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von kaleidoskop am Freitag 26. Juni 2009, 17:37
Postbeamte sollen Polizisten bei Verwaltungsarbeiten entlasten  WIEN. Im Streit um zusätzliche Polizisten will Beamtenministerin Heinisch-Hosek (SP) nun Hunderte Post- und Telekom-Beamte der Exekutive zuteilen. Die Polizeigewerkschaft spricht von einem „Schnellschuss“. Mit ihrem Vorstoß, ausgelagerte Mitarbeiter von Post und Telekom für die Polizeiverwaltung einzusetzen, erntet Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) recht unterschiedliche Reaktionen: Finanzminister Josef Pröll sowie Innenministerin Maria Fekter (beide VP) zeigen sich von der Idee angetan, die Postgewerkschaft „erstaunt“. Auf Seiten der Exekutive wird bezweifelt, dass damit die steigende Kriminalität bekämpft werden kann. „Was wirklich fehlt, sind völlig ausgebildete Exekutiv-Beamte für den Außendienst“, sagt FSG-Polizei-Gewerkschafter Hermann Greylinger. Er könne sich nicht vorstellen, wie Quereinsteiger ohne rechtliche Kenntnisse „Kollegen vor Ort unterstützen“. Wie Bundeskanzler Werner Faymann (SP) fordert auch Greylinger nicht die paktierten 1000 Polizisten bis 2013, sondern das Doppelte. Abzüglich der altersbedingten Abgänge blieben dann netto 500 Polizisten, rechnet Greylinger vor. Pröll sprach gestern von einer „spannenden Idee“. Zu einer möglichen Finanzierung wollte er sich aber nicht äußern. „Ohne Konzept ist es zu früh, über Finanzierungsfragen zu reden“, sagte Pröll. Dass Heinisch-Hosek neben Post- und Telekombeamten auch die Zollwache und damit unbesetzte Planstellen des Finanzministeriums in ihr Vorhaben miteinbezieht, ging Pröll dann doch zu weit. „Wenn es unbesetzte Planstellen gibt, dann ist das Teil der Personalentwicklungsstrategie“, so der Finanzminister. Für Heinisch-Hosek nicht nachvollziehbar: Gerade dort gebe es bis 2013 mit rund 1200 unbesetzten Stellen den größten Spielraum. „Es sollte in unserem Interesse sein, dass wir gemeinsam zu einer Lösung kommen und mehr Polizisten auf die Straße bringen“, konterte die Ressortchefin. Interesse zeigte dafür Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP). „Derzeit haben wir rund 250 Bedienstete ohne Beschäftigung“, erklärte ein Sprecher. Das Innenministerium sei „herzlich eingeladen“, sich an den internen Pool zu wenden. Bei Post und Telekom sind derzeit rund 600 Beamte ohne regelmäßige Tätigkeit. „Wenn die Bedingungen stimmen, haben wir nichts dagegen, dass Mitarbeiter wechseln“, so der Gewerkschafts-Chef der Post und Telekom, Gerhard Fritz. Jetzt gilt es für Heinisch-Hosek auszuloten, wie groß die Bereitschaft der Betroffenen zum freiwilligen Wechsel wirklich ist und welche Fähigkeiten sie mitbringen müssen. http://www.nachrichten.at/storage/scl/i ... v40777.jpgAuf einmal werden meine Postler verschwunden sein, gelandet in irgendwelchen Hinterstübchen, nicht wissend , was sie anfangen sollen usw. und so fort. Ohne Ausbildung, was für eine Schnapsidee.
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kaleidoskop
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von xenia am Freitag 26. Juni 2009, 17:46
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xenia
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von xenia am Donnerstag 16. Juli 2009, 16:46
Polizeianwärter scheitern am Deutsch-TestDie Gesetzeshüter leiden an chronischem Personalmangel, doch Aspiranten gäbe es genug. Allzu oft ist aber das Deutsch-Diktat im Weg. http://kurier.at/nachrichten/1923572.phpDie Polizei sucht Personal, das ist nichts Neues. Doch einen Mangel an Kandidaten gibt es nicht. Auf einen freien Ausbildungsplatz kommen acht Bewerber, hieß es heute von der Sicherheitsakademie (SIAK), die für die Grundausbildung zuständig ist. Die größte Hürde der angehenden Polizisten: Das "Deutsch-Diktat" beim Aufnahmetest.
"Hier haben wir die höchste Drop-out-Quote", sagte Norbert Leitner, Direktor der SIAK. Eine leichtere Prüfung kommt nicht infrage: "Wir wollen die Latte bewusst sehr hoch halten." Deshalb scheiterten in Wien vor einigen Monaten viele Kandidaten an den Aufnahmekriterien. Österreichweit befanden sind mit Stand Juli 2009 genau 1142 Polizeischüler in Ausbildung. Der Maturantenanteil liegt je nach Ausbildungsklasse bei 33 - in manchen aber auch - bei 80 Prozent.
Niemand will nach Wien
"Kopf zerbrechen" bereitet besonders die Situation in der Bundeshauptstadt. 2009 werden in Wien 455 Jungpolizisten aufgenommen, 250 sind seit Jahresbeginn in Ausbildung. "Es dreht sich eigentlich nur um Wien", betonte Leitner. In den restlichen Ländern gebe es genug Anwärter, der Großteil der Bewerber für Wien komme daher auch aus anderen Bundesländern. Problematisch: Viele lehnen einen Dienst in Wien - auch wegen der anstrengenderen Arbeit - langfristig ab. "Die jungen Leute sind gar nicht mehr so flexibel, die wollen zu Hause bleiben", bedauerte Leitner.
In der Bundeshauptstadt hätte man derzeit auch die besten Chancen genommen zu werden. Jungpolizisten werden nach der Ausmusterung tendenziell auf klassischen Durchlaufposten eingesetzt, erklärte Leitner. Das sind meist besonders stark belastete Inspektionen, von denen sich ältere Kollegen wegbewerben. "Die Jungen haben damit kein Problem, die wollen ja dorthin, wo was los ist", meinte er. Seit 1. Juni müssen sie das auch verpflichtend tun. Frisch ausgebildete Polizisten müssen zunächst für zwei Jahre in Wien oder stärker belasteten Ballungsräumen Dienst verrichten.
Schüler im Streifendienst
Die in der zweijährigen Grundausbildung nach 21 Monaten vorgesehene Praxisphase (drei Monate) kann bei Bedarf vorgezogen werden. Das hat in Wien vor kurzem für Kritik bei der Personalvertretung gesorgt, die darin einen ungeeigneten Versuch, den Personalmangel auszugleichen, sieht.
Seit Anfang Juli würden Schüler für Streifendienste eingesetzt, damit mehr Polizei zu sehen sei, kritisierte Personalvertreter Harald Segall. Problematisch sei dies, vor allem wenn es zu kriminellen Handlungen komme: "Er (der Schüler) hat die Kompetenz nicht und kann die Amtshandlung nicht übernehmen." Den Schülern muss ein Mentor zur Seite gestellt werden und die Arbeit dem jeweiligen Ausbildungsstand entsprechen, entgegnete Leitner. Dass in Ausbildung stehende Polizisten allein auf Streife gehen, sei nicht vorgesehen.
Artikel vom 16.07.2009 13:10 | apa | csm CSI Traiskirchen Die Polizeiausbildung umfasst viele verschiedene Gebiete. 7000 Mal muss ein Handgriff wiederholt werden, bis er automatisiert abläuft. http://kurier.at/nachrichten/1923616.phpWenn ein Polizist in eine Stresssituation gerät, bleibt keine Zeit zum Überlegen. Zwei Jahre lang hat er während der Grundausbildung Zeit, den Ernstfall zu erproben. "Wenn man eine Bewegung ungefähr 7000 Mal ausgeführt hat, ist sie automatisiert", erklärte ein Ausbildner, Mittwochnachmittag bei einem Pressetermin im SIAK-Bildungszentrum in Traiskirchen. Waffe zücken, versorgen, wechseln; Körperhaltung, Ansprache des Gegenübers, psychologische Taktik, Grundlegendes aus dem Recht und ganz wichtig: Tatortarbeit. 25 Polizeischüler haben sich bei ihrer Ausbildung von Journalisten über die Schulter schauen lassen.
Am Freigelände der Ausbildungsstätten werden mit alten Fahrzeugen denkbare Einsätze trainiert - von der Verkehrskontrolle bis hin zur Fahndung nach einem bewaffneten Bankräuber. Ebenfalls keine leichte Übung und aufgrund von Zwischenfällen in der Vergangenheit ein besonders sensibles Ausbildungsmodul: Das Fixieren eines Täters am Boden und das Anlegen von Handschellen. Wo setzt man das Knie an? Wie positioniert man sich neben dem bereits am Boden liegenden Verdächtigen? "Man versucht im Schulterbereich festzudrücken und nicht am Brustkorb und den Druck so kurz wie möglich zu halten", erklärte ein Ausbildner.
All das, was beim Einsatz oft zufällig aussieht, wird in einer gewöhnlichen Turnhalle mit Basketballkorb und Matte penibel einstudiert. Jeder Handgriff muss sitzen, damit in Stresssituationen geistige Kapazitäten für rasche Reaktionen und das Einschätzen der Situation frei sind. Polizisten lernen nicht nur "einzuschreiten", ganz wichtig sei auch das "Distanz halten zum Gegenüber". "Die Distanz gewährt, dass wir auf Angriffe rechtzeitig reagieren können", erklärte ein Ausbildner. Dabei ist die Körpersprache unter Einbeziehung von Psychologie und Ethik eine wesentliche Komponente. Eine Fausthaltung mit offener Hand, signalisiert dem Täter beispielsweise gleichzeitig Abwehr und die Bemühung um Deeskalation. "Das wird alles geübt" und war am Anfang nicht ganz einfach, gesteht die 20-jährige angehende Polizistin. "Schreien muss man üben", sagte sie.
Eine Etage höher befinden sich die Räumlichen der "CSI Traiskirchen". Jungpolizisten müssen auch Grundzüge der Tatortarbeit und Spurensicherung beherrschen. Im Schullabor werden Fußabdrücke in Gips gegossen und mikroskopisch kleine Spuren von Geldstücken genommen. Spezialwissen wird auch in der Bibliothek, die 20.000 Titel umfasst und 25 Studienplätze bietet, vermittelt: Neben Standardwerken über Kriminalistik und Recht gibt es dort auch Nachschlagwerke über "Das Wiedererkennen von Gesichtern", "Vorgetäuschte Sexualdelikte" oder Reportagen über Serienkiller. "Ich will was erleben"
"Klar, am Anfang ist man unsicher, wenn man eine Waffe in die Hand bekommt", beschreibt die 20-jährige Rita Seebacher, Polizeischülerin kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung. Aber man hantiere ja zunächst mit Übungswaffen. Kampfübungen mit falschen Patronen, gefüllt mit blauer Seifenlauge, und Pfefferspray aus Wasser sollen die jungen Polizisten auf verschiedene Szenarien vorbereiten. In kurzen Zehn-Minuten-Blöcken müssen die Schüler in sekundenschnelle immer wieder die Waffe zücken, zurück in den Holster geben und verschieden Abwehrposition einnehmen, erklärt Ausbildungsleiter Oberst Rudolf Tscherne. Jede Kleinigkeit - die richtige Position des Fingers am Abzug, die Fußhaltung - muss stimmen. Der Blick darf dabei nie abschweifen und bleibt auf den "Täter" fixiert.
Wo sich die junge Steirerin Seebacher einmal sieht? "Suchtmittel-und Gewaltprävention wäre mein Ziel", sagte sie. Dass sie das ausgerechnet in Wien machen wolle, habe damit zu tun, "weil hier Personal benötigt wird." Außerdem "will ich was erleben", sagte sie selbstbewusst. Dass ihr künftiger Beruf von vielen Seiten nicht nur positiv gesehen wird, stört die Noch-Polizeischüler, die mit 1. November ausgemustert und in Wien Dienst verrichten werden, nicht: Es ist ein interessanter, krisenfester Beruf und man steht auf eigenen Beinen, gaben sich vier der künftige Polizisten euphorisch. "Jede normale Verkehrsanhaltung ist spannend, weil du ja nicht weißt, was auf dich zukommt", betonte die 24-jährige Katharina Chalupa aus Wien. "Für mich ist es nach wie vor der schönste Beruf", schwärmte der 25-jährige Christian Felbermayer aus Niederösterreich.
Artikel vom 16.07.2009 14:37 | apa | csm
Keine Quereinsteiger bei der Polizei Die Polizeiausbildung ist kein Zuckerschlecken. Sie umfasst 19 Monate Theorie und fünf Monate Praxis. http://kurier.at/nachrichten/1923581.phpWer Polizist werden will, muss in Österreich eine zweijährige Grundausbildung absolvieren. Wichtigste Voraussetzung neben Unbescholtenheit, einer Mindestgröße von 1,63 Metern bei Frauen und 1,68 Metern bei Männern ist das Alter -18 bis 30 - Jahre und das Bestehen des Aufnahmetests, bei dem bestimmte Fähigkeiten, der Gesundheitszustand und die psychologische Eignung überprüft werden.
Die Grundausbildung obliegt der Sicherheitsakademie (SIAK), die im Innenministerium angesiedelt ist. Abgehalten wird sie in einem von zehn Bildungszentren, in jedem Bundesland befindet sich eines, in Niederösterreich gibt es zwei. Die modernste Einrichtung befindet sich in Traiskirchen, in dem hauptsächlich Polizisten für Wien und Niederösterreich geschult werden.
"Es gibt keine Quereinsteiger, alle beginnen ganz unten", betonte Brigadier Karl-Heinz Grundböck, Leiter des Zentrums für die Grundausbildung der SIAK. Frisch gebackene Polizisten werden zunächst in Inspektionen eingesetzt, erst nach drei Jahren Praxis haben sie die Möglichkeit sich weiter zu spezialisieren. Sie können sich für die mittlere Führungsebene bewerben oder in einen bestimmten Ermittlungsdienst wechseln. Dafür ist ein weiteres Ausbildungsjahr vorgesehen. Beamter nach vier Jahren
Besonders beliebt sind der Kriminaldienst, die Cobra, die Hundeführer-Staffel oder auch der Beruf Hubschrauberpilot, erklärte SIAK-Direktor Norbert Leitner. Frei wählen können die jungen Polizisten allerdings nicht: Erst nach der Ausbildung und den ersten Jahren in der Polizeiinspektion zeigt sich, ob in ihrem Wunschbereich Stellen frei sind und eine entsprechende Weiterbildung und Zuteilung gestattet wird. Den Beamtenstatus erlangt ein Polizist nach vier Jahren. Bevor er definitiv unkündbar gestellt wird, muss er neuerlich eine medizinische Untersuchung und eine Eignungsprüfung bestehen.
Am Beginn einer Polizei-Karriere steht eine Bewerbung bei einem oder mehreren Landespolizeikommanden, die jene Kandidaten mit den besten Ergebnissen beim Aufnahmetest in die Ausbildung schicken. Das Durchschnittsalter der Anwärter - Lehrlinge aber auch Hochschulabsolventen - liegt bei 22 bis 23 Jahren. Der Unterricht - rechtliche Grundlagen, Kriminalistik, Persönlichkeitsbildung, Tatortarbeit sowie Einsatztraining - wird von erfahrenen Polizisten durchgeführt. Neben hauptberuflichen Lehrern werden stundenweise externe Experten bestimmter Ermittlungsbereiche hinzugezogen.
Nach zwölf Monaten Theorie müssen die Polizeianwärter zwei Monate Dienst auf einer Polizeiinspektion versehen, erklärte Leitner. "Das ist eine Schnupperphase, damit jeder eine Vorstellung hat, was auf ihn zukommt." In den ersten 14 Monaten, gebe es auch die höchste Ausstiegsrate. Nach weiteren sieben Monaten theoretischer Schulung und allen bestandenen Prüfungen ist ein dreimonatiges Praktikum vorgesehen. Es soll im Idealfall auf jener Dienststelle versehen werden, der die neuen Polizisten nach der Ausmusterung zugeteilt werden.
Geld vom Start weg
Polizeischüler werden von Beginn der Ausbildung an für ihre Arbeit entlohnt, sie erhalten rund 1000 bis 1200 Euro brutto. Die Dienstzeiten entsprechen allerdings einem Schulbetrieb. Die fünf Wochen Urlaub werden vom Bildungszentrum eingeteilt, "Ferien" gibt es im Sommer, zu Ostern und zu Weihnachten.
Apropos Ausbildung: Sollten Post- oder Telekombeamte, wie von Beamtenministern Gabriele Heinisch-Hosek angedacht, tatsächlich zur Polizei wechseln, um dort den Personalmangel auszugleichen, werde es für diese eine spezielle Schulung geben, so Leitner. Diese werde ihren Aufgaben - gedacht ist eine Funktion im Verwaltungsbereich - entsprechen, die Absolvierung einer herkömmlichen Polizeiausbildung ist nicht vorgesehen.
Artikel vom 16.07.2009 13:15 | apa | csm
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xenia
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von OHB am Donnerstag 16. Juli 2009, 20:57
Die größte Hürde der angehenden Polizisten: Das "Deutsch-Diktat" beim Aufnahmetest. geh bittefrüher haums a lauter mistelbocha bei da polizei gnumma do hod ka anziga diktat-deutsch kenna 
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OHB
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von peter1406 am Donnerstag 16. Juli 2009, 21:13
OHB hat geschrieben:Die größte Hürde der angehenden Polizisten: Das "Deutsch-Diktat" beim Aufnahmetest. geh bittefrüher haums a lauter mistelbocha bei da polizei gnumma do hod ka anziga diktat-deutsch kenna 
Der ehemalige Postbote als Polizeibeamter...??? Ist doch ein Witz...oder? Nun, in Österreich ist fast alles möglich.
Mit freundlichen Grüßen Peter
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peter1406
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von OHB am Donnerstag 16. Juli 2009, 21:23
peter1406 hat geschrieben:OHB hat geschrieben:Die größte Hürde der angehenden Polizisten: Das "Deutsch-Diktat" beim Aufnahmetest. geh bittefrüher haums a lauter mistelbocha bei da polizei gnumma do hod ka anziga diktat-deutsch kenna 
Der ehemalige Postbote als Polizeibeamter...??? Ist doch ein Witz...oder? Nun, in Österreich ist fast alles möglich.
ja aber nur für den innendienst 
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OHB
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von xenia am Donnerstag 16. Juli 2009, 23:37
Mehr Arbeit für Stadt-PolizistenVergleich: Rein rechnerisch hat im Burgenland jeder Polizist heuer drei Anzeigen bearbeitet. In Wien-Favoriten waren es 34 pro Kopf. http://kurier.at/nachrichten/wien/1923720.phpDie Verteilung der Polizisten in Stadt und Land sei weder zeitgemäß, noch flexibel, meinen Insider. Eine Faustregel besagt, dass in Wien nur 20 Prozent aller Polizisten Österreichs Dienst versehen, hier aber mehr als 40 Prozent aller Verbrechen verübt werden. Um der Kriminalitätsentwicklung, aber auch geänderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden, wären neue bzw. andere Strukturen notwendig.
Die Zahlen sprechen für sich: Wien-Favoriten hat rund 172.000 Einwohner, im ersten Halbjahr 2009 wurden den 299 im zehnten Bezirk tätigen Polizisten exakt 10.315 Straftaten angezeigt. Im Burgenland leben etwa 280.000 Menschen, deren Sicherheit in den Händen von 1400 Ordnungshütern liegt. Ihnen wurden von Jänner bis Juni 3951 Delikte gemeldet.
Experten betonen, dass im ländlichen Bereich mehr Personal notwendig sei, weil es größere Flächen abzudecken bzw. längere Strecken zurückzulegen gilt. Dem steht aber der weitaus stärkere Arbeitsanfall in Städten gegenüber - wie das Beispiel Favoriten zeigt. Hier musste jeder Ordnungshüter (hochgerechnet) 34 Anzeigen erledigen, im Burgenland waren es knapp drei pro Kopf.
Personalmangel
Wobei auch in Wien seit Langem polizeiintern über die Aufteilung des Personals gestritten wird. Der Schlüssel sei seit Jahrzehnten unverändert, die Stadtentwicklung wäre verschlafen worden, heißt es. Die vereinbarte Aufnahme von österreichweit 1000 Polizeischülern deckt gerade einmal bereits geschehene (und anstehende) Abgänge ab. Selbst die zuletzt von der Regierung angedachten 1000 zusätzlichen Planposten gleichen die Einsparung von 3500 Ordnungshütern in den vergangenen neun Jahren bei Weitem nicht aus.
Angesichts der angespannten Personalsituation wäre somit nur eine Verschiebung möglich. Freilich lässt sich kein Bezirks-, Stadt- oder Landespolitiker so einfach "seine" Polizisten wegnehmen. So gab es auch bei der Gründung der "Soko Ost" entsprechende Proteste, wenngleich der Großteil der zugeteilten Beamten ohnedies das tun, was sie vorher auch schon getan haben. Denn die Mehrzahl der 200 "eingezogenen" Polizisten versieht bei den nach der Ost-Grenzöffnung in den Bundesländern gegründeten "AGM-Einheiten" (kurz für Ausgleichsmaßnahmen, hauptsächlich Schwerpunktkontrollen im grenznahen Raum) Dienst.
Artikel vom 16.07.2009 21:22 | KURIER | Peter Grolig
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xenia
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von contraindicatio am Samstag 18. Juli 2009, 19:07
Generell zu Thema: Es wäre ja auch furchtbar, würden die Postler ned däumchendrehend rumsitzen, sondern Akten bearbeiten müssen. Sowas ist Beamten keinesfalls zumutbar. Gott behüte, da seien unsere Gewerkschafter davor!!!!  Außerdem könnten die nunmehr entlasteten Polizisten gleich auch die Post austragen. 
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von majestix am Montag 27. Juli 2009, 19:35
contraindicatio hat geschrieben:Außerdem könnten die nunmehr entlasteten Polizisten gleich auch die Post austragen. 
Du wirst es nicht für möglich halten, aber das geschieht bereits: Meinem Bruder wurde unlängst von der Polizei das "Ersuchen um Lenkerauskunft" einer BH in einem anderen Bundesland zugestellt. Hintergrund ist, daß der RH die hohen Kosten für eingeschriebene Postsendungen kritisiert hat. Ohne Übernahmebestätigung kann eine Behörde aber nicht beweisen, daß sie ein Schreiben versendet hat, bzw. daß es dem Adressaten auch zugestellt wurde. Wie wenig sinnvoll manche Empfehlungen des Rechnungshofes sind, läßt sich an diesem Besipiel leicht ablesen: Die BH schickt als normalen Brief an den Zulassungsinhaber eines KFZ das "Ersuchen um Lenkerauskunft", welches innerhalb 14 Tagen bei sonstiger Strafe zu beantworten ist. Der Brief ist aber beim Zulassungsbesitzer nie angekommen, wurde übersehen oder mit der üblichen Reklame irrtümlich entsorgt. Wie auch immer - die Behörde kann nie beweisen, wann eine Rechtsmittelfrist begonnen hat. Im konkreten Fall erging eine Strafverfügung wegen nicht getätigter Auskunft (RsB-Brief), gegen die fristgerecht Einspruch erhoben wurde mit der Begründung, das "Ersuchen um Lenkerauskunft" sei nie zugestellt worden. Die Behörde reagierte mit einer Weisung an die örtlich nächstgelegene Polizeiinspektion, das "Ersuchen um Lenkerauskunft" nachweislich zuzustellen. Mittlerweile ist das ursprünglich angezeigte Delikt verwaltungsrechtlich verjährt (6-Monats-Frist). 
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von majestix am Montag 27. Juli 2009, 21:32
xenia hat geschrieben:Mehr Arbeit für Stadt-PolizistenVergleich: Rein rechnerisch hat im Burgenland jeder Polizist heuer drei Anzeigen bearbeitet. In Wien-Favoriten waren es 34 pro Kopf. http://kurier.at/nachrichten/wien/1923720.phpDie Verteilung der Polizisten in Stadt und Land sei weder zeitgemäß, noch flexibel, meinen Insider. Eine Faustregel besagt, dass in Wien nur 20 Prozent aller Polizisten Österreichs Dienst versehen, hier aber mehr als 40 Prozent aller Verbrechen verübt werden. Um der Kriminalitätsentwicklung, aber auch geänderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden, wären neue bzw. andere Strukturen notwendig.
Die Zahlen sprechen für sich: Wien-Favoriten hat rund 172.000 Einwohner, im ersten Halbjahr 2009 wurden den 299 im zehnten Bezirk tätigen Polizisten exakt 10.315 Straftaten angezeigt. Im Burgenland leben etwa 280.000 Menschen, deren Sicherheit in den Händen von 1400 Ordnungshütern liegt. Ihnen wurden von Jänner bis Juni 3951 Delikte gemeldet.
Experten betonen, dass im ländlichen Bereich mehr Personal notwendig sei, weil es größere Flächen abzudecken bzw. längere Strecken zurückzulegen gilt. Dem steht aber der weitaus stärkere Arbeitsanfall in Städten gegenüber - wie das Beispiel Favoriten zeigt. Hier musste jeder Ordnungshüter (hochgerechnet) 34 Anzeigen erledigen, im Burgenland waren es knapp drei pro Kopf.
Personalmangel
Wobei auch in Wien seit Langem polizeiintern über die Aufteilung des Personals gestritten wird. Der Schlüssel sei seit Jahrzehnten unverändert, die Stadtentwicklung wäre verschlafen worden, heißt es. Die vereinbarte Aufnahme von österreichweit 1000 Polizeischülern deckt gerade einmal bereits geschehene (und anstehende) Abgänge ab. Selbst die zuletzt von der Regierung angedachten 1000 zusätzlichen Planposten gleichen die Einsparung von 3500 Ordnungshütern in den vergangenen neun Jahren bei Weitem nicht aus.
Angesichts der angespannten Personalsituation wäre somit nur eine Verschiebung möglich. Freilich lässt sich kein Bezirks-, Stadt- oder Landespolitiker so einfach "seine" Polizisten wegnehmen. So gab es auch bei der Gründung der "Soko Ost" entsprechende Proteste, wenngleich der Großteil der zugeteilten Beamten ohnedies das tun, was sie vorher auch schon getan haben. Denn die Mehrzahl der 200 "eingezogenen" Polizisten versieht bei den nach der Ost-Grenzöffnung in den Bundesländern gegründeten "AGM-Einheiten" (kurz für Ausgleichsmaßnahmen, hauptsächlich Schwerpunktkontrollen im grenznahen Raum) Dienst.
Artikel vom 16.07.2009 21:22 | KURIER | Peter Grolig
Der Artikel ist eindeutig tendenziös: Es wird nämlich nicht differenziert zwischen (von BürgerInnen) gemeldeten Straftaten und Anzeigen auf Grund eigener dienstlicher Wahrnehmung. Und in der Auslegung dienstlicher Wahrnehmung sind Wiener Polizisten extrem anzeigefreudig. Dazu ein typisches Beispiel: Eine 15-jährige feiert mit Freundinnen, und trinkt zum ersten Mal in ihrem Leben Alkohol, worauf ihr auf einem öffentlichen Raum speiübel wurde. Irgendjemand ruft Polizei und Rettung. Rettung handelt routiniert und ohne Vorurteile. Die Polizei macht aber nachträglich Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sicherheitpolizeigesetz, gegen das Wr. Jugendschutzgesetz, und gegen die Eltern wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Die telefonische Begründung des Polizisten auf Rückfrage lautete: Und paumpat is des bsoffene Mensch a no wurn. Der UVS hat den Unfug definitiv beendet. Wenn in Oberwart ein Jugendlicher auf einer Parkbank seinen Rausch ausschläft oder in die Wiese kotzt, kommt kein Polizist auf die Idee, eine Anzeige an die BH zu erstatten. Der redet einmal mit den Eltern. Aber die Wr. Polizei ist und bleibt ein Macho-Verein. Neulinge in Wien wollen "etwas erleben"? Wenn ein Polizist Zeit findet, gemeinsam mit 2 Kollegen und einem Gruppenleiter Anzeige mit Begründung, Rechtszitaten und persönlicher Wertung gegen eine 15-jährige zu erstatten und im fortgesetzten Verfahren eine mehrseitige Stellungnahme abzugeben, im übrigen an ihrer ursprünglichen Anzeige beharrt, muß diesen Typen eher fad sein. Oder sie pochen auf den Grundsatz "Mia haum imma Recht-wo kamat ma denn sonst hie?". Das könnte die sog. Mehrbelastung der Wiener Polizei erklären. Wie auch von der Polizei angezeigte Übertretungen der Straßenverkehrsordnung in Wien, die nicht immer zutreffen müssen.
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majestix
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