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UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon OHB am Mittwoch 4. Januar 2012, 14:39

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Regierung feiert neues Grundgesetz

Zehntausende haben in Budapest gegen die neue Verfassung demonstriert. Die EU-Kommission nimmt die Verfassung unter die Lupe und droht mit Klagen. Der rechts-konservative Ministerpräsident Viktor Orban bekommt für sein umstrittenes Reformwerk im Inland wie im Ausland Empörung zu spüren.

Die EU-Kommission teilte am Dienstag in Brüssel mit, sie sei wegen einiger Gesetzesänderungen derzeit nicht zu Verhandlungen über von Orban beantragte Finanzhilfen bereit. Die Kommission werde auch prüfen, ob einzelne Bestimmungen der neuen Verfassung dem EU-Recht entsprechen. Falls nicht, so drohen Orbans Regierung Strafzahlungen und ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof.

Während Orban in der Budapester Oper die Verfassungsänderungen feierte, hatten am Montagabend vor dem Gebäude Zehntausende seinen Rücktritt gefordert. Die Menge rief „Orban, hau ab!“ und „Viktator, Viktator!“. Sie ließ die Republik hochleben und forderte die Zurücknahme der neuen Verfassung durch das Parlament. Orban und die wichtigsten Festgäste verließen das Gebäude über den Hinterausgang. Die Demonstration verlief friedlich.
„Instrument zum Abbau der Demokratie“

Kritiker sehen in der Verfassung, die von der Zweidrittelmehrheit der Regierungspartei FIDESZ (Bund Junger Demokraten) im Parlament gebilligt wurde, ein Instrument zum Abbau der Demokratie in Ungarn. Zu der Kundgebung hatten mehrere Organisationen aufgerufen, darunter die soziale Bewegung Ungarische Solidarität sowie die Oppositionsparteien MSZP und LMP (Grüne).

Das neue Grundgesetz löst die Verfassung von 1989 ab, die die demokratischen Grundrechte sicherte und Ungarn im Kreis der westlichen Demokratien verankerte. In der neuen Verfassung sind zwar die Grundrechte auch deklariert. Doch wurden die Kompetenzen des Verfassungsgerichts stark beschnitten und unter anderem die Unabhängigkeit der Justiz eingeschränkt.
Refinanzierung von 4,8 Mrd. Euro

Ungarn muss in diesem Jahr 4,8 Mrd. Euro Schulden refinanzieren. Weder die EU noch der Internationale Währungsfonds sind derzeit jedoch zu Verhandlungen über die Finanzhilfe bereit. „Im Moment haben wir keine Pläne, wieder in Budapest zu verhandeln“, sagte der Kommissionssprecher. Die EU lehne vor allem die Unterstellung der ungarischen Notenbank unter eine neue Behörde ab: „Laut EU-Vertrag muss die Zentralbank unabhängig sein und darf nicht den Weisungen einer Regierung unterliegen.“

Bei Verhandlungen mit Budapest könne es nicht nur um technische Details von Finanzhilfen gehen. „Wir müssen auch über die rechtliche Umgebung reden, die notwendig ist, um finanzielle Stabilität in Ungarn zu gewährleisten“, formulierte der Sprecher. In einem Briefwechsel mit Orban habe EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zweimal seine Bedenken gegen das Zentralbankgesetz dargelegt. Nun müsse genau geprüft werden, ob die Verfassung tatsächlich - wie von Orban versichert - im Einklang mit dem EU-Recht stehe.
Gesetz zur Pensionierung unter der Lupe

Die EU-Kommission prüft auch, ob durch ein neues Gesetz zur Pensionierung von Richtern die Unabhängigkeit der Richter in Ungarn eingeschränkt werde. Ähnliches gelte auch für ein neues Verfahren zur Bestimmung des unabhängigen Datenschutzbeauftragten. Zudem prüfe die Kommission, ob die Anwendung des bereits Anfang 2010 beschlossenen neuen Mediengesetzes mit dem EU-Recht vereinbar sei. Zunächst wolle die Kommission jedoch feststellen, ob dem Radiosender Club-Radio tatsächlich die Lizenz entzogen worden sei.

http://www.orf.at/stories/2096999/2097649/

UNGARN AUF DEN WEG IN DIE DIKTATUR?
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon smART am Mittwoch 4. Januar 2012, 18:41

Die Orflöcher habens Maulaufreißen nötig!


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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon Oraldiarrhoechirurg am Samstag 7. Januar 2012, 17:23

OHB hat geschrieben:Bild Bild
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Regierung feiert neues Grundgesetz

Zehntausende haben in Budapest gegen die neue Verfassung demonstriert. Die EU-Kommission nimmt die Verfassung unter die Lupe und droht mit Klagen. Der rechts-konservative Ministerpräsident Viktor Orban bekommt für sein umstrittenes Reformwerk im Inland wie im Ausland Empörung zu spüren.

Die EU-Kommission teilte am Dienstag in Brüssel mit, sie sei wegen einiger Gesetzesänderungen derzeit nicht zu Verhandlungen über von Orban beantragte Finanzhilfen bereit. Die Kommission werde auch prüfen, ob einzelne Bestimmungen der neuen Verfassung dem EU-Recht entsprechen. Falls nicht, so drohen Orbans Regierung Strafzahlungen und ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof.

Während Orban in der Budapester Oper die Verfassungsänderungen feierte, hatten am Montagabend vor dem Gebäude Zehntausende seinen Rücktritt gefordert. Die Menge rief „Orban, hau ab!“ und „Viktator, Viktator!“. Sie ließ die Republik hochleben und forderte die Zurücknahme der neuen Verfassung durch das Parlament. Orban und die wichtigsten Festgäste verließen das Gebäude über den Hinterausgang. Die Demonstration verlief friedlich.
„Instrument zum Abbau der Demokratie“

Kritiker sehen in der Verfassung, die von der Zweidrittelmehrheit der Regierungspartei FIDESZ (Bund Junger Demokraten) im Parlament gebilligt wurde, ein Instrument zum Abbau der Demokratie in Ungarn. Zu der Kundgebung hatten mehrere Organisationen aufgerufen, darunter die soziale Bewegung Ungarische Solidarität sowie die Oppositionsparteien MSZP und LMP (Grüne).

Das neue Grundgesetz löst die Verfassung von 1989 ab, die die demokratischen Grundrechte sicherte und Ungarn im Kreis der westlichen Demokratien verankerte. In der neuen Verfassung sind zwar die Grundrechte auch deklariert. Doch wurden die Kompetenzen des Verfassungsgerichts stark beschnitten und unter anderem die Unabhängigkeit der Justiz eingeschränkt.
Refinanzierung von 4,8 Mrd. Euro

Ungarn muss in diesem Jahr 4,8 Mrd. Euro Schulden refinanzieren. Weder die EU noch der Internationale Währungsfonds sind derzeit jedoch zu Verhandlungen über die Finanzhilfe bereit. „Im Moment haben wir keine Pläne, wieder in Budapest zu verhandeln“, sagte der Kommissionssprecher. Die EU lehne vor allem die Unterstellung der ungarischen Notenbank unter eine neue Behörde ab: „Laut EU-Vertrag muss die Zentralbank unabhängig sein und darf nicht den Weisungen einer Regierung unterliegen.“

Bei Verhandlungen mit Budapest könne es nicht nur um technische Details von Finanzhilfen gehen. „Wir müssen auch über die rechtliche Umgebung reden, die notwendig ist, um finanzielle Stabilität in Ungarn zu gewährleisten“, formulierte der Sprecher. In einem Briefwechsel mit Orban habe EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zweimal seine Bedenken gegen das Zentralbankgesetz dargelegt. Nun müsse genau geprüft werden, ob die Verfassung tatsächlich - wie von Orban versichert - im Einklang mit dem EU-Recht stehe.
Gesetz zur Pensionierung unter der Lupe

Die EU-Kommission prüft auch, ob durch ein neues Gesetz zur Pensionierung von Richtern die Unabhängigkeit der Richter in Ungarn eingeschränkt werde. Ähnliches gelte auch für ein neues Verfahren zur Bestimmung des unabhängigen Datenschutzbeauftragten. Zudem prüfe die Kommission, ob die Anwendung des bereits Anfang 2010 beschlossenen neuen Mediengesetzes mit dem EU-Recht vereinbar sei. Zunächst wolle die Kommission jedoch feststellen, ob dem Radiosender Club-Radio tatsächlich die Lizenz entzogen worden sei.

http://www.orf.at/stories/2096999/2097649/

UNGARN AUF DEN WEG IN DIE DIKTATUR?


Wer, außer mir, soll das alles lesen? )-;

Mir sei gestattet, zusammenzufassen -auf DEUTSCH:

Ungarn also auf dem Weg in die Demokratie.
Oraldiarrhoechirurg
 

Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon xenia am Samstag 11. Februar 2012, 20:19

Swoboda: „Stern von Orbán ist im Sinken“

Europas Chef der Sozialdemokraten kritisiert Ungarns „autoritäre Führung“. Und: Griechenland werde von der EU „erpresst“.

http://kurier.at/nachrichten/4484515-sw ... sinken.php
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon xenia am Montag 13. Februar 2012, 22:28

Ungarn sträubt sich gegen EU-Auflagen

Budapest will das kritisierte Notenbankgesetz in zwei Punkten nicht ändern. Aufregung um Preise an ungarische Journalisten.

Bild bild: KURIER

http://kurier.at/nachrichten/4484761-un ... flagen.php
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon xenia am Montag 5. März 2012, 16:01

Ungarn: Anonymous schreibt Verfassung um

Das Hacker-Kollektiv hat die Website des Verfassungsgerichtshofs lahmgelegt und den Text des umstrittenen Grundgesetzes geändert.

http://kurier.at/nachrichten/4487366-un ... ung-um.php
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon xenia am Mittwoch 7. März 2012, 16:30

EU hält an Verfahren gegen Ungarn fest

Die ungarische Regierung soll zwei umstrittene Gesetze ändern. Premier Orban weigert sich weiter.

http://kurier.at/nachrichten/4487643-eu ... n-fest.php
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon xenia am Donnerstag 15. März 2012, 23:06

Großaufmärsche – für und gegen Orban

Ungarns Nationalfeiertag geriet zum Kräftemessen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung Orban.

http://kurier.at/nachrichten/4488684-gr ... -orban.php
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon Gast am Freitag 16. März 2012, 01:49

Spielt die EU auch ein wenig auf dem Klavier der Unruhen?
EU sperrt Ungarn halbe Milliarde Euro als Defizit-Sanktion
BRÜSSEL. Die EU-Finanzminister haben sich auf millionenschwere Sanktionen gegen Defizitsünder Ungarn verständigt. Wie die dänische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte, fasste der Finanzministerrat am Dienstag in Brüssel einen Beschluss zur teilweisen Suspendierung der Kohäsionsfonds für 2013.
http://www.nachrichten.at/nachrichten/w ... 5,838397,E
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Re: UNGARN ein weiteres schwarzes EU-schaf?

Neuer Beitragvon xenia am Mittwoch 2. Mai 2012, 13:33

Janos Ader neuer Präsident Ungarns

Der langjährige Fidesz-Politiker folgt dem bisherigen Staatsoberhaupt Schmitt nach, der wegen einer Plagiatsaffäre zurückgetreten war.

Bild bild: rts
Neues Gesicht an Ungarns Staatsspitze: Janos Ader.

http://kurier.at/nachrichten/4494513-ja ... ngarns.php
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