbeiten zu können. By the way: Dein statement klingt so, als würde ein "kaufmännisch versierter Arbeitsloser" nicht in der Lage sein, einen Kurs abzuhalten (ich kann mich natürlich auch irren). Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass es eine Chance für ihn wäre. Abgesehen davon: Es gibt Kriterien, die die Trainer erfüllen müssen. Ich bin nicht ganz glücklich über diese Kriterien, weil sie wenig über die tatsächliche Qualifikation aussagen. Trotzdem: Es gibt sie. Die letzte der menschlichen Freiheiten ist es, in jeder Situation eine selbst gewählte Haltung einzunehmen
Viele dieser Kurse sind qualitativ hochwertig. das streitet keiner ab - jedoch ist es nicht zielführend wenn man ungelernte arbeitslose in diese vollwertige kurse steckt - da sie für dieses klientel nichts bringt und dem ams nur statistik-verstecken - leider keine einzelfälle ![]()
WÄRE ES NICHT ANGEBRACHT DAS DAS AMS ARBEITSPLÄTZE VERMITTELT UND NICHT SO EINEN HUMBUG BETREIBT ?"
dazu eine Anmerkung: Das AMS vermittelt Arbeitsplätze. Darum geht es aber nicht. Der Wunsch der Arbeitssuchenden ist ja in Wirklichkeit: Das AMS soll Arbeitsplätze schaffen. Das ist aber nicht Aufgabe des AMS und das AMS kann das auch gar nicht. Und es ist Aufgabe des AMS, Arbeitssuchende auf die Arbeitsmarktsituation vorzubereiten. Es ist durchaus so, dass viele Arbeitssuchende nicht einmal einen Lehrabschluss haben, keine Computerkenntnisse oder keine betriebswirtschaftlichen Grundkenntnisse. Das Spektrum an Angeboten ist ziemlich breit. Natürlich kommt es auch vor, dass Menschen einfach in so genannte "Maßnahmen" gesteckt werden und völlig fehl am Platz sind. Das ist schon seit geraumer Zeit Diskussionsstoff und hängt von vielen verschiedenen Kriterien ab. Allerdings: Die wenigsten Arbeitssuchenden wissen selbst, welche Ausbildungen bzw. Schulungen sie machen möchten. Dafür gibt es so genannte "Screenings", die ihnen dabei eine Unterstützung sein sollen. Danach können sie sich entscheiden. Die letzte der menschlichen Freiheiten ist es, in jeder Situation eine selbst gewählte Haltung einzunehmen
[quote="OHB"][
"das streitet keiner ab - jedoch ist es nicht zielführend wenn man ungelernte arbeitslose in diese vollwertige kurse steckt - da sie für dieses klientel nichts bringt und dem ams nur statistik-verstecken - leider keine einzelfälle" hm... was wäre deiner Meinung nach die Alternative? Die letzte der menschlichen Freiheiten ist es, in jeder Situation eine selbst gewählte Haltung einzunehmen
In fällen wie diesen wo ein Computer-Profi in solch einen Kurs gesteckt wird liegt aber ein anderer Hintergrund vor. Etliche dieser Herrschaften wollen nämlich nicht wirklich auf Job-Suche gehen und verzögern auf die Art den Wiedereinstig ins Berufsleben, aus welchen Gründen auch immer. Wenn es den SachbearbeiterInnen dann zu blöd wird weil die unsinnigsten Ausreden zum x-ten Mal gebracht werden, dann werden die Herrschaften halt zwangsbeglückt mit solchen Maßnahmen. Gschichten könnt ich dir erzählen.... Richtige Frauen tragen High-Heels und Klamotten Größe 38/40
mehr "Screenings" sowie dem wissenstand entsprechende aufbaukurse aber keine sinnlose zwangsbeglückungen - wer ersichtlich nichts arbeiten will nicht mit blödsinn zwangsbeglücken sondern die arbeitslose sperren ![]()
Leider kommt auch das andere mit den Unsinnigen Schulungen vor. Mir ist so ein Fall bekannt wo ein Arbeitssuchender nach einem ½ Jahr unbedingt einen Kurs besuchen wollte der für seine beruflichen Chancen gut gewesen wäre -> Weiterbildung. Dieser Kurs war aber in den Augen der Sachbearbeiter nicht richtig und so meldeten sie ihn für einen Berufsfindungskurs in diesem Berufssbild an. Alles Urgieren, Meckern und Widersprüche half nix, er musste ihn machen. Nicht ohne den dezenten Hinweis: Wauns den Kurs ned mochn, sperr ma ihna die Arbeitslose.... Dreimal darfst raten was der gute Mann zu guter letzt machte.... Es sei noch angemerkt, der gute hatte bereits 25 Jahre in dem Beruf gearbeitet. Richtige Frauen tragen High-Heels und Klamotten Größe 38/40
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