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von xenia am Samstag 12. September 2009, 14:54
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert Einstein 
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xenia
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von xenia am Samstag 12. September 2009, 18:36
ein kommentar vom 12.09.2009 16:37 | KURIER | Thomas Maurer Schwarzer FreitagDie armen Hunde! Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle! Man möchte nicht mit ihnen tauschen. http://www.kurier.at/interaktiv/kommentare/1938023.phpWomöglich haben ja viele von ihnen kürzlich ohnehin herbe Verluste bei riskanten Wertpapieren hinnehmen müssen und wollten diese jetzt lediglich mit einer kleinen, im Grunde risikolosen, ja eigentlich deppensicheren Spekulation lindern. Im Grunde wäre es auch ein aufgelegter Elfer gewesen, eine billardtischglatt gemähte Wiese von Investment: Erst in großem Stil Tickets für das Michael-Jackson-Tribute- Konzert erwerben (nicht vergessen: Champagner kaltstellen!), später dann die Tickets - schließlich wäre ja absehbarerweise dieses singuläre Megaevent mit unzähligen Weltstars ruckzuck ausverkauft - zu grotesken Mondpreisen weiterverkaufen, dann wohlig aufseufzen, Schuhe abstreifen, Champagner öffnen, einen Toast auf sich selbst und die eigene Tüchtigkeit ausbringen, fertig.
Seit Freitag ist dieser Traum ausgeträumt.
Doch schon am Mittwoch, unmittelbar nach der Wiener Pressekonferenz (auf der nur zu erfahren war, dass man alles Wichtige tags darauf in Berlin erfahren würde) begann der Jackson-Tribute- Markt volatil zu werden. Auf eBay.com , bestpreis.de und Geizhals.at ließen sich Strategien der Anleger in Echtzeit verfolgen: Da wurde anbieterseitig der Handel teils vorübergehend ausgesetzt, teils trotzig weiter Hochpreiskurs gesteuert, teils vorsichtig zurückgerudert. Doch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag kippte die Stimmung; Heulen und Zähneklappern brachen aus, im härenen Hemd und mit Asche im Haar schlichen die Tribute-Ticket-Ty- coons im virtuellen Raum einher, und nur noch die Optimistischsten, Verzweifeltsten und Dümmsten versuchten noch ernsthaft, für ihre um € 512 erworbenen Top-Tickets auch wieder € 512 zu bekommen.
Die meisten aber gaben es zu diesem Zeitraum bereits buchstäblich billiger; Freitagvormittag waren bereits Preisnachlässe von bis zu 30% im Angebot, Resignation beherrschte den VIP-Ticket-Markt, und am Horizont dämmerte bereits die nackte Panik.
Wer in dieser Situation freilich die Nerven behielt, der konnte mit antizyklischem Investment noch einen schönen Schnitt machen. Fein raus war etwa, wer Freitag Vormittag, als das Jackson-Tribute-Konzert noch stattzufinden drohte, Tickets mit Preisnachlässen von einem Drittel oder mehr hamsterte, die ja nun, da das Jackson-Tribute-Konzert glücklich abgesagt ist, wieder zum Nominalwert zurückgegeben werden können.
Doch die Mehrzahl der Anleger wird wohl damit zufrieden sein, durch diese günstige Entwicklung zumindest vor Verlust bewahrt worden zu sein.
Allerdings haben J. Jackson und G. Kindel bereits ein Jackson-Tribute-Konzert 2010 in London angekündigt. Vielleicht werden da ja bereits Optionen auf Tickets gehandelt.
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xenia
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