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Arbeitslosenrate nach der Wahl

Neuer Beitragvon majestix am Freitag 15. September 2006, 02:25

Fragen hat geschrieben:War dann das Gymnasium wohl doch nicht so gut?



Ganz im Gegenteil, sonst wäre Cap als alter JUSO nicht dort, wo er heute ist. Die aufmümpfigen 7 Fragen an LH Kery haben ihm den Karriereschub gegeben. Für die weitere Entwicklung kann das Gymnasium nicht verantwortlich gemacht werden.
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majestix
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Neuer Beitragvon kamelin am Freitag 15. September 2006, 02:26

Fragen hat geschrieben:Wie bequem möchte es denn die Lady haben?


Denken ist anstrengend. Ist deine Haltung ein Indiz dafür, dass du ein klitzekeinesbisschen denkfaul bist?
kamelin
 

Neuer Beitragvon Fragen am Freitag 15. September 2006, 02:28

Dann war also zum Beispiel das Zeitalter des Perikles von Dummheit geprägt?
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Neuer Beitragvon Fragen am Freitag 15. September 2006, 02:32

Bedeuteten die Fragen an Kery nicht, ganz im Gegenteil, einen Karriereknick, der zu ungewöhnlich langem Aufenthalt in der "Kühlbox" der Arbeiterkammer führte?
Zuletzt geändert von Fragen am Freitag 15. September 2006, 02:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Neuer Beitragvon Fragen am Freitag 15. September 2006, 02:34

kamelin hat geschrieben:Denken ist anstrengend. Ist deine Haltung ein Indiz dafür, dass du ein klitzekeinesbisschen denkfaul bist?



Ist das "klitzekeinesbisschen" als Lob gemeint, im Sinn von "kein bisschen denkfaul"?
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Re: Arbeitslosenrate nach der Wahl

Neuer Beitragvon M. am Freitag 15. September 2006, 11:16

Damit sind aber SchulabgängerInnen mit den Wunschberufen Friseurin, Sekretärin oder Automechaniker, die kaum lesen und schreiben können, ziemlich überfordert und fehl am Platz.


Mein lieber Majestix, auch der gut ausgebildete "Automechaniker" hat seinen berechtigten Platz in einer Gesellschaft.

Lehre mit Matura? - als Lehrherr darf ich auswählen, da kann mir kein Politiker etwas anschaffen. So und nicht anders ist es.


Hier gebe ich dir natürlich recht, was sollte da dagegen sprechen?
Ach so .. ja, hmmm... Hr. Schüssel hat ja versprochen, jeder Jugendliche soll binnen 3 Monaten eine Lehrstelle bekommen Smile
Tja, man darf gespannt sein....


Ich würde eher sagen an einer "niedrigen Akademiker Quote" - trotz hoher Anzahl an Maturanten - ist der Umstand schuld, dass es zum möchtegern elitären massengesellschaftlichem guten Ton gehört - dass Kinder das Gymnasium unbedingt besuchen MÜSSEN (natürlich um jeden Preis - lebt doch damit ein eigener Wirtschaftszweig "Nachhilfeunterricht", ganz gut mit ) aber diese dann mit Erreichen des "Ziel" Matura bereits dermassen überfordert sind, dass an ein weiterführendes Studium gar nicht mehr wirklich zu denken ist, und eher ein Job in der Verwaltung eines staatlichen Betriebes angedacht wird.

Für hier reicht die bereits erworbene Qualifikation dann allemal aus Smile

Erworbenes Massen-"Wissen" am Fliessband reicht eben für nix anderes, als für eine Art moderner "Fabriksarbeit" Smile

Lustig anzusehen ist es allemal, in Chanelkostüm gekleidete halbakademische Damen oder in HB Anzügen verkleidete Herrn in munterer Konkurrenz mit Bauern, Tischlern, oder Automechaniker aus Uganda, Indien oder China zu sehen Wink - wobei diese - trotz Schlapperhosen - beim Rennen um die 50Cent Jobs die Nase entschieden vorne haben.

Und das ist gut so Smile
Denn das ist das logisch natürliche Resultat von gesellschaftlich "genormter" Wissens- u. Bildungskultur....
Mir persönlich ist der neugierige und in seiner Kreativität noch nicht zerstörte "Tischler" um einiges lieber....
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. - Erich Fried
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Re: Arbeitslosenrate nach der Wahl

Neuer Beitragvon majestix am Freitag 15. September 2006, 19:32

M. hat geschrieben:Mein lieber Majestix, auch der gut ausgebildete "Automechaniker" hat seinen berechtigten Platz in einer Gesellschaft.

Natürlich hat ein gut ausgebildeter Automechaniker seinen Platz in der Gesellschaft. Dabei liegt die Betonung auf "gut ausgebildet".
Nun wollen aber mehr Jugendliche Automechaniker werden, als Lehrstellen verfügbar sind.
Ein Lehrherr wird sich aus den Bewerbern denjenigen aussuchen, der mit Zeugnissen belegen kann, dass er lernwillig und -fähig ist. Natürlich kann ein exzellenter Schüler die sprichwörtlichen 2 linken Hände haben, aber dafür gibt es ja eine Probezeit.
Neben Zeugnissen ist aber auch der persönliche Eindruck entscheidend

In Einzelfällen mag es auch geniale Handwerker geben, die sonst geistig unbelichtet sind. Ein gewisses Denkvermögen ist aber in allen Berufen erforderlich.

Deine Kritik am Schulwesen stimmt nur bedingt:
zum möchtegern elitären massengesellschaftlichem guten Ton gehört leider nicht die Matura. Die AHS quellen über vor Schülern in der Unterstufe, die in dem von Dir genannten Sinn als Ersatz für die Hauptschule betrachtet wird.
Aus eigener Anschauung weiß ich, dass an einem Gymnasium mit ca. 1000 Schülern nur 60 - 70 bis zur Matura kommen. Der Großteil verläßt die Schule freiwillig nach der 4. Klasse.

Von Massenwissen am Fließband kann keine Rede sein, selbst die Lehrpläne sind nicht mehr so starr wie früher, heute sind eher Lernziele vorgegeben. (Damit will ich aber nicht die ministerielle Handarbeitslehrerin in Schutz nehmen).

Die diversen Studien und Rankings gehen mir Du weißt wohin.

Die österreichischen Bildungseinrichtungen (dazu gehören nicht nur Schulen, FH und Universitäten, sondern auch Lehrbetriebe), haben die Aufgabe, Österreich mit der erforderlichen Anzahl von Fachkundigen zu versorgen.Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wenn aber Akademiker in Österreich keine Arbeit mehr finden, gibt es einfach zu viele davon. Der Arbeitsmarkt ist für Akademiker gesättigt. Der vor 20 Jahren von der Ärztekammer prognostizierte "Ärzteüberschuß" ist längst Realität. Gleiches gilt für alle Berufe. Selbst für Hilfsarbeiter am Bau. Lehrlinge werden nach der Lehrzeit entlassen, weil für Gesellen kein Platz ist. Promovierte Mediziner warten jahrelang auf einen Turnusplatz.
Den diversen "Studien" zufolge müßte Österreich noch mehr Akademiker produzieren, die dann - Pech gehabt - arbeitslos sind. Aber Studien sind ja immer wertvoll - zumindest für den hochbezahlten Verfasser.
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