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postquellen!

postquellen!

Beitragvon trebbiatore am Mittwoch 18. November 2009, 15:37

die quelle wurde so wie die post heute im hohen haus behandelt.
meiner meinung nach gibt es da eine paradebeispiel dafür dass heute alles im ar... ist. die quelle führte ihre geschäfte nur über privatfirmen durch, die von neuen selbstständigen betrieben wurde.
wirtschaftskreise der ÖVP und FPÖ wollten dass mehr wettbewerb entsteht und sie verkauften die packerlpost. heute kommen die packerln zu irgendwelchen postpartnern, oder man muss quer durch wien fahren um sich seine zustellung abzuholen. in manchen ortschaften fährt nicht einmal ein öffentliches verkehrsmittel um an sein paket zu kommen.
und die privaten werden weniger weil ihnen die handelspartner abhanden kommen, wie zb QUELLE.
und wem haben wir diese misserie zu verdanken, grasser?

nein, den wählern die schwarz-blau ermöglicht haben, mit ihrem sonderbaren wahlverhalten.
sogar die gewerkschaft wollten sie ruinieren. aber das geld nehmen schon alle das die gewerkschaft für sie aushandelte. (und da sollten sich nur user melden die bei der gewerkschaft sind und net ausgetreten...sollte ein eintrag dazu kommen...danke.)

...aber in letzter zeit liest man darüber sehr wenig...naja vielleicht wirds wieder vor den wienwahlen spannender...wenns um die hausmeister geht....die schwarz-blau abgeschafft haben und häupl schon längst wieder einführen hätte sollen...aber der muss ja jetzt einen wahlkampf schlagen und da wird er sicher ein paar kleingeister fangen die sich freuen wenn er sie mit großem tamtam wieder einführt :?
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Re: postquellen!

Beitragvon OHB am Mittwoch 18. November 2009, 15:41

trebbiatore hat geschrieben:die quelle wurde so wie die post heute im hohen haus behandelt.
meiner meinung nach gibt es da eine paradebeispiel dafür dass heute alles im ar... ist. die quelle führte ihre geschäfte nur über privatfirmen durch, die von neuen selbstständigen betrieben wurde.
wirtschaftskreise der ÖVP und FPÖ wollten dass mehr wettbewerb entsteht und sie verkauften die packerlpost. heute kommen die packerln zu irgendwelchen postpartnern, oder man muss quer durch wien fahren um sich seine zustellung abzuholen. in manchen ortschaften fährt nicht einmal ein öffentliches verkehrsmittel um an sein paket zu kommen.
und die privaten werden weniger weil ihnen die handelspartner abhanden kommen, wie zb QUELLE.
und wem haben wir diese misserie zu verdanken, grasser?

nein, den wählern die schwarz-blau ermöglicht haben, mit ihrem sonderbaren wahlverhalten.
sogar die gewerkschaft wollten sie ruinieren. aber das geld nehmen schon alle das die gewerkschaft für sie aushandelte. (und da sollten sich nur user melden die bei der gewerkschaft sind und net ausgetreten...sollte ein eintrag dazu kommen...danke.)

...aber in letzter zeit liest man darüber sehr wenig...naja vielleicht wirds wieder vor den wienwahlen spannender...wenns um die hausmeister geht....die schwarz-blau abgeschafft haben und häupl schon längst wieder einführen hätte sollen...aber der muss ja jetzt einen wahlkampf schlagen und da wird er sicher ein paar kleingeister fangen die sich freuen wenn er sie mit großem tamtam wieder einführt :?



unser weintraubenmichl
mocht scho wieder des rennen
baut er jo scho versprechungen vor
wo ma daunn ned na sogen wird
:twink:
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Re: postquellen!

Beitragvon UnART am Mittwoch 18. November 2009, 19:00

Quelle feuert Post: Aktienkurs bricht ein
07.11.2007 | (DiePresse.com)
Der Versandhändler Quelle Österreich will seine etwa sieben Millionen Pakete in Zukunft mit Hilfe des Paketverteilers Hermes zustellen. Dadurch verliert die Post 20 Millionen Euro. Die Belegschaft fordert personelle Konsequenzen
http://diepresse.com/home/wirtschaft/ec ... 2/index.do


Bitte Datum beachten
Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.
( °) ( °) dada.
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Re: postquellen!

Beitragvon trebbiatore am Mittwoch 18. November 2009, 21:18

UnART hat geschrieben:
Bitte Datum beachten
Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

...und, was willst du damit sagen?
gusenbauer trägt die verantwortung weil die POST nicht mehr für die quelle zuständig war?
...oder hat gusenbauer während der angelobung von fischer sein hosentürl offen gehabt?
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Re: postquellen!

Beitragvon virginia am Mittwoch 18. November 2009, 22:49

trebbiatore hat geschrieben:
UnART hat geschrieben:
Bitte Datum beachten
Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

...und, was willst du damit sagen?
gusenbauer trägt die verantwortung weil die POST nicht mehr für die quelle zuständig war?
...oder hat gusenbauer während der angelobung von fischer sein hosentürl offen gehabt?


Obwohl in Linz gerade für Quelle ein eigenes Verteilzentrum gebaut wurde (ich kenne den Leiter des Postamtes dort), ist Quelle zu billigeren Anbietern abgewandert. So einfach.
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Re: postquellen!

Beitragvon OHB am Mittwoch 18. November 2009, 23:30

virginia hat geschrieben:
trebbiatore hat geschrieben:
UnART hat geschrieben:
Bitte Datum beachten
Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

...und, was willst du damit sagen?
gusenbauer trägt die verantwortung weil die POST nicht mehr für die quelle zuständig war?
...oder hat gusenbauer während der angelobung von fischer sein hosentürl offen gehabt?


Obwohl in Linz gerade für Quelle ein eigenes Verteilzentrum gebaut wurde (ich kenne den Leiter des Postamtes dort), ist Quelle zu billigeren Anbietern abgewandert. So einfach.



heitzutog schaun olle wos wos billiger bekommen können
in zeiten wie diesen tun auch konzerne sich zu tode sparen
:(
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Re: postquellen!

Beitragvon trebbiatore am Mittwoch 18. November 2009, 23:49

virginia hat geschrieben:
trebbiatore hat geschrieben:
UnART hat geschrieben:
Bitte Datum beachten
Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

...und, was willst du damit sagen?
gusenbauer trägt die verantwortung weil die POST nicht mehr für die quelle zuständig war?
...oder hat gusenbauer während der angelobung von fischer sein hosentürl offen gehabt?


Obwohl in Linz gerade für Quelle ein eigenes Verteilzentrum gebaut wurde (ich kenne den Leiter des Postamtes dort), ist Quelle zu billigeren Anbietern abgewandert. So einfach.

so schauts aus. erst privatisieren sie die post, dann lassen sie billiganbieter zu, die absolut NICHTS für den sozialstaat beitragen und nur auf gewinn aus sind. die anderen privatfirmen wechseln nona zum billiganbieter, die post bleibt auf der strecke und dann geht die bude erst ein.
mehr privat als staat habens uns reindrückt, verkauft habens alles und HEUTE würde wer gusenbauer ins spiel bringen und ihm die ÖVP-FPÖ misserie unterjubeln?
na alle achtung :?
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Re: postquellen!

Beitragvon virginia am Donnerstag 19. November 2009, 00:20

trebbiatore hat geschrieben:so schauts aus. erst privatisieren sie die post, dann lassen sie billiganbieter zu, die absolut NICHTS für den sozialstaat beitragen und nur auf gewinn aus sind. die anderen privatfirmen wechseln nona zum billiganbieter, die post bleibt auf der strecke und dann geht die bude erst ein.
mehr privat als staat habens uns reindrückt, verkauft habens alles und HEUTE würde wer gusenbauer ins spiel bringen und ihm die ÖVP-FPÖ misserie unterjubeln?
na alle achtung :?


naja.. ganz ist das so nicht. Die Liberalisierung der Post war schon vor vielen Jahren beschlossen, durch die GATT-Verträge. Und das war eine Geschichte, die mit der WTO zusammen hing. Betraf nicht nur Österreich, sondern den gesamten europäischen Raum. Das hätte uns auch betroffen, wenn wir gar nicht zur EU beigetreten wären. Die WTO will alles privatisieren - und unsere Minister sind da auch mit dabei. Dh. heute kann keine Regierung mehr verhindern, was vor x Jahren beschlossen wurde.

Damals hieß es halt: Mehr privat, weniger STaat.

Ich hoffe dennoch, im Angesicht der Krisen und der Funktion des Staates gibt es irgendwann mutige Staatsmänner, die es wagen, sich mit diesen Organisationen anzulegen. Und ich hoff auch, dass sie es dann auch überleben...
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Re: postquellen!

Beitragvon trebbiatore am Donnerstag 19. November 2009, 00:54

virginia hat geschrieben:
trebbiatore hat geschrieben:so schauts aus. erst privatisieren sie die post, dann lassen sie billiganbieter zu, die absolut NICHTS für den sozialstaat beitragen und nur auf gewinn aus sind. die anderen privatfirmen wechseln nona zum billiganbieter, die post bleibt auf der strecke und dann geht die bude erst ein.
mehr privat als staat habens uns reindrückt, verkauft habens alles und HEUTE würde wer gusenbauer ins spiel bringen und ihm die ÖVP-FPÖ misserie unterjubeln?
na alle achtung :?


naja.. ganz ist das so nicht. Die Liberalisierung der Post war schon vor vielen Jahren beschlossen, durch die GATT-Verträge. Und das war eine Geschichte, die mit der WTO zusammen hing. Betraf nicht nur Österreich, sondern den gesamten europäischen Raum. Das hätte uns auch betroffen, wenn wir gar nicht zur EU beigetreten wären. Die WTO will alles privatisieren - und unsere Minister sind da auch mit dabei. Dh. heute kann keine Regierung mehr verhindern, was vor x Jahren beschlossen wurde.

Damals hieß es halt: Mehr privat, weniger STaat.

Ich hoffe dennoch, im Angesicht der Krisen und der Funktion des Staates gibt es irgendwann mutige Staatsmänner, die es wagen, sich mit diesen Organisationen anzulegen. Und ich hoff auch, dass sie es dann auch überleben...

1996 wurde die privatisierung der paket-post unter dach und fach gebracht.
warum nicht die briefpost?
schon richtig, war einer vorgabe der EU. wenn wir nur alle vorgaben so schnell umsetzen würden...
großbritanien will die post wieder verstaatlichen, ebenso finnland und weitere sieben EU-länder.
sogar in neuseeland sinds draufgekommen dass was schief gelaufen ist und haben die post wieder verstaatlicht.
schüssels ausflüge in den privatisierungswahn fallen uns alle noch aufs kopferl...aber dann wills wieder niemand gewesen sein...so wie uns heute die FPÖ glauben machen will.
die blauen haben heute im parlament auch immer faymann die schuld geben wollen weil die post privatisiert wurde, gleichzeitig habens immer mit den händen gewackelt, von "WIR waren nicht dabei" gelabert und mit den fingern auf orange gezeigt...die wiederum meinten sie habe es damals noch nicht gegeben. (aber ihre wähler könnte sogar der dümmste überzeugen, hauptsache er schreit "ausländer raus")
die halten die bevölkerung wirklich für deppert.
aber warum das UnART bei mir versucht ist mir a rätsel...kumm i als a so a trottl ume? :shock:
bitte das war a rein rhetorische frage :bigsmile:
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Re: postquellen!

Beitragvon f.art reloaded am Donnerstag 19. November 2009, 01:02

trebbiatore hat geschrieben:... warum nicht die briefpost? ...
Weil die keine (ordentliche) Rendite bringt !Bild
Der alte Indianer sitzt am Fluss und wartet, bis die Leichen seiner Feinde vorübertreiben…

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Re: postquellen!

Beitragvon virginia am Donnerstag 19. November 2009, 01:14

trebbiatore hat geschrieben:1996 wurde die privatisierung der paket-post unter dach und fach gebracht.
warum nicht die briefpost?
schon richtig, war einer vorgabe der EU. wenn wir nur alle vorgaben so schnell umsetzen würden...
großbritanien will die post wieder verstaatlichen, ebenso finnland und weitere sieben EU-länder.
sogar in neuseeland sinds draufgekommen dass was schief gelaufen ist und haben die post wieder verstaatlicht.
schüssels ausflüge in den privatisierungswahn fallen uns alle noch aufs kopferl...aber dann wills wieder niemand gewesen sein...so wie uns heute die FPÖ glauben machen will.
die blauen haben heute im parlament auch immer faymann die schuld geben wollen weil die post privatisiert wurde, gleichzeitig habens immer mit den händen gewackelt, von "WIR waren nicht dabei" gelabert und mit den fingern auf orange gezeigt...die wiederum meinten sie habe es damals noch nicht gegeben. (aber ihre wähler könnte sogar der dümmste überzeugen, hauptsache er schreit "ausländer raus")
die halten die bevölkerung wirklich für deppert.
aber warum das UnART bei mir versucht ist mir a rätsel...kumm i als a so a trottl ume? :shock:
bitte das war a rein rhetorische frage :bigsmile:


Naja... 1996 wurde erst einmal Post und Telekom aus dem Staatshaushalt "ausgegliedert". Das war aber lange vorher schon beschlossene Sache - die Geschichte mit der Liberalisierung des Fernmelde- und Postdienstes. Weil man in der WTO halt meinte, der Staat brauche das doch nicht und das können die Privaten eh viel besser (in der WTO ist man auch der Meinung, das sollte man bei der Bildung, dem Gesundheitswesen, der Wasserwirtschaft und eh überall machen - Gott behüte uns davor!!!!).

Dh. es war nicht mehr zu verhindern. Und 1996 hatte mittlerweile - weil es eben nicht mehr zu verhindern war - die Gewerkschaft der Post und Telekom selbst schon auf die Ausgliederung gedrängt. Weil die Finanzminister - angefangen bei Übleis, der seinem Nachfolger Sindelka dann kräftig weiter zur Ader lies - einen Weg gefunden hatten, wie sie das Budget auf Kosten der Post- und Telegraphenverwaltung sanieren konnten. Die Sache war einfach: Die Telekom schrieb damals satte Gewinne - musste aber alles an den Finanzminister /= Eigentümer) abführen. Und für Investitionen mussten sie dann Geld bei den Banken aufnehmen. Kurz gesagt: Man hat den Gewinn des Unternehmens für die Budgetsanierung abgezogen, und das Unternehmen musste Fremdkapital bei Banken aufnehmen, um Investitionen durchführen zu können. Nicht alles - 40 % des Gewinnes floss wieder zurück. Man nannte das damals "Fernmeldeinvestitionsgesetz". Der Prozensatz des Rückflusses wurde aber sukzessive reduziert. Dh. immer weniger Geld floss zurück, immer mehr musste fremdfinanziert werden.

Der Clou: Das Geld der Telekom wurde aber für den Bau der Postämter verwendet. Dh. in die "Schwester" investiert. Die Postämter gehörten alle der telekom, nicht der Post. Dann kam Ditz - erinnerst dich? Der war Mal Finanzstaatssekretär der ÖVP und wurde dann - nach der Ausgliederung der Post- und Telegraphenverwaltung - Vorstand der Post und Telekom AG.

Und der hatte es echt drauf. Er übertrug alle Postämter (die der Telekom gehörten) und alle Gebäude, die mit Telekomgeld finanziert waren (die Telekom hatte ja auch noch die Schulden dafür) der Post. weil sie sonst nicht lebensfähig gewesen wäre, und die Telekom wird es schon schaffen. Kluge Entscheidung eines Wirtschafters - oder doch etwa nicht? :shock:

Jedenfalls: die Liberalisierung der Briefpost passiert erst 2011. Es ist eine Art Etappenplan. Als erstes waren es die Massensendungen (die ungeliebten Werbesendungen, die mittler Weile von Asylanten ausgetragen werden), dann die Paketpost -und als letztes kommt jetzt die Briefpost. Gleichzeitig haben sie aber die Zustellung (die lieben Briefträger) umorganisiert. Früher hatte jedes Postamt auch Zusteller. Sie haben jetzt "Zustellbasen" eingerichtet, dh. die Briefträger von den Postämtern abgezogen. Davon lebten die Postämter aber. Jetzt braucht man sie nicht mehr. Die Zusteller fahren von Zustellbasen weg, die Postämter werden betriebswirtschaftlich unrentabel. Jede Kostenrechnung wird das jederzeit zeigen. Damit kann und muss man sie (aus betriebswirtschaftlicher Sicht) schließen.

so einfach - betriebswirtschaftlich gesehen.

Was aber heute noch niemandem klar ist - weil es nicht so deutlich ist: Der Staat zieht sich ganz einfach aus einem Versorgungsauftrag zurück und überlässt ihn den Privaten.

Mag bei der Post und beim Telefon ja noch Wurscht sein - früher meinte man halt, der Staat hätte die Verpflichtung, jedem Staatsbürger sein Telefon und seine Postzustellung zu garantieren. Macht er nicht mehr.

Was aber, wenn er das auch im GEsundheits- oder Bildungsbereich macht????
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Re: postquellen!

Beitragvon UnART am Donnerstag 19. November 2009, 01:46

trebbiatore hat geschrieben:aber warum das UnART bei mir versucht ist mir a rätsel...kumm i als a so a trottl ume? :shock:
bitte das war a rein rhetorische frage :bigsmile:

Wenn es so aufgefasst wurde, bitte ich um Entschuldigung. Meine Absicht war lediglich ein Dilemma aufzuzeigen, dass man nicht einer Partei allein umhängen kann. Liberalisierung, WTO, EU etc. war/ist nicht der Tenor einer einzigen Partei, auch wenn Schwarze dies offensichtlicher vertreten.
Im Prinzip ist den Ausführungen Virginias wenig hinzuzufügen.
( °) ( °) dada.
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Re: postquellen!

Beitragvon trebbiatore am Donnerstag 19. November 2009, 12:36

UnART hat geschrieben:
trebbiatore hat geschrieben:aber warum das UnART bei mir versucht ist mir a rätsel...kumm i als a so a trottl ume? :shock:
bitte das war a rein rhetorische frage :bigsmile:

Wenn es so aufgefasst wurde, bitte ich um Entschuldigung. Meine Absicht war lediglich ein Dilemma aufzuzeigen, dass man nicht einer Partei allein umhängen kann. Liberalisierung, WTO, EU etc. war/ist nicht der Tenor einer einzigen Partei, auch wenn Schwarze dies offensichtlicher vertreten.
Im Prinzip ist den Ausführungen Virginias wenig hinzuzufügen.

diesbezüglich, vor allem wenn es der wirtschaft vorteile bringt, sind wir in österreich schnell mit dem umsetzen.
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Re: postquellen!

Beitragvon Gast am Donnerstag 19. November 2009, 14:10

virginia hat geschrieben:Naja... 1996 wurde erst einmal Post und Telekom aus dem Staatshaushalt "ausgegliedert". Das war aber lange vorher schon beschlossene Sache - die Geschichte mit der Liberalisierung des Fernmelde- und Postdienstes. Weil man in der WTO halt meinte, der Staat brauche das doch nicht und das können die Privaten eh viel besser (in der WTO ist man auch der Meinung, das sollte man bei der Bildung, dem Gesundheitswesen, der Wasserwirtschaft und eh überall machen - Gott behüte uns davor!!!!).

Dh. es war nicht mehr zu verhindern. Und 1996 hatte mittlerweile - weil es eben nicht mehr zu verhindern war - die Gewerkschaft der Post und Telekom selbst schon auf die Ausgliederung gedrängt. Weil die Finanzminister - angefangen bei Übleis, der seinem Nachfolger Sindelka dann kräftig weiter zur Ader lies - einen Weg gefunden hatten, wie sie das Budget auf Kosten der Post- und Telegraphenverwaltung sanieren konnten. Die Sache war einfach: Die Telekom schrieb damals satte Gewinne - musste aber alles an den Finanzminister /= Eigentümer) abführen. Und für Investitionen mussten sie dann Geld bei den Banken aufnehmen. Kurz gesagt: Man hat den Gewinn des Unternehmens für die Budgetsanierung abgezogen, und das Unternehmen musste Fremdkapital bei Banken aufnehmen, um Investitionen durchführen zu können. Nicht alles - 40 % des Gewinnes floss wieder zurück. Man nannte das damals "Fernmeldeinvestitionsgesetz". Der Prozensatz des Rückflusses wurde aber sukzessive reduziert. Dh. immer weniger Geld floss zurück, immer mehr musste fremdfinanziert werden.

Der Clou: Das Geld der Telekom wurde aber für den Bau der Postämter verwendet. Dh. in die "Schwester" investiert. Die Postämter gehörten alle der telekom, nicht der Post. Dann kam Ditz - erinnerst dich? Der war Mal Finanzstaatssekretär der ÖVP und wurde dann - nach der Ausgliederung der Post- und Telegraphenverwaltung - Vorstand der Post und Telekom AG.

Und der hatte es echt drauf. Er übertrug alle Postämter (die der Telekom gehörten) und alle Gebäude, die mit Telekomgeld finanziert waren (die Telekom hatte ja auch noch die Schulden dafür) der Post. weil sie sonst nicht lebensfähig gewesen wäre, und die Telekom wird es schon schaffen. Kluge Entscheidung eines Wirtschafters - oder doch etwa nicht? :shock:

Jedenfalls: die Liberalisierung der Briefpost passiert erst 2011. Es ist eine Art Etappenplan. Als erstes waren es die Massensendungen (die ungeliebten Werbesendungen, die mittler Weile von Asylanten ausgetragen werden), dann die Paketpost -und als letztes kommt jetzt die Briefpost. Gleichzeitig haben sie aber die Zustellung (die lieben Briefträger) umorganisiert. Früher hatte jedes Postamt auch Zusteller. Sie haben jetzt "Zustellbasen" eingerichtet, dh. die Briefträger von den Postämtern abgezogen. Davon lebten die Postämter aber. Jetzt braucht man sie nicht mehr. Die Zusteller fahren von Zustellbasen weg, die Postämter werden betriebswirtschaftlich unrentabel. Jede Kostenrechnung wird das jederzeit zeigen. Damit kann und muss man sie (aus betriebswirtschaftlicher Sicht) schließen.

so einfach - betriebswirtschaftlich gesehen.

Was aber heute noch niemandem klar ist - weil es nicht so deutlich ist: Der Staat zieht sich ganz einfach aus einem Versorgungsauftrag zurück und überlässt ihn den Privaten.

Mag bei der Post und beim Telefon ja noch Wurscht sein - früher meinte man halt, der Staat hätte die Verpflichtung, jedem Staatsbürger sein Telefon und seine Postzustellung zu garantieren. Macht er nicht mehr.

Was aber, wenn er das auch im GEsundheits- oder Bildungsbereich macht????
Beeindruckend.
virginia hat geschrieben:Die Zusteller fahren von Zustellbasen weg
Und die Zusteller haben enormen Druck ... ich treff' sie gelegentlich (Kaffee :hmm:), kenn' auch meinen Zusteller ("Anfänger", sehr ambitioniert). Mit den Realitäten ihrer neuen Jobsituation konfrontiert, retten sie sich in den pursten Sarkasmus (bin ich ein Anfänger). Kann die Menschen nur bewundern - nicht für den Sarkasmus: Daß sie das durchhalten. Und immer noch Qualität liefern.
Es ist immer 'Spiel und Spaß'. Bis jemand verletzt wird.
Dann ist es Sport.
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Re: postquellen!

Beitragvon trebbiatore am Donnerstag 19. November 2009, 14:49

Gast hat geschrieben: Daß sie das durchhalten. Und immer noch Qualität liefern.

es gibt mädls die geben eben nie auf ihre meinung kundzutun.
man muss sich nur mit der meinung identifizieren können, dann kann es a wunderbarer lese-ausgleich sein.
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