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von Verrocchio am Sonntag 27. August 2006, 11:22
Neue Debatte über Offenlegung von EU-Agrarförderungen SPÖ-Agrarsprecher wirft ÖVP "Klientelpolitik für Großgrundbesitzer und Bodenrentenbezieher" vor - Bergbauern-Obmann: Wird Vertrauen in EU nicht stärken Wien - Die Frage der Offenlegung von öffentlichen Förderungen beschäftigt weiter Bauernvertreter aller politischer Couleurs. SPÖ-Bauernsprecher Heinz Gradwohl wirft der ÖVP eine "Klientelpolitik für Großgrundbesitzer und Bodenrentenbezieher" vor; die mangelnde Gerechtigkeit und Fairness in der Agrarpolitik sei auch der Grund für die Angst vor der Veröffentlichung, so Gradwohl in einer Presseinformation. Der Obmann der Arge Bergbauern, Franz Eßl, erklärte dagegen, die Offenlegung würde sicher "nicht das Vertrauen der Menschen in die EU" stärken, sondern nur "Neid sowie Missgunst gegenüber einer Berufsgruppe wie die Bauern" hervorrufen. Immerhin erhalten wir Steuerzahler unsere so hochgelobten Bauern. 70 % eines Bauerneinkommens ist öffentliche Förderung, also Geld der Steuerzahler. Da wird man doch noch wissen dürfen, wer da gar so gut bedient wird, oder ? Verro
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von chr(27) am Sonntag 27. August 2006, 13:10
Verrocchio hat geschrieben:Neue Debatte über Offenlegung von EU-Agrarförderungen ... Wird Vertrauen in EU nicht stärken
In England fand die Veroeffentlichung schon letztes Jahr statt, mit 'grosser Freude' ueber die Milliardenbetraege hauptsaechlich an Grossfirmen und die Aristokratie .... auch aus der EU ...LOL. Dass die Dritte Welt von Industrielaendern in Konkurrenzunfaehigkeit am Agrarmarkt gedraengt werden interessiert eh niemand, obwohl schon vielleicht einmal diskutiert werden sollte, um welchen Bruchteil viele Produkte in Europa zu haben waeren, wuerden keine Subventionen an die heimischen Grossbetriebe gezahlt...fuer Produkte, die noch dazu keiner im gelieferten Ausmass will.
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von UnART am Sonntag 27. August 2006, 13:40
Gegen die Förderung unserer Bauern sei nichts einzuwenden. In Krisenzeiten wäre es gut auf eine autarke Selbstversorgung zurückzugreifen, alleine die Möglichkeit einer Krise rechtfertigt es. Qualitative Produkte sind auch ein Argument. Die Frage ist eher, wer, was und warum gefördert wird!
( °) ( °) dada.
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von f.art am Sonntag 27. August 2006, 14:17
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von Verrocchio am Sonntag 27. August 2006, 17:35
UnART hat geschrieben:Gegen die Förderung unserer Bauern sei nichts einzuwenden. In Krisenzeiten wäre es gut auf eine autarke Selbstversorgung zurückzugreifen, alleine die Möglichkeit einer Krise rechtfertigt es. Qualitative Produkte sind auch ein Argument. Die Frage ist eher, wer, was und warum gefördert wird!
Ich kann heute mit Steuermittel ein Projekt fördern, landwirtschaftlich gesehen vielleicht einen Stall- oder Silobau, aber ich kann nicht jahrelang den Bauern ein kommodes Auskommen sichern, indem Güter subventioniert werden, die keiner in solchen Mengen braucht, deren staatliche Vernichtung wiederum gutes Geld kostet und so dem Betrug Tür und Tor geöffnet wird. Man produziert vielfach am Markt vorbei, der Flächenwahn feiert fröhliche Umstände. Die Bauern kontrollieren sich selbst, über die staatlich finanzierten Landwirtschaftskammern ........ natürlich in jedem Bundesland eine, darüber hinaus noch eine Präsidentenkonferenz ...... der dumme Steuerzahler zahlt+ s eh. Verro
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von f.art am Sonntag 27. August 2006, 19:23
Wenn ich darüber nachdenke, wieviel Mio. allein die Firmen arla (DK) und Müllermilch (D) an EU-Subventionen in die Futt geblasen bekommen, wird mir übel!
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von Eulenspiegel am Sonntag 27. August 2006, 19:36
f.art hat geschrieben:Wenn ich darüber nachdenke, wieviel Mio. allein die Firmen arla (DK) und Müllermilch (D) an EU-Subventionen in die Futt geblasen bekommen, wird mir übel! >>>....an EU-Subventionen in die Futt geblasen bekommen...<<< Also bei uns wird´s in den Arsch geblasen, aber bitte.... 
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von Verrocchio am Sonntag 27. August 2006, 23:55
f.art hat geschrieben:Wenn ich darüber nachdenke, wieviel Mio. allein die Firmen arla (DK) und Müllermilch (D) an EU-Subventionen in die Futt geblasen bekommen, wird mir übel! Die Produkte dieser Milchfritzen werden aber nicht billiger, nur die Gewinne der Eigentümer/Aktionäre jährlich noch höher. Alleine der Verpackungswahn treibt seltsame Blüten, so wird Milchreis in Miniportionen angeboten, da ist die Hülle dreimal so teuer als der Inhalt. Es gehören sämtliche Agrarsubventionen gestrichen, Angebot und Nachfrage regeln sich und auch die Schwellenländer haben die Möglichkeit, am Markt zu reüssieren. Der saturierte österr. Bauer muss runter vom hohen Roß, muss wieder lernen, dass durch Arbeit Wohlstand erzeugt wird und er sich nicht ständig seine Luxuskarossen vom Steuerzahler finanzieren lassen kann. Die ÖVP ist Garant für den Subventionswildwuchs, sie gehört bei der Wahl in die Wüste Gobi geschickt, Khol als Wanderführer bietet sich an. Verro, wirtschaftlich denkend
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von Verrocchio am Sonntag 27. August 2006, 23:57
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von Verrocchio am Montag 28. August 2006, 19:33
Verrocchio hat geschrieben:Neue Debatte über Offenlegung von EU-Agrarförderungen SPÖ-Agrarsprecher wirft ÖVP "Klientelpolitik für Großgrundbesitzer und Bodenrentenbezieher" vor - Bergbauern-Obmann: Wird Vertrauen in EU nicht stärken Wien - Die Frage der Offenlegung von öffentlichen Förderungen beschäftigt weiter Bauernvertreter aller politischer Couleurs. SPÖ-Bauernsprecher Heinz Gradwohl wirft der ÖVP eine "Klientelpolitik für Großgrundbesitzer und Bodenrentenbezieher" vor; die mangelnde Gerechtigkeit und Fairness in der Agrarpolitik sei auch der Grund für die Angst vor der Veröffentlichung, so Gradwohl in einer Presseinformation. Der Obmann der Arge Bergbauern, Franz Eßl, erklärte dagegen, die Offenlegung würde sicher "nicht das Vertrauen der Menschen in die EU" stärken, sondern nur "Neid sowie Missgunst gegenüber einer Berufsgruppe wie die Bauern" hervorrufen. Immerhin erhalten wir Steuerzahler unsere so hochgelobten Bauern. 70 % eines Bauerneinkommens ist öffentliche Förderung, also Geld der Steuerzahler. Da wird man doch noch wissen dürfen, wer da gar so gut bedient wird, oder ? Verro Die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern hat folgendes Rundschreiben herausgegeben: Männer der Scholle ! Frauen der Furche ! Ab sofort ist jeder Arbeiter , aber auch jeder Fixangestellte, höflichst zu grüssen, als Ehrbezeugung der Simmerlhut zu lüften, die Damen machen einen angedeuteten Hofknicks .......... sie sind eure Ernährer, eure Gönner. Felix Subventioner e.h. Cäcilia Auchnimm e.h.
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von Eulenspiegel am Montag 28. August 2006, 19:38
Wobei ich Dir nur beipflichten kann. 
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von OHB am Montag 28. August 2006, 19:56
obwohl sich die österreichische regierung vor allem in landwirtschaftsfragen immer wieder an der EU abputzt und behauptet - nichts im alleingang entscheiden zu können - gäbe es durchaus möglichkeiten - die förderungsgelder vollkommen legal und EU-konform umzuschichten
in der agenda 2000 wurde den mitgliedsstaaten freigestellt - die höhe der förderungen nach der betriebsgröße zu staffeln - je größer ein betrieb - desto geringer die förderung pro hektar
die dadurch frei werdenden fördergelder - insgesamt maximal 20 Prozent der förderungen für die marktordnung - könnten ohne weiteres zur aufstockung des ÖPUL genutzt werden
außerdem bietet die agenda 2000 die möglichkeit - auch preisausgleichszahlungen an ökologische mindeststandards zu binden
der österreichische landwirtschaftsminister nimmt diese möglichkeit nicht wahr
dabei hat der förder-wahnsinn durchaus methode und macht in gewisser weise auch sinn - in unserem derzeitigen landwirtschaftssystem sind die bauern und bäuerinnen existenziell von den fördergeldern abhängig
diese gelder machen im durchschnitt 65 prozent des bäuerlichen einkommens aus - bei betrieben ohne viehhaltung liegt der Anteil noch höher - bei ca 80 Prozent.
die konsequenz liegt auf der Hand - die Bauern und bäuerinnen könnten ohne diese förderungen gar nicht überleben
gerade deshalb brauchen wir ein fördersystem - das ökologische leistungen honoriert und nicht eine intensivierung der landwirtschaft und die damit verbundenen umweltschäden unterstützt
zumal die konsumenten und steuerzahler doppelt zur kasse gebeten werden - zum einen direkt für die Förderungen - zum anderen auf umwegen für die entstandenen folgekosten durch umweltschäden
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von Verrocchio am Montag 28. August 2006, 20:06
OHB hat geschrieben:obwohl sich die österreichische regierung vor allem in landwirtschaftsfragen immer wieder an der EU abputzt und behauptet - nichts im alleingang entscheiden zu können - gäbe es durchaus möglichkeiten - die förderungsgelder vollkommen legal und EU-konform umzuschichten
in der agenda 2000 wurde den mitgliedsstaaten freigestellt - die höhe der förderungen nach der betriebsgröße zu staffeln - je größer ein betrieb - desto geringer die förderung pro hektar
die dadurch frei werdenden fördergelder - insgesamt maximal 20 Prozent der förderungen für die marktordnung - könnten ohne weiteres zur aufstockung des ÖPUL genutzt werden
außerdem bietet die agenda 2000 die möglichkeit - auch preisausgleichszahlungen an ökologische mindeststandards zu binden
der österreichische landwirtschaftsminister nimmt diese möglichkeit nicht wahr
dabei hat der förder-wahnsinn durchaus methode und macht in gewisser weise auch sinn - in unserem derzeitigen landwirtschaftssystem sind die bauern und bäuerinnen existenziell von den fördergeldern abhängig
diese gelder machen im durchschnitt 65 prozent des bäuerlichen einkommens aus - bei betrieben ohne viehhaltung liegt der Anteil noch höher - bei ca 80 Prozent.
die konsequenz liegt auf der Hand - die Bauern und bäuerinnen könnten ohne diese förderungen gar nicht überleben
gerade deshalb brauchen wir ein fördersystem - das ökologische leistungen honoriert und nicht eine intensivierung der landwirtschaft und die damit verbundenen umweltschäden unterstützt
zumal die konsumenten und steuerzahler doppelt zur kasse gebeten werden - zum einen direkt für die Förderungen - zum anderen auf umwegen für die entstandenen folgekosten durch umweltschäden
Die Bauern verunreinigen massiv das Grundwasser durch Überdüngung und werden dann durch die scheinheilige ÖPÜL-Wirtschaft dafür noch belohnt. Also gebe man jedem Mörder eine hohe Prämie, wenn er das Abmurxen fürderhin gehen lässt. So verquert werden die Fördertöpfe mißbraucht ....... zum Schaden aller Steuerzahler. Aber Wahltag ist Zahltag, vielleicht getraut sich dann einmal eine regierende Partei, alle Subventionen rigoros zu streichen. Der Markt soll über Erfolg oder Mißerfolg entscheiden. Verro
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