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Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

UnART-Vorschläge für überforderte Politiker und Systemgewinner
Forumsregeln
Österreichische- und EU-Konvente, mit Politikern und Systemgewinnern, schließen Bürger von der Mitgestaltung aus. Im UnART-Konvent findet der Souverän eine Plattform zur Veröffentlichung von Vorschlägen und Einwänden, um seine Belange zu vertreten. (Beitragsprüfung)

Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

Neuer Beitragvon UnART am Sonntag 11. Dezember 2011, 18:09

Ausländische Studenten, vor allem Deutsche, stürmen Österreichs Universitären. Dies führt zu räumlicher Überlastung und zur Kostenexplosion. Eine Quote für ausländische Studenten verletzt den Gleichheitsgrundsatz der EU. Österreicher haben für das Begehren auf eine Quotenregelung, einen resultierenden akademischen Notstand (z. B.: Mediziner) nachzuweisen. Kosten durch mangelnde Quotenregelung will die schwarze Reichshälfte mit Studiengebühren finanzieren und stößt damit auf heftige sozialistische Gegenwehr, betreffend die Gefährdung der Gleichheit durch Behinderung des Zugangs ärmerer Studenten. So bleibt die österreichische Bildungsreform in Finanzierungsfragen und in unterschiedlichen Parteiideologien stecken. Für Österreichs Bürger, fern aller Ideologien, stellt sich die Frage allerdings anders:
„Was bekomme ich für die Finanzierung des Studiums vom künftigen Akademiker zurück?“
Dazu ein Vorschlag, welchen ich bereits in der Glosse 'Quotenstudenten …' anklingen ließ.

5 Jahre für Österreich – Studenten verpflichten sich mit der Inskription die ersten 5 Jahre nach dem Studienabschluss nicht fürs Ausland tätig zu werden. Andernfalls bedingt es eine Kostenrückerstattung, welche weit über läppische Studiengebühren hinausgeht.
Zugänge sieben sich dermaßen selbst aus, was eine Quotenregelung erübrigt. Ausnützung des Studiensystems und Übervorteilung österreichischer Steuerzahler minimiert sich durch Überlegungen zur Standortwahl. Unter solchen Voraussetzungen findet der Bürger Verständnis für Bildungskosten.
Dabei ist es egal ob es sich um österreichische oder ausländische Studenten handelt. Auch ein fürs Ausland arbeitender Österreicher geht unserem sozialen und ökonomischen System verloren.

Weitere Links zur Bildungsreform z. B.: Wo geht’s hier zur Schulreform?
( °) ( °) dada.
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Re: Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

Neuer Beitragvon virginia am Sonntag 11. Dezember 2011, 18:58

UnART hat geschrieben:
5 Jahre für Österreich – Studenten verpflichten sich mit der Inskription die ersten 5 Jahre nach dem Studienabschluss nicht fürs Ausland tätig zu werden. Andernfalls bedingt es eine Kostenrückerstattung, welche weit über läppische Studiengebühren hinausgeht.
Zugänge sieben sich dermaßen selbst aus, was eine Quotenregelung erübrigt. Ausnützung des Studiensystems und Übervorteilung österreichischer Steuerzahler minimiert sich durch Überlegungen zur Standortwahl. Unter solchen Voraussetzungen findet der Bürger Verständnis für Bildungskosten.
Dabei ist es egal ob es sich um österreichische oder ausländische Studenten handelt. Auch ein fürs Ausland arbeitender Österreicher geht unserem sozialen und ökonomischen System verloren.

Weitere Links zur Bildungsreform z. B.: Wo geht’s hier zur Schulreform?


Das erscheint mir ein sinnvoller Vorschlag - allerdings: was machen wir mit den vielen Medizinern, die dann keinen Job in Österreich kriegen? :hmm:
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Re: Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

Neuer Beitragvon UnART am Sonntag 11. Dezember 2011, 19:15

virginia hat geschrieben:Das erscheint mir ein sinnvoller Vorschlag - allerdings: was machen wir mit den vielen Medizinern, die dann keinen Job in Österreich kriegen? :hmm:

Gerade bei Medizinern gibt es ja Bedenken, dass derer künftig zu wenig sind. Nur was machen wir mit Akademikern die in Österreich keinen Job finden, was nach aktuellen Entwicklungen häufiger wird? Eine Stützung des Österreichischen Bildungssystems im xx-Prozentbereich des Verdienstes lässt sich andenken.
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Re: Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

Neuer Beitragvon virginia am Sonntag 11. Dezember 2011, 19:26

UnART hat geschrieben:
virginia hat geschrieben:Das erscheint mir ein sinnvoller Vorschlag - allerdings: was machen wir mit den vielen Medizinern, die dann keinen Job in Österreich kriegen? :hmm:

Gerade bei Medizinern gibt es ja Bedenken, dass derer künftig zu wenig sind. Nur was machen wir mit Akademikern die in Österreich keinen Job finden, was nach aktuellen Entwicklungen häufiger wird? Eine Stützung des Österreichischen Bildungssystems im xx-Prozentbereich des Verdienstes lässt sich andenken.


Soweit ich weiß, liegen wir mit der Akademikerquote im internationalen Vergleich eher schlecht. Hängt auch davon ab, welches Studium man anstrebt.

allerdings müssten halt jene Akademiker, die in Österreich keinen Job bekommen, von dieser Regelung ausgenommen sein - oder?
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Re: Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

Neuer Beitragvon UnART am Sonntag 11. Dezember 2011, 21:11

virginia hat geschrieben:Soweit ich weiß, liegen wir mit der Akademikerquote im internationalen Vergleich eher schlecht. Hängt auch davon ab, welches Studium man anstrebt.

allerdings müssten halt jene Akademiker, die in Österreich keinen Job bekommen, von dieser Regelung ausgenommen sein – oder?

Was hilft eine höhere Akademikerquote wenn es am Job-Angebot mangelt? Hier liegt der Ansatz nicht im Bildungssystem. Gibt es mehr gut bezahlte Jobs, regelt sich vieles von selbst. Wer ein brotloses bzw. überbelegtes Studium absolviert, muss auch die Konsequenzen in Kauf nehmen. Die Leute sind nicht nur volljährig, sondern die sogenannte geistige Elite des Landes.

Warum soll man einen fürs Ausland tätigen Akademiker ausnehmen, wenn seine berufliche Basis von Österreichern finanziert wurde
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Re: Studentenquoten versus Uni-Gebühren oder Bildungsreform?

Neuer Beitragvon majestix am Dienstag 13. Dezember 2011, 19:30

UnART hat geschrieben:„Was bekomme ich für die Finanzierung des Studiums vom künftigen Akademiker zurück?“


Weitere Links zur Bildungsreform z. B.: Wo geht’s hier zur Schulreform?


Werter UnArt, die Frage stellt sich so nicht.
Die Frage müßte lauten:
Was ist uns Bildung wert?

Ich kritisiere weiterhin, daß es der Bildungspolitik an klar definierten Zielen ermangelt. Ohne Zielvorgaben ist jede Diskussion über Detailfragen Zeitverschwendung.
Dein Vorschlag ist übrigens unrealistisch. Mein Ältester muß als Dipl. Ing. im Rahmen seines fortgesetzten Doktoratstudiums innerhalb von 3 Jahren auf unbestimmte Zeit in´s Ausland.

Ich hätte aber einen anderen Vorschlag:
Jedem Studierenden werden von der jeweiligen Uni kostendeckende Studiengebühren vorgeschrieben, die vom Staat vorerst kreditiert, und erst bei Studienabbruch fällig gestellt werden. Erfolgreichen Absolventen wird hingegen der Kredit erlassen.

Das hätte jedenfalls den Lenkungseffekt, daß nur die am besten Geeigneten ein Studium überhaupt beginnen, was bei einer drop out - Quote von derzeit 80% an der WU und an der TU bezweifelt werden darf.

Dieses Modell entspricht dem Leistungsgedanken unserer Gesellschaft, wie auch der Eigenverantwortung der Studierenden, und würde darüber hinaus verhindern, daß ein Überangebot an z. B. Soziologen oder Politologen ausgebildet wird. Damit würde ja niemand an einem Studium gehindert.
Natürlich müssen dafür entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, auch ein Studienwechsel soll im Rahmen der bestehenden Gesetze möglich bleiben.

Die Orientierungslosigkeit der Politik manifestiert sich wieder einmal im AKH Wien, gleichzeitig Universitätsklinik der MedUni Wien.
Die tägliche Arbeitszeit der Ärzte teilt sich gesetzlich zu je 1/3 auf in Forschung, Lehre und Patientenbetreuung. Bei einem 8-Stunden-Tag bleibt für die Patientenbetreuung nicht viel Zeit übrig.
Und dennoch werden Planstellen abgebaut.

Zurück zu Deiner Frage:
„Was bekomme ich für die Finanzierung des Studiums vom künftigen Akademiker zurück?“

Das ist einfach zu beantworten:
Höhere Einkommenssteuern, höheres Bildungsniveau, vor allem bei den Kindern von Akademikern, somit den Aufbau einer breiteren, besser gebildeten Bevölkerungsschicht.
In Geld läßt sich das nicht bewerten.
Das Leben ist ziemlich lebensgefährlich - Wer gesund stirbt, ist auch tot.
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