M. hat geschrieben:Mein lieber Majestix, auch der gut ausgebildete "Automechaniker" hat seinen berechtigten Platz in einer Gesellschaft.
Natürlich hat ein gut ausgebildeter Automechaniker seinen Platz in der Gesellschaft. Dabei liegt die Betonung auf "gut ausgebildet".
Nun wollen aber mehr Jugendliche Automechaniker werden, als Lehrstellen verfügbar sind.
Ein Lehrherr wird sich aus den Bewerbern denjenigen aussuchen, der mit Zeugnissen belegen kann, dass er lernwillig und -fähig ist. Natürlich kann ein exzellenter Schüler die sprichwörtlichen 2 linken Hände haben, aber dafür gibt es ja eine Probezeit.
Neben Zeugnissen ist aber auch der persönliche Eindruck entscheidend
In Einzelfällen mag es auch geniale Handwerker geben, die sonst geistig unbelichtet sind. Ein gewisses Denkvermögen ist aber in allen Berufen erforderlich.
Deine Kritik am Schulwesen stimmt nur bedingt:
zum möchtegern elitären massengesellschaftlichem guten Ton gehört leider nicht die Matura. Die AHS quellen über vor Schülern in der Unterstufe, die in dem von Dir genannten Sinn als Ersatz für die Hauptschule betrachtet wird.
Aus eigener Anschauung weiß ich, dass an einem Gymnasium mit ca. 1000 Schülern nur 60 - 70 bis zur Matura kommen. Der Großteil verläßt die Schule freiwillig nach der 4. Klasse.
Von Massenwissen am Fließband kann keine Rede sein, selbst die Lehrpläne sind nicht mehr so starr wie früher, heute sind eher Lern
ziele vorgegeben. (Damit will ich aber nicht die ministerielle Handarbeitslehrerin in Schutz nehmen).
Die diversen Studien und Rankings gehen mir Du weißt wohin.
Die österreichischen Bildungseinrichtungen (dazu gehören nicht nur Schulen, FH und Universitäten, sondern auch Lehrbetriebe), haben die Aufgabe, Österreich mit der erforderlichen Anzahl von Fachkundigen zu versorgen.Nicht mehr, aber auch nicht weniger.Wenn aber Akademiker in Österreich keine Arbeit mehr finden, gibt es einfach zu viele davon. Der Arbeitsmarkt ist für Akademiker gesättigt. Der vor 20 Jahren von der Ärztekammer prognostizierte "Ärzteüberschuß" ist längst Realität. Gleiches gilt für alle Berufe. Selbst für Hilfsarbeiter am Bau. Lehrlinge werden nach der Lehrzeit entlassen, weil für Gesellen kein Platz ist. Promovierte Mediziner warten jahrelang auf einen Turnusplatz.
Den diversen "Studien" zufolge müßte Österreich noch mehr Akademiker produzieren, die dann - Pech gehabt - arbeitslos sind. Aber Studien sind ja immer wertvoll - zumindest für den hochbezahlten Verfasser.