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von OHB am Mittwoch 10. März 2010, 10:13
 Pöbeln aus Kalkül Seit 100 Jahren ist Wiens prägendster Bürgermeister Karl Lueger tot. Und doch ist Wien bis heute "seine" Stadt - vom Stadtbild über die kommunalen Einrichtungen bis zum nicht verschwinden wollenden Antisemitismus. Luegers Bedeutung reicht jedoch weit über Wien hinaus. Er war der erste heimische Politiker, der sich ganz dem Populismus verschrieb - und damit Erfolg hatte. Zum Unterschied von vielen seiner Nachfolger gestand er zumindest aber ein, dass er das "Pöbelgeschäft" des Populismus aus reinem Kalkül betrieb. © http://www.orf.at/100226-48465/index.htmlhttp://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Luegerhttp://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/ ... -10-3.html
träume nicht dein leben sondern lebe deinen traum ich bin nicht immer wege gegangen denen ich gewachsen war umso mehr kämpfe ich weiter für mein kleines daseinsglück auch fürcht ich nicht den kommenden tod sehr wohl aber das qualvolle sterben
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OHB
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von xenia am Mittwoch 10. März 2010, 10:43
"Kurier" vom 07.02.2010 Ressort: Seite 5 Seite: 22 Ausgabe: Wi,Abend
Karl Lueger: Hundert Jahre nach seinem Tod polarisiert der Wiener Bürgermeister immer noch. Sein Antisemitismus diente Hitler als Vorbild
"Wer ein Jud' ist, bestimme ich"
Für die einen war er einer der bedeutendsten Politiker seiner Zeit. Die anderen sehen ihn als skrupellosen Populisten, der mit seinen antisemitischen Hetzreden den Nährboden für Adolf Hitler schuf. Das Seltsame daran ist: Beide Seiten haben recht. Karl Lueger polarisiert 100 Jahre nach seinem Tod immer noch. Der als Sohn eines Schuldieners 1844 geborene Jurist erkannte schnell, dass der Antisemitismus im Wien vor der Jahrhundertwende geeignet war, ihm den Weg zur Macht zu ebnen. Von der Politik fasziniert, gründete Karl Lueger die Christlichsoziale Partei, als deren Führer er zum Wiener Bürgermeister gewählt wurde. Doch Kaiser Franz Joseph, der seinen Antisemitismus ablehnte, verweigerte drei Mal Luegers Ernennung. Erst beim vierten Mal gab er 1897 auf Drängen des Papstes nach.
Weitsicht
Und Lueger erwies sich als weitsichtiger Kommunalpolitiker. In seiner 13-jährigen Amtszeit entstanden Schulen, Waisenhäuser, die Heilanstalt Am Steinhof, die Zweite Hochquellenwasserleitung, Gas- und Elektrizitätswerke und andere heute noch existierende Einrichtungen. Darüber hinaus sicherte er den Wald- und Wiesengürtel um Wien und stellte die Straßenbahnen unter städtische Verwaltung. Viel zum "Mythos Lueger" trugen seine charismatische Erscheinung und die bescheidene Lebensweise bei. Hatte er schon als junger Anwalt die "kleinen Leute" kostenlos vertreten, so verzichtete er als Bürgermeister zugunsten der Armen auf die Hälfte seines Gehalts. Freilich weiß man heute auch, dass er in seiner Partei korrupte Handlungen tolerierte und vertuschte.
Luegers Umfeld
Für den Wiener Historiker Gerhard Jagschitz war Lueger "kein persönlicher, sondern ein politischer Antisemit. Das macht die Sache nicht harmloser, doch sollte man keinesfalls den Fehler begehen, ihn aus seiner Zeit und dem christlichsozialen Umfeld der Wiener Bürgerlichkeit herauszuholen." Jagschitz sieht Lueger als einen der Vorläufer eines rassistisch begründeten Antisemitismus, gibt aber zu bedenken, "dass Auschwitz noch nicht vorhanden war". Zweifellos erinnert Luegers Diktion an die der Jahre 1933 bis 1945, wenn er Juden als "Raubtiere in Menschengestalt" bezeichnet und "anstelle des alten christlichen Österreich ein neues jüdisches Reich" kommen sah.
Schönerer
Während der noch radikalere "alldeutsche" Politiker Georg von Schönerer Luegers Antisemitismus für "nicht waschecht" hielt, "weil getaufte Juden im Lager der Christlichsozialen liebwerte Parteigenossen" sein konnten, prägte Karl Lueger den berühmt-berüchtigten Satz "Wer ein Jud' ist, bestimme ich", den er bei Bedarf anwandte, um jüdische Ärzte und Berater zu konsultieren. "Es gab und gibt Leute", schrieb Arthur Schnitzler, "die es Lueger als Vorzug anrechnen, dass er auch in seiner stärksten Antisemiten-Zeit persönlich für viele Juden eine gewisse Vorliebe beibehalten hat: Mir galt gerade das immer als der stärkste Beweis seiner moralischen Fragwürdigkeit." Es bestünde bis heute die Gefahr, meint Professor Jagschitz, "dass Lueger von christlicher Seite verherrlicht, von der anderen Seite aber verteufelt wird, ohne zu erkennen, was er für die Entwicklung dieser Stadt geleistet hat." Aus Anlass seines 100. Todestags erscheinen zwei Biografien, die jedenfalls bemüht sind, Luegers Persönlichkeit in ihrer Vielschichtigkeit darzustellen.
"Der schöne Karl"
Je länger er Wien regierte, desto größer wurde Luegers Popularität insbesondere bei den Wienerinnen, die den "schönen Karl" vergötterten. Er blieb - wohl auch um die Schar seiner weiblichen Anhänger nicht zu enttäuschen - sein Leben lang unverheiratet, hatte aber etliche Affären, die er geheim hielt. Eine mit der jüdischen Schauspielerin Caroline Loewy, die als Valerie Grey auf Wiener Bühnen auftrat. Offenbar machte er sich auch zum Motto: "Wer eine Jüdin ist, bestimme ich." Karl Lueger starb, fast völlig erblindet, am 10. März 1910 im Alter von 65 Jahren an den Folgen seiner Zuckerkrankheit. Wie sehr der Kult um den Bürgermeister über seinen Tod hinaus gepflegt wurde, zeigt das 1932 von Hans Moser gesungene Lied "Der Doktor Lueger hat mir einmal die Hand gereicht". In der Nazizeit entstanden verfälschte Biografien und Filme, und Hitler, der ihn als eines seiner Vorbilder sah, bezeichnete Lueger als den "gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten".
Lueger-Ring
Nach wie vor wird in Wien mit dem Dr.-Karl-Lueger-Ring, dem Lueger-Platz, dem Lueger-Denkmal und der Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche keine historische Persönlichkeit dermaßen geehrt wie er. Politische Forderungen, wenigstens die prominent gelegenen Verkehrsflächen umzubenennen, blieben ungehört. Wie sehr der Antisemitismus des Dr. Lueger in unsere Zeit hineinragt, beweist ein Ausspruch des weltberühmten, in Wien aufgewachsenen Hollywood-Regisseurs Billy Wilder. Als ihm der österreichische Generalkonsul in Los Angeles 1988 die Ehrenmedaille der Stadt Wien überreichte, fragte Wilder, wer denn jetzt Wiens Bürgermeister sei. Beim Namen Helmut Zilk zeigte er sich erleichtert: "Na, Hauptsach, es ist nicht mehr der Lueger!" georg.markus
BUCH-NEUERSCHEINUNGEN
Anna Ehrlich, "Karl Lueger, Die zwei Gesichter der Macht", Amalthea Verlag Wien, 288 Seiten, 22,95 Euro.
John W. Boyer, "Karl Lueger (1844- 1910). Christlichsoziale Politik als Beruf - Eine Biografie", Böhlau Verlag Wien, 595 Seiten, 39 Euro.
Copyrighthinweis: © Kurier - Wien, 2010.
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von contraindicatio am Mittwoch 10. März 2010, 12:59
xenia hat geschrieben:In der Nazizeit entstanden verfälschte Biografien und Filme, und Hitler, der ihn als eines seiner Vorbilder sah, bezeichnete Lueger als den "gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten".
Lueger war also in den Augen des GRÖFAZ der GEDEBAZ. 
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von Gernot Habertheuer am Mittwoch 10. März 2010, 14:14
Weitsicht
Und Lueger erwies sich als weitsichtiger Kommunalpolitiker. In seiner 13-jährigen Amtszeit entstanden Schulen, Waisenhäuser, die Heilanstalt Am Steinhof, die Zweite Hochquellenwasserleitung, Gas- und Elektrizitätswerke und andere heute noch existierende Einrichtungen. Darüber hinaus sicherte er den Wald- und Wiesengürtel um Wien und stellte die Straßenbahnen unter städtische Verwaltung. Viel zum "Mythos Lueger" trugen seine charismatische Erscheinung und die bescheidene Lebensweise bei. Hatte er schon als junger Anwalt die "kleinen Leute" kostenlos vertreten, so verzichtete er als Bürgermeister zugunsten der Armen auf die Hälfte seines Gehalts. Aber wer ein guter Bürgermeister war, bestimmt die Ruth Klüger, Mr. Morrison( Mandelbaum)die IKG, cohn tra katzi & Co! Nicht lieb-Doronchen zu vergessen, der sicher hibsche Zerbrösel-Stelen auf dem Lueger-Platz empfehlen wird............
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von xenia am Mittwoch 10. März 2010, 14:25
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von trebbiatore am Mittwoch 10. März 2010, 15:29
was soll ich von einem christlichen politiker halten der lüger heißt 
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von xenia am Mittwoch 10. März 2010, 15:36
was soll ich von einem so sanften menschen wie dir halten, der xxxxx (freiwillige selbst-zensur) heißt ? ; - )))
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von trebbiatore am Mittwoch 10. März 2010, 15:51
xenia hat geschrieben:was soll ich von einem so sanften menschen wie dir halten, der xxxxx (freiwillige selbst-zensur) heißt ? ; - )))
ein ehrbarer beruf. wir haben das korn gedroschen, dafür haben wir uns auch etwas gedroschenes behalten dürfen um zu überleben. das essen bekamen wir gratis für unsere arbeit. ...und wir zogen von einem hof zum anderen. da war die welt noch in ordnung. jetzt, bei dem xindl werden diese alten traditionen nicht mehr gepflegt. es wurde von linkslinken gutmenschen mein berufsstand ruiniert und ausgerottet. den herrn schuster, bauer, förster gibts schon noch...nur uns nimmer...wir wurden durch maschinen erstzt. nur eines kann ich dir sagen.... was geblieben ist vom namen vielleicht net unbedingt a fescher aber essen, ja essen kann er wie a scheunen________ 
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von smART am Mittwoch 10. März 2010, 18:57
trebbiatore hat geschrieben:xenia hat geschrieben:was soll ich von einem so sanften menschen wie dir halten, der xxxxx (freiwillige selbst-zensur) heißt ? ; - )))
ein ehrbarer beruf. wir haben das korn gedroschen, dafür haben wir uns auch etwas gedroschenes behalten dürfen um zu überleben. das essen bekamen wir gratis für unsere arbeit. ...und wir zogen von einem hof zum anderen. da war die welt noch in ordnung. jetzt, bei dem xindl werden diese alten traditionen nicht mehr gepflegt. es wurde von linkslinken gutmenschen mein berufsstand ruiniert und ausgerottet. den herrn schuster, bauer, förster gibts schon noch...nur uns nimmer...wir wurden durch maschinen erstzt. nur eines kann ich dir sagen.... was geblieben ist vom namen vielleicht net unbedingt a fescher aber essen, ja essen kann er wie a scheunen________  Ahhhhhh? Du heißt +++++?
Zuletzt geändert von Merkur am Mittwoch 10. März 2010, 19:12, insgesamt 1-mal geändert. Grund: Wegen Nichteinhaltung der NUB geändert - mfg Dein Moderator
Für ein Leben ohne Zwangsbeschallung Gegen Straßen- , Häuser und Hofmuzikanten!
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von OHB am Donnerstag 11. März 2010, 14:39
Arbeitskreis zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich www.luegerplatz.com
träume nicht dein leben sondern lebe deinen traum ich bin nicht immer wege gegangen denen ich gewachsen war umso mehr kämpfe ich weiter für mein kleines daseinsglück auch fürcht ich nicht den kommenden tod sehr wohl aber das qualvolle sterben
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von trebbiatore am Donnerstag 11. März 2010, 15:07
smART hat geschrieben:Ahhhhhh? Du heißt +++++?
besser fresser als mitesser 
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von trebbiatore am Donnerstag 11. März 2010, 15:10
OHB hat geschrieben:Arbeitskreis zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich http://www.luegerplatz.com
aber ist es nicht typisch für wien? da haben wir den boden waschenden juden vor der albertina und a bisserl weiter a denkmal vom antisemiten². man kann ja nie wissen...
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von xenia am Donnerstag 11. März 2010, 15:10
bevor smART oder Gernoti wieder verballhornte namen als "schuldige" vermuten --> impressum : Arbeitskreis zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus  Foto: Jakob Glasner Lueger Denkmal bei Tag IMPRESSUM Das Projekt wurde unter der Leitung von Univ.-Lekt. Mag. art. Martin Krenn am Institut Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung / Abt. Kunst und kommunikative Praxis an der Universität für angewandte Kunst in Wien entwickelt. Historische und inhaltliche Beratung: Univ.-Lekt. Mag. phil. Eva Blimlinger Inhaltliche Beratung und Übersetzung ins Englische: Tim Sharp Der Arbeitskreis zur Umgestaltung des Wiener Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Ruben Demus, Sabine Duschnig, Lukas Frankenberger, Jakob Glasner, Iris Hummer, Jasmina Hirschl, Veronika Kocher, Martin Krenn, Mona Liska, Ursula Malina-Gerum, Lilly Panholzer, Elke Elisabeth Reiserbauer, Michaela Scheiflinger, Peter Schlager, Daniel Stuhlpfarrer, Elena Waclawiczek, Paul-Lukas Wagner, Maria Wambacher Oskar Kokoschka-Platz 2 1010 Wien Universität für angewandte Kunst Wien
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von xenia am Donnerstag 11. März 2010, 15:20
trebbiatore hat geschrieben:OHB hat geschrieben:Arbeitskreis zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in ein Mahnmal gegen Antisemitismus und Rassismus in Österreich http://www.luegerplatz.com
aber ist es nicht typisch für wien? da haben wir den boden waschenden juden vor der albertina und a bisserl weiter a denkmal vom antisemiten². man kann ja nie wissen...
...Während der noch radikalere "alldeutsche" Politiker Georg von Schönerer Luegers Antisemitismus für "nicht waschecht" hielt, "weil getaufte Juden im Lager der Christlichsozialen liebwerte Parteigenossen" sein konnten, prägte Karl Lueger den berühmt-berüchtigten Satz "Wer ein Jud' ist, bestimme ich", den er bei Bedarf anwandte, um jüdische Ärzte und Berater zu konsultieren. "Es gab und gibt Leute", schrieb Arthur Schnitzler, "die es Lueger als Vorzug anrechnen, dass er auch in seiner stärksten Antisemiten-Zeit persönlich für viele Juden eine gewisse Vorliebe beibehalten hat... ... Er blieb - wohl auch um die Schar seiner weiblichen Anhänger nicht zu enttäuschen - sein Leben lang unverheiratet, hatte aber etliche Affären, die er geheim hielt. Eine mit der jüdischen Schauspielerin Caroline Loewy, die als Valerie Grey auf Wiener Bühnen auftrat. Offenbar machte er sich auch zum Motto: "Wer eine Jüdin ist, bestimme ich." ...
wasser predigen und wein saufen, nix neix...
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von Gernot Habertheuer am Donnerstag 11. März 2010, 15:47
xenia hat geschrieben: wasser predigen und wein saufen, nix neix... Dieser Vorwurf geht bei mir ins Leere! Frag besser den trebbi, ob es je Wasser gewesen, was er soff!
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