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Aus dem TAGEBUCH EINER BETTLERIN

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Aus dem TAGEBUCH EINER BETTLERIN

Neuer Beitragvon Theresa am Mittwoch 23. Juni 2010, 04:29

Aus dem
Tagebuch einer Bettlerin

Pferde und Engel - Engel und Pferde (Bild leider nicht einfügbar.......)
es öffnet sich der Weg zur neuen Erde!

BITTEN müssen wir alle in dem Moment des Überganges............

"HERR so DU willst......
Wenn mein Gebet nur vor DIR steht....".......

BWV, 73........

das Schicksal hat mich in diese Situation gebracht............auf das Betteln zurückzugreifen......

in diesem "niedlichen Städtle an der Alb", welches meine Mutter auf ihrer selbstkreierten Postkarte vor ihrem Unfall am 11.07.1996 mit dem "Paradies" verglich und es in einem Wettbewerb mit diesem als Gewinner hervorgehen liess........

dass es hier die HÖLLE sein würde für ihre geliebte Tocher, mehr als das........

das hätte sie sich nicht denken können.......

leider hat mich das Schicksal, die lange schwere Verantwortung für sie hier gelassen, da es ein fast unmöglicher Spagat war, für eine Frau über 70 im Wachkoma überhaupt einen Heimplatz zu ergattern, einen möglichst guten, mit guten Ärzten, Therapeuten und guter medizinischer Versorgung im nahen Umfeld, e.g. KG der Cranio-sacrale Therapie anbietet, etc......und gleichzeitig möglichst in der Nachbarstrasse ein eigenes Domizil zu ergattern......
Mehr über...
Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
eine fast unmögliche Zerreisprobe, abgesehen von den schweren Entscheidungen.......

fast 10 Jahre, die besten, von 38 bis 48, sind eine lange Zeit........

dass ich hier nach dem Abschied von der körperlichen Hülle wie eine Verbrecherin behandelt würde, gemobbt würde, ausgedorrt, echolos, verspottet würde, dass mir die Staatsanwaltschaft KA die Photos von meiner Mutter und mir im Rollstuhl gelocht wie Verbrecherphotos zurücksenden würde nachdem sie von den schmutzigen Strafbefehlen abgelassen hatten........dann doch nicht mit Handschellen aufgewartet hatten.........

das hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht erdenken können.........

heute habe ich wieder meine Betteltour gestartet neben dem Wettlauf von der Voba, für den die Fussgängerzone streckenweise abgezirkelt war.........rein physische Leistung, in einer Welt die sich geistig verändert, die geistige Höhenflüge verlangt um die Situation zu begreifen........o Graus...nichts als körperliche eitle Leistung wo die rundherum die Natur kaputt geht, die Vögel verbrennen, die Fische in den giftigen Fluten ersticken.........

haben manche nichts besseres zu tun.......

trotz allem hatte ich heute Glück, ein freundlicher Herr meinte erst er spendet eigentlich nichts, aber dann holte er sein Portemoinnaie hervor und gab mir 20 Euros..........wirklich sehr freundlich..........anbetrachts der 8 cents die auf meinem Konto noch verbleiben.......

nette Erlebnisse hatte ich auf diesen Wegen bereits.........

Rentner, die mir dann doch 5 Euros noch für das Wochenende spendierten, Familienväter mit 4 Kindern, die dann doch 2 Euros hervorholten "ausnahmsweise weil Sie es sind......"....ein junger Mann kam dann doch auf dem Parkplatz vor dem Realmarkt, bevor man mir dort mit Hausverbot gedroht hat wenn ich fortfahre, noch angerannt und gab mir 5 Euros von seinen letzten 50 Euros............hatte fast Tränen in den Augen.........

rührende Situationen......

Abweisung gibt es auch zur Genüge, heute vertraute ich einer Dame von der Stadt die die Abgrenzung überwachte die Spende von 20 Euros an, berichtete ihr darüber, aber anstatt sich mit mir zu freuen giftete sie mich nur neiderfüllt an und sprach etwas von sparen und arbeiten in harschem kritisierendem Tone........

auf meinem Konto tut sich nichts mehr, es tut sich gar nichts mehr, aber das Betteln funktioniert und es schafft Kontakte..............und gibt Einblick in die Herzen der Menschen............

ein Paradies ist es hier mitnichten, die Hölle, aber es soll wohl so sein....

Allen die mir etwas gegeben haben, denen meine Wenigkeit noch irgendetwas wert ist anbetrachts der immensen geistigen Reichtümer, der schönen bunten Perlenketten der WEISHEIT die mir zugekommen sind vom HIMMEL, um noch ein wenig hier auf Erden zu bleiben mit den letzten zerfetzten Flügelschlägen sei auf jeden Fall herzlicher Dank.

Theresa.


Dieses ist keine erfundene Geschichte zum erheitern...........

das sei nur einmal expressis verbis gesagt...........
Damit die LIEBE auferstehe und der Tod vergehe
denn darum bin ich hier in der
www.die-engelsburg.de
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Theresa
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Registriert: Montag 21. Juni 2010, 01:28

Re: Aus dem TAGEBUCH EINER BETTLERIN

Neuer Beitragvon UnART am Mittwoch 23. Juni 2010, 12:32

.
.
Mein Gewerbe und meine Kunst sind zu leben.


Michel de Montaigne, (1533 - 1592)
( °) ( °) dada.
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UnART
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